Sommertour 2026 – Tag 9
Sommertour 2026 – Tag 9
Von Seiffen nach St.Joachimsthal (Jacchimov)
Von der Grenze bei Rübenau bekommen wir nichts mit, wie auch vorher schon. Das Wetter weiss heute noch nicht so richtig, was denn nun werden soll: im Süden und Osten blauer Himmel, im Westen und Noden ziehen die Wolken auf.
Für uns geht es nun weiter auf dem Kamm des Erzgebirges. Nach etwa 25km habe wir wieder eine Höhe von 800 m NN erreicht, und nun geht es munter auf und ab zwischen 700 m NN und über 1000 m NN ist alles drin. Die Straße ist klein und Verkehr ist hier so gut wie gar keiner mehr.
Aber das Wetter macht uns zunehmend Sorgen. Als wir am Stausee der Talsperre Preßnitz ankommen hat sich der Himmel schon komplett zugezogen und die Wolken werden immer dichter.
Weil es heute so viel bergan geht haben wir uns eine Lademöglichkeit in Schmiedeberg (Kovarska) herausgesucht. Eine Pension bietet in dem Ort eine Lademöglichkeit an. Wir klingeln und verständigen uns mit den Betreibern und dürfen hinten im Hof die Räder laden. Wir haben grad alles verkabelt, da zieht ein Gewitter auf. Der Regen prasselt und die Blitze zucken. Wir dürfen die Akkus in der Gästeküche der Pension laden und uns dort auch aufhalten. Super nett. Wir können das Gewitter im Trockenen abwarten. Nach rund 1.5h ist das Gewitter durch, die Akkus sind nachgeladen und wir können weiter. Die Gastfreundschaft in dieser Pension : Super.
Wir haben noch gut 25km vor uns, im Osten und Süden zieht das Gewitter noch ab. Bis Oberwiesehthal ist es nicht mehr weit. Heute ist Sonntag und der Ort ist wie ausgestorben. Die lokale Pizzeria ist nicht wirklich eine, aber die Pizza ist soweit okay. Morgen werden wir noch mal den Ort besuchen. Für uns geht es nun auf den Pass zwischen Oberwiesenthal und Gottesgab (Bozi Dar). Heute die höchste Stelle mit 1080m NN. Da es keine andere Strecke zu geben scheint fahren wir auf der Bundesstraße bergan, neben uns die Autos – aber das sind zum Glück nur wenige und die haben auch eine zweite Spur.
Morgen werden wir noch zwei mal über diesen Pass rüberfahren. Wir werden zwei Tage in St. Joachimsthal (Jachymov) Station machen. Das Haus mit den Ferienwohnungen ist schnell gefunden. Es liegt oberhalb des Tales in dem St. Joachimsthal liegt. Hier haben wir einen tollen Blick auf die Berge und das Tal. Links von uns liegt der Keilberg (Klinovec), der der höchste Berg im Erzgebirge ist.
Mit dem Vermieter vereinbaren wir, dass wir morgen ein Frühstück bekommen und dass er uns die Sachen für das Frühstück am Dienstag bitte auch geben möchte. Anrichten könne er es nicht, aber geben wolle er uns die Sachen schon – kein Problem.
Ich fahre noch mal runter nach St. Joachimsthal um im dortigen Laden Getränke und einige andere Sachen für das Abendbrot zu kaufen. Für mich geht es noch einmal von 844m NN runter auf 670 m NN und danach auch wieder hoch. Der Weg führt über eine enge Straße vorbei an alten Burgtürmen und dem alten Uran-Bergwerk.
Wie in vielen kleinen Orten im tschechischem Erzgebirge weiss auch St. Joachimsthal nicht genau, wie es weitergehen wird – einige Häuser scheinen gleich umzufallen daneben auch Häuser die gut in Schuss sind. Man fragt sich , ob da noch Menschen drin wohnen ?
Als ich dann wieder oben bin ist mein Akku auch auf Reserve (<30%) angekommen. Wir lassen den Abend im Garten und der Wohnung ausklingen.
Tourdaten (Tag) :
| Distanz | 76 km |
| Geschwindigkeit | 17,8 km/h |
| Anstieg | 1315 m |
| Höchster Punkt | 1080 m NN. |
| Temperatur | 20°C |