Liegerad 2021
Touren mit dem Wolf AT1 und mit dem Velo de Ville SEB 990
Am Ende des Jahres hatte ich 24566 km mit dem Wolf zurückgelegt. Gestartet war ich mit etwa 15200km was somit mehr als 9.000km in 2020 sind. Aber nun ist es Winter geworden. Aber die Tage werden wieder etwas länger und wann immer die Temperaturen und die Feuchtigkeit von oben es zulassen, nutze ich die wenigen schönen Stunden um mal los zu kommen, raus zu kommen aus dem Corona-Lockdown und dem ewigen HomeOffice. Das ist er einzige Vorteil am HomeOffice: Mehr Zeit, um auch schon mal um 14:00 Uhr auf dem Rad zu sitzen.
Der Wolf hat mitlerweile schon über 25.000km zurückgelegt. Damit kommt auch die nächste große Inspektion und ein erneuter Austausch von Verschleißteilen wieder näher. Unter all dem Dreck, Matsch, Salz und allem, was sonst noch so auf der Straße und den Wegen rumliegt leidet das Material schon entsprechend.
Na ja, so richtig Winter haben wir derzeit in Norddeutschland nicht. Die letzte Woche meistens so um den Gefrierpunkt oder tagsüber kurz darüber mit Schneeregen. Richtiger Winter sieht dann doch anders aus.
Gestern und heute konnte ich mal wieder fahren. Temperaturen um 8°C machten es angenehm zu fahren. Aber heute war es derart windig, dass ich stellenweise kaum die 20 km/h durchhalten konnte. Auf der anderen Seite hatte ich aber auch zum ersten Mal das Vergnügen, auf gerader Strecke am Deich keinen größeren Gang mehr zu haben. Irgendwie wurde ich immer schneller, der Rückenwind schob mich an. Von Lassrönne bis Drennhausen schaltete ich langsam alle Gänge durch und merkte dann, wie beim Schalten nichts mehr passierte. Ein Blick auf das Tacho : mehr als 40 km/h standen an. Der Rückenwind machte es möglich.
Nach rund 2 Wochen Winter mit Temperaturen unter -10°C und Schnee auch im Flachland ist es sehr schnell warm geworden, nicht nur ein bischen, sondern wir haben seit etwa 5 Tagen nun Temperaturen von mehr als 7°C tagsüber, Seit Samstag sogar über 18°C. Das ist echt schon Frühling.

Damit ist dann zunächst erst einmal der Winter vergangen. Leider habe ich die Zeit mit Schnee aufgrund der niedrigen Temperaturen nicht nutzen können, um mit der Frühlingsinspektion an den Rädern zu beginnen. Dafür war es einfach zu kalt. Aber das kalte meist klare Wetter hatte auch sein Vorteile. Tolles Licht, kleine Eisschollen auf der Elbe, lange Spaziergänge durch den Schnee.

Und zum Ende der kalten Tage gab es noch mal richtig Schnee und dann ganz schnell 7-10°C da war der Schnee auch schnell weg. Mittlerweile kommen die Krokusse heraus und zeigen hier und da mal eine Blüte. Morgens wenn ich aufstehe ist es ja noch dunkel, aber seitdem das Wetter warm geworden ist, singen die Vögel schon kurz vor Sonnenaufgang, die Meisen besuchen den Meisenkasten und fangen an zu bauen. Während ich im Winter fast nur Graureiher oder Schwäne und Gänse auf den Feldern und in den Gräben gesehen habe, gab es vorgestern in Vierlanden schon den ersten Storch und gestern bei Oldershausen auch einen. Und auch die Menschen zieht es in Scharen nach Draußen. Selten habe ich am Wochenende so viele Menschen auf den Deichen angetroffen, wie vergangenes Wochenende. Aber was soll man auch anderes machen. Die Möglichkeiten sind derzeit sehr eingeschränkt, denn der Corona-Lockdown hält Freizeitangebote in engen Grenzen, Restos und Cafes haben nur geöffnet, wenn sie “To-Go” Ware anbieten. Ist schon komisch. Da Muss man sich den Kaffee abholen und damit dann zum Deich gehen, und sich dort auf die Bank oder ins Gras setzen. Bei vielen Menschen scheint sich eine Coronaverdrossenheit einzustellen. Aber vermutlich werden wir mich Corona noch länger zu tun haben als wir derzeit denken. Corona Mutation 1.1.7 (Britische Variante) breitet sich aus, und die Fallzahlen sinken trotz Lockdown nicht oder nur sehr langsam.
Bei der Kontrolle und Reinigung des Rades bei km 25.000 stellte ich Spiel im Vorderrad fest. Schon einige Zeit war mir das Klappern im Vorderrad aufgefallen. Hatte aber auch keine richtige Lust, der Sache näher auf den Grund zu gehen.
Bei der Durchsicht der Räder vor einigen Tagen dann die Ernüchterung: Das Vorderrad hat seitliches Spiel, und es ist ganz klar das Rad, Gabel und Lenkkopflager sind okay. Beim Versuch das ausgebaute Rad zu drehen, bemerkte ich ein ähnliches Verhalten, wie bei Naben mit Dynamo: ein leichtes Ruckeln, wenn das Rad dreht. Lagerschaden ? nach nur 25.000km.
Eine Mail an Franz vom Wolf und Wolf Team brachte schnell die Bestätigung der Vermutung. Sollte zwar nicht sein, kann aber vorkommen, dass ein Lager bei der Laufleistung den Geist aufgibt.Habe dann mal die Abdeckung des Lagers abgenommen, und da sah ich dann das Grauen: Das Lager ist hin und macht es nicht mehr lange. Noch mal ein wenig Lagerfett ins Lager geschmiert, damit ich noch weiterfahren kann, bis die Ersatzteile da sind.
Also habe ich neue Lager und auch gleich eine neue Achse mit Schnellspanner geordert. Der alte Spanner war verschlissen. Vielen Dank an dieser Stelle an Franz für den tollen und schnellen Support. Danke

Das Wechseln der Lager ging erstaunlich leicht von der Hand, die eingepressten Lager ließen sich mit wenigen leichten Hammerschlägen aus ihrem Sitz befreien. Der Einbau der neuen Lager ging genauso einfach und nach rund 30 min war die Aktion beendet. Das Rad dreht wieder einwandfrei und das seitliche Spiel ist verschwunden.

Nach dem Einsetzen der Lager noch das Vorderrad wieder einsetzen, die Bremse ein wenig nachjustieren. Die alte Achse hatte den Schnellspanner auf der Gabelseite verbaut, die neue Steckachse hat den Schnellspanner auf der anderen Seite. Für mich erst mal ungewöhnlich in der Optik den Schnellspanner dort zu sehen.

Winter ist hart für Fahrraddreifen, nicht wegen der Temperaturen sondern vielmehr wegen der von den Straßenmeistereien und sonstiger Personen eingesetzter Streumittel. Im August 2020 hatte ich den unrunden Schwalbe Almotion gegen den Conti Speed King ausgetauscht. Ein sehr leichter, schnell laufender (Wettkampf)-Reifen mit reduzierter Laufleistung – so bewirbt ihn Conti. Und dann hat es mich auf den letzten Fahrten mehrmals erwischt. Jedesmal am Hinterrad, wo der Conti seinen Dienst versah. Jedenfalls hat mich die Dichtmilch des schlauchlos genutzten Reifens gerettet, und ich konnte trotz Luftverlust noch nach Hause kommen. Auch war der SpeedKing nie ganz dicht, der Luftverlust war aber kontinuierlich aber nicht schlimm. Für eine Mehrtagestour aber nicht brauchbar. Der am Vorderrad montierte BigBen verliert deutlich weniger Luft. Und nach der letzten Demontage, bei der ich die harte Dichtmilch vom Wulst entfernen mußte, habe ich ihn auch (noch) nicht wieder dicht bekommen. Tägliches Aufpumpen war notwendig.
Ob nun die auf den Wegen liegenden Splittteilchen oder die reduzierte Laufleistung des Reifens die Ursache ist, ist im Grunde genommen ja egal. Auf jeder zweiten Fahrt liegen zu bleiben ist nicht mein größter Wunsch. Und wer schon mal einen 55-622 iger Reifen mit einer kleinen “Not-Luftpumpe” versucht hat auf zu pumpen, der weiss, dass dabei viel Luft in den Reifen gepumpt werden muss, um ihn auch nur fahrbar zu machen.
Und da war sie dann wieder : die Qual der Reifenwahl.
Welchen Reifen soll ich nehmen ?
Kriterien:
Und dabei schließen sich meisten “leicht” und “Pannenschutz” meistens aus, ein leichter Reifen kommt meist mit nur geringem Pannenschutz daher.
Und dann ging die Suche los.
Angeregt durch einige Diskussionen im Velomobilforum habe ich ihn schon vor 2 Wochen als Ersatz bestellt und gestern ist die Entscheidung beschleunigt worden, den SpeedKing nicht noch länger zu fahren.

Reifenwechsel am 2021-03-15 : Vorne und hinten auf Contact Urban
Beide Reifen ließen sich erfreulicherweise ohne Werkzeug montieren, der 559er sehr leicht, der 406er mit ein wenig Nachdruck. Aufpumpen und sofort waren sie mit mehreren Klacks in der Felge. Kein Zischen oder Pfeifen, kein hörbarer Luftverlust. Also scheinen die auf den ersten Blick ziemlich dicht zu sein. Auch nach dem Einfüllen der Dichtmilch und erneutem Aufpumpen kein sichtbarer Austritt von Milch, keine Bläschen o.ä.
Reifenkontolle am 2021-03-16 :
Vorne 100% Luft, hinten deutlicher Luftverlust
Nachtrag Dichtigkeit: Noch mal 30ml Dichtmilch eingefüllt und wieder Luft drauf gegeben. Das Rad häufig gewendet, gedreht, und hin und wieder unter Wasser nachgeschaut, wo denn die Luft sich verflüchtigt. Nach und nach wird’s dicht.
Nachtrag Fahreigenschaften: Optisch machen sich die Contact Urban gut am Rad. Sehen etwas schlanker aus als die Kombi aus BigBen und Almotion. Fahreigenschaften sind ähnlich, wie vorher die Kombi aus BibBen und Conti Speed King, aber deutlich leiser. Der Speed King hatte ein sehr lauter Abrollgeräusch. Ob sie schneller sind, kann ich nicht sagen. Zumindest fahre ich ähnliche Geschwindigkeiten wie zuvor.
So steht es auf der Webseite von Wetter-Online. Und so kam es auch mir vor. Lediglich einmal waren die Temperaturen so, dass ich in Kurz fahren konnte, aber meist waren es nur 10-12 °C. Dafür schöne Sonne, blauer Himmel und immer ein knackiger kalter Wind aus Nord bis Ost. klar, da kommt dann keine warme Luft in unsere Breiten. Während in Süddeutschland schon so was wie Frühling aufkommt, war hier noch mit Schnee und Graupel zu rechnen. Kalte Füße beim Radfahren eingeschlossen. Ich weiß nicht mehr, wie oft ich die dünnen Handschuhe wieder angezogen habe und wie oft ich mich über meine warme Jacke gefreut habe, auch wenn ich in der etwas mehr schwitze.
Die Touren waren aufgrund der niedrigen Temperaturen meist nicht länger als 40-50 km und daher meist die gleichen:
Aber draußen ist es halt besser als drinnen. Da sieht man – gerade im Frühling – wie die Natur erwacht, den ersten Storch haben wir schon Ende Februar Anfang März gesehen, und nun sind immer mehr Störche auf den Nestern und es freut mich jedes Mal das Geklapper zu hören. Ebenso sieht man viele Reiher und neben den üblichen grauen Vertretern sind auch viele Silberreiher hier anzutreffen. Und dann natürlich jede Menge Gänse, hin und wieder mal ein oder zwei Rehe.
Aber sonst ist immer noch Corona-Zeit – mit den Einschränkungen und Home-Office haben wir uns arrangiert. Hat auch einen zeitlichen Vorteil, wenn man nicht täglich 2 Stunden im Auto hin- und herfahren muss. Mittlerweile empfinde ich den Verkehr in Hamburg als hecktisch und stressig, alle sind so gehetzt, müssen noch schnell bei dunkelgelb – oder war es schon rot ? – über die Kreuzung sausen – egal ob Fußgänger, Radfahrer oder PKW/LKW. Radfahren kommt mir dann immer wie Urlaub vor. Entspannung pur, auch wenn etliche der Fahrzeugführer es mit den Abständen beim Überholen eher wenig großzügig bemessen.
Bei unserem 2. Wolf tritt – ja, wie lange eigentlich schon – genau kann ich es nicht sagen, heute ist es mir jedoch bei der Durchsicht des Rades aufgefallen: Es tritt Öl an der Schaltbox aus. Dumm nur, dass wir grad nächste Woche einige größere Touren vorhatten zu fahren.

Die ganze Schaltbox ist leicht ölig, nach dem Abnehmen der Schaltbox, auch hier alles verölt. Der Schmiernebel hat sich auch schon über den Schnellspanner und Teile des Rahmens ausgebreitet. Schönen Schit – wie es hier im Norden heißt. Und heute ist Samstag. Ich habe trotzdem bei bei Franz vom Wolf und Wold Team angerufen und nachgefragt, was zu tun ist, und ob wir mit dem Rad noch Touren machen können.
Er hat erstmal auch keinen Rat gewußt und daher bei Gabriel nachgefragt. Na ja, genaues kam erstmal nicht raus, aber sie wollen sich am Montag mit Rohloff in Verbindung setzen und mir dann sagen, was zu tun ist. Wir können zwar wohl erstmal weiterfahren, sollen aber den Verlust im Auge behalten und gegebenenfalls Öl nachfüllen.
Na, dann warten wir mal ab, ob die Schaltung zur Inspektion zu Rohloff eingesandt werden muss. Laufleistung der Rohloff ca 12.000 -13.000 km.
Damit gilt es die Rohloff weiter zu beobachten. Wolf & Wolf werden diesen Zustand mit dem Hersteller klären.
Von Rohloff kam gestern noch folgende Meldung; d.h. es scheint normal zu sein, dass die Rohloff auch mal Öl verliert.
Bei einem Ölverlust sollten sie immer differenzieren zwischen einem Ölverlust hervorgerufen durch die Entlüftungsfunktion der Nabe (in der Achse selbst), und einer wirklichen Undichtigkeit z.B. durch mangelhafte/beschädigte Dichtung, die sich durch eine große Öllache auf dem Boden bemerkbar machen kann.
Die Nabe selbst macht immer einen Druckausgleich, welcher sich durch einen Ölfilm auf dem Gehäuse oder an der Achsplatte bzw. der Schaltansteuerung bemerkbar macht. Dies kann in manchen Fällen, wie z.B. nach einem Ölwechsel, liegender Transport, Transport am/auf dem Auto, in einem Flugzeug oder Zug, warmen Temperaturen oder Fahrradtouren mit vielen Höhenmetern auch mal ein paar Tropfen sein. Ein weiterer Grund für einen plötzlichen Ölverlust, kann Schmutz/kleine Fremdkörper sein, welcher beim Fahren oder durch Reinigung mit einem Lappen oder Pinsel versehentlich unter die Dichtlippen gelangt ist und die Dichtlippe somit nicht anliegt.
Der Ölwechsel sollte jedes Jahr oder alle 5.000 km stattfinden und er dient im wesentlichen dafür, dass ggf. verflüchtigtes Öl wieder ersetzt wird. Grundsätzlich ist der Ölverlust selbst unschädlich für das innere Getriebe, da freies Öl im Gehäuse hauptsächlich nur der Geräuschdämmung dient und nicht der Schmierung. Wir garantieren über 1 Jahr oder 5000km Fahrzeit eine störungsfreie und für das Getriebe einwandfreie Funktion des Getriebes, auch ohne freies Öl.
Tatsächlich stoppt ein Ölverlust in vielen Fällen von selbst und bedarf keiner weiteren Abdichtung durch uns.
Was kann geprüft werden?
Sollte ein starker Ölverlust weiterhin bestehen bleiben und ggf. eine Scheibenbremse betroffen sein, so sollte die Nabe hier bei uns kontrolliert und ggf. neu abgedichtet werden.
Die Abwicklung erfolgt immer über den Fahrradhändler in ihrer Nähe, bei dem wir dann das Laufrad abholen können:
https://www.rohloff.de/de/service/downloads/preisliste-/-formulare#c10982
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Marco Rauch
Nachdem der April wohl der kälteste der letzten Jahre war, kommt nun mal kurz so was wie Frühling – für 2-3 Tage, dann kommen die Eisheiligen und es wird wieder frisch. Aber heute – super Wetter, wer da nicht draußen ist, muss entweder arbeiten, oder aber ist selber schuld.

Weil heute auch noch Muttertag ist und dann ist damit zu rechnen, dass am Deich alle sich treffen, wählen wir den parallelen Weg durch die Elbmarsch. Der Weg ist zwar nicht ganz so gut, aber wir müssen nicht ständig klingeln, warten bis wir vorbei können und und und.


Auf dem Golfplatz in Lüdersburg ist jede Menge los, so viele Menschen auf dem Platz – er ist riesig – habe ich noch nicht gesehen, aber vermutlich wollen alle nur raus in den Frühling und da kommt derzeit – aufgrund der Corona-Lage – halt nicht so viel in Frage. Aber Golfen und Fahrrad fahren, beides geht.
Über Scharnebek und das Schiffshebewerk geht es auf kleinen Straßen zurück nach Hause. 67km in weniger als 3 Stunden Fahrtzeit.
Ja, fast ist es schon ein Klassiker. Angefangen hat alles mal mit einer Tour 2012 – vor neun Jahren im Herbst bin ich damals das erst Mal nach Bleckede gefahren. Seither machen wir das eigentlich jedes Jahr zu Beginn der Saison ( oder auch später ) mindestens einmal. Die Tour nach Bleckede. Nichts besonderes, einfach nur so. Mit Ausnahme der Ortsdurchfahrt Lauenburg, die nervig ist, und der Hügel vor Boizenburg auch nicht anstrengend. Aber 85 km, Fahrtzeit diesmal etwa 3:40 Stunden.

Heute ist mir zum ersten Mal vor den Hügeln vor Boizenburg das Schild am Radweg aufgefallen, dass auf eine 8% Steigung hinweist. Ich vermute mal, dass sich dass auf die gesamte Strecke der Steigung bezieht, an den steilsten Punkten sind es sicher noch mehr “%”.
In Boizenburg sausen wir wieder runter auf Elbniveau und verpassen glatt den Abzweig in den Hafen. Okay es kommen noch mehr Straßen. Und schon sind wir auf dem Deich. Auffällig ist diesmal – ob es am Licht liegt oder an dem kräftigen Wuchs der Weiden – der “Boizenburger Weidenschneck” . Was vor Jahren mal mit kleinen Weidenstecklingen begonnen hat, ist nun zu einer stattlichen Größe herangewachsen.

Die nächsten km ist der Deich der Weg. Nur selten kommt uns ein Radfahrer oder Fußgänger entgegen, nur ein oder zwei Mal überholen wir andere. Wir haben den Deich für uns – na ja, der Wind hat ihn auch und bläst uns entgegen und frischt dabei immer mehr auf. Macht nichts oder nur wenig, den wir fahren ein gutes Tempo.
Auf die Fähre in Bleckede müssen wir nicht mal warten, fast zeitgleich mit uns kommt auch die Fähre an.

Eine Pause am Anleger in Bleckede, das mitgebrachte Brot wird verzehrt und dann machen wir uns auf den Rückweg. Diesmal mit überwiegend Rückenwind, so dass wir ein hohes Tempo fahren können.
Unterwegs nichts, kaum Radfahrer, hier und da mal ein Fußgänger, die Kinder spielen am Elbstrand. Und die Sonne fängt an zu stechen. Es ist so warm, dass schon bald unsere Trinkvorräte zu Ende gehen.
Ein kurzer Stop für den noch vorhandenen Apfel in Hohnstorf gegenüber und mit Blick auf Lauenburg am anderen Elbufer.
Recht früh kommen wir heute los, und wir haben uns rund 95 km vorgenommen. Am Ende des Tages zeigt das Tacho dann 97 km an, der GPS-Track bring es nur auf 93,5. Woher die Differenz kommt, ist mir nicht klar, aber im Grunde genommen ist mir das auch egal, ob es nun 1-2% mehr oder weniger sind.
Bei der Planung hatte ich noch gedacht, wir fahren einfach nach Hanstedt in der Nordheide, dann einfach auf einem anderen Weg wieder zurück und dann fiel mir bei der Planung auf, dass wir ja am Wildpark in Nindorf und am dortigen Baumwipfelpfad vorbeikommen. Auch wenn die Aussicht, den Pfad zu begehen wegen Corona nahezu aussichtslos war, ein gutes Ziel ist es alle Mal.


Noch sind es nur wenige PKW, die auf dem Deich und dem kombinierten Geh- und Radweg parken. Ab Mittags wird das sicher wieder anders sein. An der Fähre in Hoopte ist aber schon ordentlich was los. Wir verlassen den Deich und fahren nach Süden Richtung Ashausen und Scharmbek. Schnell verlassen wir wieder die Hauptstraßen und fahren auf einer kleinen Nebenstraße Richtung Segelfluggelände Holterfloh. Es geht ordentlich bergan und ich muss sogar auf mein Granny-Kettenblatt mit nur 22 Zähnen wechseln. Ein kleiner Abstecher in den Wald, ein ausgelatschter Feldweg und wir sind in Holterfloh.

Der Wolf meistert auch diesen Weg ohne Probleme und wir freuen uns wieder einmal, nicht mehr mit schmalen Reifen unterwegs zu sein. Vorbei geht es am Segelflugplatz, auf dem schon Betrieb ist. Nahezu lautlos landet gerade das Schleppflugzeug, das Schleppseil noch hinter sich herziehend.
Mit ordentlich Tempo trotz Gegenwind fahren wir den Hügel hinunter nach Brakel um kurz danach die Hügel rauf und runter nach Hanstedt zu fahren. Über eine kleine Seitenstraße, zum teil alt aber befestigt, zum Teil auch unbefestigt fahren wir bergan. An Wildpark haben wir die größte Höhe mit 116m ü.NN. erreicht.
Auch wenn wir davon ausgegangen waren, dass wir ohne Internetanmeldung keinen Einlass bekommen, fragen wir an der Kasse: Nein, alles derzeit ausgebucht, aber ab 15:00 Uhr können man auch ohne Onlinereservierung rein. 15:00 Uhr, für uns viel zu lange hin, und so machen wir unsere Mittagsrast auf dem Parkplatz des Baumwipfelpfades. Wir werden sicherlich noch mal kommen. Entweder mit einer Reservierung, oder ohne, wenn die evtl. nicht mehr notwendig ist. So können wir nur den Turm von aussen sehen.

Leider können wir den Schwung, den wir von der Abfahrt haben nicht lange auskosten, denn die Abfahrt der A7 in Garlstorf ist auch an diesem Montag stark befahren und so setzten wir fast die gesamte kinetische Energie in das Erwärmen der Bremsscheiben um. Über Salzhausen, und Westergellersen geht es nach Vierhöfen; rechts abbiegen und nach einer kurze Fahrt auf unbefestigten Wegen sind wir in Radbruch. Die restlichen km vergehen wie im Flug – wir haben überwiegend Rückenwind. Der neue Weg entlang der Ilmenau zwischen Neetzeschöpfwerk und Olderhausen fährt sich sehr gut und ist damit eine super Abkürzung, wenn es mal schnell gehen soll zu unserem “normalen” Weg über Hunden.

Eigentlich sollte es nur eine gemütliche Runde so am Samstag Nachmittag sein. Es lief gut, das Wetter meinte es gut mit uns und wir radelten Richtung Tatenberg. Im Hinterkopf die Frage : Fahren wir wirklich über die Elbbrücken nach Harburg und dann auf dem Elbdeich wieder zurück ?
Ja, wir wollten es, die lange Runde 85km. Wie immer war es im Bereich der Wasserwerke Kaltehofe, dem Bille-Sperrwerk und den ElbbrückeniIn Hamburg-Rothenburgsort sehr voll. Wohl jeder der ein Fahrrad hat, wollte wohl in die Marschen fahren. Peute am Wochenende ist immer toll leer, der Wind kam zum ersten Mal direkt von Hinten und wir konnten mit etwas über 30 km/h den Schnitt der Hintour ein wenig aufbessern.

Was ist das schöne am Radfahren ? Dass man so schön viel von der Umgebung sieht. Allerdings ist damit auch ein Problem verbunden: Irgendwann kennt man alle guten Wege in der Umgebung und weiß, welche Stecken schön zu fahren sind, und welche Abschnitte man besser meiden sollte. Meiden, weil die Strecke in einem Zustand ist, der für Fahrräder ohne Mointainbikeausstattung zu einer harten Rüttlepartie werden oder aber weil auf der Strecke viel zu viele Pkw/LKW unterwegs sind, die dann auch häufig noch meinen, viel zu eng überholen zu müssen.
Wenn man alle guten Strecken (mehrmals) abgefahren ist, dann stellt sich zwangsläufig der Wunsch ein, auch mal was anderes zu sehen. Also was macht man dann ? Okay, man kann dann die Räder eine Strecke auf oder hinter dem Auto transportieren und dann von einem entfernten Startpunkt aus losradeln. Machen viel Menschen, haben wir auch schon gemacht, aber eigentlich wollen wir lieber Rad als Auto fahren. Bleibt also nur, die Strecke größer werden zu lassen.
Geplant heute etwas über 100 km bis nach Bienenbüttel am Elbe-Seiten-Kanal südlich von Lüneburg und wieder zurück. Unser erster Hundeter in diesem Jahr. Und auch hiervon sind uns die ersten 30 und auch die letzten 30 km sehr bekannt. bleiben etwa 50km Neuland, die es zu erfahren gilt. Mit unterschiedlichen Ergebnissen:



Bis nach Mechtersen sind die Wege gut und wenig befahren und der als “Mühle” beschilderte Radweg ist unser Begleiter. Kurz hinter Mechtersen geht der Weg in eine Schotterstraße über und wir haben mal wieder eine Begegnung mit Reitern. Die beiden Pferde stehen nahezu mittig auf dem Weg und so ist da kein Durchkommen, man weiss ja nicht, wie die Tiere sich dann verhalten. Also halten wir an und warten ab. Für die beiden jungen Reiterinnen ist schnell klar, dass wir Schuld daran sind, dass ihre Pferde mehrfach scheuen und lieber flüchten wollen als an uns vorbeigehen. Leider läßt der Weg keine weiteres Ausweichen zu. Wir sehen die “Schuldfrage” etwas anders. Aber das liegt wohl auch im Auge des Betrachters. Nach gefühlten 10 Minuten sind die beiden Pferde endlich an uns vorbei und wir konnen wieder vom Grünstreifen auf die Schotterpiste wechseln, auf der wir dann weiterfahren, bis die Piste in einen reinen Sandweg übergeht, der auf den nächsten 1-2km anhält und komplett von vielen Pferdehufen auf der ganzen Wegbreite zertrampelt ist. Uns bleibt nur das Schieben der Räder und der Vermerk, diese Strecke ist für uns nicht fahrbar. Einige Reifenspuren deuten darauf hin, dass hier wohl einige Mountainbiker (mit e) durchgefahren sind.
Schade eigentlich. Dieser weg ist eindeutig nichts für Liegeräder.
Weiter geht es auf kleinen meist an diesem Sonntag Morgen nur wenig befahrenen Straßen bis an den Elbe-Seiten-Kanal bei Bienenbüttel. Unsere Mittagspause am Kanal ist recht eintönig. Hin und wieder mal ein Radfahrer auf unserer oder der anderen Seite, hin und wieder bellt irgendwo ein Hund und nur ein kleines Sportboot passiert uns auf dem Wasser. Ein Stückchen folgen wir dem Kanal, müssen dann eine Treppen zur Eisenbahnbrücke hoch schieben, fahren auf der Bücke über den Kanal und befinden uns dann auf einem Single-Trail neben einem Feld wieder

Zumindest ist der Boden hier fest und wir müssen nicht schieben. Für einen ausgewiesenen Radweg ist aber auch dieser Weg eine schlechte Wahl.

Einmal quer durch Lüneburg bis zum Rad- und Fußweg an der Ilmenau, dieser Abschnitt ist uns dann wieder bekannt und wir rechen hier damit, dass viele Menschen das immer noch herrliche Wetter nutzen und an der Ilmenau mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs sind. Aber heute ist es erstaunlich leer. Wir folgen der Ilmenau bis nach Bardowik. Der Weg besteht meist aus festem Sand, so dass man ihn auch mit dem Rad gut fahren kann. Keine Autos dafür aber ein wenig gemütlicheres Tempo sind hier angesagt.
Mehr oder weniger parallel folgen wir der Ilmenau, die hinter Wittorf in den Ilmenau-Kanal übergeht, an dessen Deich wir dann weiterfahren.
Unsere gesamte Fahrtzeit (ohne Pausen) aber inklusive der Schiebestrecke sind 5:21 Std und wir kommen auch nicht über einen Durchschnitt von knapp 20km/h hinaus. Insgsammt waren wir knapp 6 Stunden unterwegs. Mit Ausnahme der Schiebestrecke und eines kurzen Abschnittes bei Heiligenthal, die man gut auf der fast parallel verlaufenden K36 umfahren kann ein toller Tag und eine gute Strecke.
Das Wetter an diesem Wochenende versprach gut zu werden, nicht zu warm, schon gar nicht heiß, Wolken und Sonne im stetigen Wechsel, aber kein Regen. Also Freitag mal hingesetzt und geschaut, wo es denn hingehen könnte. Ja, und auch was neues für die Augen sollte es sein. Es sollten eine nette 100km-Runde werden. Ohne große Steigungen – na ja, die gibt es hier eigentlich sowieso nicht, aber die Hügel bei Boizenburg und auch die Steigung bei Krümmel oder Tesperhude wollten wir diesmal meiden. Auf der Karte blau die geplante Route mit etwa 127 km und rot die gefahrene Strecke mit knapp 140 km.


Auf dem Bild ist der breitere Abschnitt, zuvor ist es deutlich enger. Vielleicht wird hier ja mal was getan, um die verschiedenen Verkehre besser zu trennen und auch der Belag auf der Brücke erneuert und wenn möglich sogar verbreitert.
Aber dieser Abschnitt ist schnell vergessen, denn gleich hinter der Brücke biegen wir scharf links in einem 180° Turn ab und fahren dann unter der Brücke hindurch auf den Deich. Vorbei am Klärwerk und fern ab vom Verkehr geht es weiter nach Osten. Früher ging es hier wohl mal bis an die Deutsch-Deutsche Grenze und an den Zaun und dann begann der Todesstreifen der DDR. Davon ist heute nicht mehr viel zu sehen. Nur noch der Schlagbaum und die aufeinmal beginnende Pflasterung läßt noch erahnen, daß hier mal zwei Staaten aneinander grenzten.

Bei dem Örtchen Horst kommen wir wieder an die B5, und folgen dann dem Mühlenbach bis nach Blickhusen, wechseln auf die Landstraße. Obwohl es einen benutzungspflichtigen Radweg in diesem Bereich gibt, wechseln wir wieder auf die Fahrbahn, denn der Radweg ist in einem sehr schlechten Zustand und mit tausenden Wurzelaufbrüchen versehen. Über eine kleine Straße geht es weiter bis nach Schwanheide. Ein kurzer Stop am Bahnhof, eine Banane und schon sind wir wieder unterwegs. Die Straße zwischen Schwanheide und Greese hat vor einem Jahr oder so mal einen neuen Belag bekommen und es fährt sich ganz ausgezeichnet.
In Grese dann ein kleines Stück auf der B195 (ohne Radweg) und dann links ab Richtung Badekow. Aber der Weg ist eine üble Kopfsteinpflasterstrecker, rund 2 km wenn überhaupt dann nur mit weniger als 10 km/h für uns fahrbar.

Hinter Barnekow wird es ein unbefestigter Sandweg mit viel losem “Zuckersand” und wir entschließen uns, umzukehren und suchen uns einen anderen Weg. Dieser Umweg sind schnell 10-12 km, denn wir müssen zurück bis an die B 195 und folgen der dann bis an den Ortsrand von Boizenburg und der B5.
Obwhol die Straße seit der Wende mindestens schon 2 neue Fahrbahndecken bekommen hat, ist der parallel verlaufende Radweg in einem sehr schlechten Zustand: Wurzelaufbrüche, Stellen die notdürftig mit Rechteckpflaster “saniert” wurden und wo die Wurzeln die Steine schon wieder hochgedrückt haben, Abschnitte mit Schotter. Und auch in den östlich von Boizenburg gelegenen Orten Neu Gülze und Zahrensdorf ist das Radfahren kein Genuß, denn mehrmals muss man die Seite wechseln. Erst östlich von Zahrensdorf erleben wir, wie sich Radfahren immer anfühlen sollte. Ein breiter Radweg, abseits der Straße mit glattem Belag.

Mittagspause in Preten, eigentlich wollten wir am Deich der Sude entlang bis nach Neuhaus fahren, aber grasende Schafe am Deich und ein Weidezaun versperren uns den Weg. Aber nicht so schlimm, denn parallel zum Deich gibt es eine Straße und im Amt Neuhaus ist eigentlich nirgendwo richtig Verkehr. Ideal zum radeln. Und dann ist es uns schon wieder fast bekannt, die letzten 15 km bis nach Bleckede , vorbei an Stripelse und den dortigen Gartenlokalen. Die scheinen schon wieder gut besucht, denn am Deich stehen viele Räder. Uns kommen nun auch wieder viele “bepackte” Radler entgegen. Ja, die Ferien haben in Norddeutschland begonnen und mangels Alternativen sind viele Menschen auf Radurlaub. Leider sind es immer mehr e-unterstütze Zeitgenossen, die so auf die Tour gehen und immer weniger Menschen, die das aus eigener Muskelkraft tun. Aber okay, das muss jeder für sich entscheiden, wie er das machen möchte. Solange wir noch ohne e-Unterstützung schneller sind und auch noch mehr als 100km am Stück fahren können, werden wir darüber sicher nicht nachdenken.

Schnell kommt nun der alte Wachturm von Neu-Bleckede in Sicht, Die Fähre ist grade wieder auf dem Weg nach Bleckede und so haben wir rund 30min Pause. Die Wartezone füllt sich. Ein paar Autos, 2 Motorräder, ein alter Schlepper und jede Menge Fahrräder. Die Fähre ist gerammelt voll, die Fährleute nehmen alle mit, die Radler müssen ein wenig kuscheln und eingeszwengt zwischen Fahrrad und Reling geht es über die Elbe. Ein wenig ungeordnet geht es von der Fähre, dann durch den Hafen und schnell sind wir wieder alleine unterwegs.
Diemal wählen wir nicht den Weg am Deich, sondern die etwas geradliniegere über Lüdersburg. Immer mal wieder haben wir auf der Strecke Bäume oder Wälder, die uns vor Wind aus West und Sonne schützen würden. Heute bringt das alles nicht viel, denn der Wind ist kein Thema.
Am Elbe-Lübeck-Kanal noch einen kleinen Single Trail, dann noch über die Brücke bei Artlenburg und prompt meine ich es besser zu wissen als das Navi und will die gewohnten Wege fahren. Aber das Navi und auch meine Partnerin, für die das die erste Tour mit so vielen km ist, machen mich dann doch darauf aufmerksam.
Nach 139 km lt. Tacho (das Navi weist nur 131km) aus und rund 7,5 Std nach Abfahrt sind wir wieder dort, wo wir am Vormittag abgefahren sind. Kaputt ? Ja und nein. Die Beine sind müde aber wir sind uns einig, dass wir auch noch einige km mehr an diesem wundervollen Tag mit bestem Radlwetter hätten zurücklegen können.
2021-07-04 : Tour an den Schaalsee. Ein netter Einhunderter, den wir ohne große Anstrengungen mit Pausen in gut 6 Stunden fahren können.


Also muss da auch ein entsprechender Hügel sein, denn der Speichersee muss viel Höhenmeter oberhalb liegen und das bekommen wir auch kurz danach zu spüren. In Krümmel fahren wir die rund 70 Höhenmeter bergan.
Über kleine Straßen und landwirtschaftliche Wege fahren wir bis Büchen, queren den Elbe-Lübeck-Kanal und fahren weiter Richtung nordost. Ohne es zu wissen und auch ohne es zu bemerken radeln wir entlang des Radweges EV13 “IronCurtain”, der sich entlang der ehemals innerdeutschen Grenze schlängelt. Hier im ehemals innerdeutschen Grenzgebiet sind die Verbindungen auch heute zwischen den Bundesländern Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern nur selten und häufig kommt ins Nachbarbundesland – auch wenn heute da kein Zaun mehr steht.

Kurz noch über die Autobahn bei der Raststätte Gudow und wir fahren auf einem ausgelutschtem Sandweg, der auch als Reitweg zu dienen scheint nach MecPom. Für einen überregionalen Radweg dann doch zu schlecht. Bis nach Vallun einem kleinen Dorf am Westrand von MecPom fahren wir auf diesem Weg, der den Namen Radweg sicher nicht verdient.

In Zarrentin angekommen müssen wir feststellen das in dem kleinen Ort mächtig was los ist. Am Biospären-Haus findet irgendein Markt statt und viele Menschen strömen dorthin. Der Parkplatz überfüllt, die Wege überfüllt fahren wir in die Ortsmitte und machen dann direkt am See Pause. Viele Menschen gehen am Ufer entlang, Eis in der Hand, essen in dem kleine Lokal, gehen schwimmen oder Tretboot fahren.

Das Wetter ist herrlich und es wird auch immer wärmer. Wie gut, dass wir schon angekommen sind und uns bald auf den Heimweg machen. Wir entscheiden uns, die Sandpiste westlich von Vallun zu meiden und aus frühreren Fahrten nach Zarrentin ist mir ein anderer Weg bekannt, der aus dem Industriegebiet Gallin zurück auf den Weg in der Nähe der Autobahnraststätte geht.
Doch zuvor kommen wir noch an einem großen Kies- und Sandabbaugebiet vorbei. Hier wird die Erde aufgerissen, der Sand herausgeholt und es bleibt zunächst tiefe Gruben, die sich mit Wasser füllen. Eine Mondlandschaft, kein Grün.

Mit gemischten Gefühlen betrachte ich die Umgebung. So weit der Horizont reicht, alles aufgebuddelt.
Durch das am Sonntag leere Industriegebiet fahren wir bis an dessen Rand, ein am Sonntag Wachdienst habender Mitarbeiter einer Securityfirma fragt uns, ob wir denn wüßten, wo wir hinwollten und ob wir uns auskennen würden. Ich weiß nicht, ob er nur nett sein will und uns den richtigen Weg weisen will, oder aber herausfinden möchte, ob wir denn die ansässigen Firmen auskundschaften, aber egal. Wir nehmen den kleinen Trampelfad durch den Wald und nach rund 300 m sind wir wieder auf dem Weg, den wir schon auf dem Hinweg genommen hatten.
Wir fahren zurück, biegen aber in Büchen auf den Radweg am Elbe-Lübeck-Kanal ab. Hier erwartet uns eine neue Überraschung: Der Weg ist mit neuem Kies belegt, aber derart rau und buckelig, das das Radfahren keinen großen Spass macht. Wir finden auch einige Hinweisschilder, die auf diese Baumaßnahme hinweisen. Aber so wie das ausgeführt ist, ist das kein Gewinn für die Radfahrenden.

Wenn wir mal auf etwas über 20 km/h kommen, dann ist das eher die Ausnahmen. Für uns zumindest nur eine Alternative zu den umliegenden Straßen, wenn wir echt gemütlich unterwegs sein wollen. Leichtes vorankommen sieht anders aus. Und dann in Dalldorf macht es pssssst am Hinterrad. Scheinbar habe ich mir einen Stein eingefangen, der den Mantel durchbohrt hat. Auf dem Werkstattplan für die Räder steht für nächste Woche, dass ich Dichtmilch für die Reifen auffüllen muss. Und wie es scheint, ist das auch dringend notwendig, denn erst als ich das Rad mit dem Loch nach unten stellen kann, ist die noch vorhandene Dichtmilch in der Lage des Loch zu verschließen. Obwohl nun die Dichtmilch wohl nahezu alle ist, ist der Reifen wieder dicht, auch wenn ich doch recht viel Luft verloren habe.
Daher verlassen wir nun auch den “neuen tollen” Radweg am Kanal, noch einen Stein, der den Reifen durchbohrt, kann ich mir nicht mehr erlauben. Pause in Lanze am Lanzer See. Wir essen unsere letzten Äpfel, Bananen und das letzte Franzbrötchen. Noch einmal etwas Luft in den Reifen gepumpt, dann rollt es etwas besser. So gestärkt gehen wir die letzte Etappe an.
Hinter dem kleinen Ort Lanze sehen wir am Hoziront Lauenburg, fahren an die B5 und durch das Industriegebiet an den Elbdeich. So umgehen wir das Lauenburger Stadtgebiet mit der nervigen B209, an der das Radfahren nicht wirklich Spass macht.
Queren dann die Elbe bei Lauenburg und immernoch sind die verschraubten Platten auf dem Rad- und Fußweg vorhanden.

Diese Platten sind 3-5 cm höher als die alten Bohlen, und so kann man dort nur sehr langsam rüber ohne vom Rad geschmissen zu werden.
Am Elbdeich geht es dann zurück bis zur Elbbrücke nach Geesthacht.
Eine tolle Tour geht zu Ende. Wir merken, dass wir wieder einmal mehr als 100 km geradelt sind. Haben tolle Eindrücke gewinnen können und das Wetter hat gepaßt.
Sommertour kann man dieses Jahr nicht sagen. Wegen Corona ist auch diesmal wieder alles anders. Letztes Jahr konnten wir noch die Tour nach Skagen fahren. Aber diese Jahr sah es lange Zeit so aus, als könnten wir gar nicht fahren. Unser Urlaub war aber eingereicht – 8. Juli – 23. Juli. Eigentlich hatten wir geplant über Bremen und das Cloppenburger Land, dann via Holland an den Niederrhein zu fahren. Vor dort wollten wir rheinaufwärts bis zum Mainmündung und dann ein Stückchen den Main aufwärts, bis dann in Hanau der “Hessische Bahnradweg” beginnt. Über diesen sollte es dann bis in die Röhn und durch den Milseburgtunnel an die Fulda und dann über die Weser wieder zurück. Aber Corona hat das alles nicht Realität werden lassen.
Uns war es zu aufwendig, täglich zu testen, ungewiss, ob man ein Testzentrum findet, ungewiss, ob die Pensionen einen aufnehmen würden. Und so haben wir diese Fahrt dann verschoben.
Als Altermative haben wir uns entschieden, eine Woche irgendwo bei Waren an der Müritz und eine Woche in der Nähe der Elbe Wendland oder Tangermünde uns eine Wohnung oder ähnliches zu mieten, die Räder mitzunehmen und dann dort Tagestouren zu fahren. Für die Woche in Waren haben wir uns für den Bauwagen “Ella” bei Familie Prestin in Levenstorf entschieden.
Für die Woche an der Elbe viel unsere Entscheidung auf die Ferienwohnung “Petra” in Lüchow.
Unsere wenigen Sachen, die wir für den Urlaub waren schnell in 2 Taschen verstaut, die Räder waren schnell auf den Anhänger geladen und nach rund zweieinhalb Stunden Fahrt sind wir in Waren angekommen, Pizza und Nudeln beim Italiener, ein kleiner Rundgang durch die Stadt, vieles war uns noch bekannt von unserer Tour 2016 in guter Erinnerung war, und dann sind wir nach Levenstorf einem kleinen Örtchen rund 10 km nördlich gefahren. Haben den Bauwagen und den Schlüssel, wie vom Vermieter angegeben, gefunden und uns kurz eingerichtet, um dann noch eine Runde zu fahren.

Knappe 60 km waren angedacht, aber wir sind erst spät los gekommen, das hügelige Gelände (zwischen 20 und 110 hm über NN) fordert uns zusätzlich heraus, so dass wir die Runde verkürzen.

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| Schloss Ulrichshusen | Schloss Ulrichshusen |
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| Badestelle am See | Abkürzung |
Laut BrouterWeb gibt es in und um Waren jede Menge Radwege. Genau an unserem Bauwaren geht der Elbe-Müritz-Radweg (EMR) vorbei. Dem wollen wir heute ein Stück folgen und über Waren wieder zurück fahren. Schon in Levenstorf finden wir am Draisine-Gleis den Verlauf des Weges nicht, landen nach kurzer Zeit auf einem Pflasterweg im Wald und schließlich auf einem Sandweg. Für uns mit den Liegerädern bedeutet dies eine längere Schiebeeinlage, denn Fahren ist für uns meistens nicht möglich.
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Das Wetter verschlechtert sich schnell, ein wenig bummeln in Waren, ein leckeres Fischbrötchen am “Müritzer Fischerhof” und dann fallen auch schon die ersten Regentropfen.
Aufgrund des unbeständigen Wetters entschließen wir uns, zu unserem Bauwagen zu fahren. Da uns die direkteste Verbindung über die L202 keinen Radweg aber viel Verkehr auf einer recht engen Straße bietet, entschließen wir und einen Umweg über Rügenband, Groß Gievitz und Lanzen zu fahren und kommen auch noch in einen kräftigen Schauer. Nass bis auf die Unnerbüx kommen wir nach rund 30km wieder am Bauwagen an. Nach dem kräftigen Schauer kommt die Sonne wieder durch. Also Buch rausholen und chillen auf der Terrasse des Bauwagens.

Im Nationalpark selber sind dann nur noch Sandwege vorhanden und Radfahrer und Fußgänger müssen auf einem Sandweg fahren bzw. laufen. Und dort erwischt es mich dann. Es zischt am Hinterrad. Das Loch ist so groß, dass zunächst viel Luft und Dichtmilch austreten. Erst langsam schließt sich das Loch. Ein wenig Luft noch nachpumpen und es kann weiter gehen. Allerdings nicht lange, denn nach etwa 2 Minuten höre ich es erneut zischen. Da die Dichtmilch vorher zum großen Teil schon ausgetreten ist, kann das neue Loch nun nicht mehr verschlossen werden.

Ob es nur ein blöder Zufall war oder ob die zuvor abgedichtete Stelle wieder aufgegangen ist – keine Ahnung, jedoch ist mein Hinterrad nun platt und an “Udi’s Rastplatz” in der Nähe vom Schwarzenhof müssen wir eine Zwangspause einlegen und Ich muss einen Ersatzschlauch montieren. Wie gut, dass ich auch diesmal einen mit dabei habe. Das Rad ist schnell ausgebaut, der Mantel runtergenommen, die noch vorhandene Dichtmilch mit Taschentüchern entfernt, das Ventil entnommen und der der Reifen mit Schlauch montiert. Mit unserer kleinen Notpumpe ist es mühsam den großen Reifen wieder aufzupumpen und wir bekommen von einem anderen Radfahrer eine größere Pumpe geliehen. Bastelarbeiten abgeschlossen. Nun noch die Hände waschen und es kann weiter gehen,
Weiter geht es durch den Nationalpark, eine kleine Turmbesteigung am Specker See und auf sandigen Wegen immer weiter nach Süden
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| Turm am Specker See | Ausblick vom Turm |
Bei Boek verlassen wir den Nationalpark, passieren die alte Bolter Mühle und kommen in das Städtchen Rechlin. Dort gibt es ein skandinavisch inspiriertes Feriendorf, eine kleine Seebrücke und viel Müritz. Erstaunlicherweise ist an diesem Samstag nahezu nichts los und auch am Strand sind keine Menschen.

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| Rechlin | Feriendorf |
Bald haben wir das Südufer der Müritz erreicht, von nun an geht es nach Norden. Zunächst entlang B198, die wir aber schnell wieder verlassen, um näher am See auf kleinen Straßen und Wegen zu fahren.

Meistens gut asphaltiert, hin und wieder aber nur Sandwege, aber schön zu fahren. Wir sind erstaunt, wie wenige Radfahrer und Fußgänger hier unterwegs sind.

Entlang des Westufers fahren wir immer weiter nach Norden, unser Zwischenziel : Röbel. dicht am Ufer durch Wald und an Feldern vorbei wird es auf einmal wieder hügelig. Die Hügel sind recht flach, aber dennoch warnen Schilder vor bis zu 12% Steigung.
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| Müritzarm bei Röbel | Achtung Gefälle |
Röbel, ein kleines Städchen mit alten Fachwerkhäusern, ist erreicht, hier werden wir Mittag machen. Leider hat der Asiatische Imbiss am Markt geschlossen, den 2. Imbiss finden wir nicht und so bleibt uns der Italiener am Hafen. Okay Nudeln machen satt und geben uns Kraft für die noch anstehenden km.
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Vor uns liegen nun noch kanpp 40 km. Das Wetter ist besser geworden, die Sonne herausgekommen. Auf Radwegen geht es weiter, aber kaum haben wir die letzen Häuser und umliegenden Dörfer bei Röbel verlassen, verwandelt sich bei Gothum der Müritz-Radweg in einen aufgeweichten Sandweg – wir kommen nur noch mühsam voran und hoffen auf Besserung.
Als es aber auch beim Campingplatz Hirschberg nicht besser wird, fahren wir zurück nehmen Kurs auf die L24, die mit einem Radweg versehen und bis zur B192 und dann nach Waren bringen wird.
Diesmal nehmen wir in Waren nicht die lange Strecke über Groß Gievitz sondern folgen dem Elbe-Müritz-Radweg. Allerdings erleben wir auch hier wieder tolle Überaschungen. Der Weg für westlich des Sees “Tiefwaren” auf kleinen und guten Straßen mit einigen Anstiegen und Abfahren bis nach Falkenhagen. Kurz hinter Falkenhagen ist aber Schluß mit der asphaltierten Strecke. Der Elbe-Müritz-Radweg bietet uns einen Mischung aus sandigen oder mit Kies belegten landwirtschaftlichen Fahrspuren.

An einigen Steigeungen müssen wir absteigen und schieben, denn der Untergrund ist nicht fest. Nur langsam kommen wir voran. Nach mehr als 100km, die wir da schon auf dem Tacho haben nicht grad angenehm. Irgendwann haben wir die Sandpisten endlich hinter uns. Nach run 120 km kommen wir wieder am Bauwagen an.

Auch wenn nun die Sonne wieder scheint und das Wetter gut ist. Die Strecke ist alles andere als gut geeignet. Der Regen der vergangenen Nacht steht zum Teil auf den Wegen und die Pfützen sind groß und Stellenweise auch tief. Und auch die Wege sind wieder mal nur Sandpisten.

Nur langsam und mühsam geht es voran. Manchmal, wenn es am Rand der Pfütze keinen Platz mehr gibt, heißt es allen Mut zusammennehmen und mit Schwung durch die Pfütze fahren – immer in der Hoffnung, dass die Pfütze weder zu tief noch irgendwelche großen Steine oder Löcher im Wasser verborgen sind. Dem Vorderrad geht das Wasser einige Male bis zur Achse.
Irgendwann ist das Schlimmste geschafft. Der Weg wird besser, führt durch einen Wald, um irgendwann auch wieder befestigt weiterzugehen.
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Jedes Dorf hier scheint sein eigenes Schloss zu habe, und wenn es mal kein Schloss gibt, dann gibt es immerhin einen großen Gutshof.

Noch einige Hügel gilt es zu überwinden, die aber auf dem Radweg an der L20 schnell bezwungen werden. Malchin ist ein kleiner Ort, der früher im Mittelalter sehr schön gewesen sein muss. Heute ist die Innenstadt eine bunte Mischung. Teilweise schöne alte (Fachwerk-) Häuser, aber die Lücken die im 2. Weltkrieg entstanden sind wurden durch annonyme DDR-Bauten aufgefüllt. Auf der einen Straßenseite noch die alten kleinen Häuser, auf der anderen dann die Zweckbauten.
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| Malchin altes Stadttor | Historische Häuser in Malchin |
Einige km und einige Hügelchen später erreichen wir den Ort Kummerow, gerne würde wir hier irgendwo am See eine Pause einlegen, aber einen schönen Seezugang finden wir nicht; Außer am kleinen Hafen kommt man scheinbar nirgendwo ans Wasser. Wir fahren daher zum Schloss. Irgendwie wirkt das alles nicht sehr einladend. Im Schatten eines Baumes beobachten wir, wie andere Besucher die Schloßtür öffnen, reinschauen oder auch reingehen aber schon nach 1-2 Minuten wieder rauskommen. Da scheint es nichts zu geben, was sich lohnt anzuschauen. Das Schloss selber macht einen unbewohnten Eindruck auf uns, die Nebengebäude sind in einem erbärmlichen Zustand.
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| Schloss Kummerow | Nebengebäude verfallen langsam |
Irgendwie wirkt das ganze recht trotslos, aber irgendwer muss sich um die Rasenflächen kümmern, denn die sind frisch gemäht.
Wir machen uns auf dem Heimweg, wollen in Malchin noch was essen, und dann zurück zum Bauwagen. Am Ortseingang von Malchin finden wir eine Dönerbude, im Ort selber hatten wir einen Asis-Imbiss gesehen. Wir entscheiden uns heute für Asis, müssen dann aber feststellen, dass Asisa heute nicht geöffnet hat. Die Tür steht zwar offen, den Zutritt verstellt ein in die Tür gestellter Stuhl und niemand ist zu sehen. Scheinbar gibt es hier heute nichts zu essen. Also wieder zurück. Beim türkischen Imbiss stärken wir uns. Hier ist ein ständige Kommen und Gehen, aber sonst scheint im Ort selber nicht viel los zu sein. Am Sonntag Mittag kurz nach 14:00 Uhr ist kaum eine Menschenseele zu sehen.
So gestärkt durchqueren wir zum vierten Mal Malchin und fahren entlang der L20 zurück, den Weg über Basedow und die schlechte Strecke umfahren wir, indem wir weiter an der L20 fahren. Leider höhrt der Fahrradweg kurz hinter Basedow auf und wir müssen auf der Straße weiterfahren. Obwohl Sonntag ( oder gerade weil ? ) ist, ist hier recht viel Verkehr. Ein wenig nervig ist es schon denn hügelrauf sind wir doch recht langsam unterwegs. Im Örtchen Rothenmoor finden wir einen Wegweiser nach Rambow, auf gut Glück biegen wir ab. Einen Anwohner fragen wir nach dem Weg, aber der Weg ist ncht für Radfahrer geeignet. er empfiehlt uns Richtung Dahmen weiterzufahren und kurz vor Dahmen dann links die Straße nach Rambow zu fahren. Die kleine Straße finden wir. Super Zustand, quasi frisch asphaltiert. So geht es den nächsten Hügel hinauf. Zunächst noch gemächlich, dann aber jedoch so steil, dass ich die Steigung nur im kleinsten Gang schaffen kann, Dani entscheidet sich, das Rad zu schieben.
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| Steigung wird steiler | Steigung von oben |
Oben angekommen haben wir dann einen tollen Blick über die Hügel der Mecklenburgischen Seenplatte. Ja, irgendwas muss den See ja daran hindern auszulaufen. Hier in Mecklenburg sind das die Hügel.

Wir haben für heute nahezu genug Hügel bezwungen, die letzten paar von Rambow nach Levenstorf nehmen wir da mit links. 400 hm auf rund 7km weist das Garmin am Ende des Tages aus.


Und vorbei an der Kirche von Groß Gievitz fahren wir dann an der Ostseite des Torgelower Sees Richtung Süden. Vom See selber sehen wir nicht viel, denn zwischen Straße und See liegen Felder oder Wald. Auf ruhigen meist einspurigen Straßen oder Beton-Streifen-Wegen fährt es sich heute ausgesprochen gut.

Das Schloss Torgelow am See -wir finden einige Hinweisschilder – ist leicht zu finden, entpuppt sich aber als privates Internat – Na ja, wer es sich leisten kann, seine Kinder hier zur Schule gehen zu lassen. Wir bleiben nicht lange, der Himmel zieht sich immer mehr zu und nachfolgend beginnt es ein wenig zu tröpfeln. Nicht viel aber doch so viel, dass wir für kurze Zeit die Regenjacken anziehen. Als wir an die Kreuzung der Bundesstraßen B192 und B194 haben wir als Radfahrer wieder einmal nur die Wahl zwischen Pest und Colera. An der Bundestraßen kein Radweg aber viel LKW-Verkehr, oder als Alternative den Sandweg nach Schwastorf. Wir fahren langsam die Piste nach Schwastrof, das ständige Überholen von 40-Tonnern auf ein Bundesstraße ist nicht unser Ding.

Weiter geht es über kleine Straßen durch die Orte Groß Dratow und Rockow. Hinter Rockow kruzen wir eine Bahnline und schon vorher hören wir das Pfeifen einer Lokomotive. Schwer beladen mit Bahnschwellen fährt eine Diesellock mit etlichen Wagen an uns vorbei.

Unsere Pause machen wir heute im Ort Kraase. Am Ortseingang finden wir eine Bank, die zur Pause einlädt. Vergleichen mit vor 5 Jahren finden wir nur noch wenige typische LPG-Gebäude oder anderweitig leerstehende Gemäuer. Scheinbar wurde vieles einfach abgerissen oder durch Neubauten ersetzt.

Hin und wieder findet man sie dann aber doch, alte Stallungen oder was auch immer, eingezäunt und jedes mal fragt man sich unwillkürlich, was das denn früher mal war, oder wie es denn mal genutzt wurde.
Weiter geht es über Lehsten und Carolienhof, dann müssen wir erneut ein Stück über die B194 fahren, aber hier ist nun wenige Verkehr und so weit ist es auch nicht, bis wir die Bundesstraße wieder verlassen.
In Clausdorf machen wir noch einen Abstecher an den See. Eine schöne Badestelle mit einem Turm mit eingen Bänken und Tischen, in/auf dem man auch eine kleine Feier machen könnte. Nach Baden ist uns aber nicht mehr zu mute, denn es trübt sich erneut ein.

Heute sind es knapp 60km und nur 240 hm. Sehr viel angenehmer als gestern.

Auch in Stavenhagen gibt es ein Schloss mit Schlossgarten. Dieses wird als Standesamt genutzt und rundherum ist der Schlossgarten liebevoll gepflegt.

Blick vom Schloss

Schlossgarten
Von Stavenhagen aus geht es für uns Richtung Westen. Im Peenetal an einer alten Mühle kreuzen wir die Ostpeene. Die Peene fließt hier in einem renaturieren Bachbett

Für uns geht es an der Mühle vorbei, hier haben wir unsere heutigen Tiefpunkt mit nur noch 8m üNN erreicht, von nun geht es nur noch aufwärts, bis wir dann auf über 80m üNN wieder am Bauwagen ankommen.

Aufgrund des schlechten Wetters und immer wiederauftretender Schauer sind wir heute nicht mit dem Rad losgewesen.
Alle Bilder im zweiten Teil
Wir laden die Räder und unser Taschen ins Auto bzw auf den Anhänger und fahren – nachdem wir versucht haben, uns noch von unseren netten Gastgebern zu verabschieden, leider war aber niemand zu Hause – rund 200 km ins Wendland. In Lüchow wollen wir für Woche zwei Station machen. Dicht am Stadtzentrum von Lüchow haben wir die Ferienwohnung Petra gemietet.
Als wir ankommen ist die Wohnung schon sauber und für uns fast bezugsbereit und so gehen wir erstmal eine Kleinigkeit essen und einen Corona-Test machen. Der Test ist schnell im örtlichen Testzentrum um die Ecke gemacht und in der Innenstadt finden wir einen Italiener, den wir in den kommenden Tagen noch einige Male aufsuchen werden.
Und dann drängt es uns rauf’s Rad, das Wetter ist gut und warm. Eine kleine Erkundungstour der näheren Umgebung soll es noch werden.

Von Lüchow aus geht es entlang der Jeetzel nach Norden, bis wir fast in Dannenberg ankommen.

Die Wege entlang der Jeetzel sind Entspannung pur und vieles erinnert an Elbe oder Ilmenau. Auf der Rücktour durchfahren wir die ersten Rundlingsdörfer. Wir sind begeistert von den alten Häuser, die meistens liebevoll restauriert wurden oder auch grade werden.

Die kleinen Straßen zwischen den Dörfern sind meist leer, nur hin und wieder mal ein Auto, die Bundesstraßen meiden wir nach Möglichkeit. Häufig haben die aber auch einen guten Radweg.


Und in Lübeln gibt es großes Rundlingsmuseum, in dem man die Lebensweise der Menschen im Wendland vor mehr als 100 Jahren erleben kann. Das wäre ein tolles Alternativprogramm, wenn es mal eine Radpause aufgrund des Wetters geben muss. Heute ist es schon zu spät um in die Vergangenheit noch einzutauchen.


Zunächst besuchen wir den alten – mitlerweile nicht mehr genutzen – Abhörturm am Thurau Berg. Für das sonst meist topfebene Wendland müssen wir auf etwa 40 hm üNN rauffahren. Unser nächstes Ziel heute ist die Nemitzer Heide. Ein großes Gebiet, das nur mit Heide, Birken und Wachholdern bewachsen ist. Schade, dass die Heide noch nicht blüht.

Leider sind die Wege durch das Gebiet nur unzureichend befestigt und wir kämpfen uns einige km über Sandpisten, bis wir dann endlich wieder festen Untergrund unter die Räder bekommen.

Eigentlich sind damit unsere heutigen Bedürfnisse nach unbefestigten Wegen voll erfüllt. Aber nach einem schönen Weg von Prezelle nach Wirl, auf dem wir zügig durch den Wald fahren können, entpuppt sich der weitere Weg von Wirl nach Gatow als Schotterweg im Wald. Also auch hier wieder mal Langsam fahren. Eine entgegenkommende Radfahrerin hat sich auf ihr Handy verlassen und meint, auf dem Weg nach Gatow zu sein. Wir können ihr nur sagen, dass unserer Meinung nach Gatow in der Richtung liegt, in der wir gerade unterwegs sind. Sie dreht dann auch um.
Das Wildgatter in Gatow, was eigentlich auf dem Besuchsprogramm für heute mit eingeplant war, lassen wir aus, denn die Sandwege der Heide und der Schotterweg durch den Wald haben viel Zeit gekostet und wir sind nun doch mehr als hungrig und brauchen dringend einen Bäcker oder Supermarkt. Beides finden wir in Gatow, einen Edeka mit Bäckerladen. Wir erstehen Brötchen und Kuchen, fahren noch die paar Meter bis an den See und machen Pause mit Blick auf den See.

Die Rücktour nach Lüchow ist unspektakulär und schnell erzählt. Vorbei geht es am Funkturm in Höhbeck, dem wir schon auf unserer Tour 2016 vorbeigekommen sind. Allerdings meiden wir diesmal den Waldweg und bleiben auf der Straße. Genauso unspektakulär fahren wir durch Gorleben und am Zwischenlager und Erkundungsbergwerg vorbei. Nur wenig deutet darauf hin, dass hier massenweise Atommüll für die nachfolgenden Generationen eingelagert sind.
Nach Rund 5 Stunden und 77 km sind wir wieder an unserer Ferienwohnung angekommen. Den Abend lassen wir mir einem Essen in Lüchow und einem kleinen Standrundgang samt Eis ausklingen.


Um 10:00 Uhr fahren wir los, uns schon gleich zu Anfang etwas Nettes; Auf einer Brücke können wir die viel befahrene Ortsumgehung der B493 überqueren. Und dann sind wir auch schon aus Lüchow raus und fahren parallel zur Rücktour gestern Richtung Gorleben.

Vorbei noch einmal am Zwischenlager und am Erprobungsbergwerk für das Endlager, und auch den Funkturm in Höhbeck sehen wir wieder, bevor wir erneut nach Gatow kommen.

Von dort ist es nur noch eine kleine Strecke bis nach Schnakenburg. Ehemals wohl der östlichste Ort in Norddeutschland an der innerdeutschen Grenze, war er auf drei Seiten von der DDR ein gegrenzt. Schon vor er Maueröffnung konnte man noch ein kleines Stück weiter auf dem Elbdeich gen Osten radeln oder gehen, aber dann kam die Grenze; Befestigt mit Stacheldraht, Mienen und Selbstschussanlagen sollte so verhindert werden, dass DDR-Bürger den Arbeiter- und Bauernstaat verlassen. Einen kleinen Eindruck dieser mörderischen Grenzanlagen kann man an der ehemaligen Grenze kennenlernen.

Heute kann man hier einfach so von Niedersachsen nach Sachsen-Anhalt hinüberfahren, aber auf beiden Seiten der ehemaligen Grenze merkt man, dass hier über 40 Jahre lang nichts war. Grenzland, in dem nur die Grenzsoldaten auf beiden Seiten ihren Dienst taten, aber sonst niemand hin wollte. Auch heute noch ist es leer. Auf dem EV13 – “Grünes Band” fahren wir parallel zur Grenze nach Süden bis wir nach Arendsee kommen.
See und Ort tragen den gleichen Namen. Das besondere an dem See ist, dass es weder Zufluss noch Abfluss gibt. Der See entstand, als der darunterliegende Boden und Salzstock einbrachen. Heute ist er ein touristischer Magnet. Im Ort finden wir einen kleinen Asiatischen Imbiss, bei dem wir eine Pause machen und zu Mittag essen. Danach geht es erstmal an den See und auf einem Wald- und Sandweg fahren wir an der Ostküste nach Süden.

Auf einem neuen gut ausgebautem Radweg fahren wir wieder Richtung Niedersachsen. Wo früher der Grenzzaun stand, steht heute ein Schild. Wäre das Schild nicht gewesen, wir hätten den Übergang vermutlich nur am schlechter werdenden Radweg bemerkt.

Der EV13 folgt nun der ehemaligen Grenze auf niedersächsischer Seite auf kleinen Wegen meist zwischen den Feldern und auf Betonstreifen oder Schotter. Irgendwann haben wir genug vom Schotter und fahren auf schnellstem Wege nach Lübbow und von dort auf kleinen Straßen zurück nach Lüchow. Knapp 100 km stehen am Nachmittag auf dem Tacho und insgesamt sind wir 6 Stunden und 20 Minuten unterwegs incl Pausen gewesen.

Entlang der Jeetzel fahren wir zunächst nach Dannenberg. Am Sonntag um kurz vor 10:30 ist die Stadt wohl noch im Sonntagsschlaf. Wir finden nicht mal einen Bäcker, der geöffnet hat und bei dem wir ein belegtes Brötchen oder ein Stück Kuchen kaufen können. Na gut, wir finden sicherlich unterwegs noch was passendes.

Über kleine Straßen und durch kleine Orte – wir treffen kaum Menschen am Sonntag Vormittag fahren wir an die Elbe. Ein Hinweisschild auf selbstgebackene Torten in Bandleben weckt unser Intrresse. Der Weg auf dem Deich ist wegen Erneuerung des Rad- und Fußweges gesperrt und so kommen wir direkt am alten Bauernhof mit Gartencafe vorbei. Obwohl es sonst nicht unsere Art ist, am späten Vormittag Kuchen und Torte zu essen, heute kehren wir mal ein. Wir ordern 2 Stücken Kuchen, einen Kaffee und einen Kakao und schneller als ich ein Foto machen kann, ist der halbe Kuchen auch schon aufgegessen. So lecker ist der.

So gestärkt fahren wir weiter, machen noch einen kleinen Abstecher zur alten Eisenbahnbrücke bei Dömitz und radeln am Deich entlang Elbabwärtz nach Hitzacker.

Hitzacker ist auch von Geesthacht aus per Rad gut zu erreichen und so fühlen wir uns schon sehr zu Hause. Wir stellen unterwegs immer wieder fest, dass die Elbe – vermutlich aufgrund der vielen Niederschläge in den vergangenen Tagen – sehr viel Wasser führt. Das Flußbett ist randvoll und stellenweise steht das Wasser auch mal am Deichfuß. Die Landschaft der Elbe fasziniert immer wieder.

Zurück nach Lüchow fahren wir wieder über Dannenberg und dann fast die gleiche Strecke, die wir auch am ersten Tag im Wendland gefahren sind. Erneut besuchen wir einige der typischen Rundlingsdörfer.


Noch einige km geht es auf diesem ehemaligen Truppenweg weiter, der Rennradfahrer, der uns entgegekommt, hat es sicher nicht leichter als wir, mit seinen schmalen Reifen und vermutlich hohem Druck. Noch einige km werden wir entsprechend durchgeschüttelt, dann kommen wir an die Bundesstraße mit Radweg und fahren nach Salzwedel. Eine alte Hansestadt, deren historische Altstadt trotz massiver Bobenangriffe im zweiten Weltkrieg erhalten geblieben ist.

Nach der Wende wurde hier viel Geld in die Hand genommen und die Innenstadt heraus geputzt. In der Innenstadt selber sind gar nicht so viele Autos unterwegs. dafür stehen vor den kleinen Geschäften jede Menge Fahrräder. Vermutlich ist das Fahrrad die schnelle Alternative.

Wir besorgen uns beim Bäcker – nein keinen Baumkuchen, die Spezialität aus Salzwedel – Streuselschnecken und machen eine Pause am “Schwarzen Adler“, früher mal das Rathaus und dann ein Hotel.

Wir entdecken alte Häuser von 1534 und außerhalb der Altstadt bestimmt dann die DDR-Architektur das Stadtbild. Heute sind die Plattenbauten zwar energetisch saniert, aber ihre Herkunft können diese Häuser doch nicht verbergen. Je weiter wir in die Randbereiche kommen, werden die Plattenbauten wieder von Häusern und Villen aus den Gründerjahren abgelöst. Die Fahrradinfrasturktur ist aber nicht gerade toll hier.

Unsere Strecke verläuft nun erstmal parallel zur Bahnlinie nach Osten. Auf Schotterwegen und Waldwegen fahren wir dicht an oder parallel zur Bahnline. Die Strecke wird immer schlechter, nur in den Ortschaften ist noch mal Asphalt, aber auch der wird immer mehr durch Kopfsteinpflaster ersetzt. Kurz nach Riebau geht die Straße dann in einen Sand- bzw Schotterweg über. Daneben verläuft eine weitere Spur, die als Radweg beschildert ist, aber nicht so aussieht.

Fahrbar ist er, wenn auch nur mit langsamen Tempo, da er sehr uneben ist. Aber zumindest ist der Untergrund fest. Dieser Weg ist Teil des mehr als 500km langen Altmarkrundkurses. Auf der Strecke von Schnakenburg nach Arendsee sind wir auch auf einem Teil diese Rundkurses gefahren. Hier ist es aber mehr eine Stecke für Mountainbiker. Mit Gepäck ist hier langsam fahren angesagt. Denn auch der “leicht befestigte Seitenweg” hört am Waldanfang an und dann ist nur noch der Waldweg vorhanden.

Wir folgen dem Altmarkrundkurs bis nach Mechau, dann verlassen wir ihn und biegen nach Norden ab. Die Landesgrenze von Sachsen-Anhalt nach Niedersachsen bildet auch hier wieder ein Betonplattenweg, vermutlich noch aus DDR-Zeiten.

Insgesamt legen wir an diesem Tag knapp 80 km zurück und sind inkl. Pausen und einiger Telefonate unterwegs rund 5 Stunden unterwegs.
Zum Abschluss unsere Touren im Wendland wollen wir noch mal 100 km fahren. Wir entscheiden uns nach Brandenburg, genauer nach Lenzen zu fahren. Auf dem Hinweg queren wir die Elbe bei Dömitz, auf der Rücktour nehmen wir die Fähre bei Schnakenburg.



Lange Zeit fahren wir so auf dem Deich. Fast ausschließlich ist auf der Deichkrone ein Sandweg vorhanden. In der Ferne rechts vorab sehen wir wieder der Funkturm in Höhbeck.

Diesen Abschnitt an der Elbe sind wir schon einige Male gefahren, zuletzt Himmelfahrt 2018. Und so können wir uns noch gut an unsere Übernachtung bei Fria erinnern als wir bei Ihr vorbeifahren.

An der Fähre in Lenzen erkundigen wir uns kurz, ob denn die Fähre in Schnakenburg auch trotz des Wasserstandes der Elbe in Betrieb ist. Der Fährmann bejaht und wir machen uns auf nach Lenzen, einem kleinen verschlafenen Ort in Brandenburg an der Elbe. Nachdem wir die Kirche auch von innen angeschaut haben, stellen wir fest, dass wir noch keinen Laden oder Bäcker gesehen haben. Andere Radfahrer bemühen an der Kirche grad das Handy um einen Bäcker zu finden. Einige Straßen weiter gibt es tatsächlich einen Bäcker. Vermutlich ist der Kuchen aber ausverkauft, nachdem die 8 Radfahrer dort eingekauft haben.

Auf uns macht Lenzen einen verlassenen eindruck. Kaum ein Mensch ist zu sehen, es sei denn sie sind umherirrende Radfahrer. Etliche Geschäfte sind aufgegeben. Wir machen uns auf zurück an die Elbe. Mit Rückenwind geht es nun weiter Richtung Osten und die km fliegen nur so dahin. Schnell ist die Fährstelle gegenüber von Schnakenburg erreicht. Die Fähre ist gerade auf dem Weg nach Schnakenburg, wir nutzen die Pause um ein wenig zu essen, kommen mit anderen Radfahrern in ein kurzes Gespräch. Die Wolken reißen auf und kurzzeitig kommen sogar ein paar Sonnenstrahlen herab.

Unser eigentliche Pause machen wir am Deich in Schnakenburg und blicken zurück auf die Elbe.
Auf den vergangenen Fahrten sagte Dani mehrmals, dass sich das Lenkverhalten merkwürdig anfühle. Lenken ginge schwerer und das Lenkverhalten sei schwammig.
Also Lenkervorbau lösen und die Ahead-Schraube neu einstellen Lenkervorbau wieder festziehen, aber alles Drehen – egal ob fester oder lockerer – führte nur dazu, dass entweder die Lenkung schwergängig ist, oder aber Spiel im Lager auftrat. Also mal die Lager genauer anschauen:
Aber – oh Schreck, während sich das untere Lager leicht drehen läßt, ist das obere Steuerlager komplett fest. Da sich das Kugellager nicht entnehmen läßt sondern vom Hersteller eingepreßt wird, bleibt nur der Austausch des oberen Steuerlagers. Und das kurz bevor wir einige längere Touren fahren wollen.
Also eine Mail an Franz und Florian vom Wolf&Wolf-Team geschrieben. Obwohl Wochenende ist, kommt kurze Zeit später die Antwort. Die benötigten Teile können geschickt werden. Am Montag noch ein kleines Telefonat zur Abklärung, am Dienstag morgen gehen die Teile per Express auf die Reise und sind am Mittwoch morgen gegen 10:00 Uhr bei mir, am Nachmittag kann das Rad mit neuem Lager wieder montiert werden. Super Leistung vom Wolf&Wolf-Team
Danke.
Ach ja, das Rad haben wir nun etwas mehr als 2 Jahre, und das Lager hat rund 20.000 km gelaufen. Da im Lager selber kein Rost zu finden ist und auch hinreichend Lagerfett vorhanden ist, scheidet eingedrungenes Wasser als Ursache vermutlich aus. Warum das Lager fest ist, dafür läßt sich somit keine Ursache benennen.
Leine – Werra – Ulster – Fulda – Weser
Wir hatten noch einige Tage Urlaub in diesem Jahr. All die Wochen im Sommer waren von Corona überschattet, unseren Urlaub hatten wir von einer Tour auf kleine Touren mit festem Standort umgestellt. Für die ersten Wochen im September – früher sind wir in der Zeit häufig zum Surfen nach DK gefahren – haben wir uns in diesem Jahr Urlaub genommen. Leider war das Wetter im August eher kühl und regnerisch. So richtige Lust zum Fahrrad fahren kam nicht auf. Und dann kam auch noch der GDL-Streik. Immer wieder streikten die Eisenbahner.
Geplant war, mit der Bahn nach Würzburg und dann über Main, Hessischen Bahnradweg, Fulda und Weser wieder nach Hause zu radeln. Aber wenn die Züge nicht fahren, da mußten wir wieder die Pläne ändern. Und so buchten wir diesmal aufgrund des häufigen Regens keine Unterkünfte im Voraus, damit mit wir notfalls auch mal an einem Ort bleiben könnten oder nur eine kleine Strecke zwischen den Regenschauern zu fahren hätten.
Unsere grobe Planung :
Was dann daraus geworden ist, kann in den nachfolgenden Beiträgen nachgelesen werden. Wer nur die Bilder ansehen möchte, hier geht’s zur Gallerie.
Unsere Tour würde uns entlang der Leine, der Werra, der Ulster bis auf eine Höhe von knapp 540 m ü.NN in der Rhön bringen und dann über die Fulda und die Weser wieder zurück.
Insgesamt sind wir 1204km in 12 Tagen gefahren und haben dabei 4528 Hm überwunden. Unser Highlight diesmal (in doppelter Hinsicht) war die Fahrt durch den Milseburg-Tunnel.
Dani mußte an diesem Montag noch arbeiten und so konnten wir erst am Nachmittag losfahren. Die Packtaschen waren schon am Vorabend gepackt worden und so konnten wir gegen 15:00 Uhr abfahren. Etwas unsicher waren wir schon. Am Himmel waren noch dicke Wolken und die Prognose der Wetterdienste sah viel besser aus als die Realität : Der Himmel war grau und dicke Wolken schoben sich immer wieder vor die Sonne.
Heute würden es nur so rund 60 km bis Bispingen werden. Ein Bett hatten wir kurzfristig im Hotel “Zur grünen Eiche” in Behringen einem Nachbarort von Bispingen buchen können. Viele andere Hotels sind ausgebucht.

Als wir über die Elbe fahren, sind die Wolken noch dick und grau. An der Ilmenau rechnen wir sogar noch mit einem Regenschauer, aber es bleibt trocken und hin und wieder zeigt sich auch mal die Sonne. Über Winsen, Garsted und Egestorf fahren wir nach Beringen. Unterwegs können wir manchmal die blühende Lüneburger Heide sehen. Eine erste Herausforderung, die uns auch einen Vorgeschmack auf die Hügel in der Rhön erahnen läßt zeigt sich kurz vor Egestorf, hier gilt es auf eine Höhe von etwas über 120 m ü.NN zu steigen. Mit Gepäck und ordentlicher Steigung geht es bergauf. Die dicken Wolken verzeihen sich langsam und am Abend kommt noch kurz die Sonne raus.
Im Hintergrund kann man die blühende Heide erahnen.
Nach rund 3 Stunden nach der Abfahrt und einer Strecke von 60 km kommen wir am Hotel an. In Fahrt haben wir eine Geschwindigkeit von 19.3 km/h erreicht.

Heute soll es eine deutlich längere Tour werden. Mehr als 100 km stehen auf dem Routenplan. Nach einem guten Frühstück im Hotel “Zur grünen Eiche” packen wir unsere Sachen ein und ans Rad. Auf unserem Spaziergang am vergangenen Abend haben wir im Park blühende Heide gesehen. Bevor wir losfahren, machen wir noch einen kleinen Abstecher zum Park.
Die Heide blüht in ihrer vollen Pracht. Heute ist der Himmel klar und es ist kaum eine Wolke zu sehen. So machen wir uns auf den Weg nach Hannover.

In Nindorf vor Bergen nach rund 33 km machen wir eine kurze Rast und essen ein wenig Obst. In Bergen führt unser Weg am ehemaligen KZ Bergen-Belsen vorbei. Einige Jugendliche erneuern gerade den weißen Strich auf dem Geh- und Radweg, der den “Weg des Erinnerung” kennzeichnet. In Winsen/Aller überqueren wir die Aller.
Um der vollen Landstraße zwischen Celle und der A7 zu entgehen, nehmen wir einen parallel verlaufenden Waldweg. Hier kommen wir zwar etwas langsamer voran, da der Weg unbefestigt ist, aber es ist deutlich leider und uns nerven keine überholenden Fahrzeugen, denn die Celler Straße zwischen Allerhop und Fuhrberg hat leider keinen Radweg.
In Fuhrberg wollen wir irgendwo zu Mittag essen. Der Ortsansässige Italiener hat geschlossen, so bleibt uns nur ein Dönerimbiss am anderen Ortsausgang. Der Imbiss ist gut, aber die Radinfrastruktur ist nur im Schrittempo fahrbar. Als kombinierter Geh- und Radweg beschildert, ist der Weg stellenweise eng, meistens holprig und bei jeder Grundstückseinfahrt geht es erst runter und dann gleich wieder hoch.
In Bothfeld wird an der Straßenbahnstrecke gebaut und wir müssen eine Umleitung nehmen. Leider ist die Beschilderung nicht so, dass wir als ortsunkundige Radfahrer sinnvoll umgeleitet werden. Wir irren ein wenig planlos durch die lokalen Grünanlagen, bis wir es irgendwann und irgendwie schaffen, auf der anderen Seite der Baustelle wieder auf unseren Track zu gelangen. Ab dem Weidetor wird es endlich entspannter durch Hannover zu fahren. Vorbei am Zoo, durch das Zoovirtel und die Südstadt kommen wir zum Maschsee mitten in Hannover.
Und schon sind wir auch wieder raus aus Hannover, auf guten Radwegen, auf denen an diesem schönen Spätsommertag auch viele Radfahrer unterwegs sind fahren wir über Hemmingen nach Arnum. Gestern haben wir hier ein Zimmer im Hotel Cao gebucht. Wir sind früher dran als geplant, die Wirtsleute noch nicht da. Also warten wir ca 10 Minuten. Das Zimmer ist groß, und sauber ist es auch. Nur Frühstück bekommen wir nicht im Hotel, aber gegenüber gibt es eine Bäckerei, die Frühstück anbietet.
Auf dem Abendspaziergang finden wir eine kleine Kirche – es ist mehr eine Kapelle von 1400. Im Garten der Kapelle befindet sich ein Bibelgarten, in dem zu den vorhandenen Pflanzen auf Tonscherben aufgeschrieben wurde, wo diese Pflanze in der Bibel genannt wird.
Unser Höhenprofil für diesen Tag ist typisch Norddeutsch; insgesamt machen wir rund 300 hm auf einer Strecke von 114 km. Unsere durchschnittliche Geschwindigkeit in Fahrt liegt bei 18.8 km/h.

Gestern Abend haben wir lange nach einer passenden Unterkunft gesucht. Aber südlich von Northeim war nichts zu finden weder bei booking.com noch anderwo. Auch einige Telefonate brachten kein brauchbares Ergebnis. So blieb uns nur, die heutige Tour schon in Northeim enden zu lassen und dort eine Ferienwohnung über AirBNB zu buchen. Mit knapp 100km ist die heutige Tagesetappe dennoch hinreichend lang.

Südlich von Schulenburg verlassen wir das erste Mal für heute die befestigten Straßen und schlängeln uns an der Leine entlang vorbei am Schloss Marienburg. Hoch oben auf dem Berg thront das Schloss. Wir lassen es links äh genauer rechts liegen und queren – nicht zum letzten Mal – die Leine
Unsere erste Pause heute machen wir nach rund 35km in Gronau auf dem Marktplatz direkt an der Kirche St. Matthäi im Zentrum des Ortes.
Nachdem wir den kleinen Inselpark in Gronau durchquert haben, folgt der Leineradweg mehr dem Verlauf der Laake, einem kleinen Nebenflüsschen und führt uns durch Wiesen und Felder.
Unterwegs kommen wir immer wieder an interessanten Gütern, großen Gehöften und ähnlichem vorbei. Als Beispiel sei hier das Rittergut Schloss Brüggen in Brüggen genannt. Für einen Ritter ist das doch schon mal ein ordentliches Schloss. Ein Foto muss hier reichen, denn im Torbogen, von dem aus ich das Foto aufgenommen habe, wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich bei dem Schloss und dem Gelände hinter dem Tor um Privatbesitz handelt.
Ab Alfeld an der Leine wird das Tal enger und wir sehen die Ausläufer des Harzes auf der linken Seite, Ab hier verläuft der Leineradweg meistens parallel zur im Tal verlaufenden Bahnstrecke. Heute ist wenig Zugverkehr, denn die GDL hat ihre Lockführer zum Streik aufgerufen. Die Strecke ist stellenweise sehr schön – meistens dann, wenn wir nicht direkt an den Gleisen fahren müssen aber oft wird die Strecke auch direkt auf Schotterwegen direkt am Bahngleis geführt.
Das Wetter wird immer besser, die Wolken immer weniger und als wir in Freden (Leine) sind und nach einer Möglichkeit für ein Mittagessen suchen, fahren wir mehrmals durch den Ort und müssen dann doch beim Lebensmittelhändler belegte Brötchen bestellen. Die Brötchen und auch der Kuchen, den wir kaufen, sind sehr gut und gestärkt können wir weiterfahren. Mit dem Wetter geht es bergauf, die Temperaturen steigen uns sind zum Radfahren ideal, die Strecke ist meisten gut und es gibt für uns viel zu sehen, aber wir müssen auch überwiegend bergan fahren.
Der Belag wechselt häufig zwischen Asphalt und festem Split/Sand, auf beiden Untergründen kommen die Wölfe gut voran. Wir fahren am Pumpspeicherwerk in Erzhausen vorbei, sehen aber nur die dicken Rohleitungen und den Deich vom unteren Speichersee.
So langsam kommen auch die Berge immer näher an uns ran und spätestens ab Kreiensen merken wir, dass wir die Norddeutsche Tiefebene endgültig verlassen.
Über Einbeck und der Leineniederung Salzhelden gelangen wir nach Northeim. Unsere Ferienwohnung ist schnell gefunden und unsere Gastgeberin erwartet uns schon. Die Ferienwohnung ist so centrumsnah gelegen, dass wir zu Fuß am Abend in die Stadt gehen und uns umsehen können. Das Zentrum von Northeim besteht aus alten Fachwerkhäusern .
Strecke : 98 km, dabei 338 hm überwunden. Unsere Durchschnittsgeschwindigkeit liegt heute bei 17,7 km/h, was vermutlich den vielen Schotterabschnitten und der Suche nach einer Essesnmöglichkeit in Freden geschuldet ist. Denn nennenswerte Steigungen gab es heute nicht. Dass wir dennoch die meiste Zeit bergan gefahren sind, ist am Diagramm zu sehen.

Nach einer guten Nacht und einem Frühstück, das wir gestern Abend noch eingekauft hatten, geht es heute weiter. Wir werden der Leine noch bis Arenshausen folgen und dann an die Werra wechseln. Dabei werden wir auch das erste mal über einen Berg fahren müssen, und danach eine hoffentlich tolle Abfahrt ins Werratal erleben.
Unsere Räder konnten die Nacht auf der Terrasse der Ferienwohnung uneinsehbar von der Straße und für andere Hausbewohner verbringen.

Nach Göttingen wird am Radweg gebaut und wir müssen zwei mal Umleitungen fahren, die aber gut ausgeschildert sind. Die zweite Umleitung bei Rosdorf führt uns am Wartberg vorbei und damit auf eine Höhe von ca 180 m ü.NN. In Obernjesa nach rund 37 km die erste Pause, in der wir die am Morgen geschmierten Brote und Obst essen. Dank der Sonne trocken auch die gewaschenen Hemden langsam auf den Packtaschen.
Nach der Pause geht es noch einige Zeit an der Leine entlang, bis wir bei Besenhausen nach Thüringen fahren.
Und dann verlassen wir in Arenshausen die Leine. Gleich nachdem wir unter den Bahngleisen Halle-Hann.Münden durchgefahren sind, beginnt der erste steile Anstieg. Das Navi weist eine Steigung von bis zu 8 % aus. Real klettern wir wir auf etwa 500m um etwa 45 m, was rund 9% entspricht. Mit dem Gepäck habe ich fast den Eindruck meine kleinste Übersetzung von 22 auf 32 reicht nicht aus, aber wir schaffen es da hoch.
Es geht noch weiter hoch, aber die Steigung ist nicht mehr so steil. Und hin und wieder sind auch schon mal kleinere Abfahrten dabei, die uns mächtig auf über 40 km/h beschleunigen. Der Blick hier oben ist schon großartig,
Und dann geht es an die Abfahrt, die Straßen sind nahezu leer. Lediglich ein Wohnmobil kommt uns entgegen und der Fahrer ist nicht bereit uns auf der schmalen Straße nach rechts zu fahren, so dass wir abbremsen und neben der Fahrbahn an im vorbei müssen. Aber unfreundlichen Zeitgenosssen gibt es überall und immer wieder.
Hier noch ein Bild vom Track und dem Übergang von der Leine an die Werra:![]()
Ohne von der Beschilderung irgendwie darauf aufmerksam geworden zu sein, sind wir nun auf dem EuroVelo EV 13 unterwegs. Den haben wir auch schon auf unseren Sommertouren im Wendland einige Male unter den Rädern gehabt.
Irgendwann auf unserer Abfahrt überqueren wir wieder die Landesgrenze zwischen Thüringen und Hessen. Auf dieser kleinen Nebenstraße weist kein Scild auf die Grenzöffnung 1998 hin.
Schnell sind wir an der Werra, die sich uns als brauner Fluss präsentiert. War die Leine zuletzt ein klarer Bach, so ist die Werra hier nicht klar, sondern stark mit Schwebstoffen durchsetzt. Der Werratal-Radweg verläuft meist direkt an der Werra, wo das aufgrund der Bebauung nicht geht, dann auch mal weiter ab vom Fluß, was meistens dazu führt, dass wir kurze aber meistens dafür steile Anstiege hinauf müssen, um dann nach der Ortschaft wieder auf Flußniveau hinunter zu fahren.
Sehr schön hat uns Allendorf gefallen. Der am östlichen Ufer gelegene Stadtteil von Bad Sooden-Allendorf besteht überwiegend aus alten Fachwerkhäusern und strahlt eine gemütliche Atmosphäre aus.
Gerne hätten wir ein Eschwege übernachtet, aber auch hier waren gestern keine Zimmer mehr zu Buchen. Eschwege erschien uns reizvoller als das auf der anderen Werraseite gelegene Grebendorf. Unser Zimmer bei der Zimmervermietung Vock ist neu und sauber, aber auf dem Grundstück und im Haus sind noch viele angefangene Baustellen, die auch schon länger zu existieren scheinen. Alles macht einen unfertigen Eindruck. Unsere Räder können wir im Gartenhaus einstellen und vom Zimmer auf haben wir einen weiten Blick ins Werratal.
Zum Abschluss noch die Daten zur heutigen Etappe:
Strecke : 93 km, knapp 500 hm und einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 16.4 km/h.

Nach einer guten Nacht, gehen wir morgens zum Bäcker im Ort. Das sind nur ein paar Meter. Obwohl wir gestern nachgefragt haben, was es denn zum Frühstück geben werde, bekommen wir nur eine kleine Auswahl dessen, was uns gestern zugesagt wurde. Aber das was wir bekomme ist echt lecker und der Preis mehr als fair. Zurück zur Pension, die Taschen packen und ans Rad und es kann losgehen.
Unsere heutige Fahrt wird uns immer entlang der Werra führen 81km, immer leicht bergan und meistens dicht am Fluss.

Kaum sind wir aus Eschwege rausgefahren legt sich dichter Nebel über das Tal. Sichtweite stellenweise so um 50m. Und etwas mehr als eine Stunde fahren wir durch diese “Suppe”.
Haben wir im Nebel noch die langärmeligen Shirts und Jacken angezogen, können wir nun langsam wieder auf Sommerkleidung umstellen, denn es wird angenehm warm, sobald die Sonne den Nebel verdrängt hat.
Kurz vor Treffurt passieren wir erneut die Grenze von Hessen nach Thüringen. Nachdem wir den kleinen Ort Falken passiert haben, wird es enger im Werratal. Die Hügel kommen nah an die Werra heran.
In Buchenau nach rund 44km machen wir eine erste Pause auf einem Rastplatz an der Werra. Früher war hier eine hölzerne Brücke. Ein älteres Ehepaar, das eine Tagestour entlang der Werra unternimmt, erzählt uns einiges über das Land, die Leute, und wo es was zu sehen gibt und wo man gut essen könne.
Da die Vorderradbremse an Dani’s Wolf leicht schleift nehme ich noch eine kleine Einstellung vor, und dann ist das Schleifen auch schon Vergangenheit.
Ab Buchenau fahren wir auf der Trasse der ehemaligen Werratalbahn. An der nächsten Brücke über die Werra kann man an den Fundamenten erkennen, daß hier mal eine deutlich stärkere Brücke gestanden haben muss.
In Creuzburg verpassen wir die Abfahrt zur alten Werrabrücke, fahren zunächst entlang der Bundesstraße weiter, aber den Blick von der alten Werrabrücke wollen wir dann doch genießen. So drehen wir um.
Bei Hörschel unterqueren wir die Werratalbrücke der A4. Ganz schön hoch das Teil.
Mittag gibt es beim einzigen Imbiss in Herleshausen. Er ist der Beste sagen uns einige Passenten. Aber wenn es nur den einen gibt ? – Na ja, mehr als eine 3- erhält das Essen dort nicht von uns. Wir werden satt aber wirklich gut schmeckt es nicht. Bisher haben wir am heutigen Tag knapp 65 km zurückgelegt. Bis zu unserem Ziel in Obersuhl sind es noch knapp 20 km.
Unsere Übernachtung im Hotel “bike und hike” sieht von außen nicht sehr einladend aus. Der Haupteingang ist auf der Rückseite in einer kleinen Seitenstraße. Alles sieht ein wenige schmuddelig und vernachlässigt aus, an allen Fenstern im Eingangsbereich sind die Rolläden heruntergelassen. Ganz anders dann das Innere: Saubere Zimmer mit guter Ausstattung, nettes Ambiente, freundliches Personal. Auch das Frühstück am nächsten Morgen ist voll okay, wir finden alles, was wir uns wünschen.
Entfernung 82km, bei 320 hm, unsere Durchnittsgeschindigkeit lag bei 16.6 km/h. Mit allen Pausen waren wir rund sechseinhalb Stunden unterwegs. Insgesamt war es heute eine sehr angenehme Etappe: Es ging zwar immer leicht bergan, aber es waren immer nur kurze Steigungen. Das Wetter war ideal zum Radfahren so 22-24 °C war und schön sonnig.

Das Frühstück im Hotel “Hike & Bike” ist gut, eher normal als außergewöhnlich, aber es ist von allem genug da und das angebotene Obst ist frisch und lecker. Auch sonst beginnt der Tag wir die vorhergehenden. Sachen packen, Fahrräder fertig machen – wir können auch noch mal mit einer Standpumpe des Hotels Luft auf die Reifen geben – losfahren, und es ist auch wieder nebelig. Ne gute halbe Stunde fahren wir im Nebel, dann lichtet er sich und macht dem blauen Himmel Platz.

Hinter Philippsthal verlassen wir die Werra, der Werratalradweg folgt der Werra nach Osten. Wir behalten unsere südliche Richtung bei und folgen dem Lauf der Ulster. Unser Radweg ist nun als Ulstertal-Radweg, Bahnradweg Hessen, Rhön-Radweg und EV13 ausgewiesen. Schilder sind hier in Thüringen aber nicht vorhanden. Das muß man schon wissen. Auf hessischem Gebiet ist die Beschildereung deutlich besser. Mehrmals überqeren wir die ehemals deutsch-deutsche Grenze.
Unser Routing hat uns einen kleinen Zinken in den Track gebaut: Folgt man dem EV13, fährt man ab Wenigentaft westlich den Hügel hoch. Bahnradweg und Ulsterradweg verlaufen weiter an der Ulster. In Giesa kommen beide Wege wieder zusammen, nur mit dem kleinen Unterschied, dass beim EV13 locker 150hm auf den Point Alpha zu überwinden und auch wieder runterzufahren sind.
Hätte ich den Fehler bemerkt, wir wären im Tal geblieben, denn der Annstieg ist nichts für bepackte Liegeräder. Loser Untergrund und steile Steigung zwangen uns die Räder zu schieben.
Oben angekommen erwarteten uns viele Touristen, zum Teil wurden sie mit Bussen dort hingebracht und die alten DDR-Grenzbefestigungen. Für uns nicht sonderlich interessant, haben wir doch einen Teil der ehemaligen Grenze nur wenige km vor der Haustür. Dennoch hatten wir einen tollen Ausblick von dort oben. Das Navi zeigt eine Höhe von 399m ü.NN an.
Leider ist auch die Abfahrt nach Geisa sehr steil – 130hm auf ca 1.5 km – aber bei dem Verkehr auf der Straße und der Einfahrt in den Ort kann man das nicht genießen sondern wir müssen unsere Bremsen mächtig beanspruchen. Und dann sind wir wieder an der Ulster und mit den anderen Radwegen vereint. Und rund 10km vor dem Ort Tann haben wir die 500km auf dem Tacho.
Ab Lahrbach ist der Radweg leider gesperrt. Für uns heißt das erneut Umleitung fahren. Wir werden auf die parallel verlaufende B278 geleitet. Hinweisschilder warnen zwar den Verkehr vor Radfahrern und die Geschwindigkeit sollte auf 70 km/h begrenzt sein, aber nur wenige Verkehrsteilnehmer halten sich auch daran und halten die Abstände zu uns Radfahrern beim Überholen ein. So sind diese 6.5 km für uns sehr anstrengend.
Nun ja, irgendwann haben wir auch diese nervigen km geschafft. Da die Zeit durch unseren Abstecher zum “Point Alpha” schon fortgeschritten ist, beschließen wir in Hilders uns ein asiatisches oder wenn nicht vorhanden ein italienisches Restaurant zu suchen und dort zu essen. Einen Asiaten finden wir nicht. In der Stadt finden wir aber einen Inder und daneben einen Italiener. Aber irgendwie gehören die zusammen. Andere Kunden bestellen gerade indische Gerichte und werden von der Bedienung nach kurzer Zeit angesprochen, dass indische Gerichtet mit über 60 min Wartezeit verbunden seien, ob sie denn nicht was anderes nehmen wollen. oh oh. Ist das nun ein italienischer Inder oder ein indischer Italiener ? Wir entdecken auf der Karte auch ein paar asiatische Gerichte – da kann man wohl nichts falsch machen – gebratene Nudeln mit Huhn und Gemüse soll es sein. Wir bestellen. Die Minuten verstreichen. Die Bedienung kommt und fragt ob es denn die Nudeln mit Huhn oder mit Gemüse sein sollen. Auf der Karte stand beides. Spätestens nun hätten wir die Notbremse ziehen sollen. Es dauert über 40 min bis wir unsere Gerichte bekommen. In der ganzen Zeit ist kein weiterer Gast gekommen und geblieben. War auch besser so. Unser Gericht entpuppt sich als Spagetti mit Soja-Soße. Nicht genießbar. Nach dem ersten Bissen haben wir genug. Wir legen Geld auf den Tisch für die Getränke und verduften. Den Fraß kann der Koch selber essen.
Beim Rewe erstehen wir 2 belegte Brötchen und beim Bäcker einen Kakao und eine Kaffee. Besser als nichts.
Dann machen wir uns auf den Weg, fahren ein Stück zurück und biegen wieder auf die Umleitungsstrecke ein. Nach kurzer Zeit ist die Umleitung beendet und wir sind wieder auf dem Bahndamm Richtung Fulda.
Die 1.2 km durch den Tunnel sind schnell zurück gelegt, aber dabei kühlen wir auch ordentlich aus. Es dauert noch einige km – eigentlich fast bis Fulda, bis wir wieder warm sind, denn auch nach dem Tunnel folgen noch rund 20km, die es weiterhin bergab geht. Rollend erreichen wir Geschwindigkeiten von etwa 36 km/h, hin und wieder müssen wir allerdings bremsen, da das Überholen anderer Radler bei Gegenverkehr nicht möglich ist.
Kurz vor Fulda noch ein Blick zurück; Wir haben hier auch unseren südlichsten Punkt erreicht und von nun an ist jeder km ein km Richtung Heimat.
Wir machen noch einen Stadtbummel durch Fulda, besuchen die Innenstadt, essen bei einem tollen Italiener, bei dem wir kurzfristig noch einen Tisch ergattern können,
Nach dem Essen noch ein Rundgang durch die historische Innenstadt und zum Schloss und durch den schönen Schlosspark .
Etappenlänge 93 km mit insgesamt 755 hm. Unser Schnitt während des Fahrens lag aufgrund der langen Anstiege bei 16 km/h. Auch die abschließend schnelle Abfahrt konnte das nur leicht wieder anheben.
Wir frühstücken in einer Bäckerei um die Ecke am Krankenhaus in Fulda. Super lecker dort und alles zu einem fairen Preis. Unser Track führt uns noch mal am Schloss und dem Fuldaer Dom vorbei.
Auch heute beginnt der Tag wieder leicht nebelig, aber der Nebel ist nicht so dicht, wie in den letzten Tagen, dafür hält er sich heute aber länger. Der Fulda-Radweg, dem wir nun nach Norden folgen ist gut ausgebaut und verläuft mal dichter mal weiter entfernt dem Lauf der Fulda. Wie oft wir an diesem Tag die Fuldaseite wechseln, müßte man auf der Karte ermitteln, aber es sind viele kleine Brücken, die wir nutzen.

Die ersten zwei Stunden ist es leicht neblig und kühl, erst gegen 11:00 Uhr bricht die Sonne langsam durch den Dunst. Der Fulda-Radweg ist ein super ausgebauter Weg, der nahezu kreuzungsfrei und abseits des Verkehrs geführt wird. Allerdings sind auch immer wieder kurze heftige Steigungen vorhanden. Das Fuldatal weitet sich sehr schnell und die Berge der Röhn liegen dann auch schnell weit ab.
Auch durch Bad Hersfeld kann man an der Fulda kreuzungsfrei durch die Stadt fahren. Nördlich von Bad Hersfeld verläßt uns der Bahnradweg Hessen nach Osten, um zurück an die Werra zu gelangen. Wir folgen weiterhin der Fulda nach Norden.
Unsere Mittagspause heute machen wir Blankenheim. Heute sind recht viele Radfahrer auf dem Fulda-Radweg unterwegs. Es ist ja auch Sonntag. Fast alle sind motorisiert. Wenn uns “Pedeleccer” am Berg überholen, werden wir mitleidig angeschaut und mancher fragt ungläubig, ob wir denn gar keinen Motor haben.
In Rotenburg / Fulda wird es dann richtig voll. So viele Radfahrer habe ich noch nicht auf einem Radweg gesehen. Mehr noch als bei bestem Wetter bei uns auf dem Marschenbahndamm und 99,5%n der Räder sind Pedelecs, meistens breitreifige Mountainbikes.
Weiter geht unsere Fahrt entlang der Fulda; vorbei am Kloster Haydau.
Und immer wieder kreuzen hohe Eisenbahnbrücken das Fuldatal. So zum Beispiel die Fuldabrück Morschen:
Und dann kurz vor unserem Ziel in Melsungen gibt es eine Spezialität auf unsere Tour. Man kann einen Umweg durch den Wald fahren oder aber mit einer Seilfähre bei Binsförth die Fulda queren. Die Seilfähre ist nur mit Muskelkraft zu bewegen. Auf unserer Seite bildete sich schon ein kleiner Stau, und da keiner von der anderen Seite herüber wollte, mußten wir die Fähre erst mal zu und rüberholen.
Dann schoben wir die Räder, wie zuvor die anderen Radfahrer auf die Fähre und die Kurbelei brachte uns mit den Rädern auf die andere Seite.
In Melsungen hatten wir das wohl schönste Quartier der diesjährigen Reise in der “Alten Scheune“. Liebevoll eingerichtete superschöne Zimmer.
Auch Melsungen hat eine schöne Altstadt, der wir zum Abend hin einen Besuch abstatten, nett essen, und den Abend ausklingen lassen
Unser heutiges Höhenprofil zeigt deutlich, wie wir permanent der Fulda flussabwärts folgen
Wir haben heute 109 km mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 17.7 km/h zurückgelegt. Vom Start bis zu Ziel waren wir inclusive der Pausen 7:33 Stunden unterwegs.
Nach einem sehr guten und auch wegen der immer noch andauernden Corona-Pandemi sehr gut organisiertem Frühstück in der Pension “Alte Scheune” beginnt unser morgentliches Ritual : Packen, Räder beladen und losfahren. Die Räder konnten wir in einem abgeschlossenen Bereich neben der Pension einschließen (lassen).
Und auch heute haben wir – bevor dann irgendwann später die Sonne hervor bricht – wieder Nebel an den Bergen hängen.

Und auch auf diesem Abschnitt meidet der Fulda-Radweg fast alle Ortschaften und wir können wunderbar fahren. Heute ist Montag und es sind bedeutend weniger Radfahrer unterwegs als gestern. Und auch heute wechseln wie häufiger von dem einen auf das andere Ufer der Fulda. Am beeindruckensten ist fie Fuldabrücke bei Dennhausen.
Eine überdachte Brücke nur für Radfahrer und Fußgänger über die Fulda. Die Fulda ist hier schon richtig breit geworden und endlich hat die Sonne es gegen 10:45 auch geschafft den Nebel komplett aufzulösen.
Kurz vor Kassel unterqueren wir noch die Autobahn A44 von Kassel Richtung Ruhrgebiet und holen den Radfahrer ein, mit dem wir gestern mit der Seilfähre übergesetzt hatten und mit dem wir gemeinsam bis Melsungen gefahren waren. Ein freundliches Hallo und dann trennen sich unsere Wege, auch wenn wir uns nur rund 15 Minuten später auf einer Kasseler Brücke erneut treffen werden.
Aufgrund einer Baustelle in Kassel finden wir den richtigen Weg nicht, dafür finden wir eine Baumarkt mit Bäcker und kaufen uns leckeren Kuchen. Aber unser Weg ist immer noch der falsche. Laut Navi sind wir dicht am Track, aber auf der falschen Seite der Fulda. Uns bleibt nicht anderes übrig als um zu drehen und erneut durch die Baustelle zurück zu fahren.
Damit lassen wir dann aber auch Kassel wieder hinter uns. Ab Kassel wird die Fulda immer wieder gestaut und so für die Schiffahrt befahrbar gehalten.
Einige Windungen der Fulda später erreichen wir gegen Mittag schon Hann.Münden. Am Weserstein ist es sehr voll und die ganze Stadt quillt förmlich über von Touristen.
Hier treffen sie nun aufeinander : Werra und Fulda und vereinigen sich zu einem neuen Fluss mit Namen Weser. Hann.Münden ist eine alte Fachwerksstadt. Schöne alte Häuser, in der Mitte der Marktplatz, das Rathaus und die Kirche. Beim Restaurant müssen wir ein wenig warten, bis ein Tisch frei wird, aber wir sind noch früh genug, um den günstigen Mittagstisch nutzen zu können.
Nach dem Essen wollen wir auch dann weiter, denn es ist schon nach halb zwei und wir haben noch knappe 50 km zu fahren heute. Kurz nachdem wir Hann.Münden verlassen haben, merken wir auch gleich, dass es nicht mehr der Fulda-Radweg und auch nicht mehr Hessen ist. Die Radwegführung – wenn man denn von einer sprechen kann – im Bereich Hann.Münden – Ginte ist eine Zumutung: Keine oder schlechte Radweg, die Fuldabrücke muss man linksseitig auf einem engen Fuß- und Radweg befahren und die Auschilderung ist echt verbesserungbedürftig. Auf verläuft der Weser-Radweg hier nur auf einem Straßenbegleitenden Radweg, d.h. man fährt genau neben der viel befahrenen Landstraße.
Die erste Weserfähre sehen wir Hemeln und ab dort trennt sich dann auch endlich der Weser-Radweg von der Landesstraße. Dennoch müsen wir einige Male von der Weser wieder hoch an die Landesstr fahren oder auch schieben
Die Hügel hier im Weserbergland sind nicht so hoch wie an der Fulda aber die Lanschaft ist trotzdem sehr schon und es fährt sich gut auf diesem Abschnitt des Weser-Radweges.
Ab Gewissenruh ist es dann mit dem ruhigen Radeln aber erstmal wieder vorbei. Der Radweg wird direkt an der B80 geführt. Es nervt dann doch, wenn man run 10 km neben einer Bundesstraße her fahren muss. In Bad Karlshafen haben wir ein Zimmer in der “Pension am Reinhardswald”. Das Zimmer hat den Charm der späten 80 Jahre des letzten Jahrhunderts. Aber es ist sauber und gepflegt.
Den Abend verbringen wir lesend im Innenhof der Pension, wo uns sogar kurzzeitig noch die Sonne ein paar ihrer wärmenden Strahlen schickt.
Länge der Strecke heute : 114 km bei einer durchschnnittlichen Geschindigkeit von 17.5. Unsere Reisezeit mit Pausen betrug 8:15 Std.
Es war mal wieder schwierig eine geeignete Unterkunft zu finden. Eigentlich wollten wir noch ein Stückchen weiter fahren, aber es waren einfach keine Pensionen oder Hotels zu finden, die noch freie Zimmer hatten. Also mußten wir unsere heutige Etappe ein wenig kürzer gestalten.
Heute sind morgens nur noch einige wenige Wolkenschleier zu erkennen und laut Wettervorhersage soll es auch heute wieder ein suptertoller Spätsommertag werden auch wenn sich immer mal wieder ein paar leichte Wolkenschleier vor die Sonne schieben.

Der Weserradweg zeigt sich im Abschnitt von Bad Karlshafen bis Bodenwerder und darüber hinaus von seiner schönsten Seite: Gute Radwege, abseits des Verkehrs von Land-und Bundesstraßen. Für uns heißt das heute morgen: Fahren und genießen.
Schon gegen 11 Uhr sind wir in Höxter und am Horizont tauchen die Kirchtürme vom Kloster Corvey auf. Gerne würden wir einen Blick hineinwerfen, aber für eine Führung haben wir keine Zeit und ohne Führung sind 12 € viel Geld, nur um einen Blick hinter die Klostermauern zu werfen. Genauso sieht es auch ein anderer Radler, mit dem wir ein kurzes Gespräch führen und dessen Freunde ohne Führung schon nach nur wenigen Minuten aus dem Kloster wieder herauskommen.
Also machen wir keine Besichtigung des Weltkulturerbes und fahren weiter. An einer schönen Weserschleife bei Albaxen machen wir unsere erste Pause heute.
Die Radler neben uns auf der anderen Bank möchten gerne einmal sehen, wie wir mit den Liegerädern anfahren, nachdem wir mit ihnen ein kleines Gespräch hatten. Also zeigen wir ihnen, wie wir auf dem Wolf sitzen und wie wir anfahren. Eigentlich ja genauso wie mit jedem anderen Fahrrad auch: Hintern im Sitz oder auf dem Sattel, ein Fuß auf dem Boden, den anderen auf der Pedale, reintreten und dann den zweiten Fuß auf die Pedale und weiter treten.
Nach rund 60km haben wir Dölme erreicht. Auf der anderen Weserseite ragen steil die Klippen von Steinmühle empor.
Unser Mittagessen nach rund 70km finden wir in einem Lokal in Bodenwerder. In Bodenwerder war der Lügenbaron Münchhausen.
Bodenwerder und auch den nachfolgenden Weserabschnitt haben wir schon auf unserer Sommertour 2018 gefahren. Vieles kommt uns sofort wieder bekannt vor: Kernkraftwerk Grohnde, Weserfähre Grohnde mit dem bairischen Biergarten, genauso w
In Hameln kaufen wir noch ein paar Lebensmittel für den Abend, denn da wir heute Mittag schon ausgiebig gegessen haben, werden wir am Abend nur noch eine Kleinigkeit essen. Nur wenige km flussabwärts liegt der kleine Ort Fischbeck. Wir nächtigen im “Cafe am Stift”. Unser Zimmer im Gästehaus ist okay. Allerdings stimmen Preis und Leistung hier nicht, denn diese Übernachtung ist die teuerste unserer Reise und für das Zimmer und den schlechten Frühstücksservice am kommenden Morgen ist der Preis zu hoch.
Länge der Strecke : 104 km bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 18.1 km/h und einer Gesamtfahrtdauer von 7:45 Std.
Nach einem Früstück, das unfreundlich serviert wurde – Erst kam statt des bestellten Käses eine Platte mit Aufschnitt, dann “Wollen sie Joghurt ?” Klar wollten wir den. Was bekommen wir ? lieblos Naturjoghurt in einem Schälchen. Für ein wenig extra Marmelade mußten wir noch mal nachfragen.
Dafür ist der Morgen um so schöner. Die Sonne lacht von einem Wolkenlosen Himmel. Schon um 9:30 Uhr sind wir heute auf dem Rad.

Heute soll es richtig warm werden. 26-27°C sind angekündigt und es wird auch schnell warm.
In Rinteln fahren wir zunächst zum Freibad statt auf die Brücke, bemerken dann den Irrtum, da wir nicht auf die Brücke gelangen können, fahren zurück, um dann über die Brücke zu fahren. Die Ortsdurchfahrt ist eine Zumutung: Die Brücke schmal, und dann auch noch Geisterradler, im Ort keine Radwege und wenn dann ist die Führung aus den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts.
Außerhalb von Rinteln bis zu Doktorsee geht es wie geschmiert, aber danach ist wieder Sense mit Fahrradinfrastruktur. Es folgt eine recht breite Straße, auf der sich aber die Autofahrer herausnehmen, auch bei Gegenverkehr auf der Fahrspur an uns mit nur wenig Abstand vorbeizufahren – es geht ja, was der Radfahrer dabei enmpfindet ? Sch…. drauf.
Wieder einmal queren wir die Weser. Die Brücke ist eng, die Autofahrer ungeduldig – es passiert, was immer in diesen Situationen passieren muss. Drängeln und enges Überholen.
Und danach geht es erstmal auf Sandwegen weiter. Vor 3 Jahren waren sie in einem schlechten Zustand. Heute sind sie zumindest mit festem Sand belegt. Aber ein wenig verschaukelt fühlen wir uns dann doch, queren wir doch nach 1.5 km erneut die Landesstraße.
Mit BLic auf die Ruine eines Kraftwerkes oder einer Müllverbrennungsanlage fahren wir auf einer Fahrradstraße, die so uneben und geflickt ist, dass das radeln hier wahrlich Spass macht.
Erst nach dem Kraftwerk wird es nur ein wenig besser.
Und da wir eine Bank unter einem Baum erblicken, nutzen wir die Möglichkeit einer Pause mit Blick über das Wesertal. Heute sind auffällig weniger Radler auf dem Radweg unterwegs. Vielleicht liegt es aber auch an der nur mäßigen Qualität der Wege und der Wegführung.
Schon im nächsten Ort sind wir wieder dabei, uns in den Straßenverkehr einzusortieren.
Erneut geht es über die Weser. Diesmal neben der Autobahn A2. Auch hier kommen uns wieder einige Geisterradler entgegen, obwohl es auch in Gegenrichtung einen Radweg gibt.
Vorbei geht es an Bad Oeynhausen und weiter nach Minden und dann zum Wasserstraßenkreuz Minden.
Auf eine erneute Besichtigung des Wasserstraßenkreuzes verzichten wir.
Auf dem schmalen aber schönen Radweg entlang der Weser fahren wir weiter nordwärts. Hier sind auch einige Radler unterwegs.
So langsam haben wir Hunger. Heute soll es endlich mal wieder richtig asiatisch werden. In Petershagen soll es zwei asiatische Restaurants geben. Wir versuchen sie zu finden. Doch leider gibt es den einen nicht (mehr) und der andere hat, entgegen seiner Öffnungszeiten geschlossen. Aber beim Edeka gibt es einen Mittagstisch mit drei oder vier Gerichten zur Auswahl und wir kommen gerade noch rechtzeitig.
Weiter geht es auf der alten Bahntrasse von Petershagen nach Ovenstädt. Viel zu schnell sind die km vergangen und wir fahren wieder auf kleinen Straßen. Von der Weser sieht man hier so gut wie nichts. Die Wegführung führt an riesigen Kiesabbaugebieten vorbei. Zurück bleiben nur Gruben, die mit Sicker- und Regenwasser vollaufen.
In Schlüsselburg, das in einer Weserschleife liegt und wo mittels Staustufe die Weser schiffbar gehalten wird, entdecken wir diese Paar:
Mittlerweile sind wir knapp 100 km gefahren. Stolzenau liegt vor uns. Wir gönnen uns ein Eis bei der Eisdiele im Ort. Betrachten Land und Leute ein wenig, und beschließen, noch etwas für den Abend einzukaufen.
Nachdem wir beim Lidl nicht das finden, was wir uns gewünscht haben, erfahren wir, dass es im Ort einen gutsortierten EDEKA gibt. Wir machen also ein Stadtrundfahrt durch Stolzenau und kommen fast wieder an der Eisdiele heraus. Gut 7-8 km sind es die so zusammenkommen, aber der EDEKA ist echt gut sortiert und wir finden u.a. frischen Salat und frisches Obst für den Abend.
Kurz hinter Stolzenau springt mein Tacho auf null zurück, d.h. wir haben nun die 1000 km erreicht.
Nun sind es nur noch 7 km bis nach Landesbergen. Wir haben ein Zimmer im Mühlengasthof gebucht. Wir orientieren uns an der Mühle, finden aber den Mühlengasthof erst im 2. Anlauf, denn auch wenn man fast vor der Mühle steht, dann sieht man den Gasthof noch nicht.
Länge: 115 km
Durchschnittsgeschwindigkeit : 17,8 km/h
Fahrtzeit mit Pausen: 8:20 Std
Bilder des heutigen Tags:
Nach einer guten Nacht, auch wenn uns die eine Mücke im Zimmer ein wenige geärgert hat, und einem super guten Frühstück, verlassen wir Landesbergen.
Alles kommt einem so vertraut vor je weiter wir nach Norden kommen.
Wenn wir gewollt hätten, dann hätten wir die rund 160km von Landesbergen auch durchfahren können, um noch am gleichen Tag in Geesthacht an zu kommen. Aber dann hätten wir vermutlich eine der besten Unterkünfte nicht besucht. Wir haben noch Zeit und fahren daher nach Munster.

Es ist im Grunde wie eine Heide Tour. Nienburg und Walsrode bekomme von mir einen Ehrenpreis für die wohl mit am schlechteste Fahrradinfrastruktur auf unsere Tour.
Und dann passiert genau das, was eigentlich nicht passieren sollte. Das Routing will uns bei Wietzendorf durch das Militärgebiet führen. Das geht auch, wenn nicht grad scharf geschossen wird. Heute ist aber die Schranke unten, der rote Ball ist oben und das rote Blinklicht ist aktiv. Besser da nicht unerlaubt durchfahren und so hängen wir noch mal einige km dran, denn wir müssen außen um den Truppenübungsplatz herum.
Übernachten werden wir heute bei Fam. Guhl. Sehr nette Gastgeber, ein tolles Zimmer und am nächsten Morgen ein super Frühstück. Und das alles zum günstigsten Preis auf der ganzen Reise. Echt zu empfehlen..
Länge 112 km, Durchschnitt 18.0
Fahrtzeit gesamt : 7:37 Std
Nun sind es noch knapp 80 km bis nach Hause. Das Wetter ist unbeständig und ein Regengebiet nähert sich. Als wir losfahren fängt es leicht an zu regnen, aber das ist noch nicht schlimm.
Als wir Salzhausen erreichen, hört der Regen endlich auf. Die restlichen gut 40 km können wir ein wenig trocken und nach 79km sind wir wieder zu Hause.
Länge :79km, bei einem Durchschnitt von 17,7 km/h Fahrtzeit gesamt: 4:47 Std
Gesamtstrecke : 1204 km
Fahrtage : 12 Tage. Gesamtzeit im Sattel bzw. auf der Liege : 65 Std und einen Gesamtschnitt von 18.5 km/h (gemessen mit dem Sigma) alle anderen Daten waren aus dem GPS entnommen.
Beste Unterkünfte : Alte Scheune, Melsungen und Privatquartier Guhl, Munster
Schlechteste Unterkunft : Cafe am Stift, Fischbeck und Aktiv Pension am Reinhardswald, Bad Karlshafen
Tagesetappen : zwischen 60km und 115 km
Höchster Punkt : Milseburg 540 m ü.NN
Steilste Steigung : Point Alpha
In der lokalen Presse wurde am vergangenen Wochenende und auch schon einige Male früher von der Instandsetzung des Radweges am Elbe-Lübeck-Kanal berichtet.
Im Frühsommer sind wir durch Zufall auf diese Maßnahme aufmerksam geworden als wir auf einer unserer Touren am Elbe-Lübeck-Kanal gefahren sind. Damals haben wir festgestellt, dass der Belag uneben und nicht schön zu fahren ist.
Nun nach dem Ende der Bauarbeiten wollen wir uns die Sache noch mal anschauen. Wir fahren also an über Gülzow und Lütau nach Basedow an den Kanal. Als wir auf dem Weg am Kanal gewechselt sind, wird uns schnell klar, dass sich im Gegensatz zu unserer Tour im Juli hier nicht mehr geändert hat. Der Weg ist immer noch genauso schlecht zu fahren wie damals. Unter einem guten Radweg, der als Langstreckenverbindung von Lüneburg nach Lübeck antritt, verstehe ich was besseres. Alles über 20 km/h ist anstrengend und man wird ordentlich durchgeschüttelt.
Kurzer Hand ändern wir unsere Plan und fahren weiter über Dalldorf – Zweedorf und Zarrentin nach Nostorf und weiter nach Lauenburg. Am Wegesrand schießen die Pilze aus dem Boden : Es wird Herbst
Auch die Situation auf der Elbbrücke Lauenburg hat sich nicht verändert. Der Fuß- und Radweg ist in einem bedauerlichen Zustand.
Es wird Herbst, die Tage kürzer. Es wird morgens deutlich später hell und abends wird es schon gegen 19:00 Uhr dann langsam dunkel und das auch nur, wenn nicht dicke Wolken am Himmel sind.
So ein klein Wenig könnte man meinen, der “goldene Oktober” stellt sich ein aber noch sind viele Bäume voll meist grünem Laub, nur hier und da sieht man mal, dass die Blätter sich ins Gelbe verfärben.
Für uns heißt es, dass wir meist noch gut 60km am Nachmittag fahren können, wenn den die Arbeit geschafft ist und das Wetter auch mitspielt. 60 km, da haben wir derzeit 3-4 Strecken. Heute war Tatenberg dran. Gegen 15:00 Uhr kommen wir los.
Noch lacht uns die Sonne ins Gesicht und wir können sogar kurzärmelig fahren. Wind ist kaum spürbar, aber er kommt auch leicht von hinten.
Ein tolles Gefühl aber schnell wird es kühler, nach rund einer halben Stunde muss ein zweites T-Shirt zwischen gezogen werden. Und in Tatenberg wechsel ich die Weste gegen die leichte Windbreaker-Weste aus. Auf dem Marschenbahndamm dann auch hin und wieder mal Bäume und Sträucher, die sich langsam bunt verfärben.
Wir sind auf dem Rückweg, trotz leichtem Gegenwind sind wir zügig unterwegs und so verfliegen sie km im Nu: Ochsenwerder, Fünfhausen, Spielplatz am Gleisdreick, Ripenburger Mühle. Gegen 17:00 Uhr werden die Schatten länger
und wir merken, das es merklich abkühlt. Aber wir haben auch nur noch rund 10k bis nach Hause. Und den Marschenbahndamm haben wir auch überwiegend ganz für uns alleine. Auf diesem alten Bahndamm mit einer Länge von rund 30km kann man entspannt radeln, denn bis auf einige Straßenquerungen ist man von Verkehr auf den Straßen entkoppelt, kann auf den Wiesen im Sommer den einen oder anderen Storch oder auch mal Rehe sehen und am Himmel kreist schon mal ein Geifvogel.
Mit einem Schnitt von über 24km/h kommen wir wieder zu Hause an. Allerdings muss am darauffolgenden Tag feststellen, dass mein Hinterrad platt ist.
Als wir heute los fahren wollten, war mein Hinterrad platt – nicht ganz, aber doch soweit, dass ich von einem Loch ausgehen mußte. Seit der Müritztour, bei der ich die komplette Dichtmilch verloren hatte und einen Schlauch einziehen mußte, bin ich mit Schlauch gefahren. Auch die Herbsttour mit über 1200 km. Lediglich das Ventil vom Schlauch war irgendwie merkwürdig, denn die Schutzkappe ließ sich nicht aufschrauben. Ob es nun am Ventil lag oder ob ich mir wirklich etwas durch den Reifen gestochen habe ? Ich weiss es nicht und es ließ sich auf die Schnelle auch nicht feststellen. Einen Durchstick im Reifen konnte ich nicht feststellten. Also habe ich einen anderen Schlauch eingezogen und wir sind los.
Da wir gestern schon Tatenberg gefahren waren, sind wir diesmal unsere “Golf-Runde” gefahren. Im Gegensatz zu gestern habe ich das zweite T-Shirt schon gleich nach dem Start anziehen müssen. Es war kühler als gestern. Mit leichtem Rückenwind ging es entlang der Elbe nach Lassrönne. Der Deich nach Hoopte war gesperrt, eine Umleitung führte uns über Stöckte und den Stöckter Hafen nach Hoopte. Über Ashausen, Roydorf und Luhdorf ging es zum Golfplatz. Hier zog Hochnebel auf und es wurde noch mal merklich kühler. Wir zogen alles an, was wir so mit hatten. Sogar Halstuch und Handschuhe kamen zum Einsatz und ein leichtes Frösteln stellte sich dennoch ein. Als wir die Ilmenau erreichten, riß es wieder auf, und die Sonne kam noch mal durch den Nebel zum Vorschein, aber Ihre Kraft reichte gegen 17:00 Uhr nur noch dazu aus, das Frösteln wieder verschwinden zu lassen.
Es kommt ja nicht oft vor aber diese Woche hatten wir es zwei mal : Regenbogen. Am Dienstag war ich unterwegs, die Wolken waren dick und dunkel und links und rechts von mir sah ich, dass sie ihren Regen auf die Erde niedergehen ließen. Aber genau bei mir waren die Wolken nicht ganz so dicht und es blieb auch trocken. Auf der Rücktour sah ich immer wieder Teile einen Regenbogens. Wo ein Regenbogen entsteht, scheint die Sonne und irgendwo muss es regnen, damit die Regentropfen das Sonnenlicht in die Spektralfarben aufspalten können. Ein Blick in den Spiegel zeigte hinter mir dunkle Wolken. Ich habe es nicht mehr geschafft, trocken nach Hause zu kommen.
Und heute ? wir drehen eine kleine Runde – Ochsenwerder geht immer. Allerdings merken wir, dass es herbstlicher wird, dort, wo die Sonne nicht mehr hinkommt, sind die Straßen und Wege nass. der hinten fahrende bekommt es deutlich zu spüren und wir müssen den Spritzschutz verbessern:
Egal wie aufmerksam der vorne fahrende auch fährt, hinten wird jede Menge Dreck hochgewirbelt.
Und auch heute hatten wir kurz bevor wir wieder nach Hause gekommen sind einen tollen Regenbogen. Und auch diesmal erwischte uns der Regen noch auf den letzten Metern.
Es ist deutlich Herbst geworden, eine Woche mit Sturm und Regen liegt hinter uns, nun macht sich noch mal ein Hoch bei uns breit und ein klein wenig kommt noch mal so etwas wie “Goldener Oktober” durch. Allerdings verspätet, denn am kommenden Wochenende werden schon wieder die Uhren auf Normalzeit eingestellt. Warum eigentlich ? Auf alle Fälle wird es dann noch eine Stunde früher dunkel und so werde ich wohl häufiger die volle Beleuchtung nutzen.
Heute war noch mal ideales Radlwetter. Also Rad raus, Luft auffüllen und dann nichts wie ab. Für 50 bis 60 km müßte es noch hell sein.
Die Bäume haben schon viel von ihrem Laub verloren und die Blätter sind schon nicht mehr ganz so farbenfroh, aber schön anzusehen ist es dennoch und erholsam außerdem, denn die Route heute führt mich meist abseits der Straßen. Am Ilmenaudeich kann ich mich für 1.5 km an eine Rennradler dranhängen, dann trennen sich unsere Wege wieder und ich bin wieder allein unterwegs. Die Sonne nähert sich schnell dem Horizont und für die tollsten Bilder bin ich fast schon zu spät dran.
Die Sonne geht unter, als ich wieder die Elbe quere. Aber diesmal nicht wie im Hochsommer direkt über dem Strom sondern viel weiter im Süden.
Von der Brücke aus nach Nordosten hat meine einen tollen Blich und die Landschaft ist in das rötliche Abendlicht getauscht. Als ich am alten Hafen und dem Geesthachter “Roten Platz” bin, ist die Sonne bereits untergegangen.
Und schon wieder ist ein Jahr rum, der Kalender dünn geworden, nur noch ein Blatt ist übrig. Es ist Silvester. Nach einigen Tagen mit Dauerfrost und tiefen Nachttemperaturen, bei denen das Fahren mir keinen Spaß macht, ist es überraschend mild geworden. Das Thermometer zeigt 10-12 °C an. Also rauf auf’s Rad und nichts wie los. Die letzte Fahrt in diesem Jahr, denn das Jahr ist rum.
Der Himmel ist grau und wolkenverhangen. Der Wind bläst ordentlich aus Süd bis Südwest. Daher auch die für Dezember hohen Temperaturen. Nach 46 km durch die Vier- und Marschlande sind wir wieder zu Hause.
Ich beende das Jahr mit einem km-Stand von 33202 km auf dem Tacho; gestartet war ich mit 24566 km was einer Jahresfahrleistung von 8636 km entspricht. Waren es in 2020 rund 9000km sind es diese Jahr rund 630km weniger.
So wie wir das alte Jahr haben ausklingen lassen, so starten wir auch das neue Jahr. Aufgrund von Corona und den damit verbundenen Auflagen haben wir kein Feuerwerk abgebrannt und nur im kleinsten Familienkreis gefeiert. Irgendwie hat es mich aber dann doch erstaunt, wie viel Feuerwerk doch gezündet wurde, obwohl in Deutschland es keinen Verkauf gegeben hat. Vermutlich wurde fleißig aus Polen und anderen Nachbarländern importiert.
Wir starten nach dem Frühstück zu einer kleinen Rundtour von 45 km entlang der Elbe und durch die Elbmarsch bei Winsen.
Ich wünsche allen ein “Frohes neues Jahr 2022”.