Liegerad und Pedelec fahren

Liegerad 2024

Jahresanfang 2024 Viel sind wir im Herbst nicht mehr gefahren. Entweder es war extrem windig oder es hat geregnet oder beides oder es war kalt oder irgendeine Kombination von der verschiedenen Möglichkeiten. Somit habe ich Read more
Und jährlich grüßt das Murmeltier - Jahresanfangstour Blekckede Ja, auch dieses Jahr starten wir mit der ersten größeren Tour - 86 km geht die Strecke über Lauenburg, Boizenburg, Bleckede, Honstorf, Marschacht zurück nach Geestahcht. Und Read more
Inspektion 49.700km - Lagerschaden Knapp 50.000 km sind mit dem AT1 nun absolviert. Als ich gestern das Rad vom Winterdreck befreite und auf Schäden untersuchte, mußte ich feststellen, dass das Tretlager sehr viel Spiel aufweist. Read more
Sommertour 2024 - Prolog Urlaubsreise 2024 Planung Wohin wollen wir denn dieses Jahr im Sommer fahren ? Das war die Frage, die ich meiner Frau im Winter irgendwann einmal stellte. Wir haben einen Vorteil: wir Read more
Sommertour 2024 - Tag 1 Von Geesthacht nach Walsrode Wir starten gehen 10:00 Uhr, das unbeständige Wetter der vergangenen Tage ist nicht mehr vorhanden. Die Sonne lacht von einem blauen Himmel, Regen ist nicht angekündigt, Read more
Sommertour 2024 - Tag 2 Von Walsrode nach Nettelstedt bei Lübbecke Nach einem durchschnittlichen Frühstück beladen wir wieder unsere Räder. Gegen kurz nach halb 10 verlassen wir Walsrode. Vor uns liegen 112 km durch das Read more
Sommertour 2024 - Tag 3 Von Nettelstedt bei Lübbecke über den Teuteburger Wald bis nach Telgte Heute führt uns unsere Etappe über 105km zunächst nach Westen bis nach Osnabrück, um dann den Teuteburger Wald zu Read more
Sommertour 2024 - Tag 4 Von Telgte nach Essen ins Ruhrgebiet Heute führt uns unsere Etappe über rund 107 km von Telgte über Drensteinfurt über Weren und den Nordrand des Ruhrgebietes an den Dortmund-Ems-Kanal und Read more
Sommertour 2024 - Tag 5 Von Essen über den RS1 durch's Ruhrgebiet und am Rhein entlang bis nach Köln Heute führt uns unsere Etappe über rund 113 km von Essen quer durch das Ruhrgebiet bis Read more
Sommertour 2024 - Tag 6 Von Köln durch das Rheinische Revier nach Hückeshoven. Gestern haben wir noch lange darüber nachgedacht, wie es aufgrund der bevorstehenden Wetterlage weitergehen soll. Für den Bereich Saarland, Rheinland-Pflaz und Mosel Read more
Sommertour 2024 - Tag 7 Von Hückeshoven entlang der Maas nach Blitterswijk . Das Wetter ändert sich, war es gestern warm und die Sonne schien von einem blitzblauem Himmel, so ist es heute bedeckt, grau Read more
Sommertour 2024 - Tag 8 Von Blitterswijk nach Arnheim. Nach einem echt gutem und reichhaltigem Frühstück nehmen wir Abschied von Blitteswijk. Auch heute folgen wir zunächst der Maas weiter nach Norden, fahren dann teilweise durch Read more
Sommertour 2024 - Tag 9 Von Arnheim nach Almelo. Heute werden wir über rund 95 km immer nach Nord-Osten fahren. Ziel ist ein B&B etwas außerhalb von Almelo. Wetter ? Na ja, Wind ? er Read more
Sommertour 2024 - Tag 10 Von Almelo nach Rhede an der Ems. Für uns heißt es nun: Nach Hause fahren. Heute liegen rund 110 km vor uns, meist fahren wir parallel zur deutsch-niederländischen Grenze nach Read more
Sommertour 2024 - Tag 11 Von Rhede an der Ems an die Weser. Es geht heimwärts, die Stecken werden immer bekannter. Heute über knapp 110km von der Ems bis an die Weser. eigentlich hätten wir Read more
Sommertour 2024 - Tag 12 Von Rodenkirchen nach Hemmor. Heute geht es auf dem Weserradweg nach Cuxhaven und weiter auf dem Elbe-Radweg nach Hemmoor. Etwa 100 km liegen vor uns. Diese Tour bei Relive. Wie Read more
Sommertour 2024 - Tag 13 Von Hemmor nach Geesthacht. Letzter Tag der Sommertour : 116km strammer Gegenwind. Diese Tour bei Relive. In der Pension gibt es leider kein Frühstück (mehr). Also muß morgens erstmal eingekauft Read more
Wir haben es getan .... In den vergangenen fast 10 Jahren sind  wir nahezu alle tollen Radwege zwischen Flensburg und dem Main und zwischen der holländischen Nordsee und der Oder gefahren. Und die schönen Radwege Read more
Zweite Popometer-Tour Heute haben wir unsere zweite größere Test-tour mit dem Pedelec unternommen. Irgendwie wünsche ich mir nach spätestens 60km dann mein Liegerad, fängt doch das Popometer langsam an Alarm zu schlagen. Aber nicht nur Read more
Mit dem E-Bike rund um Schwarzenbek Gestartet sind wir in Geesthacht und sind dann über Dassendorf nach Friedrichsruh gefahren. Immer auf dem Radweg, zunächst an der B404 und später an der L314. Reichlich Verkehr an Read more
Kurzer Ausflug zum "Elbe brennt" Jedes Jahr einmal brennt die Elbe in Drage. Schon als kleiner Junge habe ich das Schauspiel bei meinen Großeltern in Drage bewunder. Das ist nun bald 60 Jahre her, damals Read more
Abendtour mit Sonnenuntergang Nur mal so abends losgefahren und dann sehe ich an der Elbe im Rückspiegel das: Die Sonne geht langsam genau hinter mir unter . Read more
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Herbsttour 2024 - Tag 1 Von Geesthacht nach Wrist. Diese Tour bei Relive. Gestern haben wir noch die Packtaschen gepackt. Heute ist Samstag der 7. September 2024 und wir starten das erste mal mit elektrischer Read more
Herbsttour 2024 - Tag 2 Von Wrist nach Silberstedt. Diese Tour bei Relive. Kurz nach halb zehn - wir haben gut gefrühstückt, einen kleinen Plausch mit dem anderen Gast im "Kuhblick" gehabt - sind wir Read more
Herbsttour 2024 - Tag 3 Von Silberstedt nach Aabenra in Dänemark. Diese Tour bei Relive Heute geht es von Silberstedt bei Schleswig über Flensburg nach Apenrade in Dänemark. Das Frühstück, das wir von CampHotel geliefert Read more
Herbsttour 2024 - Tag 4 Von Apenrade nach Bramming. Diese Tour bei Relive Nach einem Frühstück aus Müsli, Joghurt und Obst geht es für uns von Ost nach West durch Dänemark. Der Wind kommt uns Read more
Herbsttour 2024 - Tag 5 Von Bramming nach Kleegod an die Nordsee. Diese Tour bei Relive Nach dem Frühstück, das wir gestern schon bekommen hatten, sind wir schnell startklar. Ein paar zusätzliche Brote sind auch Read more
Herbsttour 2024 - Tag 6 Von Kleegod nach Brande auf dem Radweg Nr.4 . Diese Tour bei Relive Wir haben gut geschlafen. Nach dem Frühstück packen wir unsere Sachen zusammen, hängen die Taschen wieder an Read more
Herbsttour 2024 - Tag 7 Von Brande nach Malling bei Aarhus. Diese Tour bei Relive    Frühstücken tun wir heute im Hostel. Das Frühstück ist gut, lecker und frisch. Sind wir die einzigen Gäste ? Read more
Herbsttour 2024 - Tag 8 Von Malling bei Aarhus nach Fårvejle auf Sælland. Diese Tour bei Relive Das Frühstück im B&B war sehr gut, es war sogar so reichlich, dass wir uns noch Brote für Read more
Herbsttour 2024 - Tag 9 Von Fårvejle via Frederikssund nach Grundsømagle Diese Tour bei Relive Unser heutiges Frühstück besteht aus Obst, Müsli und Joghurt, das wir entweder noch hatten oder gestern Abend noch gekauft haben. Read more
Herbsttour 2024 - Tag 10 Von Grundsømagle via Kopenhagen nach Greve Diese Tour bei Relive Als wir in unserer "Abstellkammer" aufwachen - geschlafen haben wir gut - hören wir wie unsere Gastgeber das Haus verlassen. Read more
Herbsttour 2024 - Tag 11 Von Greve nach Faxe. Diese Tour bei Relive Frühstück war bei der Übernachtung in Greve inbegriffen und so Frühstücken wir gemeinsam mit unserem Gastgeber, packen danach unsere Sachen ein und Read more
Herbsttour 2024 - Tag 12 Von Faxe via Møns Klint nach Stege. Diese Tour bei Relive Das Frühstück in dem B&B in Orup war so lala, oder für das, was wir bekommen haben zu teuer. Read more
Herbsttour 2024 - Tag 13 Von Stege nach Marielyst. Diese Trour bei Relive Nach einer guten Nacht im Hotel, frühstücken wir im Hotel. Das Frühstück ist voll okay, aber nichts besonderes. Aber es ist alles Read more
Herbsttour 2024 - Tag 14 Von Marielyst bis kurz vor Rødby. Diese Strecke bei Relive Es ist nun soweit, es geht Richtung Heimat. Mit jedem Tag und jedem km kommen wir wieder dichter nach Hause. Read more
Herbsttour 2024 - Tag 15 Von Rødby nach Ahrenbök in Deutschlang. Diese Tour bei Relive Wir haben zwar gut geschlafen, aber so richtig toll finden wir es nicht, in einem fremden Haus zu sein und Read more
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Jahresanfang 2024

Jahresanfang 2024

Viel sind wir im Herbst nicht mehr gefahren. Entweder es war extrem windig oder es hat geregnet oder beides oder es war kalt oder irgendeine Kombination von der verschiedenen Möglichkeiten.

Somit habe ich das Jahr mit einem Kilometerstand von 48854 beendet.

Gestartet im Jan 2023 bin ich bei 41.762 km, was somit einer Fahrleistung von 7092 km im Jahr 2023 entspricht. 2022 ware es rund 1500km mehr, aber das Wetter im Herbst war einfach zu schlecht, um noch längere Strecken zu fahren und auch im Frühjahr waren wir nicht so viel unterwegs.

Wenn man allerdings die rund 1500km hinzurechnet, die durch die täglichen Fahrten zur Arbeit mit dem Stadtrad seit Feb. 2023 hinzugekommen sind, dann sind es doch wieder mehr als 8000 km in 2023.

Und auch nun ist an Fahren kaum zu denken. Die Temperaturen kommen nur selten über die 7-8 °C hinaus und dazu regnet es eigentlich nur und das seit dem 20 Dez. Viele Gebiete in Niedersachsen haben Hochwasser, Flüsse wie Weser, Aller und Oker sind über die Ufer getreten und die Deiche sind stellenweise aufgeweicht. Nun rund 2 Wochen später kommt das Wasser auch hier bei uns an. Die Elbe ist mächtig breit geworden, das Wasser steht auch bei uns am Deich.

Das, was normalerweise ein Anleger darstellt, schaut nur noch zum Teil aus dem Wasser, die Bänke am Anleger sind fast gänzlich unter Wasser. Und auch im kleinen Hafen sind etliche Bereiche überschwemmt.

Ich wünsche einen guten Start in das Jahr 2024

Und jährlich grüßt das Murmeltier

Und jährlich grüßt das Murmeltier – Jahresanfangstour Blekckede

Ja, auch dieses Jahr starten wir mit der ersten größeren Tour – 86 km geht die Strecke über Lauenburg, Boizenburg, Bleckede, Honstorf, Marschacht zurück nach Geestahcht. Und wie fast jedes Jahr starten wir auf der Nordseite und fahren auf der Südseite der Elbe wieder zurück. Somit haben wir die Hügel als erstes und auf dem Rückweg dann nur noch plattes Land am Deich – schön autofrei.

Das Wetter meint es gut – wir starten bei etwa 17°C im Schatten noch frisch, aber nach etwa zwei Stunden an der Fähre ist es dann schon schän warm und als wir wieder zu Hause sind, zeigt das Thermometer knapp 25°C. rekordverdächtig für Anfang April im Norden.

Die ersten gut 20 km bis Boizenburg geht es parallel zur B5 – nicht die schönste Strecke, aber dann kommen wir endlich von der B5 weg und fahren am Elbdeich entlang.

Vorbei geht es am alten Wachturm in der Nähe von Boizenburg aus der schmalen Landzunge zwischen Sude und Elbe, schnell kommt der Aussichtsturm in Blick,

nun noch mal 5 km mit Gegenwind – der Wind kommt heute aus südlichen Richtungen und wir haben Neu Bleckede erreicht.

Na ja, die Fähre kennen wir – sie wird auch nicht besser, bekommt aber hin und wieder ein wenig Farbe spendiert. Wir setzen über.

Pause auf der anderen Seite. Wir siten am Hafen, die Sonne scheint, und dann geht es auch schon zurück. Noch mal rund 40km – immer am Deich entlang, wenig aufregendes aber ein schönes Fahren. Keine Autos, aber viele Menschen mit Fahrrädern, zu Fuß, Kinder mit Rollern und und und. Zwischenzeitlich fahren wir im T-Shirt, so warm ist es geworden.

Vorbei geht es an Lauenburg auf der anderen Elbseite.

Und nach 86 km sind wir wieder in Geesthacht.

Inspektion 49.700km – Lagerschaden

Inspektion 49.700km – Lagerschaden

Knapp 50.000 km sind mit dem AT1 nun absolviert. Als ich gestern das Rad vom Winterdreck befreite und auf Schäden untersuchte, mußte ich feststellen, dass das Tretlager sehr viel Spiel aufweist. Bei genauerer Untersuchung wurde schnell klat, dass das linke Tretlager eigentlich nicht mehr existent ist. Vermutlich wurden durch eindringendes Wasser die Lagerschalen und Kugeln zerstört. Nun ja, das verbaute Shimano Pressfit Lager BB MT 500 PA gehört zu den einfacheren Lagern von des Herstellers.

Wie komme ich nun schnell an ein neues Lager? vermutlich gar nicht. Die Wölfe habe kein passendes Lager liegen, die hiesgen Fahrradhändler habe entweder keine Zeit oder wollen da nicht ran. Denn hinzu kommt, dass wir über Himmelfahrt Touren unternehmen wollen.

Bei Rose konnte ich das (hoffentlich) passende Lager finden. Das notwendige Werkzeug habe ich gleich mitbestellt. Wenn alles klappt, dann sollte die Ware am Dienstag kommen.

Vermutlich hat das Lager schon im vergangenen Sommer den Schaden gelitten. Seitdem sammelte sich rostiges Wasser an der Achse und am Kurbelarm. Vermutlich ist Feuchtigkeit in das Lager eingedrungen und hat dann das Lager zerstört.

Sommertour 2024 – Prolog

Sommertour 2024 – Prolog

Urlaubsreise 2024 Planung

Wohin wollen wir denn dieses Jahr im Sommer fahren ? Das war die Frage, die ich meiner Frau im Winter irgendwann einmal stellte.

Wir haben einen Vorteil: wir sind nicht mehr an die Ferien gebunden und die Kollegen mit Kinder freuen sich, wenn sie die Ferien für den Urlaub nutzen können. Wir müssen nicht in der Hauptreisezeit unterwegs sein, das können wir auch vorher oder danach.

In den vergangenen Jahren sind wir viele schöne Strecken gefahren : Fulda-Radweg, Werra-Radweg, Hessischer Bahnradweg, Saale-Radweg und und und.

Meistens sind wir so 14 bis 16 Tage unterwegs, legen dann so um 1500 – 1700 km zurück. Und wenn wir zu Hause starten und enden, dann sind da nicht mehr viele interessante Strecken – die maximale Entfernung ist dann etwa 800km, das reicht dann bis Frankfurt, Köln, Amsterdam.

Nach langem Überlegen haben wir beschlossen, durch die Lüneburger Heide und das Ruhrgebiet an den Rhein zu fahren, dann den Rhein flussauwärts bis nach Koblenz, dann die Mosel hinauf bis nach Luxenburg und dann über die Hohe Venn nach Aachen und den Rückweg dann über Holland und quer durch Niedersachsen von Lingen über Bremen nach Geesthacht. Geplant waren run 1700 km in 16 Tagen, aber diesmal sollte es ganz anders kommen als geplant.

Da es sich ergab, werden wir an Himmelfahrt 2024 starten und nach mehr als zwei Wochen wieder zurückkommen. Als Attraktionen auf der Tour wollten wir die Zeche Zollverein in Essen besichtigen, natürlich wollten wir das “Deutsche Eck” besuchen, die Schönheit der Mosel erfahren und dann auf dem Vennbahn-Radweg durch das Elsas fahren. In Holland wollten wir in Eindhoven den besonderen Kreisverkehr “Hovenring” erfahren.

Aber wie schon geschrieben, kam es anders als geplant.

Sommertour 2024 – Tag 1

Sommertour 2024 – Tag 1

Von Geesthacht nach Walsrode

Wir starten gehen 10:00 Uhr, das unbeständige Wetter der vergangenen Tage ist nicht mehr vorhanden. Die Sonne lacht von einem blauen Himmel, Regen ist nicht angekündigt, vor uns liegen rund 90 km.

Diese Tour bei Relive.

Die Räder sind wie üblich gepackt, 2 große Ortlieb-Packtaschen und eine 25l-fassende Top-Rolle für die dringend benötigten Dinge, aber meistens ist die nur zum Teil gefüllt.

Es ist noch früh am Tag und noch sind auch die Väter mit den Bollerwagen nicht unterwegs. Wir kommen schnell und gut voran. Statt eines Bollerwagens kann man natürlich auch was anderes nutzen. Hier hat eine Gruppe gleich einen ganzen alten Schienenbus gemietet und läßt sich durch die Nordheide fahren.

Unseren Lieblingsberg nähe Elstorf erreichen wir gegen 20 nach 12. Langsam bekommen wir hunger, aber zunächst gilt es die Steigung mit 8-10 % zu nehmen.

Pause in Elbstorf, wie schon einige Male, die Sonne scheint wärmend vom Himmel, obwohl uns nicht kalt ist.

Nach der Pause geht es weiter durch die Nordheide. Wir durchfahren Soltau, aber eine schöne Bäckerei, die guten Kuchen anbietet, finden wir heute nicht, nur die Eisdielen haben offen.  Und nach rund 100km erreichen wir Walsrode.

Wir übernachten im Hotel Hannover. Ein altes Haus, das schon bessere Zeiten gesehen hat, das Zimmer und das Frühstück am nächsten Morgen sind soweit okay aber der Preis dafür recht hoch

 

 

Tagesdaten :

Distanz 98.6
Geschwindigkeit 18.1 km/h
Anstieg 477 m

 

Sommertour 2024 – Tag 2

Sommertour 2024 – Tag 2

Von Walsrode nach Nettelstedt bei Lübbecke

Nach einem durchschnittlichen Frühstück beladen wir wieder unsere Räder. Gegen kurz nach halb 10 verlassen wir Walsrode. Vor uns liegen 112 km durch das norddeutsche Tiefland.

Diese Tour bei Relive.

Bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel fahren wir los. Unsere heutige Strecke führt über Rethem an der Aller und  Nienburg dann an die Weser. Wir werden die Weser aber schon in Stolznau wieder verlassen und uns südwestlich halten, bis wir in Nettelstedt dicht am Wiengebirge das Ziel der heutigen Fahrt erreichen. Das Wetter ist angenehm warm, Regen gibt es keinen, wenn der Himmel mal nicht strahlend blau ist, dann sind nur ein paar Sommerwolken am Himmel.

Überquerung der Aller bei Rethem

Viel gibt es heute nicht zu berichten, die Räder laufen, und wir machen Strecke.

Gegen 12:00 Uhr erreichen wir Nienburg, durchfahren den Ort und erreichen kurz danach die Weser.

Die Überquerung der Weser bei Landesbergen ist wie immer ein Abenteuer: Die Straße ist schmal und kurvig, die Geschindigkeit teilweise auf 30km/h begrenzt und die motorisierten Verkehrsteilnehmer meist ungeduldig und zu riskanten Überholmanövern bereit. Heute haben wir Glück, denn in unserer Richtung ist nahezu kein Verkehr.

Wir folgen der Weser nur ein kleines Stück bis Stolzenau. Mittagessen gibt es heute beim Asianten in Stolzenau. Wie üblich sind in Stolzenau viele Radfahrer anzutreffen, alle auf dem Weserradweg. Aber wir trennen uns schon wieder von der Weser.

Eine kleine Trinkpause noch in Uchte

Und irgendwann nach rund 100 km sehen wir in der Ferne den ersten Höhenzug (Wiehengebirge) aus dem Dunst am Horizont aufsteigen.

Wir queren noch den Mittellandkanal

und durchfahren dann das große Teufelsmoor mit seiner bizarren Landschaft.

Nettelsted liegt direkt am Fuße des Wiehengebirges, für uns bedeutet das zum Ende der Etappe noch ein paar Steigungen.

Unser Hotel ist an eine Oil-Tankstelle angegliedert, der junge Mann an der Kasse weiss nichts von unserer Reservierung, wie gut, dass wir den Ausdruck mithaben. Das bestellte Früstück entpuppt sich als Ware, die man aus der Tanke nehmen kann, ein richtiges Zimmer zum Frühstücken gibt es auch nicht, und so stornieren wir am nächsten Morgen beim Pächter der Tankstelle das Frühstück, denn auch um kurz nach 8:00 Uhr sind noch keine Brötchen fertig. Sehr merkwürdig. Das Zimmer sonst ist okay, nur die nahe Bundesstraße und der Betrieb der Tankstelle stören ein wenig.

Bewertung Preis/Leistung der Unterkunft : 3-

Tagesdaten :

Distanz 111,2
Geschwindigkeit 18.1 km/h
Anstieg 366m

 

Sommertour 2024 – Tag 3

Sommertour 2024 – Tag 3

Von Nettelstedt bei Lübbecke über den Teuteburger Wald bis nach Telgte

Heute führt uns unsere Etappe über 105km zunächst nach Westen bis nach Osnabrück, um dann den Teuteburger Wald zu überqueren und danach in einem flachen Abschluss bis in die Nähe von Telgte zu gelangen.

Diese Tour bei Relive.

Wie gestern schon beschrieben stornieren wir das nicht überzeugende Frühstücksangebot der Tankstelle, gehen zum nächsten Supermarkt und so besteht unser Frühstück aus Obst, Joghurt und Müsli. Auf alle Fälle besser als das, was die Tankstelle im Angebot hat und auch noch billiger.

Es ist leicht neblig – so eine Art Hochnebel – als wir gegen kurz vor halb zehn losfahren.

Der Nebel begleitet uns einge Stunden, erst gegen Mittag schafft es die Sonne den Nebel aufzulösen und dann wird es schnell richtig warm.

Wir fahren zunächst parallel und manchmal sogar direkt am Mittellandkanal nach Westen.

Bei Ostercappeln verlassen wir den Kanal und biegen nach Süden ab. Eine erste Pause in Hitzhausen an einem netten Pausenplatz. Irgendjemand kümmert sich liebevoll darum. Wir finden einen eingegrabenen Eimer mit Getränken, bei denen man sich gegen eine Spende bedienen kann.

Osnabrück ist danach schnell durchquert und dann wird es für uns Flachdeutsche erstmal richtig anstrengend. Die Steigung in Holzhausen auf dem EV3 bzw D7 können wir nicht durchfahren, aber auch andere Radler tun es uns gleich uns schieben dort hoch. Das Navi weist einen Wert von 7-8% aus, und die Baustelle macht das Fahren auf dem Radweg unmöglich.

Über kleine Straßen und manchmal mächtig bergan und bergab überqueren wir den Teuteburger Wald.

Die Abfahrt nach Bad Iburg ist viel zu kurz. Geplant haben wir, in Bad Iburg zu essen, aber wir finden weder ein passendes Lokal noch einen Imbiss. So irren wir ein wenig durch Bad Iburg – reichlich genervt.

Als Ersatz muss dann ein Kuchen und ein Kaltgetränk beim Bäcker am Supermarkt herhalten.

Von Bad Iburg enttäuscht machen wir uns auf den Rest der Etappe. Flachland 30 km und leichter Rückenwind lassen uns schnell vorankommen. Da morgen Sonntag ist beschließen wir in Ostbevern beim Pizza-Dienst eine kleine Pizza zu verspeisen und noch die notwendigen Einkäufe zu tätigen, damit wir genug Proviant für den kommenden Tag haben.

Unsere Unterkunft heute ist eine Ferienwohnung – na ja auf einem Bauernhof in der Nähe von Telgte.

Unser Gastgeber begrüßt uns mit dem Angebot, ein Radler bereitzustellen, was wir gerne annehmen. Die Wohnung ist okay, auch wenn sie mit allerlei (überzähligen) Sitzmöbeln im Wohnzimmer vollgestellt ist.

Bewertung Preis/Leistung der Unterkunft : 3-

Tagesdaten :

Distanz 104,2 km
Geschwindigkeit 15,6 km/h
Anstieg 608 m

 

Sommertour 2024 – Tag 4

Sommertour 2024 – Tag 4

Von Telgte nach Essen ins Ruhrgebiet

Heute führt uns unsere Etappe über rund 107 km von Telgte über Drensteinfurt über Weren und den Nordrand des Ruhrgebietes an den Dortmund-Ems-Kanal und weiter über Herne und Gelsenkirchen nach Essen. eunser heutigs Ziel ist die alte Zeche “Zollverein” in Essen.

Diese Tour bei Relive.

Heute ist wieder Selbstversorgung angesagt. Klar, in einer Ferienwohnung gibt es vom Gastgeber kein Frühstück. Aber wir haben ja gestern noch eingekauft und sind somit vorbereitet. Heute ist zudem Sonntag.

Abfahrt ist wiederum gegen 9:30 Uhr. Das Wetter ist erste Sahne, blauer Himmel, noch ist keine Wolke zu sehen und der Wind ist auch noch nicht aufgewacht.

Nach gut 3 km erreichen wir Telgte, überqueren die Ems, finden einen Bäcker der geöffnet hat. Heute ist Muttertag – da gibt es dicke Torte aber kein Gebäck, das wir gut mitnehmen können. Die Innenstadt schläft noch oder ist damit beschäftigt, den Flohmarkt aufzubauen. Wir fahren weiter.

In Wolbeck finden wir beim Supermarkt den wohl einzigen Bäcker im Ort, der heute geöffnet hat – und das auch nur, weil wir einen Passanten ansprechen. Schnell sind die notwendigen Sachen gekauft und wir können weiterfahren.

Kurz hinter Wolbeck verlassen wir für einige Zeit die Lanstraße und folgen dem Lauf der Werse.

In der Ferne ragen Funkmasten auf. Wie sich später herausstellt gehören die zur Funksendestelle Albersloh der Luftwaffe.

Die Fahrt an der Werse ist schön, keine Autos, ein guter wenn auch sandiger Weg. Wir folgen dem Lauf für rund 5km und gehen dann zurück auf die Landstraße, die hier einen guten Radweg hat.

Ein bischen kniffelig wird es ind Drensteinfurt, der Weg am Bahnhof ist nicht so ganz leicht zu finden. Aber hier merkt man sehr deutlich die Nähe zu Münster. Am Bahnhof sind jede Menge (auch überdachte) Fahrradstellplätze.

Kurz hinter Herbern machen wir einen kleinen Abstecher durch den Golfclub und zum Schloss Westerwinkel. Nur mal so von Außen hinschauen:

Hinter Herbern wird es dann etwas hügeliger, ich habe die Route nach den Radfernweg FIS A5 gelegt. Vermutlich wäre der Weg an der Lippe entlang nicht so hügelig gewesen, aber hinterher ist man immer Schlauer. Dass wir nun im Ruhrgebiet angekommen sind, merken wir spätestens in Waltrop. Eine lange Straße und es geht lange die Strecke bergan, nur einen Fahrradweg gibt es nicht. Auf der Straße ist viel Verkehr, der Fußweg zwar freigegeben, aber auch nicht zu fahren, da von Baustellen blockiert.

Schön und erholsam wird es am Dortmund-Ems-Kanal.

Gemütliches Radeln entlang des Kanals – Abschnittsweise auch mit leichtem Rückenwind. Ein kleiner Abstecher zum alten Schiffshebewerk in Henrichenburg. Aber da wir der Anlage keinen Besuch abstatten wollen können wir leider von Außen nicht viel sehen.

In Heinrichburg verlassen wir den Rhein-Herne-Kanal, wechseln auf die andere Kanalseite und fahren bis zum Emscherland 2020, dort sollte es zurück an den Kanal gehen, aber die Brücke ist gesperrt, die Umleitung führt uns in die Irre. Notgedrungen folgen wir der Emscher ein Stück und ich versuche das Nacvi einen neuen WEg zu berechenen. Das klappt auch und wir kommen über kleine Straßen zurück an den Kanal. Hier schaut es fast so aus wie am Dortmund-Ems-Kanal, die Ausschilderung weist wieder in Richtung Schiffshebewerk und ich vermute, dass wir irgendwie im Kreis fahren. Die Nachfrage eines Fußgängers am Kanal bringt dann die Gewissheit: Wir müssen nur in die andere Richtung.

Wir fahren weiter am Rhein-Herne-Kanal. Und machen eine kleine Pause, in der wir den letzten Kuchen vom Vormittag vernaschen.

Fast bis Gelsenkirchen können wir am Kanal entlagnfahren und in Gelsenkirchen können wir auf eine alte Bahntrasse wechseln.

Auf dieser Trasse geht es ein gutes Stück durch Gelsenkirchen, durch den Consolpark mit seinem alten Fördertum.

Dann noch ein Stück durch Gelsenkirchener Wohngebiete – meist ohne Radinfrastuktur – es geht so, bis wir dann beim Revierpark Nienhausen auf die alte Bahnstrecke zur Zeche Zollverein stoßen und diese zur alten Zeche folgen.

In Essen ganz in der Nähe haben wir über AirBNB eine kleine Wohnung für eine Nacht mieten können. Preislich top – Ausstattung sehr gut – Nähe zur Zeche ? Wir können zu Fuß dorthin.

Die Bilder zum Zechenbesuch in der Galerie. Ich kann nur sagen : Es lohnt sich und man sollte mehr Zeit einplanen, um sich noch mehr über das Leben der Menschen in und mit der Zeche zu informieren.

Bewertung Preis/Leistung der Unterkunft : 2

Tagesdaten :

Distanz 106,8 km
Geschwindigkeit 16,7 km/h
Anstieg 411 m

 

Sommertour 2024 – Tag 5

Sommertour 2024 – Tag 5

Von Essen über den RS1 durch’s Ruhrgebiet und am Rhein entlang bis nach Köln

Heute führt uns unsere Etappe über rund 113 km von Essen quer durch das Ruhrgebiet bis an den Rhein bei Duisburg und dann weiter den Rhein hinauf bis nach Köln.

Diese Tour bei Relive.

Nach einer guten Nacht in der kleinen Wohnung direkt an der Zeche Zollverein, nutzen wir die Möglichkeit noch vor unserem Frühstück beim Supermarkt nebenan das Notwendige einzukaufen. Viel brauchen wir nicht.

Heute kommen wir sogar noch etwas eher los als die vergangenen Tage. Zunächst führt uns unsere Fahrt noch mal durch das Zechengelände und an der alten Kokerei vorbei.

Der Abstecher muss sein, und wenn man sich vorstellt, dass alles hier früher vermutlich rabenschwarz vom Kohlenstaub war. Ja, so richtig kann ich mir das nicht vorstellen. Heute sieht alles schön herausgeputzt und sauber aus, das war vor 40 Jahren sicher noch ganz anders.

Wir lassen die Zeche hinter uns, fahren noch ein paar km durch das Stadtgebiet von Essen, vorbei an der Universität Duisburg Essen und dann biegen wir auf den RS1. Dieser Radschnell führt von Essen bis Mühlhausen.

Leider ist dieser tolle Radweg in Mühlheim abrupt zu Ende; wir müssen uns durch die Städte Mühlheim und Duisburg quälen. Fahrradinfrastuktur Fehlanzeige.

Endlich erreichen wir den Rhein und die Rheinbrücke in Duisburg.

Wir machen am Rhein, bevor wir über den Rhein fahren erstmal Pause, danach fahren wir über den Rhein.

Danach geht es am Rhein entlang. Die Wege sind recht gut, nur müssen wir immer wieder Industrie- und Hafengebiete durchqueren: Rheinhausen (Logport), Chempark Krefeld, Rheinhafen Krefeld, Hafen Neuss, Industriegebiet Zinkhütte Stürzelberg, Chempark Dormagen, Ford-Werke in Köln. Das macht nicht so richtig viel Spass, immer wieder müssen wir uns den Weg zwischen LKW, Güterbahnen und Industriegebäuden suchen. Viel Platz für den Radverkehr ist hier nicht. Entspanntes Radeln am Rhein sieht anders aus. Na ja, wir wollen nach Köln – für uns ist das mehr eine Strecke die wir hinter uns bringen müssen, denn der schöne Teil der Tour wird rheinaufwärtz und dann an der Mosel sein.

In Köln ist dann der Rheinradweg gesperrt, also wieder durch den Stadtverkehr. Das Ziel ist ganz nah, aber wie kommen wir da hin ? Um über die Gleise der Straßenbahn im Bereich des Kölner Zoos zu gelanden müssen wir mit den Rädern über die Fußgängerbrücke, also mit dem Rad in den Fahrstuhl, hinauf auf die andere Ebene, über die Gleise und dann auf der anderen Seite wieder hinunter. Wir sind für einen Nacht Gäste in der Jugendherberge Riehl, bekommen Doppelzimmer wie im Hotel, ein tolles Abendbrot und einen Abendspaziergang am Rhein.

Am Abend dann hören wir die Wettervorhersage für das Saarland und auch für die Mosel bei Trier. Uns ist klar, dass wir umplanen müssen. Dorthin in den Dauerregen und die vorhergesagten Überschwemmungen zu fahren ist nicht sinnvoll. Wir sagen die schon gebuchten/angefragten Übernachtung ab und entschließen uns von Köln auch nach Westen abzubiegen.

Drei Tage später – wir wären irgendwo zwischen Trier und Luxemburg – sehen wir das Ausmaß des Regens in der Tagesschau: Die Stadtautobahn in Saarbrücken steht bis zu einem Meter unter Wasser, die Saar ist über alle Ufer getreten.

 

Bewertung Preis/Leistung der Unterkunft : 2

Tagesdaten :

Distanz 106,8 km
Geschwindigkeit 16,6 km/h
Anstieg 362 m

 

Sommertour 2024 – Tag 6

Sommertour 2024 – Tag 6

Von Köln durch das Rheinische Revier nach Hückeshoven.

Gestern haben wir noch lange darüber nachgedacht, wie es aufgrund der bevorstehenden Wetterlage weitergehen soll. Für den Bereich Saarland, Rheinland-Pflaz und Mosel ist viel Regen angesagt. Wir haben uns daher entschieden, nicht weiter in die Richtung zu fahren und haben die zum Teil schon gebuchten Übernachtungen wieder abgesagt.

Es mußte also eine Alternative gefunden werden. Auch im Rhein-Main-Gebiet wurde viel Regen angesagt und so schied auch die östliche Alternative aus. Wir entschlossen uns, nach Westen zu fahren.

Diese Tour bei Relive.

Das Frühstück in der Jugenherberge haben wir in einem extra Raum für die Gäste der fünften und sechsten Etage bekommen. Die Schulklassen hatten einen anderen Bereich und in entspannter Atmosphäre früstückten wir. Gegen 9:30 waren wir abfahrbereit.

Ein kleines Stück noch am Rhein entlang, den Dom immer am Horizont.

Für die Stadtdurchqerung von Köln hatte ich einen Weg überwiegend durch Grünanlagen gewählt so dass das Fahren recht angenehm war und als wir den Sportpark Müngersdorf mit dem Stadium des 1 FC Köln erreichten, hatten wir Köln dann auch schon hinter uns gelassen.

Weiter ging es entlang der Landstraße, bis wir bei Horrem auf den Erft-Radweg wechseln. An der Erft mal auf Asphalt, mal auf Schotter folgen wir dem Verlauf der Erft, die wir Tags zuvor in Neuss bei ihrer Mündung in den Rhein schon einmal überquert hatten.

Der Erft folgen wir bis Bedburg und folgen dann der Kastere Mühlenerft bis nach Alt Kaster.

Hier soll es eine Burg-Ruine geben. Wir finden sie auch – aber irgendwie ist das nicht das, was wir uns vorgestellt haben. Auch können wie keinen weiteren Hinweis oder Zugang zu der Anlage entdecken – Schade.

Nun denn – für uns geht es nun weiter nach Jackerath. In der Nähe liegt der Braukohlentagebau Garzweiler 2. 

Es ist schon gewaltig, wie diese Landschaft durch den Menschen verändert wird.

Noch knapp 25 km bis zu unserem heutigen Ziel. Wir haben ein kleines Appartment in Hückelhoven für die Nacht gemietet. Frühstück wird es keins geben und so füllen wir unterwegs noch mal die Vorräte auf. Der heutige Tag war recht warm (bis zu 28°C) und so richtig Lust haben wir daher nicht mehr abends groß was zu unternehmen. Außerdem müssen wir den nächsten Tag und die nächste Unterkunft planen und finden.

Bewertung Preis/Leistung der Unterkunft : 3+

Tagesdaten :

Distanz 78,9 km
Geschwindigkeit 15,8 km/h
Anstieg 325 m

 

Sommertour 2024 – Tag 7

Sommertour 2024 – Tag 7

Von Hückeshoven entlang der Maas nach Blitterswijk .

Das Wetter ändert sich, war es gestern warm und die Sonne schien von einem blitzblauem Himmel, so ist es heute bedeckt, grau in grau und nachmittags soll noch Regen aufkommen.

Gestern haben wir in B&B in Holland in Blitterswijk gefunden – das wird heute unser Ziel sein. Von Hückeshoven fahren wir über Roermond an die Maas und dann der Maas folgend über Venlo zu unserem Ziel.

Diese Tour bei Relive.

Die Grenze zu den Niederlanden ist schon nach etwa 11km erreicht, der Grenzübergang ist kaum als solcher zu erkennen. Ein blaues Schild mit der Aufschrift “Nederland” ist der einzige Hinweis.

Nur die Straßen werden besser und die Radinfrastuktur ändert sich schlagartig.

Die Radinfrastruktur in Holland ist halt einfach toll. Keine Buckelpisten, meist vom PKW- und LKW-Verkehr getrennte Radinfrastruktur. Radwege ohne größere Schäden (fast keine Wurzelaufbrüche) und das Schild “Radwegschäden”, das in Deutschland gerne bei Radwegen aufgestellt wird, gibt es hier nicht.

Wir folgen weitgehend der “Maas-Route” immer Richtung Norden.

Und bei Kessel wechseln wir per Fähre auf die andere Seite der Maas.

Auffallend in Kessel sind die vielen großen gebäude am Ufer der Maas z.B. das Villa Oeverberg und gleich nur wenige Häuse weiter die alte Festung “Kasteel Keverberg

Wir folgen der Maas weiter bis nach Venlo, die Stadtdurchfahrt ist unspektakulär, was nicht heißt, dass sie nicht bemerkenswert ist. Wir haben kaum Ampeln auf unserem Weg. In den Außenbereichen der Stadt geht der Radweg in den F167 über – oder sind wir schon seit der Innenstadt auf diesem Radweg?

Schnurgerade auf glattem Asphalt fahren wir dahin. Leichter Gegenwind hindert nicht daran deutlich mehr als 20km/h zu fahren. Auf den nächsten knapp 12 km haben wir fast keine Kreuzung, müssen nur einmal die Bahngleise kreuzen, Autobahnen und andere Straßen werden kreuzungsfrei untertunnelt.

Danach geht es entlang kleinere Straßen auf guten Radwegen nach Blittersvijk.

Bittersvijk ist nur ein kleiner Ort. außer einigen Häusern, dem B&B und einer Kneipe gibt es nicht viel dort. Das B&B ist schnell gefunden – wir machen einen Abstecher zur Kneipe, lassen uns einen Kuchen und ein heißes Getränk bringen – genießen es draußen zu sitzen und den Kuchen zu verzehren, als es langsam anfängt zu tröpfeln. Wir beenden unser Kaffetringen, fahren zum B&B, werden sehr freundlich aufgenommen, können dort eine  Küche und andere Räume mitbenutzen. Kaum sind wir in unserem Zimmer fängt es richtig an zu regnen. Wie gut, dass wir nicht mehr unterwegs sind. Ein weitere Gast, der auch mit dem Fahrrad unterwegs ist, kommt mehr als nass etwa eine halbe Stunde später an.

 

Bewertung Preis/Leistung der Unterkunft : 2+ (oder besser)

Tagesdaten :

Distanz 83,6 km
Geschwindigkeit 18,0 km/h
Anstieg 126 m

 

Sommertour 2024 – Tag 8

Sommertour 2024 – Tag 8

Von Blitterswijk nach Arnheim.

Nach einem echt gutem und reichhaltigem Frühstück nehmen wir Abschied von Blitteswijk.

Auch heute folgen wir zunächst der Maas weiter nach Norden, fahren dann teilweise durch Nijmegen, und fahren dann in einem Weiten Bogen nach Westen bis nach Arnheim.

Diese Tour bei Relive.

Die Strecke ist mit nur rund 80 km heute eher kurz, was in erster Linie der Wettervorhersage geschuldet ist. Am Nachmittag soll es regnen. Als wir losfahren ist der Himmel grau und daran ändert sich auch die meiste Zeit wenig. Erst gegen Mittag wird die Sonne durchkommen, ehe es dann am Abend wie vorhergesagt regnen wird.

Wir fahren parallel auf kleinen Straßen mit nur wenig Verkehr parallel zur Maas. Abschnittsweise auch auf Deichen, die dann eine Fietspad haben.

In Cuijk biegen wir dann auf den F73 ein, dem wir bis in die Randgebiete von Nijmegen  nutzen werden. Auch dies ist wieder ein super ausgebauter Radweg, auf dem wir schnell voran kommen.

Glatt, breit und in einem super Zustand. Bei Mook queren wir auf einer extra Fahrradbrücke die Maas, die wir dann auch nicht weiter begleiten.

Dannach geht es auf dem F37 weiter. Der Weg führt hier abseits der Straßen durch den Wald, was der Strecke aber gut tut. Überall im Wald beginnen die Rhododendren zu blühen.

In Nijmegen dann das schon bekannte Zeichen, dass die Autofahrer auf der Fahrradstraße nur Gäste sind; Parken mit PKW/LKW auf öffentlichen Grund ist in Holland wohl nicht gestattet, denn das sehen wir nur ganz selten. Meistens sind die Fahrbahnen frei von parkenden Fahrzeugen

Und nur in markierten Bereichen parken Fahrzeuge. In Nijmegen wechseln wir dann von der F73 auf die F173b, die uns nahezu kreuzungsfrei wieder aus der Stadt herausbringt. Große Verkehrsknotenpunkte werden in Holland einfach untertunnelt.

Wenn wir den weiten Bogen nicht gemacht hätten, dann hätten wir in Nijmegen von der F73 auf die F325 wecheln können. Beide F-Radwege bringen Radfahrer schnell vom Süden durch die Stadt nach Norden bzw. anders herum. Wir haben den weiteren Bogen gewählt, denn das Wetter hält sich noch, und erst auf der halben Strecke zwischen Nijmegen und Arnhem beigen auch wir auf den F325 ein.

Besonders gelungen finde ich die Straßen- bzw Radweglaternen, die oben als Kettenglieder ausgebildet sind.

Nun noch kurz über Nederrijn (Niederrhein) und wir sind im Stadtzentrum von Arnheim. Auch unser Hotel ist mitten in der City.

Einchecken können wir noch nicht, denn wir sind viel früher in Arnhem als geplant, aber die Fahrräder können wir schon in der Garage des Hotels in einem Raum sicher einstellen, unser Gepäck können wir hinter der Rezeption einstellen, und so machen wir uns schon mal zu Fuß auf in die Stadt. Die Stadt ist schön. Besonders ist, dass die Innenstadt sowohl Auto- als auch Fahrradfrei ist. Viele Restaurants, Bars etc sind in der Innenstadt zu finden, da werden auch wir sicherlich später das richtige zum Abendbrot finden.

Als wir etwa eine Stunde später wieder zum Hotel kommen, ist unser Zimmer fertig, wir können uns frisch machen und brechen dann zu einem ausgedehnten Stadtbummel auf.

Kurz nachdem wir nach dem Abendessen wieder im Hotel angekommen sind, verfinstert sich der Himmel und kurze Zeit später gibt es das angekündigte Gewitter.

 

Bewertung Preis/Leistung der Unterkunft : 2-

Tagesdaten :

Distanz 77,8 km
Geschwindigkeit 18,7 km/h
Anstieg 352 m

 

Sommertour 2024 – Tag 9

Sommertour 2024 – Tag 9

Von Arnheim nach Almelo.

Heute werden wir über rund 95 km immer nach Nord-Osten fahren. Ziel ist ein B&B etwas außerhalb von Almelo. Wetter ? Na ja, Wind ? er kommt uns entgegen.

Diese Tour bei Relive.

Das Frühstück im Hotel ist gut – es gibt alles, was das Herz begehrt. Die Atmosphäre ist wie in jedem großen Hotel – anonym halt. Wir sind wieder vor halb 10  auf dem Rad. es geht einmal quer durch Arnhem, was aber bei der Radinfrastruktur keine Herausforderung ist.

Schnell sind wir draußen und heute haben wir zum ersten mal in Holland den Eindruck, dass wir nur am km-Reissen sind, gilt es doch nur von A nach B zu kommen. Unterwegs ist wenig aufregendes, das Wetter ist grau in grau, die Temperaturen nur mäßig, so dass wir manchmal überlegen, mehr anzuziehen.

Auch in Almelo fahren wir wieder einen F-Radweg, den F35.

Unser B&B Sagaland liegt außerhalb von Almelo und außerhalb des kleinen Ortes Harbrinkhoek. Leider kommen wir auf der Route nicht an einem Supermarkt vorbei. Unser Wunsch, noch was für das Abendessen einzukaufen, führt dazu, dass wir eine unfreiwillige Tour durch Almelo fahren.

Am B&B werden wir herzlich empfangen, bekommen einen Kaffee/Kakao und ein kleines Stück Kuchen zur Begrüßung. Toll – nette Geste. Auch wenn wir heute keine 100km gefahren sind, haben wir keine Lust, noch groß was zu machen, dafür ist das B&B zu weit außerhalb. Nach uns kommen noch vier weitere Radler, die auf Pfingstour mit Pedelecs unterwegs sind. Nach run d80km Pedelec ist noch genug Energie im Akku, um noch nach Almelo zum Essen zu fahren.

 

Bewertung Preis/Leistung der Unterkunft : 2

Tagesdaten :

Distanz 93,1 km
Geschwindigkeit 17,7 km/h
Anstieg 495 m

 

Sommertour 2024 – Tag 10

Sommertour 2024 – Tag 10

Von Almelo nach Rhede an der Ems.

Für uns heißt es nun: Nach Hause fahren. Heute liegen rund 110 km vor uns, meist fahren wir parallel zur deutsch-niederländischen Grenze nach Norden.

Diese Tour bei Relive.

Im B&B gibt es ausgesprochen schönes Frühstück – Holländisch mit viel süßem Brot, Streusel dürfen auch nicht fehlen. Kurz nach halb 10 nehmen wir Abschied ud brechen auf, das Wetter ist besser als gestern, die Laune auch, wenn der Himmel nicht grau in grau ist, sondern die Sonne immer mal wieder durch die Wolken hindurchscheint.

Und immer wieder überrascht uns die niederländische Art, den Straßenraum aufzuteilen:

2/3 für Fahrräder und 1/3 für den restlichen Verkehr; in Deutschland unvorstellbar.

Wir treten un die Pedale, der Wind ist heute zu Begin nicht so stark wie gestern, wird aber im Luafe des Vormittags immer stärker und böig. Es nervt ein wenig, aber wir kommen dennoch gut voran. Abschnittsweise erreichen wir nicht mal mehr die 20km/h.

Nach rund 95 km erreichen wir die Grenze bei Bourtange. Je dichter wir zur Grenze kommen, desto schlechter wird auch auf niederländischer Seite schon mal die Radinfrastruktur. Na ja, dann fällt der Übergang auf deutsche Verhältnisse leichter.

Bild 1 Blick von NL nach D, Bild 2 Blick zurück von D nach NL, die Grenze ist nicht wirklich zu erkennen.

Rhede ist schnell erreicht. Das Hotel hatten wir gestern nur telefonisch gebucht – alles okay, für die Fahrräder gibt es einen abgeschlossenen Raum, in dem sicher 20 Fahrräder untergestellt werden können. Das Zimmer ist okay, groß und sauber.

Es ist Pfingssamstag, für morgen und übermorgen müssen wir uns noch mit Proviant und Getränken eindecken. Angenehm überrascht sind, wir, dass es in Rhede auch eine Supermarkt gibt. Den hatten wir bei unsere Recherche gestern nicht entdeckt. Das spart uns die Fahrt nach Papenburg oder Dörpen.

Bewertung Preis/Leistung der Unterkunft : 2

Tagesdaten :

Distanz 109 km
Geschwindigkeit 19,3 km/h
Anstieg 407 m

 

Sommertour 2024 – Tag 11

Sommertour 2024 – Tag 11

Von Rhede an der Ems an die Weser.

Es geht heimwärts, die Stecken werden immer bekannter. Heute über knapp 110km von der Ems bis an die Weser. eigentlich hätten wir gerne wieder im “König von Griechenland” übernachtet, aber der König ist vermutlich auch im Pfingsurlaub. Zumindest werden keine Zimmer angeboten und so ist unser heutiges Ziel Rodenkirchen an der Weser.

Diese Tour bei Relive.

Nach einem normal guten Frühstück im Hotel in Rhede brechen wir auf – immer Richtung Nord-Ost, dem Wind entgegen. Erst nur mäßig, später dann zunehmend und böig. Nicht schön zu fahren.

Unser Tour geht heute über Papenburg – das wir nur am westlichen Rand streifen, nach Norden in Richtung Leer. Kurz hinter Papenburg machen wir die 1000 km dieser Tour voll

Ab Leer geht es dann in östlicher Richtung über Velde (einen Teil der Strecke bin ich in entgegengesetzter Richtung auf der Amsterdam-Tour 2022 gefahren) Richtung Westerstede. Diesmal fahren wir nur in andere Richtung.

Je näher wir an Westerstede kommen, desto mehr Rhododendren sehen wir. Manchmal über 4m hoch stehen sie in voller Blüte.

Und der Wind wird immer mehr. Nach 108 km erreichen wir das Hotel in Rodenkirchen. Es ist alt, die Zimmer sind genauso alt. Der Eingang zu den Hotelzimmern könnte mal gefegt und gereinigt werden, aber das Zimmer zumindest ist sauber. Ingesamt macht es aber eine lieblosen Eindruck. Vermutlich machen die Betreiber das noch so lange wie sie es körperlich können, aber investieren werden sie vermutlich nichts mehr in das Haus. Das Frühstück am nächsten Morgen ist sehr einfach gehalten. Für den Preis von annähernd 100€ ist die Leistung nicht angemessen.

Wir machen einen Rundgang durch die Stadt, beim Bäcker gibt es auch Eis, und der Bäcker hat auch noch offen – es ist Pfingstsonntag und fast 17:00 Uhr. Kurz vor Schluss können wir noch ein Eis erstehen und genießen es an einem der vor der Bäckerei aufgestellten Tische. Lecker.

Der Ort wirkt an einem Sonntag nachmittag wie ausgestorben. Auf dem Rundgang entdecken wir einen Lieferservices, der auch Vor-Ort-Speisen anbietet – Pizza am Abend – in der Ferne fängt es an zu Grummeln. Kurz nachdem wir im Hotel ankommen beginnt ein ordentliches Gewitter.

 

Bewertung Preis/Leistung der Unterkunft : 3-

Tagesdaten :

Distanz 108 km
Geschwindigkeit 19,9 km/h
Anstieg 352 m

 

Sommertour 2024 – Tag 12

Sommertour 2024 – Tag 12

Von Rodenkirchen nach Hemmor.

Heute geht es auf dem Weserradweg nach Cuxhaven und weiter auf dem Elbe-Radweg nach Hemmoor. Etwa 100 km liegen vor uns.

Diese Tour bei Relive.

Wie gestern schon geschrieben ist das heutige Frühstück recht einfach. Für uns heißt es erstmal linksseitig der Weser nach Nordenhamm zu fahren. Es geht vorbei am KKU (Kernkraftwerk Unterweser).

Leider ist die Weserfähre gerade weg – sie hat schon abgelegt, als wir ankommen. Also müssen wir 40 min warten. Leider fährt heute nur eine Fähre.

Die Weserfähre und den anschließenden Weserradweg sind wir auch schon auf der Herbsttour 2022 gefahren. In diesem Fall hätten wir den Vorschlag für die Route durch Bremerhaven nicht annehmen sollen, führt er uns doch durch den Hafen und das Schifffahrtsmuseum. Es sind zwar schöne alte Schiffe zu sehen,

aber in Ermangelung von Radwegen kommen wir nur bedingt schnell voran, zudem ist eine der Hafenbrücken gerade hochgeklappt, was uns zu einer weiteren Staupause zwingt.

Da heute Feiertag ist, ist der Weg durch den Überseehafen von Bremerhaven heute nahezu auto- und 100% LKW-frei. Toll, so können wir auf der Fahrbahn fahren, ohne von LKW’s an den Rand gedrängt zu werden.

Und dann haben wir Bremerhaven auch schon hinter uns, und vor uns liegt die Pause am Deich und der freie Blick auf Weser und Nordsee.

Bewertung Preis/Leistung der Unterkunft : 3-

Von nun an geht es immer am Deich entlang nach Norden. Zwischendurch ein paar kleine Orte, Dorum-Neufeld, Cappel-Neufeld, Spieka-Neufeld, überall viele Touristen, die am Pfingstmontag sich mit Wohnmobilen und Campinganhängern wieder auf die Heimreise machen.

Kurz vor Cuxhaven zieht sich der Himmel zu, wir verlassen diesmal die Weser-Radweg in Berensch und fahren nicht bis zur Kugelbake. Unterwegs dann ein Anruf auf dem Handy, unsere Gastgeberin informiert uns, dass sie nicht da ist und wie wir über den Schlüsslesafe hineinkommen können. Danke. Am Rande von Cuxhaven dann der erste Schauer. Wir finden rechtzeitig Unterschlupf bei einem Motorrad-Händler im Industriegebiet.

Ein Stück geht es dann an der Elbe entlang, am Himmel immer mal wieder dunkle Wolken, aber noch sind wir vom Regen verschont.

In Otterndorf verlassen wir dann wieder den Elbe-Radweg und fahren über kleine Straßen nach Hemmor. Unterwegs noch ein Schauer, und eine Bushaltestelle, die uns trocken hält. Hemmor ist dann nach 113km erreicht – für heute ist genug. Wir bestellen uns Nudeln beim örtlichen Lieferdienst direkt in das B&B. Kein Problem.

 

Bewertung Preis/Leistung der Unterkunft : 3 : Leider gab es kein Frühstück

Tagesdaten :

Distanz 113 km
Geschwindigkeit 18,9 km/h
Anstieg 386 m

 

Sommertour 2024 – Tag 13

Sommertour 2024 – Tag 13

Von Hemmor nach Geesthacht.

Letzter Tag der Sommertour : 116km strammer Gegenwind.

Diese Tour bei Relive.

In der Pension gibt es leider kein Frühstück (mehr). Also muß morgens erstmal eingekauft werden, denn unsere Vorräte sind aufgebraucht. Müsli, Obst Joghurt und Gebäck für unterwegs gibts beim nahen Supermarkt.

Unser Frühstück ist zwar einfach, aber es gibt die nötige Kraft für die vor uns liegenden km – und die werden wir bitter nötig haben.

Der Wind lebt sehr früh auf, in der Nacht hat er von Nord auf Ost gedreht – für uns heißt das, er kommt mit bis zu 6 Windstärken uns entgegen. Abschnittsweise fahren wir nur noch so 16-17 km/h. Mehr geht einfach nicht. Stumpf treten wir die km hinunter.

Entlang der B73 geht es über Himmelpforten nach Stade, eine kurze Pause kurz hinter Stade. Wir haben grad mal 32 km geschafft, aber Lust haben wir keine mehr, so sehr nervt uns der Wind.

Hilft aber nix. Mühsam fahren wir durch das Guderhandviertel und Jork Richtung Elbe. Pedelecfahrer ziehen mühelos an uns vorbei. Vor Cranz dann Straßensperrung und Umleitung.

Irgendwann ist Hamburg erreicht. Der Weg durch den Neuenfelde, Moorburg und den Hafen ist immer noch genau so schlecht wie vorher, enge Straßen, viel Verkehr – Hamburg hat uns wieder. Im Bereich der neuen Kattwyk-Brücke ist es kurzfristig besser – hier ist auch neue Radinfrastruktur.

Wir kommen nur langsam durch den Hafen, der Wind steht uns immer noch entgegen – und Lust haben wir schon gar nicht mehr. Knapp 80 km haben wir erreicht, als wie die alte Elbbrücke der Süderrelbe erreichen.

Noch rund 35km bis nach Hause – und immer noch der Wind von vorne. Das wird auch so bleiben bis wir in Geesthacht ankommen. 1334 km haben wir dann insgesamt zurückgelegt.

 

Tagesdaten :

Distanz 116 km
Geschwindigkeit 18,5 km/h
Anstieg 490 m

 

Wir haben es getan ….

Wir haben es getan ….

In den vergangenen fast 10 Jahren sind  wir nahezu alle tollen Radwege zwischen Flensburg und dem Main und zwischen der holländischen Nordsee und der Oder gefahren. Und die schönen Radwege scheinen , zumindest für uns als Norddeutsche,  alle mehr oder weniger südlich von uns zu liegen.  Okay, Holland hat schöne Radwege aber meistens ist das Land doch sehr flach und ein wenig fehlt die Abwechslung für das Auge.

Zurückblickend bleibt festzustellen, dass wir schöne Touren, herrliche Ausblicke und schöne Erlebnisse auf unseren Touren hatten, und nein, wir werden nicht mit dem Radreisen aufhören. Doch wir haben auch festgestellt, dass wir an manchen Stellen auch an unsere Grenzen kommen: Mit dem Liegerad an der Saale flußaufwärts am Speichersee Hohenwarte oder auch den Ruhrtalradweg hinauf nach Winterberg zeigte uns, dass das Liegerad – insbesondere mit Gepäck – für solche Touren nur bedingt geeignet ist.

Wir haben also überlegt, wie es weitergehen wird und soll. Auf die Radreisen wollen wir nicht verzichten, die Liegeräder mit e-Unterstützung nachzurüsten würde mit dem ADD-e zwar gehen, aber wir waren uns nicht sicher, ob die Investition hält, was wir uns versprechen, zumal der Akku doch eher klein ist, Liegeräder zumal den Wolf gibt es zwar auch als Pedelec, aber die würden wir nur für die Radreise nutzen und haben wir auch nicht den Platz noch zwei Räder unterzustellen.

So kamen wir auf die Idee, unsere Stadträder, die wir auch noch haben und für den täglichen  Weg zur Arbeit nutzen, gegen reisetaugliche Pedelecs auszutauschen. Eigentlich etwas, was wir nie wollten, waren wir doch auch in gewissem Sinne stolz, dass wir unsere Fahren allein mit Muskelkraft absolvieren konnten. Aber wir haben es getan.

Ende Juni haben wir unsere reisitauglichen Pedelecs erhalten und zunächst vorwiegende für die Fahrt zur Arbeit und auch mal für eine Fahrt zum Einkaufen genutzt.

Um nun aber auch mal die Langstreckentauglichkeit der Räder und unseres Sitzfleisches zu testen sind wir nun eine 110km lange Tour gefahren. Überwiegend haben wir den ECO-Modus genutzt und nur bei Steigungen in Lauenburg und Boizenburg für die Steigung dann den TOUR-Modus.

Die Strecke führte über Lauenburg und Boizenburg nach Neuhaus, bei Darchau haben wir die Elbseite gewechselt

Fähre Darchau

und sind dann über Bleckede ( ein Bieber für 2x 4€)

Biospharium Elbtalaue

Schloss Bleckede

Blick vom Turm

Auf dem Turm

und Lüdersburg und Echem wieder nach Geesthacht gefahren

Die Strecke ist ähnlich zu unserer 85km Strecken über Bleckede, nur halt rund 30 km länger. Wir haben uns bewußt dafür entschieden, möglichst im ECO-Modus zu fahren, um auch mal zu testen, wie weit denn die Unterstützung reichen würde. Lediglich die letzten 30 km sind wir dann im AUTO-Modus gefahren. Wir hätten die Tour auch ohne in Bleckede 10%-Punkte nachzutanken durchfahren können.

Pegel bei Artlenburg

Zusammenfassend läßt sich sagen, dass

  • Die Räder voll langstreckentauglich sind, unsere Gesäße aber wohl noch einige Touren benötigen um sich daran zu gewöhnen
  • Wir mit überwiegend im ECO-Modus etwa so kaputt waren wie nach einer Liegerad-Tour gleicher Länge.
  • uns am nächsten Tag der Muskelkater an einigen Muskeln erwischte. Vermutlich brauchen wir die Musklen nicht so sehr auf dem Liegerad.
  • Treppensteigen und Runtergehen am nächsten Tag nicht so schön ist.

Wir werden weiterhin mit dem Liegerad ohne Motor unterwegs sein,  für die Radreisen – wenn sie nicht nur an einem Fluss oder im Flachen stattfinden, können wir nun auch die Pedelecs einsetzen. Tagestouren hier in der Umgebung werden wir weiterhin mit der Liege machen.

Zweite Popometer-Tour

Zweite Popometer-Tour

Heute haben wir unsere zweite größere Test-tour mit dem Pedelec unternommen. Irgendwie wünsche ich mir nach spätestens 60km dann mein Liegerad, fängt doch das Popometer langsam an Alarm zu schlagen. Aber nicht nur wie beim Liegerad so kann man auch bei unsere Pedelecs jede Menge einstellen, so dass einem

  • die Hände nicht einschlafen
  • der Nacken nicht verspannt
  • die Sitzposition so gewählt wird, dass das Popometer nicht ausschlägt.

Noch haben wir es nicht geschafft, das Popometer nicht ausschlagen zu lassen, aber es ist deutlich besser geworden.

Unsere heutige Tour: Von Geesthacht über Handorf und Bardowick an der Ilmenau entlang nach Lüneburg bis ins Zentrum. Leider ist der Weg an der Ilmenau zwischen Bardowick und Lüneburg wohl einer Baustelle zum Opfer gefallen. So wie er sich uns heute dargestellt hat, ist er um etliches schlechter als wir ihn in Erinnerung hatten: holperig, steinig und nicht schön zu fahren.

Von Lüneburg aus ging es zunächst ein wenig durch die Stadt – die Radwege sind auch nicht wirklich als solche zu bezeichnen, und dann weiter an den Elbe-Seitenkanal. In Scharnebeck am Hebewerk machen wir eine Pause.

Danach manchen wir uns wieder auf den Heimweg, vorbei geht es am Hebewerk.

Wer mehr über das Schiffshebewerk erfahren möchte, der kann es ja mal selber besuchen.

Nach rund 70 km waren wir wieder zu Hause.

Nun denn, für die geplante Herbsttour, die wir ertmalig mit den Pedelecs fahren wollen, müssen wir wohl noch weiter trainieren.

 

Mit dem E-Bike rund um Schwarzenbek

Mit dem E-Bike rund um Schwarzenbek

Gestartet sind wir in Geesthacht und sind dann über Dassendorf nach Friedrichsruh gefahren. Immer auf dem Radweg, zunächst an der B404 und später an der L314. Reichlich Verkehr an diesem Samstag vormittag. Ab Friedrichsruh wird es dann endlich leise. Wald, ein recht guter Weg soll uns bis nach Oedendorf in der Nähe von Kassedorf bringen. Aber leider sind in den vergangenen Tage auf diesem Weg wohl auch ettliche Rückefahrzeuge unterwegs gewesen. Vermutlich mit Ketten bestückt haben sie den Weg teilweise mächtig beschädigt.

Stellenweise war das Fahren nicht wirklich möglich. Erst langsam wurde der Weg wieder besser. 

Danach ging es über kleine Straßen und landwirtschaftliche Wege größetenteils Richtung Osten.

Unterwegs sahen wir immer wieder, wie sich mächtige Wolkenberge auftürmten – aber noch harmlos. Während der Pause konnten wir auf einem Feld zwei Kraniche sehen.

Und die Wolken wurden auch immer noch dichter. Für uns ging es nun erstmal zum Schloss Wotersen.

und dann weiter über Siebeneichen und Büchen nach Hause.

77 km bei herrlichstem Wetter, manchmal von einigen dicken Wolken etwas abgeschattet.

 

Kurzer Ausflug zum “Elbe brennt”

Kurzer Ausflug zum “Elbe brennt”

Jedes Jahr einmal brennt die Elbe in Drage. Schon als kleiner Junge habe ich das Schauspiel bei meinen Großeltern in Drage bewunder. Das ist nun bald 60 Jahre her, damals bin ich als kleiner Stepke mit Laterne gelaufen und dann gab’s das Feuerwerk, und ich durfte richtig lange aufbleiben – fast wie Weihnachten.

Heute sind wir alle abgeklärter und das letzte mal waren wir wohl vor mehr als 10 Jahren beim Elbe brennt. Diesmal haben wir uns die Räder geschnappt, sind gemütlich die 10 bis 12 km an der Elbe entlang nach Neuengamme gefahren und haben uns einen schönen Platz auf dem Deich gesucht. 21:30 Uhr waren wir da, und im 22:00 Uhr ging es dann los. Leider konnten wir nicht wirklich sehen, wie die Wehren das Wasser über die bengalischen Fackeln hinweg in die Elbe spritzen und damit das Wasser rot leuchten lassen, dafür konnten wir das Feuerwerk gut sehen.

 

Und einige kurze Videos:

Abendtour mit Sonnenuntergang

Abendtour mit Sonnenuntergang

Nur mal so abends losgefahren und dann sehe ich an der Elbe im Rückspiegel das:

Die Sonne geht langsam genau hinter mir unter .

Herbsttour 2024 – Prolog

Herbsttour 2024 – Prolog

Bild von Elias auf Pixabay

Wie schon in den Vorjahren wollten wir auch in diesem Jahr wieder eine Tour im September fahren. Nachdem wir uns im Juli die Pedelecs bekommen haben, war die Absicht, damit in Zukunft auch hügelige und bergige Strecken zu bewältigen.

Da wir noch keine Erfahrungen sammeln konnten, wie sich so ein beladenes E-Bike in den Bergen fahren läßt und wie hoch der Stromverbrach ist, bzw. wie groß die Reichweite der Räder ist, haben wir uns entschieden diesmal nach Norden nach Dänemark zu fahren.

Folgendes haben wir oder ich uns vorgenommen:

  • Softeis essen in Hvide Sande oder in Ringköbing
  • den höchsten Berg in DK besuchen
  • Der kleinen Meerjungfrau in Kopenhagen einen Besuch abstatten
  • den Steinbruch in Faxe ansehen
  • die Kreidefelsen auf Mön ansehen

Unsere Tour wird daher über folgende Städte und Regionen gehen:

  • Ringköbing-Fjord
  • den höchsten (oder genauer zweithöchsten “Berg”) in Dänemark besuchen
  • Aarhus
  • Sjaellands Odde
  • Kopenhagen
  • Faxe
  • Möns Klint

Insgesamt sind für die Tour gut 17 Tage eingeplant und wir werden wohl rund 1500 km zurücklegen.

Bild von Elias auf Pixabay

Herbsttour 2024 – Tag 1

Herbsttour 2024 – Tag 1

Von Geesthacht nach Wrist.

Diese Tour bei Relive.

Gestern haben wir noch die Packtaschen gepackt. Heute ist Samstag der 7. September 2024 und wir starten das erste mal mit elektrischer Unterstützung in eine Radreise.

Es ist heute schon vor der Abfahrt recht warm und es sollen heute bis knapp 30°C warm werden.

Zunächst geht es über schon bekannte Wege nach Bergedorf, von dort weiter über die Boberger Niederungen zum Hamburger Radweg 11 “Grünes Band”. Auf ihm wollen wir Hamburg soweit möglich ohne den Hamburger Stadtverkehr durchfahren.

Aber beim grünen Band Hamburg handelt es sich leider nicht um einen schön zu fahrenden Radweg. Vielmehr ist es ein Wanderweg, der auch als Radweg genutzt werden kann, führt aber meist durch Park- und Grünanlagen und meidet Straßen. Das Vorankommen ist eher gemütlich als schnell.

Eine kleine Pause legen wir in einem Park bei km 35 ein. Leider ist der Radweg nicht gradlinig und die Streckenführung ist nicht gerade gut zu finden. In den Parks geht es meistens aber an Kreuzungen und beim Queren von Hauptstraßen verfehlen wird doch das eine oder andere Mal den richtigen Weg und fahren dann durch eine Wohnstraße, bis wir wieder auf den Track kommen.

Die kurze Strecke über den Hamburger Hauptfriedhof ist eine echte Wohltag : Kein Schotter.

Danach geht der Track einmal durch den Bahnhof Ohlsdorf, wir umfahren das lieber, und wir verlassen nun auch den Radweg Nr. 11 und fahren weiter. Der Radweg an der Flughafenumgehung ermöglicht uns ein schnelles Vorankommen. In Langenhorn verlassen wir Hamburg und sind in Norderstedt. Die Radinfrastuktur wird schlagartig schlechter. Eigentlich ist es nur nervig dieser Weg durch Norderstedt, Friedrichsgabe bis Ulzburg Süd. Hier sind die Bügel, die ein versehentliches Überfahren der Gleise so eng, gestellt, dass wir mit den bepackten Rädern nur mühsam durchkommen, indem wir das Hinterrad anheben und umsetzen.

Danach sind wird dann auch so langsam raus aus dem wuhligen Hamburg und seiner Umlandgemeinden und es geht mit leichtem Rückenwind und rund 30°C nach Wrist. Hier kaufen wir für den Abend und den morgigen Sonntag ein. Unsere Unterkunft ist ein Zimmer in einem Dorf rund 5km von Wrist in Quarnstedt, wo wir herzlich aufgenommen werden. Das Zimmer befindet sich im alten Bauernhof. Es gibt außerdem ein Gemeinschaftsbad und eine Gemeinschaftsküche, so dass wir bestens versorgt sind.

Tagesdaten :

Distanz 95 km
Geschwindigkeit 20,9 km/h
Anstieg 301 m

 

Herbsttour 2024 – Tag 2

Herbsttour 2024 – Tag 2

Von Wrist nach Silberstedt.

Diese Tour bei Relive.

Kurz nach halb zehn – wir haben gut gefrühstückt, einen kleinen Plausch mit dem anderen Gast im “Kuhblick” gehabt – sind wir abfahrbereit. Heute geht es durch den Naturpark Aukrug über Hohenweststedt zum Nord-Ostsee-Kanal, dem wir dann ein Stück folgen werden. Von Rendsburg an geht es nach Norden Richtung Schleswig und unser heutiges Ziel ist das Örtchen Silberstedt. Es sind wieder etwas mehr als 90km geplant.

Bei strahlendem Wetter fahren wir los, noch ist es auch nicht so warm.

Wir überqueren die Stör und haben bei Oeschebüttel die erste nennenswerte Steigung der Tour: es geht mit 6-7% rund 60 m hinauf.

Auch im Naturpark Aukrug geht es immer wieder hinauf und hinunter.

In Hohenweststedt können wir beim Bäcker ein wenig Kuchen kaufen, den wir dann bei einer Pause in Nienlanden bei km 41 essen werden. Es ist mittlerweile auch sehr warm geworden.

Danach erreichen wir den Nord-Ostsee-Kanal und folgen dem Verlauf bis Rendsburg. Einige Schiffe sind auf dem Kanal und zusätzlich scheint noch eine Regatta oder ein Ruderrennen stattzufinden.

Schon von Weitem können wir die Hochbrücke sehen und bald haben wir sie auch dann erreicht. Die Schwebefähre ist grad auf der Nordseite und so müssen wir ein wenig warten, bis wir auf die andere Kanalseite gebracht werden.

Nachfolgend folgt der Abschnitt, der recht unschön zu fahren ist. Es geht an der B77 entlang, auf der viele Fahrzeuge unterwegs sind. Der Versuch bei Sorgbrück auf landwirtschaftliche Wege auszweichen, funktioniert leider nicht, auch wenn der ausgeschilderte Radweg EV3 (Ochsenradweg) diesen Weg nimmt, denn der Weg ist unbefestigt und mit viel Zuckersand versehen, so dass wir umkehren und weiter der parrallel verlaufenden B77 folgen.

So fahren wir rund 12km an der lauten und vielbefahrenen B77 bis wir bei Kropp abbiegen und die letzten 20km wieder über kleine Straßen und landwirtschaftliche Wege nach Silberstedt gelangen.

Heute schlafen wir im CampHotel auf einem ehemaligen Bundeswehrgelände in einem Fass. Die Fässer sind recht neu, die Sanitäranlagen sauber und okay, die Gemeinschaftsküche sauber. Außer uns sind aber nur 3 oder 4 weitere Fässer belegt.

Die Übernachtungskosten von 45 € sind für die Leistung echt okay, denn auch die Bettwäsche ist schon im Preis enthalten. Wir sind angenehm überrascht.

Zum Abendessen lassen wir uns aus Silberstedt Pizza liefern. Der Tag war schön, auch wenn die Temperaturen das Fahren recht anstrengend werden ließen.

Tagesdaten :

Distanz 94,8 km
Geschwindigkeit 21,1km/h
Anstieg 390 m

 

Herbsttour 2024 – Tag 3

Herbsttour 2024 – Tag 3

Von Silberstedt nach Aabenra in Dänemark.

Diese Tour bei Relive

Heute geht es von Silberstedt bei Schleswig über Flensburg nach Apenrade in Dänemark. Das Frühstück, das wir von CampHotel geliefert bekommen, konnten wir vorher in seinem Umfang und Auswahl bestimmen. So haben wir alles, was wir für ein Frühstück benötigen, nur sind keine Tassen im Lieferumfang für den Tee und der Kaffee, aber auch das ist schnell behoben, ein mal bei der Verwaltung vorbei und dann haben wir auch zwei Tassen.

Gegen 10 Uhr kommen wir dann los. Ein letzter Blick zurück, und dann sind wir auch wieder auf dem Rad. Heute ist es deutlich kühler als gestern, die Temperaturen erreichen nur so um die 20°C

Ein kurzes Stück auf dem Radweg entlang der B201 – aber da ist heute nicht so viel Verkehr und bei Schuby kommen wir wieder auf den Ochsenradweg. Dieser verläuft mal mit dem EV3 auf gleicher Strecke, mal trennen sich die beiden Radwege um dann wenige km später wieder zusammenzulaufen. Meist geht es über kleiner Straßen, manchmal durch den Wald auf Waldwegen, so ist die Strecke sehr abwechslungsreich.

Unterwegs müssen wir feststellen, dass das Wasser, das wir beim CampHotel in die Flaschen gefüllt haben, übel riecht und gar nicht schmeckt. Bei der Kirche in Sieverstedt nach rund 26 km können wir das Wasser ersetzen.

Durch das Naturschutzgebiet Fröruper Berge fahren wir größtenteils auf sandigen Wegen.

Am Sankelmarker See machen wir oberhalb des Sees eine Pause. Leider kann man von der Aussichtsplattform den See fast nicht sehen, es sind zu viele Bäume davor.

Den Weg zum See runter schieben wir dann doch lieber, die schweren Räder mit dem Gepäck: Das kann auch schnell mal schief gehen.

Der See lädt weder zum Baden ein, ist er doch voller Algen. Und der Weg ist nicht als Fahrradweg zu gebrauchen. Wir entscheiden uns, den Ochsenradweg nicht weiter zu folgen und auf direktem Weg entlang der L317 nach Flensburg zu fahren. In Flensburg wollen wir versuchen, einen Pflegestift für die Riemen an unseren Rädern zu bekommen. Der zuerst angesteuerte Laden hätte solch ein Pflegepodukt haben sollen, war aber ausverkauft, der zweite Laden hatte über Mittag geschlossen, so dass wir ohne Erfolg weiterfahren, kaufen aber noch kurz für unser kleines Mittagessen ein.

An der Flensburger Förde entlang fahren wir nach Wasserleben, dort machen wir unser kleine Mittagspause auf einer Bank am Strand mit Blick auf die Flensburger Förde.

Danach ist die Grenze nicht mehr weit. Noch gut 2 km und wir erreichen Dänemark.

Über kleine Straßen kürzen wir den DK-Radweg Nr 8 etwas ab, und folgen dann dem 8er bis nach Apenrade oder auf dänisch Åbenrå am gleichnamigen Fjord.

Apenrade durchqueren wir einfach, wir haben auch keine richtige Lust mehr, einen Abstecher in die Stadt zu machen, das graue trübe Wetter läßt in uns den Wunsch aufkommen, endlich das Ziel zu erreichen, aber noch liegen rund 10km vor uns bis nach Løjt Kirkeby. Wie folgen weiter dem DK-Radweg 8, der hier einer alten Bahntrasse folgt. So geht es stetig bergan – von Meereshöhe auf ca 60m ü.NN.

Und dann haben wir unser Ziel erreicht, kurz noch beim lokalen Supermarkt für das Abendessen einkaufen, denn heute schlafen wir in einem Wohnwagen. Eine Dusche gibt es im Haupthaus, sonst haben wir den Wohnwagen für uns alleine.

Tagesdaten :

Distanz 95,2 km
Geschwindigkeit 19,2 km/h
Anstieg 543 m

 

Herbsttour 2024 – Tag 4

Herbsttour 2024 – Tag 4

Von Apenrade nach Bramming.

Diese Tour bei Relive

Nach einem Frühstück aus Müsli, Joghurt und Obst geht es für uns von Ost nach West durch Dänemark. Der Wind kommt uns heute meist entgegen, die Temperaturen schaffen es auf so etwa 15°C und der Wind ist nicht grad angenehm, dazu gibt es immer wieder kräftige Schauer. Nur ganz selten wird die Sonne es mal durch die Wolken schaffen. Nachmittags werden die Wolken dichter, der Regen wird den ganzen Abend über anhalten und der Wind wird bis auf Sturmstärke auffrischen.

Wir folgen den DK-Radweg Nr 5 später dann dem Radweg Nr 3 (Ochsenradweg) immer nach Nordosten. Meistens sind es kleine Straßen, die wir benutzen. Das Radeln macht viel Spass, unterwegs hat ein Bauer wohl einen Hirsch erlegt, zumindest hängt das tote Tier nun an der Schaufel eines Treckers.

Die Landschaft ist landwirtschaftlich geprägt, nur selten mal ein Ort. Die nächste Stadt ist Vojens, vom Startpunkt aus rund 27km entfernt. Hinter Vojens werden die Wolken dichter und die ersten Schauer gehen runter. Meistens vor oder neben uns, so dass wir noch auf Regenkleidung verzichten können. Aber mit jedem Schauer wird es wieder kühler.

Bei Øster Lindet teilen sich der Radweg 3 und 9. Wir folgen der 9 nach Westen. Unterwegs sehen wir junge Rebstöcke. Weinanbau in Dänemark ? Ja und es sollen nicht die einzigen sein, die wir sehen.

Wir sind kurz vor Ribe. Eigentlich hatten wir vor, in Ribe uns ein wenig umzusehen, ist Ribe doch eine der ältesten Städte in Dänemark. Doch die Wettervorhersage hält uns davon ab, länger zu verweilen. Um einige km zu sparen wechseln wir kurz vor Ribe auf einen lokalen Radweg und die haben meist Überraschungen parat.

Die Bilder zeigen es: zunächst noch ein gespurter Weg durch den Wald, dann wird der Weg zu einem gemähten Treckerpfad, um dann in einem kleinen Singletrail zu münden. Wir hätten auch den Umweg über den Radweg 4 fahren können. Ob dieser Weg zeitlich schneller gewesen ist ? Wie werden es nicht erfahren.

Und kurz hinter Ribe erwischt es uns dann volle Kanne. Kaum haben wir den Regen bemerkt, gießt es schon, als würde jemand Wassereimer umkippen, dazu ein mächtiger Wind – es regnet horizontal.

In Bramming angekommen fahren wir erstmal zu unserem AirBNB. Niemand da. Aufgrund der fehlenden Internetverbindung haben wir leider einige Infos nicht bekommen und so können wir den vorhandenen Schlüsselsafe weder finden noch öffnen.

Wir fahren noch mal in die Stadtmitte – die typischen Pölserbuden werden auch nicht mehr von Dänen betrieben. In der Pölserbude bedient eine asiatische Frau. Nun ja, die Pölser sind okay. Kurz noch einkaufen, mit mobilen Daten die Unterkunft und Nachrichten checken, und dann können wir nass wie wir wieder sind – der Regen hat wieder eingesetzt – unsere Unterkunft öffnen.

Wir sind angenehm überrascht, haben wir doch die ganze obere Etage in dem Haus für uns. Küche, Bad, Zimmer mit einem Fernseher, Schlafzimmer. Da wir auch ein Frühstück gebucht haben, kommt der Hausherr kurze Zeit später und bringt uns die Lebensmittel für den nächsten Morgen – es ist alles da, was man sich wünschen kann – und das für einen echt günstigen Preis – Vielen Dank noch mal.

Den ganzen späten Nachmittag und Abend regnet es kräftig. Wir sind froh, dass wir so eine tolle Unterkunft haben.

Tagesdaten :

Distanz 91 km
Geschwindigkeit 21,0 km/h
Anstieg 251 m

 

Herbsttour 2024 – Tag 5

Herbsttour 2024 – Tag 5

Von Bramming nach Kleegod an die Nordsee.

Diese Tour bei Relive

Nach dem Frühstück, das wir gestern schon bekommen hatten, sind wir schnell startklar. Ein paar zusätzliche Brote sind auch noch drin, die nehmen wir mit, und dennoch ist noch viel über, das wir vor Ort zurücklassen.

Wir brechen bei klarem Himmel und strahlenden Sonneschein auf, aber mit etwas mehr als 10 °C ist es recht frisch, und viel wärmer wird es heute auch kaum werden. Maximal erreichen wir wieder nur so 15-16°C. Der Wind ist immer noch recht, kräftig kommt nun aber aus West – für uns überwiegend von der Seite.

Varde ist nach rund 25km erreicht, und kurz danach sehen wir wieder die ersten dunklen Wolken am Himmel und in der Ferne auch, wie der Regen fällt.

Nach rund 37km die erste Pause – wir essen die Brote, die wir am morgen in Bramming geschmiert hatten. Leider wird es nun auch merklich kühler. Wir ziehen wieder die Jacken an, damit geht es besser.

Noch gut 14 km sind es bis Nørre Nebel und keine 20 bis Nymindegab. Die haben wir schnell hinter uns gebracht. Die Strecke ist uns von der Skagen-Tour bekannt.

Und dann ist es so weit, wir erreichen Nymindegab Strand, die Sonne kommt für eine halbe Stunde raus und so wird Ziel Nr.1 “Baden in der Nordsee” umgesetzt. Die Luft ist kälter als das Wasser, die Wellen angenehm groß also rein ins Nass.

Nach dem Bad geht es denn auch schnell weiter. Lange am Strand geht nur, so lange die Sonne scheint. Sind Wolken da ist es schnell wieder kühl. Und die Wolken werden wieder dirchter. Bis Hvide Sande werden wir noch von zwei kurzen Schauern eingeholt.

Eine kleine Pause noch bei den Surfern in Hvide Sande Süd, aber der Wind ist nur in Böen gut genug.

In Hvide Sande dann erfüllen wir, nachdem wir beim lokalen Fischladen geräuchtern Fisch für das Abendbrot und beim Supermakrt Brot und Joghurt gekauft haben, dann die Aufgabe Nr 2 “Eis essen in Hvide Sande”.

Bis Kleegod ist es nun nur noch ein Katzensprung, das B&B ist okay, das Zimmer neu gemacht, die Küche und die Sanitäreinrichtungen älteren Datums aber sauber.

Leider geht das Internet/Wifi nicht richtig. Wie gut, dass wir in Bramming schon die heutige und morgige Unterkunft gebucht hatten. So brauchen wir nicht wirklich das Internet.

Das Frühstück am kommenden Morgen ist mit im Preis enthalten und super, Aufgrund des defekten Wifi gewähren die Gastgeber uns sogar noch einen Preisnachlass – sehr fair.

So viele Regenbögen wie heute habe ich selten an einem Tag gesehen.

Tagesdaten :

Distanz 92,4 km
Geschwindigkeit 21,0 km/h
Anstieg 258 m

 

Herbsttour 2024 – Tag 6

Herbsttour 2024 – Tag 6

Von Kleegod nach Brande auf dem Radweg Nr.4 .

Diese Tour bei Relive

Wir haben gut geschlafen. Nach dem Frühstück packen wir unsere Sachen zusammen, hängen die Taschen wieder an die Räder, verabschieden uns von unserer Gastgeberin und machen uns auf den Weg in Richtung Osten, zunächst immer am Fjord entlang.

Zunächst fahren wir auf einer schmalen Landzunge und dann auf einer kleine Brücke über den Fjord.

Nach kurzer Fahrt immer dicht am Fjord kommen wir nach Ringkøbing, und werden vom ersten Regenschauer eingeholt. Es wird nicht der letzte sein. Wir stellen uns in Ringkøbing erstmal unter, den Tag schon nass zu starten, das muss nicht sein.

Nach dem Schauer fahren wir auf einem Weg immer dicht am Fjord entlang, das ist zwar schön anzusehen, aber der Weg ist aufgeweicht und das Fahren recht anstrengend, denn die Wegbeschaffenheit ist durch den vielen Regen nicht mehr so toll.

Und der nächste Schauer kommt dann auch ziemlich schnell. Bis Stauning fahren wir mit voller Regenmontour. Es sind auch nur so um die 10°C heute. Wenn denn mal die Sonne durch die Wolken schaut, sind es auch schnell mal 15°C oder mehr, mit dem nächsten Schauer gehen die Temperaturen schnell wirder zurück.

In Skjern nach rund 35 km gibt es die erste Pause, und das Wetter hat sich auch gebessert, die Regensachen benötigen wir nicht mehr.

Von Skjern aus folgen wir mehr oder weniger dem Verlauf des gleichnamigen Flusses und dem DK-Radweg Nr. 4, der an der Westküste in Søndervig beginnt und über Odder, Samsø bis nach Kopenhagen verläuft. Ganz halten wir uns nicht an den Radweg Nr 4, denn dieser macht immer wieder kleine Abstecher in Naturschutzgebiete.

Es ist eine schöne Tour, meistens haben wir die schmalen Straßen für uns alleine. Nur selten kommt mal ein Auto uns entgegen oder überholt uns.

In Brande angekommen fahren wir erstmal in das Zentrum des kleinen Städchens, in der Hoffnung hier eine Pizza oder Nudeln zu erstehen, aber dafür ist es noch zu früh. Im Stadtzentrum waren einige Straßenkünstler aktiv und haben auf dem Pflaster ihre Kunstwerke hinterlassen:

Das beste Bild dieser Challenge war das Bild einer deutschen Künstlerin:

In Ermangelung von Alternativen kaufen wir beim Bäcker leckeren Kuchen, fahren zum Danhostel in Brande und wollen dort einchecken. Aber niemand da. An der Anmeldung hängt ein Hinweiszettel mit Schlüssel und unserem Namen. Ja, so geht es auch. Das Zimmer ist schnell gefunden. Wir sind in einem ehemaligen Krankenhaus, das nun als Danhostel genutzt wird untergebracht. Vermutlich hat sich das kleine Krankenhaus in Brande nicht gerechnet und wurde geschlossen. So werden die Räume jedenfalls sinnvoll genutzt.

Am Abend gehen wir noch mal in die kleine City, finden die wohl beste Pizzeria in Brande, essen Pizza, die in einem mit Holz beheiztem Ofen gebacken wurde und superlecker ist.

 

Tagesdaten :

Distanz 85,9 km
Geschwindigkeit 20,8 km/h
Anstieg 212 m

 

Herbsttour 2024 – Tag 7

Herbsttour 2024 – Tag 7

Von Brande nach Malling bei Aarhus.

Diese Tour bei Relive   

Frühstücken tun wir heute im Hostel. Das Frühstück ist gut, lecker und frisch. Sind wir die einzigen Gäste ? Uns kommt es so vor, außer uns haben nur einige von den ortsansässingen Firmen im Hostel untergebrachte Mitarbeiter aus anderen Ländern hier geschlafen. Die kommen spät und gehen früh wieder zur Arbeit. Nicht so wie wir, die wir im Urlaub sind.

Als wir abfahren sieht es im Frühstücksraum noch genauso aus, wie wir es verlassen haben.

Da wir gestern den Track nicht richtig gemacht haben, startet unser Track fälschlicherweise in Arnborg, wo wir eigentlich übernachten wollten. Also weist uns das Navi erstmal den Weg nach Arnborg, was aber die falsche Richtung ist. Bis wir das bemerken, sind wir schon einige km in der falschen Richtung unterwegs. Aber das Wetter ist gut, die Temperaturen immer noch niedrig.

Wir folgen zunächst weiterhin dem Radweg Nr 4. Kleine Straßen sind menschenleer – irgendwie scheint die Mitte von Dänemark sehr dünn besiedelt zu sein. An einem großen Feld fragen wir uns, ob das was da rumliegt Kartoffeln sind. Bei genauer Betrachtung stellen wir fest, dass es Zwiebeln sind.

Eine riesige Fläche ist mit Zwiebeln evtl. zum Trocknen ausgelegt.

Langsam wird die Gegend wieder hügelieger

Ab Bædstrup folgen wir einer alten Bahntrasse. Leider zieht sich auch der Himmel weiter zu. Heute werden wir die Jacken wohl nicht los.

Auf dem Bahndamm ist gut fahren, die Steigungen und das Gefälle sind moderat. Aber es ist anders als mit dem Liegerad. Das E-Bike will auch bei 1-2% Gefälle nicht viel schneller als 27km/h fahren. Das Liegerad fängt bei 2% an, immer schneller zu werden.

Und dann nach rund 60 km erreichen wir Østbirk. In der Nähe liegen die höchsten Hügel in Dänemark. Berg darf man das wohl nicht nennen, erheben sich die Hügel auf rund 170m ü.NN. Von nun an geht es recht hügelig zu. Møllehøj ist der höchste “Berg” in DK, auf diesem befindet sich ein Bauernhof. Nebenan ist der Ejer Bavnehøj;  dieser ist nur unwesentlich niedriger und man kann ganz nach oben, denn oben ist der “Wiedervereinigungsturm” errichtet worden.

Für uns heißt das, dass wir nun rund 100 Höhenmeter auf gut 6km zurücklegen werden.

Dabei werden die Akkus zügig leerer, so dass wir oben nur noch einen Restreichweite von rund 35 km im tour+-Modus angezeigt bekommen. Und wir haben noch deutlich mehr als 30 km vor uns.

Oben angekommen genießen wir die Aussicht. Und haben unser gesetztes Zeil Nr 3 “den höchsten Punk in Dänemark zu erklimmen” auch erreicht.

Aber wie das mit den Bergen immer so ist, wo es rauf geht geht es hernach auch wieder bergab. Da benötigen wir auch kaum Unterstützung. Und bei der Abfahrt rauschen wir stellenweise mit mehr als 50km/h den Hügel bei rund 6-7% Gefälle hinunter.

Am Skanderborg Sø würden wir gerne eine Pause machen und ein Eis essen, aber weit und breit ist in keinem Ort eine Pølser-Bude zu finden, die auch ein Softeis mit anbietet. Sogar der Abstecher nach Hylke bleibt erfolglos. Und da unsere Akkus sich heute schon mächtig geleert haben, verzichten wir auf weitere Versuche. Und fahren weiter am Skanderborg Sø entlang.

Nachdem wir den Oddervej (445) überquert haben, heißt es noch mal: rauf den Hügel.

Auch mit Tour+ als Unterstützung muß ich die kleinen Gänge bemühen, um diese Steigung zu meistern. Aber es geht. Dani hat noch mehr Power im Akku und kann mit satter Unterstützung hinauf. Gilt es doch noch einmal 100 Höhenmeter auf rund 3km zu hinaufzufahren. Der Track weist eine Steigung von 8% aus, das Navi hatte zwischenzeitlich 12% angezeigt.

Der Rest ist dann wieder ganz einfach: Die letzten knapp 15 km bis Malling sind nicht weiter aufregend. Man merkt, dass wir in der Nähe vieler Städte im Großraum Aarhus sind.

In Malling finden wir auch heute eine Pizzeria, die schon um halb vier geöffnet hat und können uns stärken. Unsere Unterkunft heute haben wir über das dänschen B&B-Portal gebucht. Uns erwartet ein kleines Zimmer und ein Gemeinschaftsbad. Wie gut, dass das Wetter mitspielt. Wie laden die Akkus ein wenig nach und machen am frühen Abend noch einen kleinen Abstecher an die Ostsee, die nur rund 6 km entfernt ist. In der Hoffnung hier noch eine Abend-Eis zu genießen werden wir leider enttäuscht.

Diese Tour bei Relive

 

Tagesdaten :

Distanz 102,3 km
Geschwindigkeit 20,3 km/h
Anstieg 671 m

 

Herbsttour 2024 – Tag 8

Herbsttour 2024 – Tag 8

Von Malling bei Aarhus nach Fårvejle auf Sælland.

Diese Tour bei Relive

Das Frühstück im B&B war sehr gut, es war sogar so reichlich, dass wir uns noch Brote für die Fahrt schmieren können. Unsere Fähre ab Aarhus geht um 10:30 Uhr. Die Fähre hatten wir am Vorabend gebucht, dann kostet die Überfahrt nur etwa die Hälfte, aber wir müssen dann auch diese Fähre nehmen.

Schon um kurz nach halb neun sind wir auf dem Rad. Es sind gut 15 km bis zur Fähre. Wir haben genug Zeit. Können als einer der ersten am Fähranleger einchecken und warten dann etwa 45 Minuten.

Die Sonne scheint, es ist zwar noch nicht richtig warm aber das macht nichts. Gegen kurz vor zehn Uhr kommt dann die Fähre in den Hafen. Wir müssen als einer der ersten auf die Fähre, und unsere Räder vorne unter einem Treppenaufgang abstellen – gesichert wird nichts. Die wenigen Motorräder müssen ganz nach vorne . Erst danach kommen die Autos, LKW und Busse auf die Fähre, die machen allerdings einen U-Turn, so dass sie später wieder vorwärts aus dem Heck hinausfahren können.

Wir nutzen die Zeit, um uns schon mal einen schönen Sitzplatz zu sichern, da wir als einer der ersten auf das Passagierdeck kommen.

Die Fähre legt pünktlich ab, und fährt erstmal gemütlich aus der Bucht. Dani meint: Das soll ne Schnellfähre sein ? Schnell ist die doch gar nicht. Ein Blick auf das GPS des Handys bestätigt: wir fahren etwa 40 km/h. Schon schneller als manch andere Fähre aber nicht wirklich schnell für eine der Schnellfähren. Die vier Motoren der Fähre leisten je ca 9100 kw. Zusammengerechnet sind das 36400 kW oder knapp 50.000 PS. Und schon wenige Minuter später zeigt das GPS eine Geschwindigkeit von 70 km/h. Hinter dem Heck ist schon bei 40 km/h eine lange weiße Schleppspur zu sehen. Bei 70km/h spritzt dann das Wasser hinter dem Heck zusammen.

Da wir als erste auf die Fähre gefahren sind, sind wir auch die letzten, die wieder runter dürfen. Aber auf der Straße ist sowieso nur Stau, wir kommen auf dem Radweg zum Teil schneller voran als die Autos auf der Straße.

Nach dieser rasanten Überfahrt ist uns erstmal nach einer Pause und einem Mittagessen zu Mute. Die Küste ist nicht weit, die Dünen geben ein wenig Windschutz, so kann man das aushalten.

Auf kleinen Wegen fahren wir die Halbinsel nach Osten. Immer wieder geht es mal rauf, meist so zwischen 40 und 60 Höhenmeter, und dann auch wieder hinunter auf Meerehöhe.

Über kleine Straßen geht es zunächst ostwärts und dann südwärts. Sind keine Radwege vorhanden, dann werden die dänischen Autofahrer auch schnell zudringlich, Seitenabstand zum Radfahrer ist dann oft nur noch 20cm.

In Hønsinge gibt es doch tatsächlich eine echte dänische Pölserbude. Es sind an diesem Sonntag viele Gäste da. Wir können gar nicht anders und müssen dort ein Softeis kaufen und essen.

Einkaufen im nahegelgenen Supermarkt, einen Abstecher an den Strand bei Høve – zum Baden kann ich mich heute nicht aufraffen, der Wind ist richtig kalt heute. Trotz der Sonne sind es nur so 12-13 °C.

Von Høve aus heißt es noch einmal einen Hügel hoch. Heute am Sonntag trainieren hier viele Rennradfahrer. Gruppen und Einzelne fahren die 8%ige Steigung hoch. Wir auch und lassen uns danach den Hügel runterrollen.

Für die kommende Nacht habe wir wieder eine Unterkunft über AirBNB gefunden. Das Zimmer ist klein, die Küche nicht sauber. Irgendwie merkt man, dass unsere Gastgeberin das Haus verkauft hat und schon am Umziehen ist. Na ja, für eine Nacht geht es. Urlaub wollte ich hier nicht machen.

 

Tagesdaten :

Distanz 134 km (incl Fährfahrt), auf dem dem Rad zurückgelegte Strecke ca 75km
Geschwindigkeit 18,5 km/h
Anstieg 359 m

 

Herbsttour 2024 – Tag 9

Herbsttour 2024 – Tag 9

Von Fårvejle via Frederikssund nach Grundsømagle

Diese Tour bei Relive

Unser heutiges Frühstück besteht aus Obst, Müsli und Joghurt, das wir entweder noch hatten oder gestern Abend noch gekauft haben. Zum Glück sind die meisten Supermärkte auch am Sonntag einige Stunden geöffnet, so dass wir uns da nicht so sehr um die Öffnungszeiten kümmen müssen und nicht am Samstag schon die Dinge einkaufen müssen, die wir am Sonntag benötigen. Bei mehr als 20°C ist das dann auch immer schwierig mit frischen Produkten.

Abfahrt heute gegen 9:30 Uhr bei Sonnenschein und etwa 14°C.

Wir folgen einem lokalen Radweg (Nr. 446) und stehen nach kanpp 7 km am Ende eines befestigen Weges, vor uns nur noch eine sumpfige Wiese.

Es steht dort zwar ein Schild mit der Radwegnummer aber ein Weg ist das sicher nicht. Da war doch einige Meter zurück eine Straße nach links, also wir fahren die dann mal, mal schauen….

Und dann stehen wir vor einem Privatgrundstück mit großem Tor. Der Mann, der grade das Tor für seinen PKW aufschließt erklärt uns, dass hier kein Durchkommen sei und dass wir zurück müßten und in Richtung Grevinge weiterfahren sollten. Der Weg am Kanal sein nicht für Fahrräder geeignet. Okay, dann also zurück. Also fahren wir die 6km Umweg, kommen hinter Grevinge wieder auf unseren Track und könne weiterfahren.

Der Weg führt nun schön am Kanal entlang bis nach Gundestrup am Lammelfjord und dann direkt am Fjord entlang.

Am nächsten Kanal verlassen wir schon wieder den Fjord, und folgen dem Radweg Nr. 44 am Kanal entlang.

Nach einige Zeit geht es über eine Brücke über den Kanal, ein bischen abenteuerlich ist es schon auf einer kleinen Brücke ohne Geländer unterwegs zu sein, wenn unter die die Holzplanken knackende Geräusche beim Drüberfahren von sich geben.

Und dann geht es wieder mal über eine gemähte Wiese mit einem Single-Trail. Zum Glück nur so 200m und es ist gut zu fahren.

Danach wird es zu Glück wieder besser. Neben den Landstraße ist ein Radweg. Und dann geht es am Fjord entland nach Holbæk.

Holbæk erreichen wir bei km 32 – Zeit für eine Pause am Hafen. Es ist etwa halb 12 Uhr, aber noch ist am Hafen wenig bis gar nichts los. Wir verspeisen den Kuchen, den wir kurz nach der Abfahrt bei einem Bäcker gekauft hatten, essen die letzten Bananen und den letzten Joghurt, der vom Frühstück noch übrig geblieben war.

Kurz hinter Holbæk dann eine Schrecksekunde: aus einem von rechts einmündenden Pfad kommt ein Mountainbiker in hohem Tempo in Richtung Straße geschossen. Es kommt von vorne auch noch ein Auto. Will der noch vor dem Auto aus die Straße, das klappt nicht – meine ich. Und der Fahrer des Mountainbikes realisiert das auch, bremst – viel zu hart, rutscht weg und überschlägt sich mit dem Rad einmal über den Lenker. Wir versuchen zu helfen, auch der Autofahrer hält an und versucht zu helfen, aber augenscheinlich ist nicht viel passiert. Auf uns wirkt der Unglücksfahrer ein wenig benommen, aber er meint, dass alles okay sei und dass er alleine klar käme. Ins Krankenhaus oder zu einem Arzt wolle er nicht.

Für uns geht es weiter an der Küste enlang, mal durch den Wald, mal dicht am Wasser.

Bei Eriksholm verlassen wir den Radweg 44 – und fahren auf der Straße über den Munkholm und die Munkholm-Brücke. Radweg hier Fehlanzeige.

Und hier sieht man wieder, dass es auch in Dänemark mit Rücksicht nicht weit her ist und Seitenabstand zu Fahrradfahrern ein Fremdwort ist. Es wird überholt, als seien wir gar nicht da, mehr als einmal müssen wir auf den 30cm breiten Streifen rechts von der Linie ausweichen.

Da wir im Folgenden überwiegend nicht auf Radrouten unterwegs sind, erleben wir noch viele solche Momente an diesem Tag. Wenn möglich meiden wir daher die großen Straßen ohne Radwege, aber manchmal ist es auf den kleine Straßen auch nicht besser. So schlängeln wir uns nordostwärts nach Frederikssund. Bis wir bei km 72 die Frederiks Bro passieren und auf die andere Seite des Roskilde Fjordes gelangen.

Von Frederikssund sind wir nur wenig begeistert. Am heutigen Sonntag ist hier echt wenig los. Die Lokale in der Innenstadt sind entweder geschlossen, oder haben erst am Abend geöffnet, am Hafen gibt es eine Kaffebar und einen Kaffee- und Eisverkaufswagen. Wir hätten gerne einen Kaffee mit Milch und zwei Softeis. Beides ist nicht zu bekommen. Für den Kaffee ist die Milch aus gegangen und Softeis gibt es heute auch nicht. Na, dann muss es heute eben Kugeleis sein. In Ermangelung anderer Alternativen müssen wir uns heute zudem bei Burger King stärken. Wir haben nichts passendes und geöffnetes gefunden.

Die letzten 16 km bis zu unserem heutigen Ziel folgen wir dem Radweg 40 nach Süden. Eine schöne Strecke, aber irgendwie sind wir heute ausgelaugt und haben keine rechte Lust mehr.

Und unsere Übernachtung heute – gebucht über AirBNB – ist der Flop der Reise. Wir finden den Schlüssel zum HWR-Raum wie angegeben. Müssen über Schuhe und anderes steigen, um ins Haus zu kommen, dort ist alles pikobello sauber, aber unser Zimmer entpuppt sich als ein knapp 2m breiter Schlauch am Esszimmer des Hauses. Ins Bett können wir nur von der Stirnseite kommen, ein großer Schrank zwingt uns dazu, dass Esszimmer mit zu nutzen und unsere Sachen dort auszubreiten. Im Kühlschrank müssen wir uns irgendeinen Platz suchen, um unsere eingekaufen Lebensmittel für Abendbrot und morgiges Frühstück unterzubringen. Noch sind wir alleine im Haus, wir duschen und kochen uns eine Tee. Die Gastgeber sind sehr nett, und wir können alles mitbenutzen, aber dennoch ist der Schlafraum ein Witz. Und eigentlich scheinen die beiden es auch nicht nötig zu haben, so ein Zimmer vermieten zu müssen.

 

Tagesdaten :

Distanz 92,5 km
Geschwindigkeit 19,5 km/h
Anstieg 416 m

 

Herbsttour 2024 – Tag 10

Herbsttour 2024 – Tag 10

Von Grundsømagle via Kopenhagen nach Greve

Diese Tour bei Relive

Als wir in unserer “Abstellkammer” aufwachen – geschlafen haben wir gut – hören wir wie unsere Gastgeber das Haus verlassen. Okay, dann haben wir nun das Haus für uns. Anzeihen, Frühstücken, Rad beladen und dann losfahren. Heute werden Top 3 der Urlaubsliste abarbeiten : Besuch der kleinen Meerjungfrau in Kopenhagen und natürlich werden wir noch andere schöne Ecken in Kopenhagen besuchen.

Von Grundsømagle bis zur Meerjungfrau sind es rund 30 km. Eine ideale Strecke, um dort eine Pause zu machen. Schnell sind wir an einer der zahlreichen Einfallsstraßen nach Kopenhagen, der wir bis in die Innenstadt folgen. Je weiter wir nach Kopenhagen hineinkommen, desto dichter wird auch der Radverkehr – und das, obwohl es schon bald 11 Uhr ist.

Und die kleine Meerjungfrau ist wirklich klein – ist auch in den vergangenen Jahren seit der Kopenhagen-Tour nicht größer geworden . Auf einem Stein im Wasser sitzt sie und

ist wie üblich von Touristen umlagert.

Wir fahren weiter zum Schloss Amalienborg. Viele Touristen warten auf den Wachwechsel um 12:00Uhr. wir fahren lieber weiter.

Unsere Stadtrundfahrt geht weiter: Nyhaven, Schloss Christiansborg, und und und. Eigentlich zu viel, aber wir sind nur auf der Durchreise und fahren weiter. In der Innenstadt sind einfach zu viele Menschen und Autos. Aber hier in Kopenhagen sind Fahrzeugverkehr und Radfahrer weitgehend auf getrennten Wegen unterwegs.

Uns zieht es raus aus Kopenhagen. Über die Lille Langebro wechseln wir nach Christianshavn und Amager.

Hier sieht es ähnlich aus wie in der Hamburger Hafencity, wenn auch nicht ganz so gedrängt wie in Hamburg. Am Amager Stadpark, einer schmalen Insel vor der Küste in der Ostsee, machen wir unsere Mittagspause – unterwegs hatten wir ein wenig eingekauft.

Kopenhagen scheint hier schon weit weg. Aber ich möchte nicht wissen, was hier an einem sonnigen warmen Sommertag los ist, wenn es alle Kopenhagener an die Ostsee zieht.

Wir fahren weiter nach Süden, umrunden den Fughafen und kommen nach rund 50km Fahrt nach Dragør, einem niedlichen kleinen Ort, der seinen früheren Charm zumindest im Hafen und den angrenzenden Straßen erhalten konnte.

Für uns ist heute mal wieder die Möglichkeit für ein schönes Eis gegeben.

Und nach Dragør sind wir dann erstmal raus aus dem Umfeld von Kopenhagen. Der Track geht direkt an der Küste entlang – Blick auf die Ostsee inbegriffen und verläuft durch Wälder und Naturschutzgebiete.

Und dann erwischt es uns oder genauer Dani. Irgendwo im Niemandsland 5-8 km vom nächsten oder zurückliegenden Ort entfernt bohrt sich ein Stein oder Muschelschale durch den eigentlich pannensicheren Reifen. Die Luft entweicht. Der Übeltäter ist schnell gefunden – die Luft ist raus.

Dann muss nun der Schlauch gewechselt werden. Eigentlich eine Kleinigkeit aber zunächst bekomme ich den Mantel nicht gelöst, das geht erst, als ich mich mit den Füßen auf den Mantel stelle, dann bekommen wir zu zweit nur mit großem Kraftaufwand und drei Reifenhebern den Mantel von der Felge gelöst. Der neue Schlauch aus der Reserve ist schnell eingezogen, aber die Pumpe, obwohl für die Ventile gedacht ist nicht in der Lage Luft in den Schlauch zu pumpen und den Mantel bekommen wir auch nicht zu zweit mit aller Kraft wieder auf die Felge – es fehlen rund 8-10 cm die wir nicht über den Felgenrand bekommen.

Was soll’s, wenn wir es nicht schaffen, dann muss uns irgendwo geholfen werden. Also nehme ich das Hinterrad in die Hand, schwinge mich auf mein Fahrrad und lasse Dani bei unserem Gepäck und dem Rest von ihrem Rad. Vor mir sehe ich die südlichen Ausläufer von Kopenhagen. Und als der Wald die Blick nach rechts freigbt am Horizont einen futuristischen Stadtteil. Ørestad. Einer inneren Stimme gehorchend biege ich rechts ab, was sich im Nachhinein als richtige Entscheidung erweist. Es sind rund 5 km bis nach Ørestad (geradeaus bis nach Avedøre sind es mind 8km). Ein Rennradfahrer, den ich unterwegs anspreche, will nicht anhalten oder mir helfen, aber je näher ich komme, um so belebter wird es und Passanten können mir den Weg zu einem Fahrradladen in Ørestad beschreiben.

Die Mitarbeiter dort sind sehr nett, haben Zeit für mich und meinen, dass sie mir mal eben helfen würden. Aber auch der Fahrradtechniker kommt nur so weit, wie ich auf der Wiese auch gekommen war – es fehlen rund 10cm die er nicht über den Felgenrand bekommt. Aber er hat für derartige Fälle eine spezielle Reifenzange, die ich mir nach unserer Rückkehr dann auch bestelle. Mit montiertem Reifen und Luft auf dem Reifen, fahre ich wieder zurück – gut eineinhalb Stunden haben wir durch die Panne “verloren” – Dani sitzt noch immer im Gras. So schnell hatte sie nicht mit meiner Rückkehr gerechnet. Das Rad ist dann auch schnell wieder montiert, und wir können weiter.

Vor uns liegen nun noch rund 25km bis zur heutigen Unterkunft. Wir fahren weiter entlang der Ostseeküste.

Erst gegen 17:30 und damit deutlich später und nach rund 100km kommen wir bei der Unterkunft an. Und dann passiert mit das tollste dieser Tour: Wir klingeln und werden freundlich und sogar auf Deutsch begrüßt. Und was das tollste ist: Uns wird ein Abendessen in Aussicht gestellt. Vater und Tochter haben Lassagne vorbereitet und laden uns ein gemeinsam zu Abend zu essen. Das ist natürlich einhundert mal besser als nun noch mal losfahren zu müssen und irgenwo ein Lokal zu finden. Wir nehmen dankend an, haben ein unterhaltsames Abendessen und lassen so den Abend ausklingen.

 

 

Tagesdaten :

Distanz 100 km
Geschwindigkeit 18,6 km/h
Anstieg 251 m

 

Herbsttour 2024 – Tag 11

Herbsttour 2024 – Tag 11

Von Greve nach Faxe.

Diese Tour bei Relive

Frühstück war bei der Übernachtung in Greve inbegriffen und so Frühstücken wir gemeinsam mit unserem Gastgeber, packen danach unsere Sachen ein und fahren kurz vor halb zehn ab. Heute geht es entlang der Küste über Køge auf dem Berlin-Kopenhagen-Radweg bis nach Faxe. Noch scheint die Sonne ein wenig, aber am Horizont über der Ostsee sehen wir eine dichte Wolkenbank.

Am ersten Fahrradladen, den wir sehen kaufen wir einen neuen Ersatz-Schlauch und einen Adapter für das Ventil so dass wir mit nahezu jeder Pumpe den Reifen aufpumpen können.

Køge durchfahren wir nur.

Etwas südlich von Køge fahren wir weg von der Küste und kommen an einem Schloss vorbei. Spontan statten wir dem Schloss einen Besuch ab.

Noch imposanter ist das Schloss Vallø vom Innenhof:

Aber auch drum herum sind viele Gebäude, die mal Bestandteil des Schlosses waren oder auch immer noch sind.

Auf unserer heutigen Etappe sehen wir noch mehrere Schlösser oder große Gutsanlagen. Und das nächste ist nur rund 15 Kilometer entfernt : Gjorslev Slot. Hier ist jedoch alles privat und abgesperrt, so dass wir nur einen Blick durch das Torhaus werfen können.

Unsere erster Stärkungspause machen wir heute bei km 41 – Bänke und Rastplätze für Fahrradfahrer sind vorher nicht zu finden – an der Kirche von Holtug. Auf der Stecke von Stege bis hierher begegnen wir mehr Reise-Radler, als wir an der Nordsee getroffen hatten.

Als nächstes schauen wir in die Grube von Stevns Kridtbrud, einer Grube in der Kreide abgebaut wird/wurde.

Nun häufen sich ja schon fast die Abstecher, denn auch der nächste, der Leuchtturm Stevns Fyr ist nicht weit entfernt. Wir nutzen die Möglichkeit, uns das Gelände und den Leutchtturm anzusehen, gehen die rund 200 Stufen nach oben und genießen die Aussicht, die leider nicht ganz so toll ist, denn die Sonne kommt derzeit nicht durch die Wolken.

Nach diesem Abstecher zum Leuchtturm kommen wir noch am Stevnsfort vorbei, entscheiden uns aber, dem Museum des kalten Krieges keinen Besuch abzustatten.

Entlang der Küste fahren wir nach Faxe Ladeplads und dann weiter nach Faxe, wo wir uns die große Kalkgrube ansehen. zwar nur von oben aber uns erinnert das an unsere Sommertour 2024 und den Braunkohletagebau Garzweiler.

In Faxe nehmen wir auch ein spätes Mittagessen ein, kaufen für das Abendessen ein und fahren dann noch die rund 7km zu unsere Unterkunft in einem kleinen Nachbardorf. Den Nachmittag lassen wir am hauseigenen Teich ausklingen.

 

 

Tagesdaten :

Distanz 90 km
Geschwindigkeit 20,7 km/h
Anstieg 295 m

 

Herbsttour 2024 – Tag 12

Herbsttour 2024 – Tag 12

Von Faxe via Møns Klint nach Stege.

Diese Tour bei Relive

Das Frühstück in dem B&B in Orup war so lala, oder für das, was wir bekommen haben zu teuer. Na ja zum Sattwerden hat es gereicht. Die Sachen sind schnell gepackt, das Wetter ist wie das Frühstück so lala, nicht warm nicht kalt, aber auch keine Sonne in Sicht, und das, obwohl die Wettervorhersage strahlend blauen Himmel ankündigt. Da haben sich die Wetterfrösche all die Tage seit Kopenhagen mehr oder weniger vertan.

Wir sind wieder auf dem Ostseeküstenradweg und dem Radweg Berlin-Kopenhagen unterwegs. Es geht mal mehr mal weniger weit von der Küste entfernt nach Süd-Ost. Es geht auf kleinen Straßen und immer wieder geht es auf und ab. Leider ist die Sonne nicht zu sehen und alles ist grau in grau.

In Sandwig machen wir einen kleinen Abstecher zum Hafen. Außer dem kleinen Hafen mit einigen Booten und einem Schelterplatz samt Toilette und Frischwasser (alles sehr sauber) ist nix los.

Unser nächstes Ziel und gleichzeitig die erste Pause ist die Kirche in Gammel Kalvehave. Es ist eine typisch dänische Kirche in weiss mit rotem Dach, aber bedeutend größer als die sonstigen Dorfkirchen.

Wir schauen uns auch das Innere der Kirche an – echt schön – schlicht und dennoch beeindruckend. Und unter der Kirche in einer Gruft liegen die alten Gebeine vermutlich eines Bischhofs.

Von hier aus kann man nun auch schon die Insel Møn sehen. Die Brücke nach Møn ist alt und schmal und der Wind hat mächtig aufgefrischt und kommt uns nun, da wir nach Osten fahren entgegen.

Wir haben nun Møn erreicht, und bis Møns Klint, der Kreidesteilküste sind es noch rund 31 km. Auf dem Weg dahin fahren wir durch Stege und an dem Hotel Stege Nor vorbei, wo wir später übernachten werden.

Vor uns liegen nun hügelige 15 km, in der Summe geht es aber bis zu den Klippen meist bergan.

Kurz vor den Klippen verläßt dann der ausgeschilderte Radweg die Straße. Es geht auf einen Wanderweg weiter, der aber aufgrund der vergangenen Regenfälle nicht wirklich fahrbar ist. Bei der ersten Gelegenheit wechseln wir wieder auf die Straße, die hier aber nur noch ein Schutterweg aus feinem Kreidegranulat ist. Es geht auch hier immer wieder rauf und runter – wie gut, dass wir die e-Unterstüzung haben.

Und dann sind wir oben am Info-Zentrum angekommen 128m ü.NN. Schulklassen, Touristen aus aller Herren Länder, viele werden mit Bussen als Tagesausflug hergebracht, andere sind mit dem Auto gekommen. Wir als Radfahrer können bis zum Infozentrum durchfahren.

Zunächst entscheiden wir uns für einen Gang oben auf dem Holzweg auf den Klippen, aber von dort können wir nicht viel sehen.

Also drehen wir um und nehmen den Treppenweg nach unten. Wehte oben auf den Klippen noch ein kalter Wind so wird es nach unten hin zum Wasser immer wenige und wärmer. Es geht nun 128m auf Treppen nach unten.

Runter geht es ganz leicht – mal sehen wie es beim Hochlaufen dann sein wird.

Unten endet die Treppe am Strand, der eigentlich gar nicht mehr da ist. Man muss abwarten, bis die Welle zurückläuft, dann runter an den Strand und schnell an die Klippe gehen, sonst gibt es nasse Füße.

Danach müssen wir uns zwischen zwei Wellen durch das Gestell der Treppe zwängen, um an den Strand zu kommen. Überall sind die Folgen der letzen Abbrüche zu sehen. Ganz in der Nähe liegt schon das Baumaterial für eine neue Treppe bereit.

Ja, das war der Ausflug zu den Klippen von Møn (Møns Klint). Nachdem wir die vielen Stufen wieder hochgegangen sind – uns ist dabei mächtig warm geworden – machen wir uns auf dem Rückweg nach Stege. Unterwegs hatte ich ein Hinweis-Schild mit der Aufschrift “Ismejeri – Mønis” – wir machen einen spontanen Abstecher und finden uns auf einem landwirtschaftlichen Betrieb wieder, der die Milch seiner Kühe unter anderem zu Eis verarbeitet. Und das Eis ist sehr lecker – das können wir bestätigen

Und dann ist das Hotel Stege Nor schnell erreicht – Es ist eine komische Mischung aus Hotel und Paddel-Camp – aber es ist kein Personal vor Ort, der Schlüssel zum Zimmer steckt, die neuen Gästenamen stehen mit Zimmernummer auf einer Tafel. Uns soll es recht sein. Das Zimmer ist okay, das Bad ist wohl das kleinste der ganzen Tour, wir duschen fast in der Toilette, nach dem Duschen ist das ganze Bad erstmal nass. Wie aus den ausliegenden Beschreibungen zu ersehen, wurde dies aufgrund der geringen Deckenbelastbarkeit gemacht.

Abendbrot gibt es für uns auf der Hotelterasse mit Blick auf den Fjord, und es wird dann auch schnell kühl, als die Sonne verschwindet.

Spät am Abend verziehen sich dann auch endlich die Wolken und grau weicht anderen Farben. Sonnenuntergang und Mondaufgang fallen fast zusammen, wir brauchen uns nur um 180° zu drehen.

 

 

Tagesdaten :

Distanz 93,5  km
Geschwindigkeit 21,3 km/h
Anstieg 497 m

 

Herbsttour 2024 – Tag 13

Herbsttour 2024 – Tag 13

Von Stege nach Marielyst.

Diese Trour bei Relive

Nach einer guten Nacht im Hotel, frühstücken wir im Hotel. Das Frühstück ist voll okay, aber nichts besonderes. Aber es ist alles da. Das Wetter kann sich heute nicht entscheiden, ob die Sonne die Wolken vertreibt, oder ob es wieder ein trüber Tag wird. Zunächst scheint es so, als wolle die Sonne gewinnen, aber je weiter wir fahren, um so mehr wird es sich zuziehen und das bekannte Grau der letzten Tage wird uns auch heute wieder begleiten lediglich unterbrochen von ein paar spärlichen Wolkenlücken. Temperaturen heute auch wieder nur so um 14-15 vielleicht auch 16°C.

Viel Interessantes gibt es zunächst nicht, es geht wieder auf dem Berlin-Kopenhagen-Radweg nach Süd-Westen. Wir passieren den Damm und die kleine Brück zwischen Møn und Bogø.

Noch während wir auf der Brücke sind, sehen wir in der Ferne die Fähre, die Bogø mit der Insel Falster verbindet über die Ostsee auf uns zukommen. Wir schaffen es rechtzeitig zum Hafen, lösen am Automaten schnell die Tickets und kommen auch noch auf die Fähre, alles ein wenig knapp aber es klappt.

Die kleine Fähre ist ein Museumsschiff, angetrieben von einem alten langsam laufenden Dreizylinder Dieselmotor. Ich kann sogar unter Deck gehen und mir den Maschienenraum absehen. Ohne Ohrschutz geht da nichts.

Knapp eine Virtelstunde dauert die Überfahrt. Und schon sind wir auf Falster.

Und für uns geht es weiter entlang der Küste von Falster, durch Wälder und meistens entlang der Küste. Leider ist das Meer wieder grau und verschmilst mit dem Himmel alles in einem Grau-Grau.

Hin und wieder machen wir einen kleinen Abstecher an den Strand. Und da die heutige Etappe sonst zu kurz werden würde, fahren wir einen Umweg nach Nykøbing, essen zu Mittag, kaufen ein wenig ein und fahren dann nach Marielyst und sind auf einmal – nachdem wir die letzten Tage meist alleine unterwegs waren und nur an den Hotspots von Touristen umgeben waren auf einmal mitten unter ihnen. Marielyst, bekannt für seinen tollen Strand, ist auch Mitte September noch von vielen Touristen besucht. Hier grenzt Wochenendhaus an Wochenendhaus – Platz für viele Urlauber. Mit der Fähre von Rostock sind auch Urlauber aus Deutschland schnell hier.

Wir haben für diese Nacht eine Hütte auf einem Campingplatz am Südende von Marielyst.

Die Hütte sieht auf den ersten Blick enttäuschend aus, recht einfach, aber als wir genauer hinsehen sind wir doch angenehm überrascht. Alles sauber, die Betten neu, die Rollos neu, saubere Bettwäsche haben wir an der Rezeption mitbekommen. Ja, für diese Nacht ist das okay. Die Sanitärräume sind sauber – alles da.

Und der Strand ist wirklich klasse.

Wir machen noch eine Abendrunde, fahren aber nicht bis ins Zentrum des Ortes – heute haben wir uns ein Eis verdient, aber leider ist das Eis bei der Pølserbude unterwegs nicht so gut wie erwartet.

Tagesdaten :

Distanz 100 km
Geschwindigkeit 19,3 km/h
Anstieg 365 m

 

Herbsttour 2024 – Tag 14

Herbsttour 2024 – Tag 14

Von Marielyst bis kurz vor Rødby.

Diese Strecke bei Relive

Es ist nun soweit, es geht Richtung Heimat. Mit jedem Tag und jedem km kommen wir wieder dichter nach Hause. Heute geht es noch mal schön über die Inseln Falster und Lolland. Ziel ist heute ein kleiner Ort in der Nähe von Rødby. Und wir werden heute mit richtig gutem Wetter belohnt. Die grauen Wolken sind endlich vorbei, die Sonne kommt raus. Noch vor dem Frühstück einmal an den Strand, die Sonne ist gerade aufgegangen.

Zum Frühstück gibt es heute wieder mal Müsli, Obst, Joghurt, Brot und Käse und Marmelade. Genug um einen Tag zu beginnen. Wir frühstücken draußen auf der kleinen Terrasse. Zusammenpacken, Schlüssel abgeben und noch mal an den Strand.

Und dann verlassen wir Marielyst; einmal durch den Ortskern mit seiner Flaniermeile – Um kurz nach 9 Uhr ist noch kaum ein Mensch hier auf den Beinen.

Zügig sind wir wieder in Nykøbing, überqueren den schmalen Arm der Ostsee und sind somit schon auf Lolland angekommen.

Es geht nun durch jede Menge Felder und kleine Dörfer; ein paar Schnappschüsse von unterwegs auf dem Wege nach Sakskøbing.

In Sakskøbing werden wir von einen Turm freundlich lächelnd begrüßt

Fahren einmal durch den Ort, viel los ist auch hier nicht, fahren wieder zurück, finden ein Bäckerei und machen eine Pause.

Danach noch mal schnell zum Supermarkt und dann geht es weiter. Die direkte Strecke wäre mal wieder zu kurz und so machen wir auch heute einen Abstecher. Wir fahren an die Nordküste der Insel nach Bandholm, vorbei am Knuthenborg Safaripark. Nach Safari ist uns heute nicht.

Kurze Zeit später kreuzen wir zum ersten mal die Schienen der Museumsbahn Bandholm-Maribo. In Bandholm schauen wir uns kurz auf dem alten Bahnhof um:

Fahren dann weiter an den Hafen und machen eine schöne Mittagspause in der Sonne. Und treffen hier auch auf die Endstation der Museumsbahn.

Wir schauen uns noch ein wenig um, viel zu sehen ist nicht, fahren noch ein wenig weiter an der Küste enlang, bis uns auffällt, dass wir für heute und morgen noch nicht genug zu essen haben. Die Nord- und die Westseite von Lolland sind sehr dünn besiedelt, Im Westen gibt es mit Nakskov einen größeren Ort, der aber für uns zu weit abliegt, in der Mitte etwa liegt Maribo, sonst sind es nur kleine Dörfer, meistens ohne die Möglichkeit zum Einkaufen und sicher ohne Pølserbude oder günstigem Lokal.

Wir drehen um und fahren auf direktem Weg nach Maribo, nicht ohne dabei mehrmals auf der Landstraße von PKW’s und LKW’s berängt, geschnitten oder eng überholt zu werden. Nummerierte Landstraßen in Dänemark und Radfahrer scheinen nicht zu passen. Aber Radwege sind hier auch Mangelware. In Maribo kaufen wir das Nötige ein, finden eine  Pølserbude in der Innenstadt, essen eine Kleinigkeit, hören Livemusik – es scheint ein Festival mitten in der Stadt zu laufen – und sitzen ein wenig in der Sonne.

Bis zu unserem Ziel sind es nun nur noch weniger als 15km. Leider fahren wir zunächst am Ziel vorbei. Nette Nachbarn können uns nach kurzer Zeit helfen und uns das richtige Haus zeigen. Auch hier ist wieder Gemeinschaftsbad und Gemeinschaftsküche angesagt, aber zumindest ist das Zimmer okay.

Es ist noch Zeit, und so steigen wir noch mal aufs Rad und fahren die 9km bis zur Südküste nach Kramnitse, verbringen noch eine gute Stunde am Strand bis wir wieder zurückfahren.

Am Abend heißt es dann noch Fähre für morgen buchen und ein Übernachtungsmöglichkeit in Deutschland suche.

 

Tagesdaten :

Distanz 106,2 km
Geschwindigkeit 20,5 km/h
Anstieg 266 m

 

Herbsttour 2024 – Tag 15

Herbsttour 2024 – Tag 15

Von Rødby nach Ahrenbök in Deutschlang.

Diese Tour bei Relive
Wir haben zwar gut geschlafen, aber so richtig toll finden wir es nicht, in einem fremden Haus zu sein und uns mit dem Gastgeber Küche und Bad zu teilen und so sehen wir zu, dass wir zeitig wieder auf dem Rad sind. Abfahrt um kurz vor 9:00 Uhr.  Bis zur Fähre sind es etwas mehr als 10 km. Wir drehen noch schnell ein kleine aber unnütze Runde durch Rødbyhavn, ohne die wir die Fähre bekommen hätten, die uns nun genau vor der Nase wegfährt, wir sehen noch wie die Ampeln auf Rot springen und können nicht mehr mit an Bord.

Somit heißt es nun erstmal rund 30 Minuten warten. Kurz bevor die neue Fähre angelegt hat, werden  wir und weitere Radfahrer aus der Schlage geholt und müssen vorfahren und warten. Warten bis alle Fahrzeuge an Bord sind, und dann dürfen auch wir an Bord.

Die Überfahrt genießen wir an Deck.

Von Puttgarden, wo wir naürlich auch erst als letzte die Fähre verlassen können, sind es nur rund 8 km nach Burg auf Fehmarn. Nach diesen anstrengenden km und der anstrengenden Fährfahrt benötigen wir erstmal eine Stärkung, die wir bei einem Bäcker in Burg bekommen. Es ist Samstag, es ist rappelvoll in Burg, scheinbar nutzen alle Dauercamper noch mal das gute Wetter und sind das Wochenende über auf Fehmarn.

Uns hält hier nichts und wir sind froh als wir wieder aus Burg raus sind und Richtung Fehmarn-Sund, mit der nächsten Herausforderung : Überquerung der Sund-Brücke : Der Radweg in beide Richtungen ist nu rund 70cm breit. Und heute sind viele Radfahrer unterwegs, auch wenn die Bilder keine fremden Personen zeigen.

Danach geht es über kleine Wege, Straßen mal mit Asphalt mal mit Schotter Richtung Lensahn. Das Radeln macht heute richtig Spass, es ist sonnig und angenehm warm.

In Lensahn gibt es beim Türkischen Restaurant im Ort erstmal ein spätes Mittagessen, und wir gehen schon in den Schatten, in der Sonne ist es uns zu warm. Nach der Stärkung liegen noch etwa 60 km vor uns bsi nach Ahrenbök und weiter nach Pronsdorf. Viel zu berichten gibt es eigentlich nicht. Sind die 15km von Lensahn nach Neustadt noch gut zu fahren, fordern die folgenden 30km von Neustadt bis nach Gnissau uns wirklich heraus. Schon hinter Neustadt steht an der L309 das schöne Schild: Achtung Radwegschäden.

Und das wiederholt sich nun alle paar km, auf der L309, auf der B207 und der B432. Mit dem Gepäck auf der Strecke sind trotz e-Unterstützung kaum mehr als 20km/h drin und mehr als einmal werden wir unsaft aus dem Sattel gehoben. Leute:  Das ist KEINE Radinfrastruktur – das ist einfach nur Sch…..

Und dazu haben wir uns auch noch den wohl vollsten Tag ausgesucht. Auf der B432 fährt Auto an Auto. Irgendwie nervt das auch mächtig.

In Ahrenbök können wir die Strecke mal kurz verlassen, müssen wir doch noch für unser Abendessen einkaufen. Frühstück bekommen wir morgen im Hotel.

In Gnissau können wir endlich diese unschöne Strecke verlassen und finden uns schnell auf ruhigen kleinen Straßen wieder. Die letzten 5-6 km sind so schön zu fahren.

Das Hotel ist klasse, aber etwas in die Jahre gekommen und  hat aber auch seinen Preis. Im ganzen betrachtet etwas zu teuer für das, was geboten wird, aber am Wochenende eine Übernachtung zu finden – Wir mußten gestern lange suchen und viel telefonieren. Und so blieb uns nur der Pronstorfer Krug.

Abends, als die Sonne schon am Untergehen ist, raffen wir uns nach mehr als 110km dieser Etappe auf und schauen uns noch den Ort und das Gut an.

 

 

Tagesdaten :

Distanz 113,8 km
Geschwindigkeit 21,4 km/h
Anstieg 432 m

 

Herbsttour 2024 – Tag 16

Herbsttour 2024 – Tag 16

Von Pronstorf nach Geestacht.

Diese Tour bei Relive

Am Frühstück gibt es nichts auszusetzen. Alles da, was man sich wünscht. Sogar Rührei, frisches Obst und vieles mehr.

So gestärkt gehen wir auf die letzte Etappe – vor uns liegen noch rund 75km bis nach Hause. Und es ist Sonntag. Abfahrt schon gegen 9:15 Uhr und bei strahlendem Wetter geht es immer Richtung Süden.  Zunächst auf kleinen Straßen bis nach Bad Oldesloe, wo wir dann auf einen alten Bahndamm bis nach Trittau fahren. Ist zwar nicht asphaltiert aber auch auf dem feinen Schotter kommen wir gut voran.

Bis nach Trittau geht es auf diesem Bahndamm – eine kleine Pause unterwegs, eine kleine Umleitung weil an der Stecke gebaut wird.

Von Trittau aus geht es parallel zur B404, durch den Sachsenwald, Brunstorf und Worth nach Geesthacht. Nach weniger als 4 Stunden reine Fahrtzeit ist unsere Herbsttour 2024 zu Ende.

Insgesamt sind wir mehr als 1500 km in 16 Tagen gefahren.

Tagesdaten :

Distanz 75,2 km
Geschwindigkeit 21,4 km/h
Anstieg 354 m

 

Herbsttour 2024 – Zusammenfassung

Herbsttour 2024 – Zusammenfassung

Es war wieder ein tolle Tour, ein wenig von allem, Touri-Orte, einsame kleine Straßen, nette Gastgeber, Sonne und Regen, eine tolle abwechslungsreiche Strecke – ja manchmal in der dänischen Mitte vielleicht ein wenig zu eintönig.

Verkehr in Dänemark:

  • Motorisierter Verkehr und Radverkehr klappt in den größeren Städten sehr gut, wenn Radverkehr und motorisierter Verkehr getrennt geführt wird – aber außerhalb der Städe, da können die Dänen doch noch was von den Holländern lernen, insbesondere auf dem Lande.
  • Überland kann man gut fahren, solange ein ausgeschilderter Radweg genutzt wird, denn dann ist an größeren Straßen meist ein Radweg vorhanden oder der Radverkehr wird über kleine meist nur wenig genutzte Straßen und Wege geführt.
  • Auf lokalen Radwegen mit dreistelliger Nummer erlebt man auch schon mal Überraschungen
  • Das Fahren auf größeren Straßen ist in Dänemark nicht angenehm. Die motorisieren Teilnehmer zeigen es den Radfahrern sehr deutlich, dass sie der Meinung sind, die Straße gehöre nur den LKW’s und PKW’s, da sind die Dänen in Dänemark noch mal einiges agressiver im Straßenverkehr als die Deutschen, die sich langsam an Fahrradfahrer auf Straßen ohne Radweg zu gewöhnen scheinen.

Beste Übernachtungen:

Schlechteste Übernachtung

  • das kleine Zimmer in Grundsømagle, jeder Beschreibung spottet
  • auch nicht weiterzuempfehlen sind die Übernachtungen in Farvejle und in Tirsted bei Rødby

Zusammenfassung:

Ingesamt sind wir diemal 1503 und ich noch 11 km mehr gefahren wegen des einen Plattens, den wir unterwegs am Tag 10 hatten. Sonst hatten wir keine besonderen Vorkommnisse oder Probleme mit den Rädern.

Insgesamt waren wir inclusive der Pausen knapp 100 Stunden im Sattel (Summe der Trackaufzeichnungen) was einen Schnitt von rund 15km/h incl Pausen ergibt. Rechnet man die Pausen heraus dann lieget der Schnitt in Fahrt knapp über 20km/h.

Wir sind überwiegend im Tour+-Modus gefahren, manchmal auch im Eco-Modus, besonders die ersten Tage, wo noch nicht klar war, ob im Tour+-Modus mehr als 100km möglich sind. Stellenweise wurde auch kurzfristig mal der Auto-Modus genutzt. Dani hatte aufgrund des geringeren Gewichtes meist mehr Reserve als ich.

Jedoch kann ich mich auch nach nun mehr als 3000 km mit dem Sattel nicht anfreunden und der Sattel muss noch mal getauscht werden – allem Anschein nach ist der Sattel zu breit für mich.

 

Mit dem Fahrrad am Deich

Mit dem Fahrrad am Deich

Lämmer im Herbst

Eigentlich dachte ich immer, Lämmer würden im Frühjahr und im Frühling geboren werden. Aber als wir unterwegs waren, waren die Schafe am Deich, dabei auch vier oder fünf kleine Lämmer, die vermutlich nur wenige Tage alt sind, wenn nicht weniger.

Bei mindestens einem Lamm war die Nabelschnur noch nicht abgefallen, bei dem Muttertier hing hinten noch die Nachgeburt heraus. Vermutlich sind die Tiere grade eben geboren worden.

Herbst

Herbst

Es ist Herbst geworden, nach einer recht kalten Woche sind die Termperaturen gerade eben mal so, dass ich das Liegerad nehme und noch eine Runde durch die Elbmarsch fahre. Unterwegs die typischen Farben des Herbstes.

Auf den Wiesen, wo sonst die Störche stolzieren sind nun die Reiher unterwegs. Auf beiden Seiten links und rechts der Straße auf den Wiesen: jede Menge Silberreiher, dazwischen vereinzelt ein paar Graureiher.  (leider auf dem Bild nur schwer zu erkennen)

Pedelec-Tour im Herbst

Pedelec-Tour im Herbst

Meistens ist es im Oktober schnon nicht mehr richtig warm. Heute war so eine Ausnahme. Angesagt waren bis zu 19°C und das an einem 20. Oktober. Da kann man wirklich noch mal in Kurz fahren. Okay. Um 11 Uhr waren es nur 13°C aber im Laufe des Vormittags wurde es immer wärmer.

Die Tour heute : Geesthacht – Grünhof – Krukow – Juliusburg – Gülzow – Kollow – Brunstrorf – einmal von Ost nach West durch den Sachsenwald – Aumühle – Wohltorf – Wentorf – Bergedorf – Cursalack  und Altengamme.

Abfahrt gegen 10:45 Uhr, zunächst entlang der Elbe,

vorbei am alten Kerkraftwerk Krümmel kommen wir nach Tesperhude. Der Parkplatz an der Elbe ist voll, beim Kaffee Koch sind viele Tische besetzt.

Na, dann, die erste Steigung wartet auf uns. Gut 50 Höhenmeter nach oben zu B5, die wir nur queren und auf kleinen Wegen geht es weiter.

Auf den Feldern blüht es lila, und duftet fast so intensiv, wie der Raps im Frühjahr. Es ist Phacelia – auch Büschelschön genannt.

Die Natur zeigt sich von der schönsten Seite – blauer Himmel, die Blätter der Bäume in wunderschönen Gelb-, Orange- und manchmal auch in Rottönen.

Der Weg durch den Sachsenwald entlang der sogenannten “Königsallee” ist wohl der anstrengendste Abschnitt, ist doch die Königsallee durch Rückefahrzeuge und schwere Holztransporter derzeit in einem schlechten Zustand.

Eine kleine Pause in Wohltorf und dann geht es für uns weiter durch Wentorf, aber auch den Weg kann man sich schenken, besser man bleibt an der alten B207 und fährt nicht wie wir diesmal auf dem ausgewiesenen Radweg durch das Wohngebiet. Eng und zu viele kleine Kurven und Ecken, das ist nicht so toll. Fast wären wir mit einem Mädchen, das die Kurve geschnitten hat, zusammengestoßen.

Nach rund 57km kommen wir bei Altengamme an die Elbe, nun sind es noch rund fünfeinhalb km bis nach Hause. Von den Lämmern, die wir vergangenen Sonntag bei der Herde gesehen haben, ist heute keins mehr auf der Weide.

 

 

 

 

Sonnenuntergang im Spätherbst

Sonnenuntergang im Spätherbst

Es ist mittlerweile Ende November, die Tage gehen früh zu Ende, seit einigen Tagen ist das Novembergrau die typische Farbe, und es ist meistens nass und kalt. Das E-Bike ist von den täglichen Fahrten zur Arbeit stark verschmutzt und bekommt dann hin und wieder mal eine Dusche mit dem Gartenschlauch, um den gröbsten Dreck abzuspülen.

Heute sah es anders aus, die Sonne kam durch, es ist zwar kühl aber trocken – also rauf auf das Rad und noch me schöne Runde in den Sonnenuntergang.

Der Himmel zeigt sich in den schönsten Farben. Auch wenn es schnell dunkel wird und ich eine lange Strecke im Dunkeln fahren werden. Aber es kommt dann doch anders.

Auf der Fahrt dann irgendwann – ich muss kurz anhalten und danach habe ich wieder das Problem dass die Rohloff und die Elektronik sich nicht mehr einig sind, welcher Gang denn nun zur Verfügung steht. Während irgendein Gang zwischen 4 und 6 eingelegt zu sein scheint, meint die Elektronik, dass es noch der 10 oder 13 Gang sein.

Weiter als bis in den 4 Gang kann ich dann nicht mehr schalten. Die Schaltung benötigt also dringend eine Synchronisation – nur leider funktioniert die Rohloff-App nicht auf meinem Handy. So muss ich mit hoher Trittfrequenz und lausigen 12-16 km/h nach Hause fahren. Unterwegs ist auch niemand, der mir in dieser Situation noch helfen könnten. Die Personen, die ich anspreche, haben leider keine Zeit. Da ich diesen Zustand schon einmal im Sommer auf einer Fahrt hatte, und das scheinbar keine einmalige Sache zu sein scheint, muss ich nun wohl auf ein aktuelles Handy umsteigen, damit ich notfalls unterwegs mit der App die Synchronisation durchführen kann.

Zuhause mit einem Gerät, auf das das Rohloff-Programm läuft war das Problem dann schnell beseitigt.

Muss denn heute alles immer Smart sein ? geht nicht auch einfach ein Knopf zum Synchronisieren oder eine Schraube zum Einstellen ? Aber vermutlich bin ich dafür einfach zu alt.

 

 

Weihnachten 2024

Weihnachten 2024

Das Jahr ist nun fast rum. Manche sagen: endlich – andere:  schon wieder. Und wie fast jedes Jahr kommt Weihnachten für viele Menschen ganz plötzlich.

Auch für mich wird es am Jahresende mal wieder Zeit, eine Bilanz zu ziehen, auch wenn das Jahr noch ein paar Tage (um genau zu sein 7) Tage hat.

Nach 12 Jahren Liegerad und ich würde meinen, es sind vermutlich so 70 – 80.000 km auf den verschiedenen Liegerädern insgesamt geworden, hat sich nun ein Pedelec mit in den  Fuhrpark integriert.

52.271 km hat der Wolf nun seit Herbst 2017 auf die Uhr bekommen. Habe ich den wirklich schon so lange ? Sieben Jahre und mehr als 52.000 km. In diesem Jahr bin ich vermutlich mehr km mit dem Pedelec gefahren als mit dem Wolf. Das liegt zum einen daran, dass ich tagtäglich mit dem Rad zur Arbeit fahre und dann auch noch alle Wege innerhalb der Stadt mit dem Rad versuche zu fahren, solange ich keinen Großeinkauf transportieren muss.

Gestartet im Januar bin ich mit dem Wolf bei km 48.854 das sind dann nur 3417 km.  Ja, und  das ist natürlich dem geschuldet, dass wir die Herbsttour 2024 mit den Pedelecs gefahren sind und häufig das Wetter immer dann nicht so einladend war, wenn wir Zeit hatten, auf Tour zu gehen.

Mit dem Stadtrad bin ich das erste halbe Jahr noch zur Arbeit und die täglichen kleinen Fahrten gefahren, bevor dann Ende Juli die Pedelecs bekommen haben. Mit dem Stadtrad waren es im ersten Habljahr auch noch mal so ca 1600 km.

Mit dem Pedelec sind bis heute dann 5336 km zusammengekommen. Einen Großteil davon auf der Herbsttour nach Dänemark

In Summe sind das dann 10.353 km, die in 2024 mit dem Fahrrad zurückgelegt worden sind. Zum Vergleich : Das Tacho unseres PKW hat seit Sept. 2022 nur 14.000km gefahren.

Den Ausflug zum Weihnachtsmarkt haben wir nicht mit dem Fahrrad, sondern tatsächlich mit dem Auto gemacht.

Viele Fahrten, die ich derzeit meist mit dem Pedelec unternehme finden im Dunkeln statt. Aber ich weiß, sobald die Temperaturen wieder das Fahren auf der Liege zulassen, wird auch die Liege wieder zum Einsatz kommen. Aber vermutlich wird die Laufleistung des Wolfes in Zukunft weiterhin unter der Laufleistung des Pedelecs liegen – schon dadurch, dass wir die Urlaubsradtouren in erster Linie mit dem Pedelec durchführen werden.

Ich wünsche allen, die diese Zeile lesen ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Start in das Jahr 2025.

Neuer Schalter für die Rohloff E-14

Neuer Schalter für die Rohloff E-14

Im  Frühjahr/Sommer 2024 angekündigt und dann im Spätherbst verfügbar. Der Mit der Rohloff  E-14 verbaute Schalter, bei dem man mit dem Daumen den Gang rauf- bzw. runterschalten muss. Ist so nicht das gelbe vom Ei. Kein Druckpunkt für den Schalter, und man muss sehr genau mit dem Daumen den hinter dem Gummi liegenden Schalter drücken.

Schalten kann man damit schon, aber der Schalter vermittelt wenig Gefühl ob und wann geschaltet worden ist. In der kalten Jahreszeit mit Handschuhen ist das dann mehr ein Probieren und Raten. Eine Rückmeldung, wie bei einer Kettenschaltung mit Triggern – Fehlanzeige.

Im Netz gab es viele Hinweise, wie die Ergonomie des Schalters verbessert oder auch durch Eigenentwicklungen ersetzt werden könnte.

Und dann war da die Ankündigung, von Rohloff, dass es in Q3 oder Q4 2024 dann einen neuen Schalter geben werde. Der ist zwar mit rund 70€ doppelt so teuer wie der zunächst verbaute. Schon ein wenig Frech von Rohloff, dafür so einen Preis aufzurufen.

Der neue Schalter arbeitet nun mit Wippen, so ähnlich wie bei einer Kettenschaltung mit Trigger. Der Austausch ist in rund 10 Minuten erledigt.

Das Schaltverhalten ist auch mit Handschuhen deutlich besser. Es gibt nun tatsächlich einen Druckpunkt, und wenn der erreicht ist, dann kommt auch der Schaltvorgang in der Nabe.