Jahresende 2022 – Erste Tour 2023
Jahresende 2022 – Erste Tour 2023
Das Jahr ist rum. Während ich diese Zeilen schreibe ist schon der 1. Januar 2023. Im Herbst sind nacah der Herbsttour nicht mehr viele km hinzugekommen. Einige kleinere Runden auf den “Hausstrecken” ja, aber nichts, über das es sich zu berichten lohnt.
Und dann wurde das Wetter Ende Oktober, Anfang November auch schlagartig schlecht – war es doch lange noch recht warm, so dass man kaum merkte, dass eigentlich schon Herbst war. Wir fuhren immer noch in leichten Sachen und kalte Füße, dicke Schuhe, Gamaschen habe wir nicht vermißt. Ganz anders dann im November: kalt, Regen, und im Dezember dann auch schon strenger Frost und Eisschollen auf der Elbe.
Ja, diese Jahr zeigte das Tacho dann 41.762 km, Am 1.1.2022 waren es 33.202km. Es waren dann in diesem Jahr 8540km. Nur rund 100km weniger als 2021.
Und dann war heute an Neujahr gutes Wetter und 13-14 °C angesagt. Nach rund 8 Wochen ohne Liegerad waren die 50km mit Gegenwind eine echte Herausforderung, die wir aber gerne angenommen haben.
Schnee im März – oder will der Frühling gar nicht kommen ?
Schnee im März – oder will der Frühling gar nicht kommen ?
Vermutlich war meine letzte Tour die, von der ich Anfang Januar berichtet habe, seitdem ist das Wetter entweder kalt oder windig und regnerisch oder beides. Vorgestern kam dann auch noch der Schnee. Eigentlich wünschen wir uns nur ein wenig mehr Wärme. Die Tage sind schon wieder bis nach 18:00 Uhr hell, da wäre gegen ein kleine Abendrunde nichts einzuwenden, aber eigentlich komme ich derzeit abends nicht los.
Und nun ist auch noch der Schnee gekommen. Seit Freitag morgen schneit es und der Schnee bleibt bei um die 0°C auch noch liegen.
Am Samstag Morgen sah es dann so aus:
Eigentlich wollte ich schon mal ein wenig im Garten machen, aber da ist derzeit nur Schnee.
Mai-Feiertag
Mai-Feiertag – der erst warme Tag in diesem Jahr
Diese Jahr fällt der Mai-Feiertag ( oder auch “Tag-der-Arbeit”) arbeitnehmerfreundlich auf einen Montag. Am Samstag war es noch kalt. Am Sonntag waren Landesmeisterschaften im Turnen der Männer – und damit vielleicht einer der letzten Wettkäpfe für unseren Sohn – das wollte wir uns nicht entgehen lassen. Und am Montag konnten wir dann die “Bleckede-Runde” fahren. Diesemal aber leicht abgewandelt, so dass wir auch rund 90 km gekommen sind.
Zum Glück treffen wir diesen Fahrer nicht noch einmal als wir dann kurz danach die Abfahrt zum Elbe-Lübeck-Kanal genießen.
Und dann kommt der anstrengenste Teil der Tour, die Hügel vor Boizenburg. Ein Schild warnt uns vor 8% Steigung.
Der Höhenunterschied ist zwar geringer als in Krümmel, aber dennoch sind wir froh als wir endlich oben sind.
Und was man raufgefahren ist, kann man hier bei uns im Norden dann auch schnell wieder herunterfahren. Schon wenige einhundert Meter später geht es in Boizenburg genauso wieder hinunter. Die Straße ist frei, gut ausgebaut und wir können es laufen lassen.
Diemal nehmen wir den längeren Weg und biegen nicht am Hafen Richtung Elbe ab, sondern fahren weiter durch die Altstadt bis nach Boizenburg Bahnhof und biegen dort auf die B195 Richtung Neuhaus ab. Heute sind hier sehr viele Motorräder unterwegs. Naja, auch die lockt das gute Wetter zu einer Ausfahrt.
Über kleine Straßen und vorbei an blühenden Rapsfeldern erreichen wir die Elbfähre in Bleckede. Als wir ankommen, kommt auch grad die Fähre an. Diesmal ist es hier richtig voll und entsprechend eng auf der Fähre. Die Fährpreise wurden erhöht. Zahlten wir 2022 noch drei Euro für 2 Personen und 2 Fahrräder, so sind es nun fünf Euro.
Die Elbe hat Hochwasser und ist gerade noch in Ihrem Bett. Bei normalem Wasserstand geht man eine Rampe runter bzw rauf, wenn man auf die Fähre oder von der Fähre geht. Heute können wir ohne Höhenunterschied auf die Fähre und auch wieder hinunter.
In Bleckede würden wir gerne noch ein Stück Kuchen essen und einen Kaffee oder Kakao trinken, aber die Bäckerei am Kreisel hat heute geschlossen und nach Eis steht uns nicht der Sinn.
Die Rücktour ist nahezu flach, sieht man von einigen Auf- und Abfahrten auf den Deich ab. Hohnstorf ist erreicht, wir rasten gegenüber von Lauenburg und essen unser letztes Obst, bevor wir uns auf die letzten 20 km machen.
Kurz vor der Elbbrücke – wir fahren schon einige Zeit hinter einem Paar auf Pedelecs mit knapp 25km/h hinterher, haben aber wegen der schlechten Wegstrecke und Gegenverkehr keine Möglichkeiten zum überholen – setzen wir dann zum Überholen an. Die Frau haben wir schnell überholt. Sie bleibt bei den 25km/h. Wir haben mitlerweile schon auf über 30km/h beschleunigt und beschleunigen weiter, denn den anderen Fahrer können wir erst mit Tempo 38 km/h überholen. Na ja. der wollte uns nicht vorbeilassen und hat dann mal sein Chip-Tuning aktiviert.
Brückentag Himmelfahrt 2023
Rundtour über die Hamburg Elbbrücken
Wir haben auch diese Jahr Glück und brauchen am “Brückentag” zwischen Christi Himmelfahrt und dem Wochenende nicht arbeiten. Was kommt da besser, als eine größere Tour zu fahren? Bleckede waren wir schon also geht es an der Elbe entlang in Richtung Westen. Aber stumpf am Deich entlang ? Da fällt uns was besseres ein:
Hier verlassen wir den Deich und fahren auf kleinen Straßen bis zum “See im großen Moor“. Am See sitzend machen wir nach rund 30 km eine kleine Pause, essen unsere Franzbrötchen und genießen die Ruhe am See.
Danach geht es noch einige Zeit an der Bahnlinie entlang und wir kommen dann durch ein kleines Industriegebiet nach Hamburg-Harburg. Wegen Baustellen ist die Verkehrsführung im Bereich der Bahnhofes und des ZOBs eine echte Zumutung. Schiebenderweise müssen wir uns einen Weg duch den ZOB suchen. Dafür geht es dann entspannt auf einer protected bike lane entlang der Hannoverschen Straße weiter, an deren Kreuzung mit der Neuländer Straße wiederum eine Baustelle uns das Vorankommen schwer macht. Wir reihen uns nach den PKW und LKW in den Verkehr durch die Baustelle ein, können dann linksseitig auf einen gemeinsamen Geh- und Radweg ausweichen und kommen so schnell duch die Baustelle und zur alten Harburger Elbbrücke.
Von nun an geht es zügig nach Norden. Die “Radautobahn” durch das ehemalige Gelände der BUGA in Wilhelmsburg ist fertiggestellt. Nahezu kreuzungsfrei fahren wir bis nach Veddel. Von der alten B4/B75 Wilhelmsburger Reichsstraße sind nur noch einige Sandhaufen zu sehen.
In Veddel sind wir dann schnell wieder in der Großstadt. Die dortige Fahrradstraße wird von vielen Anwohnern und Lieferanten nach wie vor mit PKW und Lieferfahrezugen befahren, die sich z.T. auch stauen, so dass auch mit dem Rad kaum ein Durchkommen ist.
Über die Hamburger Elbbrücken und dann rechts ab. Es wird wieder ruhiger. Der Radweg entlang der alten Wasserwerke Kaltehofe ist autofrei und gut zu fahren. Zurück geht es dann über den Marschbahndamm nach Geesthacht.
Streckenlänge : 86km
unsere Fahrtzeit : ca 4:20 Std.
Am Elbe-Seitenkanal
Am Elbe-Seitenkanal
Heute soll es eine längere Tour nach Süden geben. Entlang des Kanals nach Bienenbüttel und dann über Südergellersen und Westergellersen und Winsen wieder nach Hause.
Los geht es wie fast immer in Geesthacht und dann zunächst über die Elbe und am Deich entlang bis nach Artlenburg, hier überqueren wir zum ersten mal den Elbe-Seitenkanal und das werden wir noch öfter machen.
Parallel oder direkt am Kanal entlang geht es nach Süden. Wir wechseln zwei mal die Kanalseite. Mal sind die kleinen Wirtschaftswege asphaltiert, oder wie oben auf dem Deich fein geschottert. Alles gut und wunderbar zu fahren.
Etwa 7 km hinter Scharnebeck mit dem Schiffshebewerk verlassen wir den Weg auf dem Deich und tauchen ein in unser erstes Abenteuer. Der Waldweg ist von Forstfahrzeugen derart unbrauchbar gemacht, dass wir nur langsam fahren können oder sogar schieben müssen.
So sollte ein “offizieller” Radweg nicht aussehen. Einmal rutscht mir das Vorderrad weg und schnell liege ich im Sand auf der Seite. Rund 3km geht es so in Schrittgeschwindigkeit durch den Wald. In der Ferne sind die Geräusche einer Straße zu hören und die werden langsam lauter. Eigentlich viel zu laut je näher wir kommen. Die K16 verbindet Bienenbüttel mit den umliegenden Ortschaften. Dafür ist hier eindeutig zu viel los. Wie wir ein wenig später herausfinden ist die B4 zwischen Bienenbüttel und Melbeck gesperrt und die K16 scheint die heimliche Umleitung zu sein. Auto an Auto und viele Motorräder mit Kennzeichen aus allen Kreisen Deutschlands sind unterwegs. Die Straße ist schmal, einen Rad- oder Fußweg gibt es nicht. Wir müssen uns zwangsläufig in den Verkehr einordnen. Aber Rücksicht seitens der anderen ist nur selten zu finden. Da wird man eng überholt, abgedrängt, und so weiter. Irgendwie schaffen wir die rund 6km aber schön ist das nicht und wir sind froh, als in Niendorf ein Radweg beginnt und wir in Bienenbüttel die K16 verlassen können.
Endlich sind wir weg vom dichten Verkehr, passieren Hohenbostel und kommen an die Ilmenau, die wir bei Grünhagen überqueren.
Vielleicht soll es eine Entschädigung sein ? Die B4 ist aufgrund der Sperrung nicht befahren und wir genießen die Ruhe entlang der Fahrt nach Melbeck. Und in Melbeck dann fast das gleiche Chaos. Die Fahrezuge, die auf der B4 Richtung Süden unterwegs sind, werden auf die Umleitung über die L223 geführt, die kaum in der Lage ist, die Menge der Fahrzeuge auf zu nehmen. Zum Glück können wir bald nach Westen abbiegen.
Vermutlich wäre der 3-4km weitere Weg von Südergellersen über Kirchgellersen auf Radwegen und asphaltieren Straßen schneller als der Strecke über die unbefestigte direkte Verbindung. Nun ja, auch hier ist wieder viel Sand vorhanden. Aber es gibt auch noch einen Abschnitt, der uns besonders gefallen hat; zwischen Vierhöfen und Bahlburg biegen wir rechts ab und fahren Richtung Norden. Diese Strecke scheinen auch viele Rennradfahrer sehr zu schätzen, denn verglichen mit den anderen Strecken sind hier übermäßig viele Rennradfahrer unterwegs.
Länge : 109 km
Sommertour 2023 – Prolog
Sommertour 2023 – Prolog
In diesem Jahr wollten wir wieder auf Tour gehen. Aufgrund einiger nicht vorhersehbarer Entwicklungen im Arbeitsleben, konnte die endgültige Planung nicht so frühzeitig wie die letzten Jahre stattfinden. Bis kurz vor dem Start der Tour war nicht klar, ob ich während meiner Probezeit schon für einige Tage Urlaub bekommen würde. Das machte ein Planung – insbesondere mit der Bahn schwierig. Als dann endlich klar war, dass wir starten konnten, war es unmöglich eine geeignete Bahnverbindung in den Süden zu bekommen, die nicht grad um 4:30 Uhr morgens ab Hamburg startete. So planten wir lieber eine Tour von Haustür bis Haustür. Was zwar bedeutet, dass sowohl die ersten zwei als auch die letzten zwei Tage dazu führen, dass wir uns in schon bekannten Gegenden aufhalten werden.
Unsere Sommertour dieses Jahr führte uns in 15 Etappen von Geesthacht wieder nach Geesthacht. Unsere Stationen waren:
- Hodenhagen
- Porta Westfalica
- Brenken
- Winterberg (Sauerland)

- Wetzlar
- Obernhof (Lahn)
- Oestrich-Winkel (Rhein)
- Lindheim-Oberndorf
- Schlitz
- Mihla (Werra)
- Artern (Unstrut)
- Salzmünde (Saale)
- Ebendorf bei Magdeburg
- Lüchow im Wendland
- Geesthacht
Geplant sind es knapp 1.600 km, die wir abradeln werden. Dabei werden wir folgende Rad(Fern-)Wege nutzen:
| Allerradweg | Hodenhagen bis Verden |
| Weserradweg | Verden über Porta Westfalica bis Vlotho |
| Werre-Radweg | Bad Salzuflen bis Lage |
| D3, Emsradweg, Senne-Radweg | Pivitsheide bis Paderborn |
| Almeradweg | Paderborn über Brenken bis Brilon |
| Ruhrtalradweg | Olsberg bis Winterberg |
| Linspher-Radweg | Winterberg bis Allendorf |
| Lahntal-Radweg | Sarnau über Wetzlar und Obernhof bis Lahnstein am Rhein |
| Rheinradweg | Koblenz bis Mainz |
| Mainradweg | Mainz bis Offenbach |
| Hessischer Bahnradweg | Mittelbuchen über Lindheim und Schlitz bis Heimboldshausen |
| Werratal-Radweg | Heimboldshausen bis Mihla |
| Unstrut-Werra-Radweg | Heyrode (Mihla) bis Artern |
| Unstrutradweg | Artern bis Karsdorf (Nebra) |
| Goethe-Radweg | Karsdorf bis Halle |
| Saale-Radweg | Halle über Salzmünde bis Calbe |
| Aller-Elbe-Radweg | Groß Ammersleben bis Haldesneben |
| Elbe-Radweg | Hitzacker bis Geesthacht |
Rückblickend läßt sich festhalten, dass wir in den 15 Tagen, die wir unterwegs waren
- einen Tag mit 4 Stunden Regen und einen weiteren Regenschauer unterwegs hatten, sonst war es trocken.
- Keine Panne hatten – auch keine Platten
- unterwegs die Bremsbeläge am orangen Wolf tauschen mußten, da sie abgenutzt waren,
- 1620 km in rund 90 Stunden Fahrzeit mit einem Schnitt von 17,7 km/h zurückgelegt haben
- 7099 Höhenmeter raufgefahren sind
- eine tolle Zeit und sehr viele tolle Eindrücke hatten und reichlich Erholung finden konnten.
Auffallend war, dass im Gegensatz zu den letzten Jahren nur wenige Radreisende unterwegs waren. Auch auf den schönsten Radwegen an Rhein, Lahn und Fulda und Saale haben wir kaum Radreisende getroffen. Liegeradfahrern sind wir nur einmal an der Saale begegnet. Unterwegs haben wir etwa 1100 Fotos gemacht und nun sind wir wieder zu Hause.
Sommertour 2023 – Tag 1
Sommertour 2023 – Tag 1
Von Geesthacht nach Hodenhagen
Gestartet sind wir am 22.Juni 2023 gegen 9:30 Uhr. Schnell noch das übliche Bild zur Abfahrt.
Und dann kann es losgehen. Kurz vor der Fahrt habe ich noch ein neues Navi (Garmin Edge Explorer) bekommen. Die Nutzung ist leicht anders als mit dem alten Navi und so ist es nicht verwunderlich, dass ich das Navi nach rund 25 km komplett neu starte, damit ich endlich auch die Informationen auf dem Display sehen kann, die ich gerne hätte. Wir starten bei strahlendem Sonnenschein, aber für den späten Nachmittag sind heftige Gewitter angesagt.
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Heute ist uns die Strecke gut vertraut. Wir fahren nahezu die gleiche Strecke, wie wir sie schon auf der Herbsttour 2021 gefahren sind, nur dass wir noch ein Stück weiter nach Hodenhagen fahren. Anstrengend ist wieder der “Egestorfer Berg” bei km 37, gilt es doch hier knapp 80 Höhenmeter mit bis zu 9% zu überwinden.
Pause machen wir gegen 12 Uhr in Egestorf am Dorfplatz, verzehren unsere Franzbrötchen und schauen dem Dorfleben zu, das nicht viel zu bieten hat an diesem Donnerstag Mittag.
Unsere Strecke führt uns weiter über Bispingen nach Soltau. Mitlerweile ist es 13:30 Uhr, die Kinder in den Soltauer Schulen haben grad Schulschluss und so ist es recht voll mit Radfahrern auf den engen Radwegen in Soltau. In der Einkaufsstraße finden wir mehrer Lokale. Wir entscheiden uns für ein kleinen asiatischen Imbiss. Nudeln sind nach etwas mehr als 70km genau das richtige.
Der Himmel leuchtet nicht mehr in strahlendem Blau – dichte graue Wolken hängen am Himmel aber noch ist es trocken – ob es so bleibt ? Wir werden sehen. Vor uns liegen noch etwa 35 km; Über Walsrode fahren wir nach Hodenhagen. Die Straßen sind meist gut – abschnittsweise haben wir auch mal Gravel unter den Reifen:
Kurz vor Hodenhagen dann werden wir noch einmal ausgebremst:
Aber wir müssen nur kurz am Bahnübergang warten, dann sind wir an unserem heutigen Ziel. Und wir sind trocken angekommen. Nach dem Duschen allerdings fängt es an zu regnen, und auf dem Rückweg vom Einkaufen beginnt es ordentlich zu schütten. Uns macht das nichts mehr aus, denn wir haben ein Dach über dem Kopf.
Wir übernachten im Gästehaus Becknord. Das Zimmer ist okay, aber es gibt einen offenen Bereich mit Sitzmöglichkeiten, Kaffeemaschine, Tee und einer kleinen Küche, den alle Gäste nutzen können. Abends kommen wir mit anderen Gästen über dies und das ins Gespräch – ein netter Abend und ein gelungener Tag. Im Gästehaus gibt es kein Frühstück, aber im Kühlschrank findet sich alles, was man für ein kleines Frühstück so benötigt und das kann man käuflich erwerben. Aber auch beim nahen Edeka gibt es leckere Brötchen und Milchprodukte, so dass wir das Angebot nicht in Anspruch nehmen werden.
Das Gästehaus Becknord bekommt von uns 4 von 5 Sternen, auch wenn der Preis mit 72€ (ohne Frühstück) für das kleine Zimmer fast schon zu hoch ist, aber es ist alles sehr sauber.
Daten der heutigen Etappe:
| Distanz | 107.6 km |
| Geschwindigkeit | 19.8 km/h |
| Anstieg | 444 m |
Sommertour 2023 – Tag 2
Sommertour 2023 – Tag 2
Von Hodenhagen nach Porta Westfalica
Der gestrige Regen ist noch nicht ganz durch – es regnet mal stärker mal weniger stark. Wie schon gestern geschrieben erstehen wir beim Edeka unser Frühstück, das wir im Gemeinschaftsbereich des Gästehauses verzehren. Eilig haben wir es nicht, denn es soll noch so 4-5 Stunden weiterregnen.
Unsere Fahrt heute führt uns zunächst auf dem Aller-Radweg und einem alten Bahndamm nach Rehtem. Der Bahndamm ist gut zu fahren, nur leider geschottert und führt zum Teil auch noch durch den Wald. Und so wird die Fahrt eine ziemliche Sauerei.
Und dann passiert, was eigentlich nicht passieren sollte, aber wir sind bis auf die Haut nass. Unsere recht teuren Regenjacken, die wir uns nach der 90km-Regentour in Dänemark gekauft hatten – immerhin ein Markenprodukt – versagen. Beide Jacken – okay, sie sind fast 3 Jahre alt, aber noch nicht richtig im Regeneinsatz gewesen und sind auch noch nicht gewaschen worden – versagen total, saugen sich voll und geben das Wasser nach innen nur so weiter. Unsere billigen Regenhosen zu je 19€ das Stück halten Beine und Füße trocken.
Gegen Mittag wird es leicht trockener – wir haben mittlerweile die Weser erreicht, schälen uns aus den nassen Regenklamotten, und nehmen den einen oder anderen noch aufkommenden Tropfen gelassen – Wir trocknen auch langsam wieder.
Diesen Abschnitt an der Weser – ja eigentlich die ganze Weser von Hann.Münden bis nach Verden sind wir nun schon einige Male gefahren, so dass wir uns fast wie zu Hause vorkommen.
- Die großen Kiesabbauflächen und Teiche bei Stolzenau – In Stolzenau wärmen wir uns im Supermarkt erst einmal auf – (andere Radfahrer sind genauso nass wir wir) und nach einem Eis bei der tollen Eisdiele ist uns auch nicht – wir fahren weiter.
- Die Schleuse in Schlüsselburg, wo wir zweimal den Schleusenkanal queren müssen
- Der alte Bahnradweg von Ovenstädt nach Petershagen
- und dann kommen wir hinter Petershagen endlich an die Weser – auch das Wetter ist nun besser – ja die Sonne kommt sogar raus und es wird angenehm zu fahren
- Das Wasserstraßenkreuz in Minden, dem wir diesmal keinen Besuch abstatten, sondern lieber die Abfahrt auf den Weserradweg verpassen und erstmal die Brückenauffahrt zur Ringstraße hinauffahren, um dann festzustellen, das wir nicht richtig sind.
Von Minden ist es dann nur noch ein kleiner Sprung bis Porta Westfalica. Bei stahlendem Wetter legen wir die km zurück – Immer im Blick das Kaiser-Wilhelm-Denkmal. Wir haben ein Zimmer im Stadtteil Hausberge gebucht. Das Haus ist uralt, die Gaststätte darin düster, wir sind die einzigen Gäste. Das Zimmer ist hell und schön groß, wenn auch nicht ganz sauber. Der Wirt macht einen deprimierten Eindruck auf uns und so ist auch die Stimmung im Haus – leicht deprimierend.
Wir reinigen notdürftig den Dreck von unseren Packtaschen und duschen und nutzen das inzwischen richtig schöne Wetter und tingeln so durch den Stadtteil in der Hoffnung, eine gute Gelegenheit für ein Abendessen zu finden. Fündig werden wir beim Italiener. Die Portionen sind groß, der Preis okay und die Nudeln schmecken.
Viel los ist in Hausberge nicht. Die wenigen Menschen hasten noch schnell zum Einkaufen aber sonst sind die Straßen wie ausgestorben. Wir finden noch eine Eisdiele, genießen unser Eis und stellen fest, dass hier fast niemand mit dem Fahrrad unterwegs ist, aber alle auch kleine Strecken scheinbar mit dem Auto fahren (müssen).
Die Unterkunft bekommt von 3 von 5 Sternen – das gute Frühstück am kommenden Morgen hebt das Preis-Leistungs-Verhältnis.
Daten der heutigen Etappe:
| Distanz | 108.8 km |
| Geschwindigkeit | 19.0 km/h |
| Anstieg | 175m |
Distanz : 109 km
Sommertour 2023 – Tag 3
Sommertour 2023 – Tag 3
Von Porta Westfalica nach Brenken (Büren)
Bei strahlendem Sonnenschein verlassen wir Porta Westfalica. Von Regen keine Spur, und so soll es auch bleiben – stattdessen soll es richtig warm werden. Mehr als 30 °C sind für heute angesagt.
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Wir folgen dem Verlauf der Weser, bleiben aber auf der östlichen Seite der Weser – der offizielle Weserradweg verläuft auf der Westseite. Aber hier kommen wir genauso gut voran. in Uffeln finden wir den Rastplatz, an dem wir auf der ersten Tour an der Weser mal Pause gemacht haben, queren die Weser und erreichen Vlotho.
Nun heist es Abschied zu nehmen von der Weser und es wird hügeliger. Auf kleinen Nebenstraßen geht es in Richtung Bad Salzuflen.
Von Bad Salzuflen geht es weiter nach Lage – immer etwas bergan, um dann ab Lage etwas stärker anzusteigen – wir müssen über den Teuteburger Wald hinüber. Mit etwa 200m ü.NN nicht gerade hoch, aber dennoch erwarten uns bis zu 7% Steigung.
Und dann bei Senne erreichen wir das Quellgebiet der Ems. Klar machen wir einen kleinen Abstecher zur Quelle. Was stellt man sich unter einer Quelle vor ? Klares Wasser, das irgenwo hervorquellt. Wir finden nur einen Matschtümpel, der die Quelle der Ems sein soll.
Unser nächstes Ziel ist Paderborn und das Schloss in Neuhaus. Von der Emsquelle bis hinter Paderborn ist das Gelände eher flach und leicht abschüssig. Wir kommen gut voran.
Wir nehmen uns die Zeit, eine Runde durch den Schlossgarten zu radeln – ganz langsam natürlich.
Ab nun folgen wir dem Alme-Radweg. Die Alme entspringt im Ort Alme in der Nähe von Brilon und mündet Beim Schloss Neuhaus in die Lippe. Der Alme-Radweg verbindet Brilon mit Paderborn. Heute ist Samstag, und wir wollen noch einige Sachen einkaufen, die wir für morgen benötigen, denn morgen wird Einkaufen schwierig sein. So machen wir einen Abstecher nach Eilsen, kaufen dort ein, damit wir für den morgigen Sonntag genug Obst und Getränke haben.
Zurück auf dem Alme-Radweg kommen wir gut voran. Der Weg ist gut ausgebaut und führt meist nah an der Alme entlang, so daß größere Steigungen ausbleiben, aber es geht immer ein wenig bergan, was wir aber kaum merken. Allerdings merken wir, dass er recht warm ist – Das Navi zeichnet Temperaturen von bis zu 32 °C auf – und so werden unsere Trinkflaschen bald leer.
Manche Abschnitte des Radweges sind auch mit feinem Schotter belegt – zwar nicht ganz so toll aber immer noch gut zu fahren. Zum Tannenhof in Brenken geht es dann doch noch mal ein gutes Stück nach oben. Die Wärme hat uns langsam müde gemacht und so müssen wir zum Ende des Tages eine Schiebeeinlage einbauen.
Unser Zimmer im Tannenhof sehr preisgünstig, das Zimmer ist schon ein wenig abgewohnt, aber das Bad ist relativ neu, groß und sauber.
Wir bekommen sogar noch Abendessen im Tannenhof, die Karte ist einfach: Schnitzel in vielen Variationen, dazu gibt es Pommes. Nachdem die geschlossene Gesellschaft ihr Abendessen bekommen hat, können auch wir bestellen und dann draußen immer noch mehr als 24°C essen.
Der Tannenhof bekommt von uns 5 Sterne, was in erster Linie durch den exterm günstigen Preis bedingt ist. Insgesamt haben wir mit dem Abendessen und einem Eis (sehr lecker) und Getränken weniger bezahlt als in anderen Häusern nur für die Übernachtung.
Tagesdaten :
| Distanz | 110.5 km |
| Geschwindigkeit | 16.3 km/h |
| Anstieg | 704 m |
Sommertour 2023 – Tag 4
Sommertour 2023 – Tag 4
Von Brenken hinauf nach Winterberg
Heute steht die kürzeste Etappe auf dem Programm, aber dafür hat sie die meisten Höhenmeter. Fast 1000 Höhenmeter werden wir heute absolvieren. Zunächst werden wir weiterhin der Alme folgen, um dann bei Brilon vom Alme-Radweg auf den Ruhrtal-Radweg zu wechseln.
Auch heute haben wir strahlenden Sonnenschein und sehr warme Temperaturen (bis zu 31°C)
Da heute Sonntag ist, versuchen wir in Büren – dem nächsten größeren Ort – einen Bäcker zu finden, um frischen Kuchen zu erstehen. An der alten Mühle weht uns ein Duft von frischen Backwaren um die Nase aber auch auf Nachfragen bei Passanten können wir keine Bäckerei finden.
Also fahren wir weiter – wir haben ja noch unsere Notration, damit werden wir schon hinkommen. Je höher wir auf dem Almeradweg kommen, um so öfter sehen wir auch haufenweise abgestorbene Bäume an den Berghängen.
Der Alme-Radweg wird zwischen Siddinghausen und Alme auf geschotterten Wirtschaftswegen im Wald neben einer Bahnstrecke geführt. Wahrscheinlich wären wir schneller voran gekommen, wenn wir die parallel verlaufende L637 genommen hätten, auf der wir bei das letzte Stück bis Alme sowie fahren müssen. Heute am Sonntag morgen ist hier schon reichlich Ausflugsverkehr und viele Motorräder sind unterwegs – einen Radweg gibt es aber leider nicht.
In Alme verlassen wir dann auch den kleinen Fluss Alme – mitlerweile sind wir im Hochsauerlandkreis angekommen. Und für uns heißt es nun erstmal bergan fahren. Bevor es runter ins Ruhrtal geht, gilt es für uns von etwa 300m auf zunächst 470m und dann nach einer Abfahrt erneut auf über 500m ü.NN zu fahren. – Hochsauerland halt.
Bei Altenbühren erreichen wir dann die knapp 510m ü.NN.
Danach geht es erstmal wieder bergab. Die nahe Ruhr fließt auf einer Höhe von etwa 330m ü.NN. Bei der Abfahrt geben die Bremsen von Dani’s Rad merkwürdige Geräusche von sich.
Teilweise sind die Straßen eng und das Gefälle so stark, dass wir uns nicht trauen, es einfach laufen zu lassen.
Wenig später bemerkt Dani eine nachlassende Bremsleistung.
Im Ruhrtal ist es erstmal eine kleine Schiebeeinlage notwendig: In Bigge ist es vermutlich leichter durch den Ort zu fahren, als dem Ruhrtalradweg zu folgen. Unnötig 20 Höhenmeter mit mehr als 7% hoch zu fahren, um gleich danach das wieder runter zu fahren – für E-Biker sicherlich einfach – für uns mit Gepäck leider nicht so leicht.
Der Ruhrtalradweg ist hier noch fast durchgängig asphaltiert und gut zu fahren. Manchmal gilt es aber doch heftigste Steigungen und auch Gefälle zu durchfahren. Wo es mit 16% hinuntergeht,
geht es auf der anderen Seite ähnlich steil wieder bergan.
Zwischen Assinghausen und Wiermeringhausen dann wohl der heftigste Anstieg auf dem Ruhrradweg: Die ausgeschilderten 15% Gefälle sind wir grad hoch – geschoben : 70 Höhenmeter bei 15% – nicht mit einem vollbepacktem Liegerad. Oben müssen wir uns erst einmal stärken.
Leider ist es von hier an mit dem gut asphaltierten Radweg nun vorbei. Der Ruhrtalradweg wird über geschotterte Witschaftswege geführt. Vor uns liegen nun noch etwas mehr als 200 Höhenmeter und etwa 13km bis zum Ziel. Die Laune sinkt, denn wir kommen nur noch in kleinen Gängen und langsam voran. Das Fahren auf dem Schotter ist sehr anstrengend. Mountain-Biker (mit E-Antrieb) überholen uns zu hauf und scheinen Spaß an dieser Art von Wegführung zu haben.
Kurz vor Winterberg erreichen wir den Höhepunkt der diesjährigen Reise: 680m ü.NN
Winterberg macht auf uns einen netten Eindruck an diesem Sonntag Nachmittag. In der Innenstadt ist recht viel los – möchte nicht wissen, was da in der Woche alles los ist. Nachdem wir das Hotel erreicht haben – es war recht schwierig ein Bett für nur eine Nacht in Winterberg zu bekommen – durchlaufen wir den Ort, belohnen uns in einer Bäckerei mit einem Stück Torte – wir hatten unterwegs ja keinen Bäcker gefunden – und genießen den Sonntag Nachmittag in Winterberg und erkunden so den kleinen Ort. Leider schaffen wir er nicht bis zu den Ski-Gebieten und der Ski-Sprungschanze dafür reichen unsere Kräfte dann nicht mehr. Wir lassen den Abend auf dem Marktplatz beim Abendessen ausklingen.
Danach schaue ich mir noch Dani’s Rad an. Und wie gut, dass ich dem Impuls gefolgt bin und am Tag der Abfahrt noch schnell einen Satz Bremsbeläge zum Werkzeug und den Ersatzteilen hinzugetan hatte. Die vorderen Bremsbeläge am Wolf sind runter:
Richtig blank, kein Wunder, dass die Bremse Geräusche macht und die Bremsleistung nachläßt. Das Tauschen der Beläge ist mit dem wenigen Werkzeug, das ich dabei habe zwar nicht so einfach wie zu Hause aber dennoch schnell erledigt – und nun bremst es auch wieder.
Wir übernachten im Hotel Kiepenkerl – einem alten Hotel und Gasthaus, das nun von niederländischen Gastleuten betrieben wird und die noch kräftig am Renovieren und Umbauen sind. Unser Zimmer ist noch nicht neu gestaltet, aber sauber. Billig ist Übernachten in Winterberg nicht, aber zusammen mit dem sehr guten Frühstück bekommt das Kiepenkerl 3 Sterne, wobei das Früstück wirklich klasse ist.
Tagesdaten :
| Distanz | 68,2 km |
| Geschwindigkeit | 13.2 km/h |
| Anstieg | 909 m |
Sommertour 2023 – Tag 5
Sommertour 2023 – Tag 5
Von Winterberg hinunter an die Lahn nach Wetzlar
Heute steht die mit 125km längste Etappe auf dem Programm. Es geht zunächst hinunter ins Edertal, dann über eine kleine Anhöhe weiter bis ins Lahntal und dann entlang der Lahn.
Wit starten nach einem super Frühstück gegen 9:15 Uhr in Winterberg.
Kurz noch im lokalen Edeka ein bisschen Proviant eingekauft und dann geht es los. Uns erwartet eine alte Bahnstrecke – super asphaltiert, die uns ohne groß treten zu müssen mit einem Gefälle zwischen 2% und 3% hinunter an die Eder bringen wird. Wie gut, dass ich gestern noch die Beläge wechseln konnte.
Ein kurzer Blick noch zurück – und dann können wir es für die nächste halbe Stunde und 15 km einfach nur laufen lassen. Es geht bergab – so richtig bergab. Trotz einiger Fotostops haben wir die 15 km nach etwas weniger als 30 Min hinter uns – eigentlich schade
Viel zu schnell sind wir in Hallenberg – das hätte gerne noch so weitergehen können. Ab nun geht es ein wenig auf und ab. Meistens auf einem Bahndamm – manchmal auch auf den Straßen geht es Richtung Allendorf weiter. Auch einen kleinen Tunnel hat diese Strecke zu bieten.
Der Tunnel Bromskirchen ist etwa 325 m lang.
In Allendorf treffen wir zum einen auf die Fa. Viessmann, und wir überlegen, ob das nun zumindest für Dani eine Dienstreise wird ? Aber wir haben keine Zeit für eine Werksbesichtigung und so fahren wir ein kleines Stück den Ederradweg, den wir letztes Jahr im Herbst unter den Rädern hatten. Aber das sind nur ein paar hundert Meter, dann geht es raus aus dem Edertal. In Battenberg fahren wir rund 100 Höhenmeter wieder nach oben und beginnen dann bei Laisa mit unsere Abfahrt ins Lahntal bei Wetter. Apropos Wetter : Kurz hinter Laisa erwischt uns ein ordentlicher Schauer aber nur kurz aber heftig. Genauso schnell wie er gekommen ist, ist er auch wieder vorbei und wir können die Regensachen wieder ausziehen. Von hier oben kann man nach dem Schauer wieder richtig weit ins Land blicken und wir legen eine kleine Pause ein.
Nach einer kleinen Stärkung geht es dann weiter. In Niederaspe finden wir dieses tolle alte Sägewerk.
Im Gebiet zwischen Wetter und nörlich davon wir die B252 neu gebaut und die Ortschaften bekommen eine Ortsumgehung. Die Brücken über diese neue Straße sind zum großen Teil schon fertig, aber von der Trasse selbst ist noch nicht viel zu sehen. Unsere Streckenführung geht aber schon über die neue Brücke – schön steil und dann wieder runter mit ordentlich Schub und mehr als 50km/h geht es zurück auf den alten Weg. Bei Sarnau kommen wir an die Lahn und den Lahntal-Radweg.
Wir folgen dem Radweg in Richtung Marburg. Irgendwann passieren wir diese Schild – man sollte meinen, dass also irgendwo eine Umleitung beginnt. Wir finden die nicht und bahnen uns unseren Weg durch Marburg. Und stecken prompt im Uni-Viertel im Verkehr fest.
In Marburg Weidenhausen kommen wir dann wieder zurück auf den Lahntal-Radweg – schon viel besser als sich durch den Stadtverkehr quälen zu müssen.
Der Lahntalradweg zwischen Marburg und Wetzlar super ausgebaut, nett zu fahren, viel zu schauen und meistens komplett flach angelegt. Mal dichter an der Lahn – mal auch was weiter weg. Wir kommen gut voran. Nur der Wind kommt nun frisch von vorne. Aber egal, vergleichen mit dem Wind im Norddeutschen Flachland ist das nicht viel.
Man fährt mal linksseitig, dann über eine Brücke und dann wieder rechtsseitig. Von der Ortschaften und Städten bekommen wir kaum was mit. In Rutterhausen bei Lollar machen wir die 500km voll.
Kurz danach passieren wir Gießen, und lassen es links liegen. Auf der Lahn sind viele Paddler und SUP-begeisterte unterwegs. Ja, es ist auch wieder richtig warm – Mehr als 30°C sind es auf alle Fälle wieder.
Unser Ziel heute Wetzlar. Auch wenn es heute mehr als 120 km sind, sind wir früh dran, können abends noch essen gehen und uns die Stadt und den Dom ansehen.
Unsere Unterkunft in Wetzlar bekommt nur 2 Sterne. Das Zimmer ist alt und abgewohnt, das Bad hat den Charm der späten 70er Jahre (rosa Fliesen) und der Preis ist zu hoch. Das Frühstück am darauffolgenden Morgen ist ordentlich.
Tagesdaten :
| Distanz | 123.6 |
| Geschwindigkeit | 18.9 km/h |
| Anstieg | 566m |
Sommertour 2023 – Tag 6
Sommertour 2023 – Tag 6
Entlang der Lahn nach Obernhof
Wir haben strahlenden Sonnenschein, als wir in Wetzlar nach einem recht guten Frühstück aufbrechen. Unser Weg führt uns heute rund 100 km entlang der Lahn Richtung Rhein.
Der Lahntal-Radweg ist auch hier überwiegend gut ausgebaut, das Lahntal ist noch breit, aber das wird sich im Laufe der Fahrt noch ändern.
In Löhnberg fragen wir uns, wie wir auf die Brücke kommen, die uns auf die andere Lahnseite bringen wird. Aber man muss nur geduldig weiterfahren – und nicht wie zunächst angenommen durch das Gebüsch die Rampe hoch. 300 Meter weiter einen U-Turn gemacht und dann kann man auf die Brücke fahren.
Das Lahntal wird nun enger und bald haben wir es (fast) ganz für uns alleine.
Die Lahn schlängelt sich hier so durch die Hügel und wir folgen den vielen Biegungen und Windungen.
Als wir bei km 38 eine Pause einlegen, werden wie von einer Gruppe Radfahrern überholt. Am Bahnübergang in Fürfurth holen wir sie dann wieder ein. Da müssen wir alle eine ungewollte Pause einlegen – Als die Züge endlich alle durch sind, kommt der Bahnmitarbeiter raus und muss per Hand die Schranken hochkurbeln – Bahn 4.0 ? !
Und dann gleich die nächste freudige Überraschung – Umleitung. Diesmal aber gut ausgeschildert und mit einem schönen Berg.
Bei Aumenau kommen wir wieder auf den eigentlichen Lahntal-Radweg. Noch ein paar Windungen der Lahn folgen und wir sind in Limburg.
Wir machen einen spontanen Abstecher in die Altstadt. Alte Häuser, Restaurants, Cafes …. Wir machen uns zu Fuß auf zum Dom – mit den Rädern in der Altstadt halten wir für eine schlechte Idee.
Uns war es in der Altstadt zu voll, um in Ruhe ein Mittagspause einzulegen – Wir fahren nach Diez, suchen uns eine Möglichkeit, um für den Abend einzukaufen und finden beim Bäcker zwei schöne Stücke Kuchen.
Knapp 30 km haben wir nun noch bis zu unserem heutigen Ziel – Wir machen uns gestärkt wieder auf den Weg. Der Lahntalradweg ist nun mal gut ausgebaut, mal ein guter Gravel-Weg und manchmal werden wir auch über kleiner Straßen geführt.
Bei Cramberg wechseln wir innerhalb von weniger als 2 km zweimal das Lahnufer. Die beiden Brücken sehen identisch aus – vermutlich gab es die billiger, wenn gleich zwei bestellt wurden.
Schön und ruhig ist es hier – wir begegnen kaum anderen Menschen. Das Wetter ist immer noch gut und warm, das Radeln macht auch nach mehr als 90 km immer noch viel Spass, denn es ist sehr abwechslungsreich.
Unser heutiges Ziel ist nur ein kleiner Ort, etwa 400 Menschen leben noch im Ort. Es gibt eine kleine Kirche, ein Hotel, einen Bahnhof, eine Eisdiele, ein italienisches Restaurant und ein kleine Pension. Um die Pension zu erreichen müssen wir die Umleitung über den Campingplatz nehmen.
Unser Abendessen gibt es heute beim Italiener. Wir sind ja froh, dass es das Restaurant in dem kleinen Ort gibt. Als wir am Essen sind, erreichen zwei weitere Radfahrer, die wir in der Nähe von Wetzlar am Morgen überholt hatten Obernhof und checken im Hotel ein. Wir waren aber schon deutlich mehr als eine Stunde im Ort.
Unser Zimmer in Haus Fumiko. Die Übernachtung verfehlt knapp die 4 Sterne, denn am nächsten Tag sind wir merkwürdiger Weise an den Armen zerstochen oder gebissen. Mücken hatten wir aber nicht im Zimmer.
Tagesdaten :
| Distanz | 102.7 km |
| Geschwindigkeit | 17.9 km/h |
| Anstieg | 509 m |
Sommertour 2023 – Tag 7
Sommertour 2023 – Tag 7
Von der Lahn an den Rhein
Heute stehen etwas mehr als 100 km auf dem Programm – große Höhenunterschiede sind nicht zu erwarten, fahren wir doch nur an der Lahn und am Rhein entlang.
Nach einem liebevollen Frühstück mit frischen Brötchen, viel Käse, Marmelade und Obst und Gemüse starten wir bei bedecktem Himmel in die heutige Tour. Erstmal geht es weiter an der Lahn entlang. Aber das mit den Höhenunterschieden hat sich schon gleich am Start erledigt. Wir dürfen den Berg zum Kloster Arnstein erklimmen.
Mit 8-9 % geht es hinauf und der Bauch ist auch noch voll. Danach geht es wie auf einer Berg- und Talbahn bis nach Nassau – runter und rauf, runter und rauf. Auf den Abfahrten über 40km/h stellenweise über 50km/h, an den Anstiegen schaffen wir grad mal noch so 6-8 km/h. Auf dieser Seite der Lahn ist halt nicht mehr Platz. Ab Nassau wird er besser – schnell ist Bad Ems erreicht.
Dominiert wird Bad Ems vom Kurhotel und viele der Häuse stammen wohl noch aus der Kaiserzeit, als sich der Adel in Bad Ems zur Erholung traf. Wir lassen Bad Ems schnell hinter uns. Bis zum Rhein sind es nur noch gut 10 km. Wir queren den Rhein auf der Südbrücke von Koblenz – Koblenz und das deutsche Eck müssen wir ein andern Mal besuchen, denn unser Weg führt uns Rheinaufwärts. Von Koblenz sind es etwas mehr als 30 km bis St.Goar. Hier wollen wir zu Mittag essen. Der Ort ist voll mit Touristen. In der kleinen Fußgängerzone finden wir in einer Seitengasse ein asiatisches Restaurant. Es war echt lecker dort. Und als wir nach dem Essen wieder auf die Straße kommen, ist die Stadt wie ausgestorben. Alle Gäste sind weg.
Unser Nächstes Ziel – Loreley. Der Rhein hat sich hier tief in das Gestein gefressen und die Schiffe auf dem Rhein müssen in einer engen Kurve um den Loreley-Felsen herum navigieren. Es gibt hier sogar eine Ampel für Schiffe auf dem Fluss.
Langsam wird auch das Wetter besser. Die grauen Wolken verschwinden mehr und mehr und immer häufiger kommt die Sonne raus. Für uns geht es weiter den Rhein hinauf, vorbei an vielen Burgen und Schlössern auf beiden Seiten des Flusses, oder wie Burg Pfalzgrafenstein mitten im Fluss.
Auch hier auf dem Rheinradweg sind nur wenige Radreisende unterwegs. Seitdem wir von der Loreley weg sind, haben wir den Radweg am Rhein fast für uns alleine. Noch sind es etwas mehr als 30 km bis zu unserem Ziel in Oestrich-Winkel. Als die Sonne dann längere Zeit vom Himmel scheint, wird es schnell wieder über 30°C warm.
In Ingelheim fährt uns die Fähre grade vor der Nase weg und wir haben das Nachsehen. Aber nach rund 20 Minuten Wartezeit ist sie zurück und bringt uns auf die andere Rheinseite.
Wir müssen noch ein wenig für unser Abendbrot einkaufen, denn wir wollen nicht zwei mal im Restaurant essen. So gibt es heute Abend Obst, Salat, und Joghurt.
Am Abend machen wir noch einen ausgedehnten Spaziergang am Rhein. Statt Bierwagen oder Eiswagen gibt es hier am Rhein Weinstände. Na Ja, fast jeder Berghang ist mit Wein bepflanzt.
Das Hotel Ruhtmann bekommt von uns nur einen Stern. Preis und Leistung stimmen einfach nicht. Dusche im Zimmer, Toilette auf dem Gang, Frühstück kann man nicht spontan buchen sondern nur mind. 2 Tage im Voraus und das alles zu einem Preis, der ohne Extras an den Preis mit Abendessen im Tannenhof herankommt.
Tagesdaten :
| Distanz | 102.7 |
| Geschwindigkeit | 17.9 km/h |
| Anstieg | 509 m |
Sommertour 2023 – Tag 8
Sommertour 2023 – Tag 8
Vom Rhein über den Main auf den Hessischen Bahnradweg
Heute werden wir mehr als 100 km zurücklegen. Das Wetter soll sich zum Nachmittag hin eintrüben und dann auch regnen. Für uns heißt das, dass wir versuchen nicht zu spät am Ziel anzukommen.
Frühstück gibt es heute zumindest nicht im Hotel. Wir sind gerne bereit für ein ordentliches Frühstück bis zu 10 € pro Person auszugeben, aber mit dem Preis, der im Hotel verlangt wurde, konnten wir uns nicht anfreunden. So machen wir uns auf, finden beim Rewe einen Bäcker mit frischen Brötchen, Kuchen, Kaffee und Kakao, Milchprodukte gibt es direkt beim Rewe. Und einen Tisch draußen in der Sonne gibt es auch. Okay, wir haben nur einen Blick auf den Parkplatz aber okay es geht.
Und so geht es dann gegen 8:40 Uhr auf die Fahrt weiter den Rhein hinauf. Wir passieren Wiesbaden und Mainz – den Dom sehen wir auf der anderen Rheinseite liegen.
Und dann biegen wir an den Main ab. Schon gestern sind uns die vielen Flugzeuge aufgefallen, heute sind es noch mehr und sie sind deutlich tiefer. Alle im Landeanflug auf Frankfurt. Bei km 28 erreichen wir den Aussichtsturm in Mainz am Mainhafen. Eine kleine willkommene Pause – rauf auf den Turm und schnell ein paar Bilder gemacht.
Der Main-Radweg zeigt sich hier von einer seiner schönen Seite. Führt er doch dicht am Main entlang durch die Mainwiesen. Die Brücke der A671 scheint dagegen nicht in einer guten Verfassung zu sein, muss sie doch stark abgestützt werden.
Für uns geht es weiter durch Weinanbaugebiete, manchmal auch durch Gewerbegebiete und oft dicht am Main entlang. In Flörsheim nach rund 39km und 3 Stunden nach dem Aufbruch vom Hotel machen wir unsere erste größere Pause, essen den noch vorhandenen Kuchen vom Bäcker und geniessen die Sonne. Es ist angenehm war – 26°C.
Auf der Weiterfahrt fallen uns immer mehr abgebrochene Äste und umgestürzte Bäume am Wegesrand auf. Die Blätter sind noch frisch, so dass die erst kürzlich umgeweht bzw. vom Wind abgebrochen wurden. Einmal versperrt ein querliegender Baum uns den Weg, wir können über die Wiese ausweichen.
Bei Okriftel ist der Mainradweg dann gesperrt – hier sind dann wohl zu viele Bäume umgestürzt. Wir müssen durch den Ort über die Straße ausweichen, können aber nach dem Wald wieder auf den Mainradweg zurück.
Bei Sindlingen führt die geplante Route über die Sindlinger Mainbrücke (B40) aber da ist weit und breit kein Weg zu finden, auf dem wir auf die Brücke kommen können. Wir fahren weiter am Main entlang, schalten das Navi von Trackverfolgung auf Routing und finden nach einigem Suchen die Auffahrt auf die Werksbrücke West in Höchst.
Vorbei am Industriepark Höchst kommen wir bei Schwanheim wieder an den Main. Nun geht es auf dem südlichen Mainufer durch Frankfurt hindurch – nicht besonders aufregend, aber es sind recht viele Menschen unterwegs.
Wir sind froh, als es Richtung Offenbach endlich wieder weniger voll ist. Unsere Mittagspause gegen 13:00 Uhr machen wir in Offenbach am Hafenplatz. Wie Hamburg hat wohl auch Offenbach eine “Hafen-City”. Nett gestaltet – auch wenn ich die Karton-Architektur nicht schön finde – aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache. Damit haben wir auch den südlichsten Punkt unsere diesjährigen Radreise erreicht.
Nach der Pause passieren wir bald die “Doppelhelix” – mir scheint es mehr ein Bild für den derzeit verdrehten Zustand bei der DB zu sein. Fahrradmitnahme in ICE’s ist z.T. echt schwierig, weil man keine Radplätze buchen kann.
Kurz hinter Frechenheim verlassen wir den Main und fahren nordostwärts und fahren über Hochstadt nach Buchen. In Mittelbuchen treffen wir auf den Bahnradweg Hessen, dem wir die nächsten Tage folgen werden.
Hier geht es durch welliges Gelände, vorbei ist das schöne dahingleiten am Main, wir müssen an den Steigungen ordentlich in die Pedale treten. Hier tröpfelt es auch ein wenig – aber zu wenig um sich umzuziehen. Die Temperatur ist auf 22°C zurückgegangen.
Wir folgen dem Bahnradweg, der hier nur so heißt, passieren Windecken und Eichen, ab Höchst verläuft die Strecke dann parallel zur Bahn und dem Flüsschen Nidder. Auf den Wiesen sehen wir viele Störche.
Nachdem wir in Lindheim für den Abend eingekauft haben verlassen wir den Bahnradweg und fahren nach Düdelsheim. Dort sind wir im Apfelstübchen untergekommen. Der Preis ist für die Unterkunft ein wenig zu hoch aber aber die Herzlichkeit der Gastgeberin ist groß, das Frühstück am nächsten Morgen sehr schön. Somit geben wir der Unterkunft trotz des hohen Preises 4 Sterne.
Für unser Abendessen haben wir in Düdelsheim scheinbar nur zwei Alternativen: Das Vereinslokal des ortsansässigen Sportvereins – eine Karte finden wir im Internet nicht und ein italienisches Restaurant. Wir entscheiden uns für Nudeln beim Italiener. Und danach noch ein Eis vom Supermarkt, denn wir nutzen die Gelegenheit, und kaufen für morgen schon mal ein, denn wir haben im Apfelstübchen auch einen Kühlschrank zur Verfügung.
Tagesdaten :
| Distanz | 108 |
| Geschwindigkeit | 18.2 km/h |
| Anstieg | 328m |
Sommertour 2023 – Tag 9
Sommertour 2023 – Tag 9
Auf dem Hessischen Bahnradweg Tag 2
Nachdem wir gestern auf dem Bahnradweg Hessen gestartet sind, werden wir heute fast ausschließlich auf dem Bahnradweg unterwegs sein. Es stehen etwas mehr als 90 km mit der zweithöchsten Erhebung unserer Tour an. In Hartmannshein nach etwa 42 km werden wir auf über 570 m ü.NN die Wasserscheide zwischen Rhein und Weser passieren.
Das Frühstück im Apfelstübchen läßt keine Wünsche übrig, und der angebotene Apfelsaft aus eingen Äpfeln schmeckt ausgezeichnet. Die Brötchen sind frisch vom Bäcker, der Käse lecker, die Marmelade ist selbstgemacht und Kaffee und Tee gibt es auch.
Für uns heißt es dann erstmal zurück nach Lindheim zu fahren und dort auf den Bahnradweg. Zunächst führt die Stecker parallel zur bestehenden Strecke von Lindheim nach Stöckheim im Tal der Nidder. In Glauberg kann man, wenn man möchte die Keltenwelt am Glauberg besuchen – wir möchten nicht, sondern fahren weiter nach Stockheim.
In Stockheim zeugt der große alte Bahnhof davon, dass sich hier mal zwei Bahnlinien getroffen haben: Die Lahn-Kinzig-Bahn ist noch in Betrieb, die alte Strecke nach Gedern und weiter über Herbsstein nach Lauterbach ist nun ein toller Radweg.
Für uns geht es nun die nächsten 27-28 km immer mit einer Steigung zwischen 2 und 4 % nach oben. Auf der guten Asphalt-Strecke könne wir so zwischen 12 und 16 km/h durchgängig fahren. Leider ist es heute bedeckt und sehr diesig. Hin und wieder gehen auch Schauer nieder. Wir haben zwar stellenweise einen nassen Bahndamm, aber einen Schauer bekommen wir nicht ab.
Nach ziemlich genau zwei Stunden Anstieg haben wir die Höhe von 565 m ü.NN erreicht – Hartmanshain. Für uns heißt es erstmal Pause. Bei der Strecke bergan haben wir gar nicht gemerkt, das die Temperatur auf 18°C zurückgegangen ist und zudem weht hier oben auch noch ein ordentlicher Wind, der die Regenschauer gleichmäßig über das Land verteilt.
Wir ziehen schon während unsere Pause zusätzliche Kleidung an. Das ist auch gut so, denn die nächsten 30 km geht es überwiegend bergab – da müssen wir nicht groß treten, somit wird uns vermutlich auch nicht grad warm sein. Die Temperatur sinkt auf 14°C. Häufig erreichen wir bei der Abfahrt Geschwindigkeiten von über 40 km/h.
Wir passieren Cainfeld, Ilbeshausen, fahren in großem Abstand an Herbstein vorbei, bis dann kurz vor Lauterbach der Bahnradweg endet und wir einmal durch die Stadt fahren müssen. Aber zuvor gibt es noch einen tollen Aussichtspunkt an der alten Bahnstrecke bei Blitzenrod.
Unser Weg führt uns weiter entlang der Lauter : Lauterbach, Angersbach, Bad Salzschlirf, hier vereinigen sich die Lauter und die Altefeld zu dem (wohl kürzestem Fluss Schlitz, dem wir bis in den gleichnamigen Ort wiederum auf einer alten Bahntrasse folgen.
Unsere Pension ist schnell gefunden, wir haben Glück, denn obwohl wir früher als geplant ankommen ist schon jemand da und wir bekommen ein Zimmer, können duschen und uns für die Stadtbesichtigung fertig machen. Schlitz ist die Stadt mit den fünf Burgen. Da wollen wir mal schauen, was es da so zu sehen gibt. Wir laufen durch das Obertor auf den Hinterturm zu, der in der Adventszeit mit Lampen auf der Spitze und einem roten “Umhang” als größte Adventskerze weithin sichtbar ist.
Wir besuchen den Turm. Für 2 € pro Person bekommen wir eine Führung auf den Turm und viele tolle Erläuterungen und Erklärungen zum Turm und als wir oben sind zu den verschiedenen Burgteilen und Häusern die wir von oben betrachten können.
Ach ja, die Turmspitze ist etwas niedriger als die Spitze der Burgkirche.
Unsere Übernachtung im “Zum Auerhahn” bekommt nur 2 Sterne, das Zimmer ist abgewohnt – auch wenn das Bad vor einigen Jahren mal erneuert wurde, hat das Zimmer dem Charm der 80er Jahre. Das Frühstück ist einfach und dafür ist der Preis zu hoch.
Tagesdaten :
| Distanz | 91.6 km |
| Geschwindigkeit | 17.4 km/h |
| Anstieg | 633m |
Sommertour 2023 – Tag 10
Sommertour 2023 – Tag 10
Auf dem Hessischen Bahnradweg Tag 3
Nachdem wir gestern auf dem Bahnradweg Hessen den höchsten Punkt im Vogelsberg-Gebiet überquert hatten, verbringen wir heute einen weiteren Tag auf diesem tollen Radweg und fahren bis nach Thüringen.
Nach einem durchschnittlichen Frühstück im “zum Auerhahn”, dessen Gastraum auch den Flair vergangener Zeiten versprüht und reichlich dunkel ist, brechen wir auf. Zunächst folgen wir noch ein wenig dem Flüßchen Schlitz, um dann der Fulda zu folgen. Es sind nur etwas mehr als 30 km bis Bad Hersfeld und die Strecke sind wir auf der Herbsttour 2021 auch schon gefahren.
Die Radwege entlang der Schlitz und der Fulda sind gut ausgebaut und wir kommen schnell voran. Bad Hersfeld ist trotz einer Einkaufspause in weniger als zwei Stunden erreicht. Wir verlassen dann die Fulda, und folgen weiter dem Bahnradweg Hessen, der nun wiederum auf der alten Bahnstrecke parallel zur B62 und später L3171 verläuft.
Wir passieren Sorga und Malkomes bis wir in Schenklengsfeld dann die Bahntrasse verlassen müssen. Kurz hinter Schenklengsfeld haben wir den für heute höchsten Punkt mit ca 360 m ü.NN erreicht. Starke Steigungen waren nicht dabei – so macht Radfahren viel Spaß. Und in Schenklengsfeld machen wir dann auch noch die 1000 km voll
Danach geht es über viele kleine Straßen und Wirtschaftswege hinunter ins Werratal. Vor uns sehen wir die Abraumhalde in Philipsthal. Bei den guten Straßen und dem Gefälle bekommen wir schnell auf Geschwindigkeiten von 40 bis über 50 km/h.
Na ja, der Werra-Radweg ist dann als eher unterdurchschnittlich im Bereich Heringen zu bezeichnen, aber auch das wussten wir aufgrund der Herbsttour 2021 schon, dafür weist und die nächste Abraumhalde mit Namen “Monte Kali” nun den Weg, bzw. wir haben den Eindruck, als müssten wir den Berg umrunden.
Wir passieren Widdershausen, Dankmarkshausen, verlassen Hessen und fahren nach Thüringen,
passieren danach Gerstungen, Sallmannshausen und fahren bei Lauchröden wieder nach Hessen, um dann nur 1,5 km später wieder nach Thüringen zu fahren (Den Schlenker des Werra-Radwegs durch Herleshausen sind wir nicht gefahren).
Bei Hörschel unterqueren wir die A4, die auf einer Brücke über das Werratal geführt wird.
Für uns geht der Weg weiter an der Werra entlang, wir nähern uns Creuzburg und fahren über die alte Werra-Brücke.
Nun ist es nur noch eine kurze Stecke ca 10 km bis nach Mihla unserem heutigen Ziel. Wir haben ein Zimmer im “Grauen Schloss” gebucht. In Thüringen ist das Angebot an Unterfünften dicht an der ehemaligen innerdeutschen Grenze recht bescheiden.
Andere Radfahrer, die nach uns kommen und nicht vorgebucht hatten, müssen leider weiterfahren, denn die Zimmer im Schloss sind alle reserviert. Von außen sieht das Schloss nicht gerade schön aus – Umnutzung und 40 Jahre DDR haben ihre Spuren hinterlassen, aber innen haben sich die jetzigen Betreiber alle Mühe gegeben. Wir bekommen sogar noch ein schönes Stück Erdbeertorte und Kakao.
Das “Graue Schloss” bekommt von uns 4 Sterne für die Unterkunft, das Zimmer ist sauber, und groß, das Bad schön eingerichtet und wir fühlen uns sehr wohl. Das Frühstücksbuffet am kommenden Morgen hat alles was das Herz begehrt.
Trotz der doch recht langen Etappe von 116 km haben wir die Fahrt heute genossen.
Tagesdaten :
| Distanz | 116.5 km |
| Geschwindigkeit | 19.3 km/h |
| Anstieg | 599m |
Sommertour 2023 – Tag 11
Sommertour 2023 – Tag 11
Von der Werra an die Unstrut – Bahntrassenradeln in Thüringen
Nachdem wir gestern auf dem Bahnradweg Hessen bis an die Werra gefolgt sind, werden wir heute von der Werra an die Unstrut fahren. Nur leider fließt die Werra im Tal – also müssen wir erstmal aus dem Tal raus.
Das Frühstück im “Grauen Schloss” ist mit das beste auf der ganzen Tour. Und wir genießen es gemeinsam ausgiebig zu frühstücken, auch wenn wir wissen, dass wir gleich den 12km langen Anstieg nach Heyerode zu bewältigen haben.
Zunächst geht es noch entspannt durch das Tal der Werra und dann durch das Tal des Lempertsbach. Wir enscheiden uns, nicht dem ausgeschilderten Radweg zu folgen, der geschottert ist, sondern nehmen die asphaltierte Straße auf dem anderen Ufer. Ähnlich wie auf einer Bahntrasse geht es mit 2-5% zunächst aufwärts, nur die Steigung wechselt immer mal wieder. Haben wir zwischen Mihla und Nazza noch recht viel Verkehr, wird es nach dem Abbiegen nach Hallungen deutlich weniger, aber wir bekommen es auch mit Kopfsteinpflaster zu tun.
Zum Glück sind es die kleinen Steine, die sich sehr gut fahren lassen, und es ist in diesem Abschnitt auch nicht so steil. Je weiter wir aber nach Heyerode kommen, desto steiler wird der Weg – abschnittsweise zeigt das Navi mal 12 % an. Kurz vor der Kuppe sind es noch 8%.
Und dann sind wir oben auf 430 m ü.NN, gestartet an der Werra bei 190 m. Geschafft. Und dann geht es fast genauso steil wieder bergab. Die Strecke ist fast gerade, wir können es rollen lassen, doch bei mehr als 55km/h benutzen wir dann doch mal die Bremsen.
Wir folgen nun dem Unstrut-Werra-Radweg (UWR), der die Unstrut mit der Werra verbindet. In Mühlhausen wollen wir gerne bei einem Bäcker belegte Brötchen kaufen, aber das gestaltet sich unmöglich, denn heute am Sonntag gibt es das nicht. Wir ziehen also erfolglos wieder ab.
Kurz hinter Mühlhausen folgen wir einer alten Bahnstrecke, der wir mit kleinen Unterbrechungen über Schlotheim, Ebeleben, Sonderhausen, Bad Frankenhausen bis nach Artern folgen werden.
In Sonderhaussen machen wir einen nicht im Voraus geplanten Abstecher in die Innenstadt. Aber auch hier finden wir keinen Bäcker, der noch geöffnet hat.
In Frankenhausen fällt uns der schiefe Kirchturm der “Unserer Lieben Frauen am Berge” auf.
Mittlerweile haben sich auch die Wolken verzogen und die Sonne scheint von einem fast blauem Himmel. Dazu weht ein kräftiger Wind aus West. Für uns eine gute Richtung – schiebt er uns doch an. So erreichen wir auf gerader Strecke ohne große Anstrengung häufig mehr als 27 km/h
Artern ist erreicht, unser heutige Tagesziel, nun nur noch zum Hotel – äh, wie war der Name ? Hotel am Weinberg – wir müssen den steilen Weg in Artern schieben. 8% auf alten bröckeligen DDR-Betonplatten das schaffen wir nicht mehr fahrend. 111 km haben wir hinter uns.
Abendessen gibt es heute im Hotel – lecker, danach ein Rundgang – in das Stadtzentrum nach Artern gehen wir nicht mehr hinunter. Wir genießen die Sonne und die Aussicht über das weite Tal der Unstrut.
Unser Zimmer ist okay, das Frühstück am nächsten Morgen auch, Preis Leistung stimmen, 3 Sterne von uns für die Übernachtung
Tagesdaten :
| Distanz | 110.4 km |
| Geschwindigkeit | 17.6 km/h |
| Anstieg | 769 m |
Sommertour 2023 – Tag 12
Sommertour 2023 – Tag 12
Von der Unstrut an die Saale
Heute geht es über rund 100 km entlang der Saale bis Nebra, und dann auf kleinen Straßen nach Halle und entlang der Saale ein kleines Stückchen die Saale runter.
Das Frühstück im Hotel am Weinberg ist vielfältig und lecker. Langsam fahren wir die steile Strecke nach Artern heute wieder hinunter, der Himmel ist immer noch wolkenlos und wir freuen uns auf einen sonnigen Radeltag.
Nachdem wir in Artern beim Supermarkt unsere Vorräte ein wenig aufgefüllt haben, und dann durch die Stadt hindurch die Unstrut erreicht haben, beginnt das entspannte Radeln. Der Radweg ist gut ausgebaut und führt immer in Sichtweite an der Unstrut entlang. Das Unstruttal ist hier noch breit und flach; Auf der anderen Seite liegt Burg Wendelstein.
Vor Nebra wird das Tal dann enger und die Hügel kommen dichter an den Fluss. Stellenweise wird es dann schon mal eng.
Bei Roßleben verlassen wir Thüringen und fahren von nun an durch Sachsen-Anhalt weiter. Bei Wetzendorf überspannt die Brücke der Schnellfahrstrecke Erfurt-Halle-Leipzig das Unstruttal. Die Bahn kommt direkt aus dem Tunnel und fährt dann über die Brücke.
Hier verlassen wir die Unstrut, und fahren auf kleineren lokalen Radwegen Richtung Halle. Zunächst gilt es aus dem Tal auf den Hügel zu kommen. Leider hat die Straße keinen Radweg – wir müssen auf der Fahrbahn fahren und mit unseren 6-10 km/h halten wir manchmal den Verkehr dann doch ordentlich auf.
Mit 4-7% Steigung geht es die rund 100 Höhenmeter hinauf. Kurz nachdem wir oben angekommen sind, können wir auch sehen, wo die Bahn in den Tunnel einfährt. Wir folgen zunächst dem Salz- und später dann dem Goethe-Radweg. Wobei wir vom Goethe-Radweg echt enttäuscht sind. Warum ? Na, das schildere ich den nächsten Abschnitten.
In Schnellroda hätten wir mal besser die K2163 nach Mücheln genommen. Der Goethe-Radweg führt nahezu parallel über eine alte Kopfsteinpflasterstrecke und wir haben nur die Wahl zwischen dem Kopfsteinpflaster und einem Singeltrail an der Seite.
Ein Schild kündigt an, dass es gleich mit ordentlichen 8% nach unten gehen wird. Aber o weh – auch das ist nur buckeliges Kopfsteinpflaster. Rollen lassen können wir das hier nicht.
In Mücheln weichen wir vom vorgegebene Weg ab, schauen kurz beim Wasserschloss St. Ulrich vorbei und kommen auch an der alten Wassermühle vorbei, deren Mühlrad sich sogar vom Wasser angetrieben dreht.
Und dann sind wir am Geisseltalsee, früher ein Braunkohletagebau – heute ein großer See
Wir fahren an der Westseite des Sees entlang – dort ist auch ein guter Rad- und Fußweg. Es sind auch nur wenig Menschen an diesem Montag am Geisseltalsee. Es hat ein wenig den Eindruck, als habe man sich viel mehr Tourismus erhofft, als dann wirklich stattfindet.
Am nordwestlichsten Zipfel des Sees verlassen wir dann den See und fahren Richtung Nord-Osten. Im Wald mit 6% Gefälle nur eine feste Fahrspur – das ist für uns okay. Es folgt eine Abfahrt über eine Straße die komplett alle paar Meter Wurzelaufbrüche vom Feinsten hat. Über kleine Straßen nähern wir uns der Goethestadt Bad Lauchstädt und damit unsere Mittagspause im Kurgarten.
Wir folgen weiter dem Goethe-Radweg, von dem wir bald die Nase voll haben, führt er uns doch zwischen Bad Lauchstädt und Delitz über grobkörninge Gravelstrecken, die Trasse der alten Rübenbahn, die heute nur noch ein Singletrail durch dichtes Gestrüpp ist , dann über alte DDR-Plattenwege oder Kopfsteinpflaster zwischen Delitz und Benkendorf.
Endlich erreichen wir Halle, aber der Radweg an der Saale ist wie im Vorjahr immer noch gesperrt und wir müssen wieder den Umweg durch das Wohngebiet und den Park nehmen.
Halle scheint uns eine einzige Baustelle zu sein: erst die Umleitung durch die Südstadt, und dann die nächste große Baustelle – durch die wir uns hindurcharbeiten müssen im Bereich “Peißnitzbrücke”. Die Straße Riveufer ist komplette aufgerissen, leider verpassen wir die Auffahrt auf den viel zu schmalen gemeinsamen Fuß- und Radweg. Da die Absperrbarken alle miteinander verschraubt sind, müssen wir lange durch die Baustelle, bis wir ein Schlupfloch finden.
Wir sind froh als wir Halle hinter uns gelassen haben, nun sind es gut 10 km bis nach Salzmünde an der Saale.
Heute übernachten wir im “Gasthof zum Yachthafen” – Halt ein Gasthof, das Zimmer ist okay – das Frühstück guter Durchschnitt – 3 Sterne.
In Ermangelung andere Möglichkeiten gibt es heute Döner zum Abendbrot und dann noch einen Spaziergang an den Yachthafen.
Tagesdaten :
| Distanz | 101.6 km |
| Geschwindigkeit | 17.0 km/h |
| Anstieg | 535 m |
Sommertour 2023 – Tag 13
Sommertour 2023 – Tag 13
Nordwärts
So langsam kommen wir wieder in schon bekannte Regionen. Heute geht es von Salzmünde bis nördlich von Magdeburg. Zum Teil fahren wir auf dem Saale-Radweg, abschnittsweise auch auf dem Elbe-Radweg.
Wir müssen ein gutes Stück zurückfahre, bis wir in Brachwitz mit der Fähre die Saale überqueren können.
Natürlich ist die Fähre gerade weg und wir warten. Aber die Saale ist nicht der Rhein, so braucht es diesmal keine 20 Minuten, bis die Fähre wieder da ist.
Wir fahren den Saale-Radweg in Richtung Norden. Vorbei geht es auf diesem gut ausgebauten Radweg an Wettin, Rothenburg und Trebnitz.
Bei Alsleben geht es wieder auf die Westseite der Saale. Unsere erste Pause machen wir nach etwa 40km und rund 2-1/2 Stunden Fahrt. Unsere Pause wird von hunderten Zwergen und anderen Figuren beobachtet.
Kurz vor Bernburg ist der Saale-Radweg gesperrt, die lokale Umleitung ist recht einfach, aber wir verpassen bei der kleinen Abfahrt in Neuborna den Weg, um wieder an die Saale zu kommen. Okay, ein kleines Stückchen weiter geht es für uns am Sportplatz vorbei zurück auf den offiziellen Radweg.
In Bernburg haben wir etwas mehr als 50 km geschafft.
Da wir schon einmal in Bernburg auf unsere ersten Saale-Tour übernachtet haben, durchfahren wir es einfach. Bei Calbe verlassen wir dann den Saale-Radweg. Die Ortsdurchfahrt von Calbe ist aufgrund des vielen Kopfsteinpflasters nicht so angenehm. Insgesamt merken wir, dass in Bernburg (knapp 20km entfernt) Geld angekommen ist und viel in die Stadt investiert wurde – Calbe scheint dagegen das Aschenputtel zu sein. Alles macht irgendwie einen leicht heruntergekommenen, vernachlässigten Eindruck.
Über Bad Salzelmen, und Schönbeck – hier können wir bei einem Fahrradladen noch mal unseren Reifendruck kontrollieren und auffüllen – kommen wir an die Elbe, der wir bis nach Magdeburg folgen.
Eine kleine Pause in Westerhüsen und dann machen wir uns auf die Fahrt durch Magdeburg, die aber im Großen und Ganzen ganz unspektakulär verläuft. Wir folgen zunächst noch dem Elbe-Radweg bis nach Magdeburg – Buckau
und dann fahren wir durch Parkflächen vom Klostergarten parallel zum Magdeburger Rind bis nördlich vom Hauptbahnhof – bisher meistens ohne Straßenverkehr. Und dann folgen wir der B1 nach Westen und furch fahren Olvenstedt, wo wir noch ein wenig für den Abend einkaufen, denn heute haben wir über AirBNB eine kleine Ferienwohnung gemietet.
Unser Zielort ist Ebendorf, ein kleiner Ort nördlich der A2. Abendessen finden wir bei der italienischen Pizzeria im Ort.
Die kleine Wohnung ist fast neu – viele Gäste waren vor uns noch nicht da und sehr schön eingerichtet. Die Räder können wir in einer nahen Scheune unterstellen – so sind sie weg von der Straße. Die andere Wohnung ist von einem jungen Rennradfahrer belegt, der in 5 Tagen von Berlin nach Bonn fahren will. Und so ergibt sich ein nettes Gespräch über das Fahrradfahren.
Tagesdaten :
| Distanz | 113.3 km |
| Geschwindigkeit | 17.8 km/h |
| Anstieg | 455 m |
Sommertour 2023 – Tag 14
Sommertour 2023 – Tag 14
Durch die Altmark ins Wendland
Diesmal nehmen wir die Abkürzung. Statt immer an der Elbe entlang über Havelberg und Wittenberge fahren wir straight nach Nordwesten. So sind es nur etwas mehr als 110km bis nach Lüchow.
Eigentlich ist einer von uns immer schon gegen 7:00 Uhr wach – heute wird keiner wach und wir beide schlafen bis kurz vor 8:00 Uhr. Ohne Gepäck geht es erstmal zum kleinen Supermarkt, wo auch der lokale Bäcker seinen Verkaufsstand hat. Die Brötchen werden für und frisch geschmiert.
Frühstücken tun wir dann in der Ferienwohnung und gegen 9:00 Uhr sind wir fertig zur Abfahrt.
Wir fahren auf kleinen Straßen parallel zur vielbefahrenen B71 an den Mittellandkanal. Schon bei Groß Ammersleben treffen wir auf den Aller-Elbe-Radweg. Bis Haldesleben bleiben wir auf dem Radweg der abseits der Straßen an der Ohre geführt ist.
Danach geht es über kleine Straßen meistens mit wenig Verkehr und ohne Radwege. Bei Quarnebeck treffen wir auf den Altmark-Radweg – na ja, ob der seinen Namen verdient, muss jeder selber entscheiden. Über 5 km ist der Weg durch den Wald grob geschottert, es schaut so aus, als wenn der Schotter noch recht neu ist.
Auf diesem Untergrund kommen wir nur noch so mit 7-14 km/h voran. Unterwegs ruft Dani mir zu :”Es tropft an deinem hinteren Schutzblech” – Woher soll denn da bitte tropfen ? Na, die Ursache ist schnell gefunden: Eine Selterflasche hat die vielen Erschütterungen wohl nicht vertragen und ist geplatzt. In meiner oberen Packtasche ist ein kleiner See und das Wasser sucht sich einen Weg aus der Tasche heraus.
Um Klötze wird der Verkehr nun deutlich dichter – aber wir müssen auch auf der Straße durch Klötze hindurchfahren – Radweg Fehlanzeige. Zum Glück beginnt rund 2.5 km außerhalb von Klötze ein ordentlicher Radweg und wir können ohne ständig von hinten bedrängt zu werden bis nach Beetzendorf an der Jeetze fahren. Danach geht es über gut ausgebaute Straßen ohne viel Verkehr entlang der Jeetze bis nach Kuhfelde.
Ab Kuhfelde gibt es keine wirkliche Alternative: Die B248 hat keinen Radweg in Richtung Salzwedel und wird von vielen PKW und LKW genutzt, also nehmen wir wohl oder übel den kleinen gepflasterten Wirtschaftsweg.
3.5 km Kopfsteinpflaster und Gravel liegen vor uns, bevor wir wieder auf asphaltierten Untergrund zurückkehren können. Und nun beginnt noch einmal eine schöne Abfahrt bis nach Salzwedel.
In Salzwedel, das wir auf unseren Touren von Lüchow aus im Jahr 2021schon besucht hatten, müssen wir natürlich in der Innenstadt noch eine Streuselschnecke kaufen – die mit den vielen großen Streuseln.
Die letzten rund 15 km bis nach Lüchow sind nun nur noch ein Katzensprung. Wir melden uns kurz nach der ehemaligen Grenze bei unsere Unterkunft an und können dann auch kurz Zeit später unser Zimmer bekommen.
Unsere Unterkunft in der Wendenschänke bekommt von uns nur einen Stern. Es riecht muffig, vermutlich haben wir eins der besseren Zimmer aber vieles ist stark heruntergekommen. Und ein Frühstück gibt es auch nicht. Da nützt auch der günstige Preis nicht wirklich.
Wir essen abends doppelt italienisch – Pasta und Eis.
Tagesdaten :
| Distanz | 111.5 km |
| Geschwindigkeit | 18.8 km/h |
| Anstieg | 405 m |
Sommertour 2023 – Tag 15
Sommertour 2023 – Tag 15
Von Lüchow bis nach Hause
Der letzte Tag ist schnell erzählt: rund 100 km geht es durch das Wendland und an der Elbe entlang nach Hause.
Wir besorgen uns unser Frühstück beim nächsten Bäcker, frühstücken in Innenhof der Wendenschenke, packen unsere Sachen zusammen und fahren ein letztes Mal los. Eigentlich schade, das die Tour nun schon fast vorbei ist.
Von Lüchow aus fahren wir über Dannenberg nach Hitzacker.
In Hitzacker geht es mit der kleinen aber immer teuren Fähre (9 € für 2 Personen und 2 Räder) auf die Nordseite der Elbe. Vor dort auf dem Elberadweg immer am Deich entlang Richtung Westen. Heute kommt uns der Wind stramm entgegen, so dass wir etwas stärker in die Pedale treten müssen.
Vorbei geht es am ehemaligen Grenzturm Popelau
Und dann kommt der ehemalige Grenzturm von Neu-Bleckede in Sicht.
Um die Hügel bei Boizenburg und Lauenburg nicht fahren zu müssen, wechseln wir mit der Fähre in Bleckede (Fahrpreis hier 5.-€ für 2 Personen und 2 Räder) erneut die Elbseite. Es sind enorm viele Fahrzeuge auf der Fähre.
Von Bleckede nach Hohnstorf sind es gut 22 km und dann noch mal etwas mehr als 20 km und wir sind wieder zu Hause.
Insgesamt haben 1620 km zurückgelegt, waren rund 91 Stunden im Sattel (oder vielmehr auf der Liege) und das mit einem Durchschnitt von 17.8 km/h und damit etwas langsamer als auf den vergangenen großen Touren.
Tagesdaten :
| Distanz | 101.5 km |
| Geschwindigkeit | 19.8 km/h |
| Anstieg | 214 m |
Das waren unsere Eindrücke von der Sommertour 2023.
Tolle Radwege :
Schlechtester Radeweg:
-
- Ruhrtalradweg im oberen Abschnitt
- Altmarkradweg
Beste Übernachtungen:
-
- Tannenhof in Brenken
- Gästehaus Becknord , Hodenhagen
Wir hatten zweimal Regen, keine Panne, kein technisches Problem, fast immer Gute Laune, viel Spass und eine gute Erholung.
Herbsttour 2023 – Prolog
Herbsttour 2023
Von Geesthacht sollte es über die dänischen Ostseeinseln nach Kopenhagen, dann westwärts bis an den Ringköbing-Fjord gehen und dann wieder zurück nach Geesthacht. Sollte – so war die grobe Planung. Und als es dann konkret werden sollte, da gab es keine passenden Unterkünfte im Bereich Lübeck, und der der Lübecker Bucht bis hinauf nach Puttgarden. Entweder viel zu teuer oder es wurde nicht für eine Nacht vermietet.
Nun denn, was anderes mußte her. Die Tour Brandenburg bot sich an. Aber das sind ja nur rund 1100 km. Wir verländern die Tour Brandenburg und machen noch einen kleinen Abstecher an die nord-östlichste Ecke Deutschlands – Usedom.
- Schwerin
- Neukalen
- Klausdorf
- Zinnowitz (Usedom, 2 Nächte)
- Löcknitz
- Hohenwutzen/Neuglitzen
- Berkenbrück
- Groß Gastrose
- Senftenbert (2 Nächte)
- Jessen
- Rottstock / Ziesar
- Havelberg
- Heidhof bei Dömitz
Durchweg war es schwierig geeignete Unterkünfte zu finden und einige Male mußten wir die Tour umplanen und von der Tour Brandenburg abweichen, da einfach keine Übernachtungsmöglichkeiten direkt an der Tour zu bekommen waren.
Für den ersten Abschnitt der Tour bis nach Usedom sind wir vielen verschiedenen kleinen Radwegen oder einfach nur kleinen Straßen gefolgt. Ab Barth dann dem D2 bzw dem EV13 (Ostseeküsten-Radweg bis nach Usedom. Dann dem D12 (Oderradweg) und ab Bad Freienwalde dann mehr oder weniger der Tour Brandenburg, bis wir in Havelberg an die Elbe gekommen sind. Die Tour Brandenburg und der Elbe-Radweg verlaufen hier gemeinsam.
Geplant waren wieder etwa 1600 km, es sind dann 1608 km insgesamt geworden. Sowohl auf Usedom als auch in Senftenberg sind wir jeweils 20km weniger als geplant gefahren.
Rückblickend läßt sich festhalten:
- Wir hatten einen Platten an Dani’s Rad
- Wir hatten einen technischen Ausfall am Tacho (Batterie alle),
- eine kräftige Acht im Hinterrad an meinem Wolf, was nach rund 48645 km zu einem Austausch des Hinterrades nach der Tour führte.
- Laut Navi sind wir insgesamt 7132 Höhenmeter rauf gefahren, wobei der Tag in der Mecklenburgischen Seenplatte mit knapp 1000 Höhenmeter der Ausreißer nach oben war.
- Die Tour Brandenburg haben wir in manchen Abschnitten als monoton empfunden. Kilometerweit führt die Tour durch die Brandenburgischen Kiefernwälder.
- Das Wetter hätte nicht besser sein können, die Bilder zeigen es: meist nur Sonnenschein und bis zu 30°C mitten im September.
Nach 16 Tagen unterwegs sind wir nun wieder zu Hause und schreiben die einzelnen Tagsberichte.
Herbsttour 2023 – Tag 1
Herbsttour 2023 – Tag 1
Von Geesthacht bis nach Schwerin
Heute ist der 31.August 2023., das Werkzeug und die notwendige Kleidung für die nächten zwei Wochen sind in den Taschen verstaut, die Räder abfahrbereit – es kann losgehen, wir starten zu unserer Herbsttour 2023 nach Usedom und in die Lausitz.
Unsere heutige Etappe führt von Geesthacht über Zarrentin nach Consrade bei Schwerin.
Der heutige Tag beginnt mit recht niedrigen Temperaturen – es sind nur so 14 °C und Regenschauer sollen auch noch kommen. Von der Strecke her sind uns die ersten 50-60km wohl bekannt. Schon oft sind wir nach Zarrentin gefahren.
Bei Witzeeze erreichen wir den Elbe-Lübeck-Kanal. Und bis Zarrentin ist auch das Wetter noch trocken.
Danach ab 13:00 Uhr zieht es sich immer mehr zu und es beginnt auch zu tröpfeln, zunächst nicht schlimm. Gegen 14:00 Uhr kommt dann doch ein kleiner Schauer – wir machen eine Zwangspause in einer Bushaltestelle und können kurze Zeit später weiterfahren. Aber es bleibt frisch.
Schwerin selbst erkunden wir nicht, statten lediglich den Ortsteilen Großer Dreesch und Neu Zippendorf mit ihren Plattenbauten einen kurzen Besuch ab, kaufen kurz ein und sind gegen 15:30 Uhr an unserem Ziel in Consrade.
Der Ort besteht quasi nur aus einer einzigen Straße. Ein kleiner Rundgang, bevor wir im “Zum Fäßchen” zu Abend essen. Aber hier ist es immer noch besser als in den Plattenbaugebieten, die wir zuvor durchfahren haben.
Die Übernachtung im “Zum Fäßchen” bekommt von uns leider nur die Note 3 minus. Das Zimmer ist für die Größe oder sollte ich lieber sagen die Winzigkeit und Ausstattung zu teuer. Beim Abendessen klappt es nicht richtig mit den Speisen und es dauert gefühlt eine Ewigkeit, bis wir unser Essen bekommen, die Pommes sind nur noch lau warm – nicht schön aber wir haben Hunger.
Tagesdaten :
| Distanz | 97,4 km |
| Geschwindigkeit | 20.1 km/h |
| Anstieg | 473 m |
| Relive | https://www.relive.cc/view/vxOQQyJ722O |
Herbsttour 2023 – Tag 2
Herbsttour 2023 – Tag 2
Von Schwerin nach Neukalen
Heute geht es von Schwerin aus ostwärts und später dann nordostwärts durch die Mecklenburgische Seenplatte.
Nach dem Frühstück holen wir die Räder, und da sehe ich es: Wir haben einen Platten an Dani’s Wolf hinten. Der Tag fängt ja gut an. Statt losfahren, erstmal Schlauch tauschen. Aber besser hier an der Pension als irgendwo in der Pampa. Bei der Pension können wir sogar noch eine Luftpumpe ausleihen.
Und dann geht es mit ein wenig Verspätung los. Zunächst noch fast eben mit leichten Hügeln wird es zunehmend hügeliger. Wir fahren über kleine Straßen, abschnittsweise sind diese auch nur geschottert.
Bei Dehmen überqweren wir die Warnow, die hier noch ein kleiner Bach ist.
Das Wetter wird im Laufe des Tages langsam immer besser, zunächst nach dem Regen gestern abend sind noch dicke Wolken am himmer, aber die Wolkenlücken werden größer und nachmittags zeigt sich sogar immer mal wieder die Sonne. Die Temperaturen sind ideal zum Radeln : von etwa 18°C steigen sie am späten Nachmittag auf 21°C.
Gegen Mittag erreichen wir den Krakower See und machen ein kleine Rast am “Dr. Neubauer Blick” und genießen für kurze Zeit den weiten Blick über den See.
In Krakow finden wir ein kleines Fischrestauran am Straßenrand und können Fisch und Chips essen. Nach rund 70km sind wir auch ein wenig hungrig.
Die Landesstraße L204, der wir weiter folgen wollen ist für den Fahrzeugverkehr wegen einer Baustelle gesperrt. Uns kommen Fußgänger und Radfahrer entgegen und da wirkliche Alternativstrecken fehlen wagen auch wir uns in die Baustelle. Uns erwartet eine Sandpiste. 600 m schieben…
Danach geht es immer bergan, bis wir bei Vollrathstuhe und rund 90km den höchsten Punkt des heutigen Tages mit rund 97m NN. erreicht haben.
Die dann folgende Abfahrt hinunter nach Kirchgrubenhagen können wir es über längere Zeit mit über 50 km/h laufen lassen.
Doch wie es immer so ist, wo es runter geht, da geht es auch kurz danach meisten wieder rauf und für uns diesmal auf einer Schotterstrecke. Hätte ich gewußt, dass die Strecke so schlecht ist, wären wir noch 200-300m länger auf der B108 gefahren und später abgebogen – trotz des vielen Verkehrs, aber hinterher ist man ja immer schlauer.
Unterwegs noch schnell einen kleinen Abstecher zu Schloss Schorssow , aber auch wenn man dort sicher gut übernachten könnte, wir müssen noch was weiter.
Der Himmel reißt nun immer weiter auf und die Sonne kommt immer mehr durch. Nachdem wir das Schloss hinter uns gelassen haben, wird das Gelände wieder flacher. Wer mehr über unsere Touren in der Mecklenburgischen Seenplatte wissen will, kann darüber in in den Berichten aus 2021 nachlesen.
Der Wind hat im Laufe des Tages ordentlich zugelegt. Gut für uns, er kommt meist schräg von hinten und schiebt uns an.
Wir fahren nun parallel zum Malchiner See entlang, durch die Rempiner Wiesen, passieren Malchin mit großem Abstand und fahren am Kummerower See entlang bis nach Neukalen.
Bis zum Ortseingangschild sind wir nun 125km geradelt und viele km kommen hoffentlich nicht mehr dazu. Im Zentrum von Neukalen finden wir einen Edeka und sind erstaunt über das Angebot. Viele Produkte sind mehrere Wochen über dem Mindesthaltbarkeitsdatum. So etwas noch im Angebot zu haben – darf man das ? Zum Glück gibt es am nördlichen Ortsausgang noch einen Netto, bei dem das Warenangebot okay ist.
Wir übernachten heute im “Gasthaus am Hafen“. Zur Übernachtung bekommen wir ein kleines Haus zugewiesen mit einem Zimmer und einem Bad zugewiesen. Alles sauber und okay.
Nachdem Einchecken machen wir uns auf Entdeckundstour durch Neukalen. Viel gibt es dort nicht zu sehen, die Stadt ist klein, Marktplatz mitten in der Stadt ist das Rathaus, die Kirche, ein Bistro und der merkwürdige Edeka. Am Hafen ist das Gasthaus und ein Cafe. Auch wenn es auf den ersten Blick anders ausschauen mag, Aber viele Häuser stehen leer.
Wir genießen ein Stück Torte als spätes Kaffeetrinken im Cafe, schlendern mit einem Eis in der Hand durch den kleinen Hafen.
Tagesdaten :
| Distanz | 128.4 km |
| Geschwindigkeit | 19.1 km/h |
| Anstieg | 943 m |
| Relive | https://www.relive.cc/view/vevYQy9E1Jv |
Herbsttour 2023 – Tag 3
Herbsttour 2023 – Tag 3
Von Neukalen nach Klausdorf an die Ostsee
Nach einem tollen Frühstück und gutem Wetter machen wir uns auf den Weg nach Norden. Unser Zwischenziel heute ist Barth und von dort geht es entlang der Ostsee nach Klausdorf nördlich von Stralsund.
Die Übernachtung war klasse, das kleine Haus war für uns groß genug, hatte Platz und alles was wir so brauchten, auch das Frühstück in Neukalen war super. Am Buffett konnte, glaube ich, jeder was finden, um satt zu werden.
Um kurz nach halb zehn sind wir wieder auf dem Rad, unsere Strecke führt uns nordwärts, der erste Stop ist in Dagun geplant, dort gibt es eine Klosterruine und Dagun liegt nur rund 10km entfernt, für uns nur etwas mehr als eine halbe Stunde Fahrtzeit.
In Dagun finden wir auch noch einen Supermarkt und könne für die erste Rast die notwendigen Dinge einkaufen. Für uns geht es nun weiter nordwärts, der Wind frischt wieder auf und kommt heute aus nördlicher Richtung. Die Temperaturen liegen schon bei 19-20 °C und werden noch so auf 23-24 °C steigen.
Nach rund 26 km überqueren wir bei Nehringen die Trebel.
Unsere Pause machen wir dann in Triebsees nach etwa 40 km. In Triebsees ist heute Stadfest oder so was, die Innenstadt ist ein großer Flohmarkt, und gerade ist ein Stadtlauf beendet worden und die Sieger der einzelnen Altersklassen werden bekanntgegeben.
In der Nähe der Kirche finden wir ein ruhiges Plätzchen und ein Bank, denn wo Bank, da Pause. Mittlerweile scheint die Sonne von einem wolkenlosen blauen Himmel.
Bis Barth sind es nun noch rund 40 km. Under Track führt über kleine Orte wie Kavelsdorf , Semow und Schlemin. Der Wind bläst uns dabei kräfigt entgegen und so sind wir heute nicht besonders schnell unterwegs, obwohl es nicht so hügelig wie gestern ist. Wir haben abschnittsweise nicht mal 20 km/h auf dem Tacho.
Barth zeigt sich von seiner schönsten Seite: Blauer Himmel, steife Briese,
Ein bischen Sightseeing in Barth, am Hafen den Bodden, und wir machen unsere Mittagspause.
Da wir von nun an überwiegend gen Osten fahren werden, haben wir den Gegenwind nicht mehr. Auf kleinen Straßen geht es parallel zum Wasser weiter.
Irgenwie erinnert mich die Landschaft, das flache Land und das Wasser an die gegen rund um den Ringköbing-Fjord.
Nach rund 110 km erreichen wir Klausdorf an der Ostsee, optisch aber nicht viel anders als Barth oder eins der kleinen Orte am Bodden. Unsere Pension ist schnell gefunden. Das Zimmer entpuppt sich als zwei Zimmer, unten Wohnzimmer und Bad, darüber das Schlafzimmer. Alles ist nett hergerichtet. Viele Gäste sind aber nicht da. Unsere Gastgeberin begegnen wir beim Spaziergang an Wasser; Sie kommt gerade vom SUP fahren von der Ostsee.
Preis und Leistung sind auch hier völlig okay.
Tagesdaten :
| Distanz | 110.6 km |
| Geschwindigkeit | 17.9 km/h |
| Anstieg | 553 m |
| Relive | https://www.relive.cc/view/vXOd8yEMrkO |
Herbsttour 2023 – Tag 4
Herbsttour 2023 – Tag 4
Von Klausdorf bis nach Zinnowitz auf Usedom
Das Frühstück bekommen wir heute auf das Zimmer. Ungewöhnlich aber gut. Vermutlich ein Folge von Corona. Gemütlich frühstücken wir auf dem Zimmer am Esstisch, draußen im Baum vor dem Fenster tummeln sich die Stare und machen jede Menge Lärm.
Gegen halb zehn ist Abfahrt. Heute geht es immer parallel zur Küste bis nach Usedom. Etwas mehr als 90 km liegen vor uns.
Als wir aufbrechen ist der Himmel noch blau und klar, die Temperaturen sind knapp unter 20 °C.
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An der Küste entlang geht es vorbei an Parow und schnell sind wir in Strahlsund. Strahlsund an einem Sonntagmorgen – fast haben wir die Stadt für uns alleine.
Langsam schiebt sich eine hohe Wolkendecke und die Sonne scheint nicht mehr so stark. Kurz hinter Stralsund bei Abtshagen kommen wir an die B105. Die alte B105 – vermutlich noch aus Kaisers Zeiten ist gepflastert, parallel dazu verläuft die neue B105 – glatter Asphalt, aber nur für Fahrzeuge mit einer Mindestgeschwindigkeit von 30 km/h zugelassen. Wir müssen auf der alten Pflasterung fahren
Von Stralsund sind es rund 30 km bis nach Greifswald und einen Großteil der Strecke ist diese alte gepflasterte Strecke – und ja, wir sind dem Ostseeküstenradweg gefolgt, Brouter weist für diese Strecke rund 14km Kopfsteinpflaster aus, entsprechend durchgerüttelt kommen wir voran. Erst die letzten 5 km vor Greifswald gibt es auch für uns wieder Asphalt. Und eine wirkliche alternative Route – Fehlanzeige.
Währenddessen hat sich der Himmel zugezogen. Die Temperaturen liegen nun knapp über der 20 °C Marke. Ideales Wetter zum Fahren.
Am Markt in Greifswald finden wir einen Italiener, Nudeln sind heute dran.
Wir drehen noch eine Runde durch die schöne Altstadt, da sind sicherlich Millionen im Laufe der Jahre in die Sanierung geflossen.
Für uns geht es zurück zum Hafen und dann auf einem schön ausgebautem Weg an der Ryck entlang bis nach Eldena und Wieck. Schön zu fahren, viel zu sehen.
Hinter Greifswald folgt der Ostseeküstenradweg dem Küstenverlauf und macht einen großen Bogen, wir kürzen etwas ab und nehmen die direkte Linie über Neu Boltenhagen und Katzow nach Wolgast.
Die kleinen Straßen sind gut ausgebaut und heute wenig befahren.In Wolgast ist der Himmel nahezu grau in grau. Und an diesem Sonntag nachmittag gegen 15:00 Uhr ist in Wolgast auch kaum noch ein Mensch zu Fuß unterwegs. Autos gibt es hier jedoch genug.
Leider ist der für uns rechts liegende Radweg über die Peenebrücke wegen Bauarbeiten gesperrt und die Wegweisung ist nicht wirklich eindeutig. Wir müssen umdrehen und ein Stück zurückfahren, um den linken Rad- und Fußweg zu erreichen. Könnte man sicher besser beschildern.
Auf der usedomer Seite haben wir dann auch erstmal unseren Track verloren. Egal, wir fahren weiter, irgendwie kommen wir schon wieder auf den Track zurück. Und dann haben wir unseren Track und den Ostseeküstenradweg wiedergefunden:
Hier ist das mal ein Stück Schotterpiste in Fahrspuroptik. Und kurze Zeit später haben wir dann unser Ziel in Zinnowitz erreicht.
Wir sind in einer kleinen Pension in der Nähe der Kirche für 2 Nächte untergekommen. Bis ins Zentrum und auch bis zum Strand sind es nur wenige Meter.
Als wir einen ersten Blick auf die Ostsee werfen ist es fast 18:00 Uhr.
Tagesdaten :
| Distanz | 95.5 km |
| Geschwindigkeit | 18.0 km/h |
| Anstieg | 495 m |
| Relive | https://www.relive.cc/view/vPv4RmWmz36 |
Herbsttour 2023 – Tag 5
Herbsttour 2023 – Tag 5
Pausentag Usedom
Unser zweiter Tag auf Usedom ist als Pausentag gedacht, was uns aber nicht davon abhält über die gesamte Insel bis nach Polen und zurück zu fahren.
Wie lang ist eigentlich Usedom ? Gnau beantworten kann ich die Frage auch nach unserer heutigen Tour nicht, denn den nördlichen Zipfel mit Peenemünde haben wir nicht angesteuert. Aber wir sind 72 km heute geradelt.
Gestartet sind wir nachdem wir uns Brötchen geholt und in der Pension gefrühstückt hatten gegen kurz vor 10 Uhr. Es sollte ein wunderschöner Spätsommertag werden; blauer Himmel und Temperaturen knapp unter 25°C.
Wir folgen dem Weg des Ostseeküstenradweges entlang der Küste, etliche Male geht es rauf und runter. Mal auf Meereshöhe, und dann im Wald geht es wieder hoch auf z.T. über 40 m ü.NN. Und immer wieder gibt es tolle Ausblicke von der Steilküste auf die Ostsee.
Von Zinnowitz geht es über Zempin, Koserow, Kölpinsee und ein ganzes Ende durch den Wald bis nach Bansin. Manchmal geht es recht steil rauf und auch wieder runter oder erst runter und dann gleich wieder rauf. Die Schilder weisen bis zu 16% aus.
Die Orte Heringsdorf und Ahlbeck erreichen wir noch vor 12 Uhr und noch ist es recht leer auf der Promenade an der Ostsee, das wird sich aber schnell ändern und auf der Rücktour sind vermutlich alle Gäste dort unterwegs an den Strand.
Von Alhlbeck aus geht dann eine lange Promenade bis nach Svinemünde in Polen.
An der Grenze zu Polen ist richtig was los – na ja ist halt ein Fotospot. Und wenn die Stehlen nicht da wären, dann würde man die Grenze gar nicht mitbekommen.
Wir machen Pause, schauen den vielen Menschen zu, die sich hier einfinden, kurz pausieren und Fotos machen um dann weiterzugehen oder mit dem Rad zu fahren. Es ist fast wie auf einer Fahrradautobahn mit Raststätte, nur dass es hier keine Würstchenbude und auch keine Kaffeebar gibt.
Wir machen noch einen Abstecher an die Ostsee – Links deutscher Strand, rechts polnischer
In Svinemünde ist es ähnlich wie in Ahlbeck – viele Touristen, herausgeputze Häuser aus der Kaiserzeit und viele neue Hotels. Die Radwege sind gut ausgebaut und so drehen wir eine Runde durch Svinemünde bis an die Mündung der Svine.
Und danach fahren wir ein Stück die Svine hoch in den Hafen von Svinemünde. Vorbei an den alten Befestigungsanlagen “Westfort” und “Engelsburg”
geht es dann wieder in das Zentrum, vorbei an den Polenmärkten für Tabak und Alkohol. Uns reicht es, es wird langsam sehr voll. Parallel zu den Bahngleisen fahren wir wieder zurück nach Deutschland, ab der Grenze ist der Zoll aktiv und sucht nach Schmugglern – wir können unbehelligt passieren.
In Halbeck können wir in einem Fahrradladen den Luftdruck unserer Reifen überprüfen und essen dann im Zentrum von Albeck zu Mittag essen. Viel ist es heute nicht, ein Fischbrötchen und ein Stück Pizza vom Straßenverkauf – uns ist es zu voll und zu warm hier. Auf der Promenade ist es nun richtig voll und wir schlagen uns bis Bansin entlang der Promenade durch. Dort verlassen wir die Promenade – noch mal durch den Wald ? Darauf haben wir nun keine Lust mehr. Wir nehmen den Weg entlang der B111 über Ückeritz und Koserow zurück nach Zinnowitz.
Der Tag ist erst 15:30 Uhr und uns bleibt noch viel Zeit für den Strand, ein Bad in der Ostsee und einen schönen sonnigen Tagsausklang.
Tagesdaten :
| Distanz | 72,3 |
| Geschwindigkeit | 16.6 km/h |
| Anstieg | 460 m |
| Relive | https://www.relive.cc/view/vevYQy9wjJv |
Herbsttour 2023 – Tag 6
Herbsttour 2023 – Tag 6
Von Usedom, am Oderhaff entlang bis nach Löcknitz
Heute heißt es “Abschied nehmen” – Abschied von Usedom – leider aber wir kommen sicher noch mal wieder, denn auch Penemünde haben wir nicht geschafft und sicher gibt es noch viel mehr auf Usedom zu entdecken.
Der Tag soll richtig schö werden und schon beim Start gegen kurz vor 9:00 Uhr haben wir 20 °C, kaum Wind und fast blauen Himmel über uns – richtig schön.
Die Stecke heute ist mit etwas mehr als 120km geplant, und so fahren wir über Wolgst, Anklam Ueckermünde zunächst einmal um das Oderhaff herum bis wir dann nahezu parallel zur deutsch-polnischen Grenze nach Süden abknicken.
Diesmal ist auf der Peenebrücke in Wolgast die andere Seite für den Rad- und Fußverkehr gesperrt und wir müssen wieder linksseitig über die Peene. Macht nichts das kennen wir ja schon.
Auf kleinen Straßen – meist sind es landwirtschaftliche Wege geht es dann weiter Richtung Anklam. Mancher Abschnitt ist anstrengend zu fahren. Die Betonplatten sind rauh, uneben verlegt und haben meist auch noch große Fugen – kein schönes Fahren. Aber der Track geht nun mal da lang und so rumpeln wir langsam über die Piste und werden dabei immer wieder durchgeschüttelt, denn wie man es auch versucht, immer wieder trifft man die Fuge oder Kante zwischen den Platten.
Vor Anklam geht es immer leicht bergan – wir merken es nur, dass wir nicht so schnell fahren könne wie wir es ohne Steigung bei dem tollen Wetter sonst machen würden. Dafür werden wir aber auch noch mit einer schönen Abfahrt belohnt. Auch nicht sonderlich steil, aber nett zu fahren.
In Anklam machen wir eine erste Pause, knapp 40 km sind wir unterwegs, der Kuchen noch auf Usedom vor der Abfahrt gekauft wird nun vertilgt und dabei schauen wir auf die Peene – auf der aber rein gar nichts los ist.
Und dann geht es weiter. Durch Anklam hindurch, bei der Zuckerfabrk finden wir zunächst die kleine Straße nicht und biegen zu früh ab, weil große Rundballen uns die Sicht versperren und landen dann auf dem Gelände vor einem Tor. Hier sind wir sicher nicht richtig. Okay, umdrehen und ach, hinter den Ballen gibt es noch eine Straße. Dann nehmen wir eben die.
Hinter Anklam wird es nun richtig flach, die kleinen Straßen sind (noch) gut.
Werden dann aber schnell auch wieder zu den schon bekannten Platten-Wegen in noch schlechterem Zustand. Fünf km geht es für uns in einem großen Bogen über diesen schlechten Weg.
Erst als wir in das Naturschutzgebiet “Anklamer Stadtbruch” kommen, wird es wieder besser. Hier haben wir einen glatten sandigen Weg, dicht am Wasser, manchmal auf einem Damm – links Wasser, rechts Wasser.
Am Wegesrand steht ein Aussichtsturm. Wir nutzen die Gelegenheit, uns einen Überblick über den Anklamer Stadtbruch zu verschaffen.
Noch sind es rund 20 km bis Ueckermünde. Für uns etwas mehr als eine Stunde Fahrtzeit. Die Strecke ist nicht besonders aufregend; bei Leopoldshagen verläuft der Radweg D12 nicht an der Straße sondern am und im Wald auf einem Waldweg. Ist zwar nett, aber kann einfach mit Gepäck nicht gut fahren. Mehr als 17km/h sind kaum drin. Wir wechseln auf die Straße und kommen gut in Schwung, mehr als 22 km/h sind hier locker drin.
In Ueckermünde finden wir am Markplatz einen kleinen asiatischen Imbiss – das ist unser Mittagessen heute.
Nachdem Essen, es geht auf 14:00 Uhr zu fahren wir weiter. Wir haben ja noch gut 50km zu fahren heute. Und weiter geht unser Weg parallel zum Oderhaff, die Halbinsel bei Altwarp lassen wir aus und am Neuwarper See, einer Bucht vom Oderhaff, nutzen wir den Turm am Rastplatz “Riether Stiege” zum Verschnaufen und zum Blick auf das Wasser.
Und dann folgt der lange Abschnitt durch den Wald bei Rieth bis Hintersee. Wir nehmen den (Alternativ-) aWeg, der als Strecke D12-A bschrieben ist – aber da hätten wir mal besser auf dem D12 bleiben sollen, der ist hier – obwohl auf einem alten Bahndamm geführt – auch nur ein Schotterweg, aber bedeutend besser als der D12-A durch den Wald. Kurz vor Hintersee kommen beide Strecken wieder zusammen.
| Waldweg – hier noch gut aber mit groben Steinen im Untergrund | Alter Bahndamm |
Von Hintersee geht es dann noch rund 25km auf einem Radweg an der Landstraße – abschnittsweise ist auch kein Radweg vorhanden, und wir fahren auf der Fahrbahn, was aber kein Problem darstellt, denn Verkehr ist hier kaum – bis nach Löcknitz.
In Löcknitz noch schnell was für das Abendbrot einkaufen und dann machen wir uns auf die Suche nach der Unterkunft, die wir über das örtliche Touristenbüro vermittelt bekommen haben. Wir finden auch die Unterkunft, nur unsere Gastgeber sind etwas verwirrt, dass sie heute Gäste bekommen. Aber auch das läßt sich schnell aufklären und wir sind herzlich willkommen, nur duschen müssen wir heute kalt, denn der Speicher hatte keine Zeit, das Wasser zu erwärmen.
Die Unterkunft in der Gartenlaube ist klein, und von ein paar Spinne abgesehen sauber – leider werden wir auch hier morgen kein Frühstück bekommen.
Tagesdaten :
| Distanz | 122.6 km |
| Geschwindigkeit | 18.5 km/h |
| Anstieg | 453 m |
| Relive | https://www.relive.cc/view/vNOPQydXg26 |
Herbsttour 2023 – Tag 7
Herbsttour 2023 – Tag 7
Von Löcknitz an die Oder und entlang der Oder bis nach Hohenwutzen
Das mit dem Frühstücken ist manchmal schwierig. Mücken werden uns an der Oder plagen und es wird richtig warm heute – Temperaturen so um 30°C erwarten wir.
Beim örtlichen Bäcker bekommen wir zwei belegte Brötchen mit je einer Tasse Kaffee bzw Kakao. Viel dran ist daran nicht.
Und so sind wir schon um 9:00 Uhr wieder unterwegs. Noch ist es mit 20 °C nicht zu warm, aber das wird sich schnell ändern. Der Weg am Löcknitzer See ist – obwohl Teil der Radroute D12 – eher was für Walker, Jogger und Spaziergänger – Radfahrer haben hier eigentlich nichts verloren, der Weg ist unbefestigt und in einem recht schlechtem Zustand. Kurz hinter Löcknitz kommen wir dann an die Straße. Über kleine Seitenstraßen geht es nun an die Oder. Rund 40 km sind es bis zur Oder.
Vorbei geht es an Feldern, auf denen jede Menge Kraniche zu sehen sind. Leider sind die Bilder von den Vögeln nicht so gut geworden.
Hinter Lebehn verlassen wir den D12 und suchen bei Hohenholz nach dem richtigen Weg. Zeit sparen wir vermutlich nicht, müssen wir nach einem tollen Stück auf der Kleinbahn Casekow-Penkun-Oder auf schlechten Wegen durch den Wald – der ausgebaute Bahndamm endet einfach mal so im Wald.
Nun denn, irgendwie schaffen wir es nach Nadrennsee. In Rosow sehen wir eine ungewöhnliche Kirche. Die Gedächtniskirche in Rosow hat einen Turm, der nur aus Metallstangen gebaut ist, kein Mauerwerk, keine Glocken.
Und dann sind wir auch schon an der Grenze zu Polen an der B2 und dann geht unsere Fahrt dicht an der Grenze entlang. Links von uns ein gut 1m hoher Zaun, der verhindern soll, dass die Schweinepest sich ausbreitet, Links von uns die Grenzmarkierungen.
Und dann geht es über 40 Höhenmeter hinunter an die Oder. Wir bremsen nicht und genießen die schnelle Abfahrt mit über 45km/h.
Auch an der Oder dann ein ähnliches Bild, Grenzpfosten Schwarz-Rot-Gold und Rot-Weiss auf beiden Seiten der Oder. Und kaum sind wir im Wald, fallen die blutsaugenden Biester über uns her. Schnell sind wir zerstochen denn wenn es bergan geht, dann haben die blutrünstigen Tierchen alle Zeit der Welt, zuzubeißen bzw. zuzustechen.
In Gart müssen wir daher eine “Zwangspause” einlegen, in der Apotheke am Ort erstehen wir Anti-Brum und werden danach auch nicht mehr gestochen. Dieser Abschnitt führt uns zu einer interessanten Kirche : St. Stephan – Zum Ende des Krieges zerstört, und nur teilweise wieder aufgebaut.
Es ist nun auch schon richtig warm geworden. 31°C mißt das Thermometer im Navi im Schatten.
Für uns geht es nun immer entlang der Oder. Das nächste Etappenziel ist Schwedt. Noch etwas mehr als 20km. Die Strecke ist so was von eben. Und der Radweg an der Oder entlang toll zu fahren, denn heute ist auch kaum Wind und wenn, dann kommt er zudem schräg von hinten.
In Schwedt machen wir Pause – Einkaufen für unser Mittagsimbiss, den wir direkt an der Oder einnehmen. Bei den hohen Temperaturen ist uns nicht nach viel essen – ein kleiner Imbis muss reichen.
Vor uns liegen nun noch einmal rund 35 km bis zu unserer heutigen Unterkunft in der Pension Oderblick. Der gute Radweg an der Oder entlang bleibt uns erhalten, wir fahren meistens auf dem Deich und können über Wiesen und die Oder blicken.
Die Pension Oderblick liegt direkt an der Oder. Wir haben ein schönes Zimmer hinten im Garten, hier ist es sogar noch angenehm kühl. In dem kleinen Ort Neuglietzen gibt es neben ein paar Wohnhäusern und der Pension noch einen Getränkemarkt, der auch eine kleine Gaststätte mit beinhaltet. Hier können wir gut zu Abend essen. Im September können wir noch draußen im Garten sitzen bei mehr als 25°C und essen, und in der Sonne kann man es kaum aushalten.
Tagesdaten :
| Distanz | 105.4 km |
| Geschwindigkeit | 18.5 km/h |
| Anstieg | 497 m |
| Relive | https://www.relive.cc/view/vKv2Yz5Dwoq |
Herbsttour 2023 – Tag 8
Herbsttour 2023 – Tag 8
Von Hohenwutzen nach Berkenbrück
Auch heute ist wieder ein toller Radel-Tag, Temperaturen bis knapp an 30°C und die Sonne lacht von einem blauen Himmel. Heute stehen nur etwas mehr als 90 km auf dem Plan. Wir können es also ganz ruhig angehen.
Im Oderblick bekommen wir ein gutes Frühstück im Wintergarten serviert. Alles da, was wir so brauchen und wir können uns sogar noch etwas für die Fahrt schmieren – Super.
Noch ist es angenehm bei nur 22°C als wir gegen 9:00 Uhr abfahrtbereit sind. Der Wetterbericht sagt uns gutes Wetter mit bis zu 30°C voraus.
Unser erstes Etappenziel ist nur 8 km entfernt. Die Europabrücke Neurüdnitz. Früher eine Bahnbrücke für den Truppentransport, im 2 Weltkrieg gesprengt, dann als Bahnbrücke wieder aufgebaut und heute eine Brücke, die für Fußgänger und Radfahrer Polen und Deutschland verbindet.
Und dann haben wir einen schönen alten Bahndamm, der uns die rund 10km bis nach Wriezen bringt.
Wir entfernen uns langsam von der Oder. In Wriezen gelangen wir dann auch auf den Track der Tour Brandenburg, den wir als Grundlage für die Planung der Tagesetappen genutzt haben. Nicht immer können wir allerdings genau der Tour Brandenburg folgen; Mal haben wir keine Übernachtung an der Strecke gefunden, mal mußten wir ein wenig abkürzen, damit wir mit unseren Urlaubstagen hinkommen und am Ende des Urlaubes auch wieder in Geesthacht ankommen.
Von Wriezen bis in die Nähe von Straußberg geht es mal mit mehr mal weniger Steigung hinauf bis auf 120m ü.NN. Unsere Pause, um uns zu stärken machen wir in Reichenow – auf halber Strecke der Steigung. Der Schatten unter dem großen Baum tut uns gut. Es sind nun gegen 11:15 schon 26 °C.
Und wie so oft in Brandenburg und auch in Mec-Pom : außerhalb der Ortschaften sind die Straßen recht gut – innerorts wird es dann schnell wir vor 30 Jahren fast überall: Kopfsteinpflaster und Sandpiste.
Von den nächsten rund 30 km gibt es nicht viel zu berichten. Die Tour Brandenburg führt über kleine Straßen durch die Märkische Schweiz.
Es ist Mittag geworden und wir suchen nach einer Möglichkeit zu rasten. In Kagel finden wir einen Zugang zum Bauernsee. Eine Badestelle. Aber lange bleiben wir nicht dort, denn das scheint ein Treffpunkt der FKK-Liebhaber zu sein. Sitzen und liegen doch gar nicht bekleidetet ältere Menschen auf der Liegewiese oder dem Badesteg. So viele nackte Tatsachen, da wollen wir lieber nicht stören – und das, obwohl das Wetter zum Baden einlädt.
Wir machen noch einen kleinen Abstecher nach Fürstenwalde, kaufen notwendige Sachen für den Abend ein – in erster Linie Getränke, denn es ist nun richtig warm geworden, und dann fahren wir durch den Wald an der Landstraße auf einem guten Radweg die letzen 5-6 km bis nach Berkenbrück. Eigentlich viel zu früh sind wir da, aber wir können schon unser Zimmer bekommen.
Das Beste aber in Berkenbrück ist, dass wir auch noch ein warmes Abendessen angeboten bekommen. Nachdem das Landgasthaus geschlossen hat, gibt es in Berkenbrück keine Möglichkeit mehr, etwas zu Essen zu kaufen oder essen zu gehen. Die Betreiber der Pension Grebasch haben sich daher entschlossen nach Absprache für ihre Gäste ein Gericht zu kochen. Heute ist es Schmorgurken mit Hack und Kartoffen – wir nehmen dankend an.
Uns bleibt noch Zeit, einmal zur Freibadeanstalt an der Spree zu gehen und und dort ein wenig zu entspannen.
Als wir zurückkommen, ist das Abendessen auch schon fast fertig – Alle Gäste sitzen draußen und essen das Abendbrot. Klönen ein wenig oder sitzen nur entspannt herum. Und dann gibt es sogar noch einen Nachtisch – Schokopudding mit V-Soße. Und das alles zu einem fairen Preis von 12€ pro Person.
Preis Leistung stimmen hier auf alle Fälle. Das Zimmer ist groß, sauber und nett eingerichtet und auch das Frühstück ist gut und reichhaltig – Also eine echte Empfehlung.
Tagesdaten :
| Distanz | 91.3 km |
| Geschwindigkeit | 18.3 km/h |
| Anstieg | 466 m |
| Relive | https://www.relive.cc/view/vPOprXoJLRq |
Herbsttour 2023 – Tag 9
Herbsttour 2023 – Tag 9
Von Berkenbrück zurück an die deutsch-polnische Grenze
Es war einfach kein Bett entlang der Tour Brandenburg zu bekommen, wenn man auch noch den Tagebau Jänschwalde besichtigen will. Cottbus wäre eine Möglichkeit, aber dann wäre wir schon am Tagebau vorbei. Die einzige Übernachtung, die sich uns anbot war in Groß Gastrose an der Lausitz. Vor uns liegen heute etwas mehr als 100 km Strecke.
Aber der Reihe nach : Früstück in Berkenbrück, Abfahrt gegen 9:00 Uhr bei etwa 18°C. Auf dem gut ausgebauten Radweg – Spreeradweg und Tour Brandenburg werden in diesem Abschnitt gemeinsam geführt, geht es parallel zur Spree durch viel Wald. Vorbei an der Kersdorfer Schleuse am Oder-Spree-Kanal.
Und danach geht es viele km weiter durch dichte Nadelwälder. Links Bäume und rechts Bäume, gut asphaltierte Wege, die ein zügiges Vorankommen ermöglichen. Bis Beeskow, knapp 30 km fahren wir mehr oder weniger durch dichten Wald.
In Leißnitz trennen sich Tour Brandenburg und Spreeradweg. Die Tour führt nach Osten. Für kurze Zeit fahren wir nicht nur durch Wälder, sondern hier und da auch mal durch Felder. Der Radweg der Tour Brandenburg ist gut ausgebaut. Unser erste Pause des Tages machen wir in der Nähe von Oelsen, einem kleinen Ort am Großen Oelsener See. Am Wegesrand ist eine kleine Möglichkeit zum Rasten, die wir gerne annehmen. 50 km sind wir schon geradelt und mittlerweile zeigt das Thermometer 25°C. Viel trinken ist heute angesagt.
Und danach geht es auch gleich wieder durch dichte Wälder; wir durchqueren den Naturpark Schlaubetal, aber wir erreichen etwa in der Mitte des Naturparks unsere heute höchste Erhebung mit etwa 120 m ü.NN.
Bei Reicherskreuz durchqueren wir ein großes Heidegebiet, die Recherskreuzer Heide.
Die Heide ist aber schon fast verblüht. Nur noch ein leichter violetter Schimmer ist vorhanden.
Die Strecke der Tour Brandenburg ist hier überwiegend als Fahhradstraße auf landwirtschaftlichen Wegen oder kleinen Straßen ausgewiesen.
Nur leider werden die Straßen wohl auch gerne von PKW-Fahrern als Abkürzung zwischen den Ortschaften genutzt. Leider ist deren Verhalten meistens nicht angemessen und je größer das Fahrzeug, um so rücksichtsloser wird überholt oder wir werden bei Gegenverkehr abgedrängt. Schade…. Es könnte auch viel besser gehen.
In Wellen fahren wir nun hinunter nach Guben an die Lausitzer Neiße, die den Grenzfluss zu Polen bildet.
Kurz noch Einkaufen in Guben, denn heute abend und morgen früh müssen wir uns selbst versorgen. In Groß Gastrose gibt es werder einen Supermarkt noch einen Bäcker. Wir übernachten in einer schönen Ferienwohnung auf einem ehemaligen Kasernengelände.
Die Wohnung ist neu hergerichtet, hat einen großen Wohnraum mit offener Küche, einen Schlafraum mit Terrasse und ein Bad. Alles sehr sauber und nett eingerichet. Die Fahrräder können wir in einem Nebengebäude einschließen. Die Übernachtung bei Heiko Sittig können wir bedenkenlos empfehlen, wenn man in der Lage ist, sich selbst zu versorgen. Groß Gastrose selbst ist nur ein kleiner Ort, in dem man auch nicht viel machen kann.
Tagesdaten :
| Distanz | 101.4 km |
| Geschwindigkeit | 19.3 km/h |
| Anstieg | 495 m |
| Relive | https://www.relive.cc/view/vr63w1DJGd6 |
Herbsttour 2023 – Tag 10
Herbsttour 2023 – Tag 10
Von der Neiße an den Senftenberger See
112 km durch dir Lausitz, vorbei an Cottbus und Spremberg durch die künstliche Seenlandschaft der Lausitz.
Auch heute starten wir wieder bei bestem Wetter – das Hoch der letzten Tage ist weiterhin stabil und wir fahren bei Sonnenschein und Tagestemperaturen von um die 30°C.
Wir verzehren zum Frühstück das gestern eingekaufte Müsli und Obst und Joghurt, waschen noch kurz ab, damit alles so ist, wie wir es vorgefunden haben, holen die Räder und bepacken sie und starten gegen kurz nach 9:00 Uhr. Schon morgens sind es heute 22°C, und wir haben uns wieder gut mit Sonnencreme eingeschmiert.
Entlang der Neiße auf dem Deich geht es Richtung Süden.
Unser erster Zwischenstopp soll der ehemalige Tagebau Jänschwalde sein. Nach nur 8 km verlassen wir für kurze Zeit das Tal der Neiße. Steil geht es hinauf zum ehemaligen Tagebau.
Ein wenig gespenstisch ist das schon: meilenweit nur aufgerissene Erde, die mitlerweile z.T. verfüllt sind, denn der Tagebaus Jänschwalde wird nicht wie viele anderen einfach geflutet – wird vermutlich auch schwierig, denn das Wasser müßte man gut 30-40 m den Hang hinaufpumpen.
Noch ein kurzes Stück begleiten wir die Neiße bevor wir kurz vor Forst in der Lausitznach Westen in Richtung Cottbus abbiegen. Es geht wieder viel durch Wälder und kleine Orte. Alle Straßenschilder und Orte sind hier zweispraching beschildert. Die Sorben sind eine nationale Minderheit in Deutschland.
Bei Klinge erreichen wir einen gefluteten Tagebau – den Klinger See rund 320 ha groß und irgendwie wirkt das alles tot.
Und wieder geht es kilometerweit durch schönen Wald, aber alles Kiefer-Monokulturen.
Bei der Querung der neu gebauten B168 haben sich die Planer für den Radweg mal wieder eine besonders gute Lösung ausgedacht – unsere Niederländischen Nachbarn hätten da sicher ein paar gute Beispiele zur Hand, wie es besser gehen kann. Zunächst kommt an an der Bundesstraße an, und muss dann etwa 200 m nach rechts knicken, sich dann durch das erste von zwei schönen engen Drängelgittern quetschen, die Fahrbahn queren, das nächste Drängelgitter überwinden und 200 m zurück fahren.
Wir sind ja im Urlaub, da macht man das gerne – wie es besser geht, das bauen die Niederländer fast wöchentlich auf ihren Radwegen.
Einen Abstecher nach Cottbus machen wir nicht, aber im Süden von Cottbus komme wir wieder auf den Spreeradweg und die Tour Brandenburg. Unsere Pause nach rund 40km machen wir in der Nähe von Branitz direkt am Stauwehr der Spree. Kinder baden und springen vom Steg, Erwachsene gehen in der Spree schwimmen. Wir machen einfach nur Pause, denn hier am Wasser und im Schatten der großen Bäume ist es nicht so heiß – das Thermometer zeigt nun schon 27°C.
Wir folgen dem Verlauf der Spree, dicht am Ufer geht es entlang. Schön ist es hier abseits der Straßen, das meint wohl auch der Storch auf der Wiese.
Und dann geht es wieder durch viel Wald. Bei Bräsinchen wird die Spree durch die Talsperre Spremberg zu einem großen See aufgestaut. Wir fahren mal dicht mal weniger dicht am Ufer entlang. Beim Spree Cam Bagenz können wir auch mal an den See kommen.
Im Sommer ist es hier vermutlich brechend voll. Obwohl heute Samstag ist, geht es hier doch recht beschaulich zu, nur wenige Stellplätze sind belegt. Für uns geht es noch einige km durch den Wald an der Talsperre und dann machen wir die ersten 1000km voll
Mittagessen wollen wir eigentlich in Spremberg, aber es ist schon fast halt drei, als wir in Spremberg ankommen. Nach einer warmen Malzeit ist uns heute nicht – die Temperatur liegt bei knapp 30 °C, da ist uns eher nach einem kühlen Getränk. Beim Bäcker in der Innenstadt werden wir fündig, unter dem Sonnenschirm vor der Bäckerei ist es grad noch so erträglich – Pause.
Kurz hinter Spremberg geht es dann rauf auf die Hochkippe Pulsberg mit 151m ü.NN. der höchte Punkt der heutigen Tour. Spremberg liegt nur auf einer Höhe von etwa 100 m ü.NN. Einmal hoch und dann mit einer herrlichen Abfahrt wieder runter – in der Ferne das Kraftwerk Schwarze Pumpe.
Von nun an geht es an vielen Seen vorbei, alles alte Tagebaulöcher, die mit Wasser aufgefüllt werden, aber nur selten kann man einen Blick auf den See werfen.
Meistens verdecken Bäume den Blick auf den See und Hinweisschilder warnen vor dem Betreten der Uferböschungen. Aber die neune Radweg hier sind einfach klasse.
Nun sind es nur noch knapp 20 km bis nach Senftenberg. Je näher wir kommen, desto mehr Menschen sind auch unterwegs – klar, bei dem Wetter und den Wegen sind viele mit dem Rad unterwegs. Lokale in Geierswalde bereiten sich auf ein betriebssamen Abend vor – noch 10 km bis zu Ziel.
Am Ufer des Senftenberger Sees wird es dann richtig voll, Viele Menschen haben den Tag am See verbracht und die ersten machen sich auf, den See zu verlassen.
Wir übernachten in einer kleinen Pension am Rande der Altstadt. Beim Italiener gegenüber bekommen wir noch einen Tisch, aber nur, wenn wir bis 19:00 Uhr wieder weg sind – Alles klar, mehr als eine Stunde für das Abendessen sollte ausreichen, denn wir wollen ja auch noch an den See.
An der Seepromenade ist auch gegen 18:30 Uhr noch viel los – nur der Eisverkauf hat schon geschlossen.
Wir lassen den Abend – dann eben ohne Eis – auf der Seepromenade ausklingen.
Tagesdaten :
| Distanz | 112.8 km |
| Geschwindigkeit | 18.3 km/h |
| Anstieg | 491 m |
| Relive | https://www.relive.cc/view/vXOnxp5E4Bq |
Herbsttour 2023 – Tag 11
Herbsttour 2023 – Tag 11
Pausentag in der lausitzer Seenlandschaft
Es ist Sonntag und wir machen Pause – nicht ohne Fahrrad zu fahren rund um die Seen bei Senftenberg. Wind keiner – Temperaturen knapp über 30 °C. 50 km sollen für heute genug sein.
Nach einem guten Frühstück in der Pension starten wir gegen kurz vor 10 Uhr Richtung Nord-Osten. Ziel: das Südufer des Großräschener Sees. Dort begegnen wir anderen Radfahrern und auch Einheimische und es entwickelt sich ein interessantes Gespräch über früher – als noch Tagebau war und wie drecking es war und heute und auch die Probleme und Folgen der Flutung der Tagebaue. Und der See ist echt riesig. Na ja, wenn man bedenkt, wie viel Kohle dort herausgenommen wurden.
Für uns geht es dann weiter zum Sedlitzer See. Die beiden Seen sind durch den Ilsekanal miteinander verbunden.
Auch am Sedlitzer See das gleiche Bild: Das Ufer ist größtenteils abgesperrt und mit Hinweisschildern versehen. An einigen Abschnitten wird an den Ufern gearbeitet, damit hier später mal so etwas wie Strand entsteht. Alle Natur 2.0 – künstlich.
Immer wieder wagen wir einen Blick über den See, aber alles wirkt künstlich und echtes Leben kann man höchstens erahnen.
Unser nächster Halt: die Landmarke im lausitzer Seenland : “Rostiger Nagel” am Sedlitzer See und dem Sornoer Kanal, der den Sedlitzer mit Geierswalder See verbindet.
Natürlich erklimmen wir den Rostigen Nagel, von dort oben hat man einen tollen Blick über die umliegenden Seen und Wälder.
Wir fahren weiter an das West- und Südufer des Senftenberger Sees, im Schatten der Bäume an der Badestelle Großkoschen rasten und entspannen wir etwas und schauen dem Treiben zu. Irgendwann fahren wir weiter, einen Turm haben wir noch als Ziel für heute vorgesehen. Auf dem Prossenberg – rund 140m hoch – steht ein Aussichtturm, von dem aus man Senftenberg im Nord-Osten und Ruhland im Westen sehen kann.
Ein leichter Wind ist aufgekommen, oben auf dem Turm merkt man, wie der Turm ein wenig schwankt. Unterhalb des Turmes sind Quarzsand-Vorkommen, die auch noch abgebaut werden. Ein Abstecher lohnt sich .
Von hier aus sind es noch gut 15km bis nach Senftenberg. Am See machen wir noch eine Pause und gehen baden im See – bei mehr als 30 °C eine echte Erfrischenung.
Auf dem Rückweg in Senftenberg noch einen kleinen Abstecher zur Festung – einmal von außen anschauen. Nach dem Essen – beim gleichen Italiener wie gestern – schaffen wir es noch, an der Promenade Eis zu essen.
Pausetag in Senftenberg – entspanntes Sightseeing rund um die Seen.
Tagesdaten :
| Distanz | 50.2 km |
| Geschwindigkeit | 18.6 km/h |
| Anstieg | 205 m |
| Relive | https://www.relive.cc/view/vZqNLzgP5GO |
Herbsttour 2023 – Tag 12
Herbsttour 2023 – Tag 12
Von Senftenberg an der Elster entlang nach Jessen
Für uns heißt es heute Abschied nehmen von Senftenberg zu nehmen und die Richtung zu wechseln. Von nun an kommen wir mit jedem km wieder näher nach Hause.
Wir verlassen Senftenberg bei strahlendem Sonnenschein und angenhmen 21 °C gegen kurz vor neun Uhr. Heute stehen rund 110 km auf der Uhr und es sollen am Ende fast 120 km werden. Nachmittagstemperaturen wieder knapp über 30°C.
Leider haben wir keine Zeit heute für eine Abstecher auf den Aussichtsturm am Lausitz-Ring, aber wir kommen direkt dran vorbei – am Lausitz-Ring. Gestern Vormittag hörten wir das Röhren der Motoren. Heute ist wieder Ruhe eingekehrt.
Und wenn wir noch mal in diese Gegend kommen, dann werden wir uns auch das Besucherbergwerk F60 ansehen. Heute aber liegt es zu weit von der Strecke weg.
Wir fahren fast immer an der schwarzen Elster entlang. Keine Höhenunterschiede und da es heute fast windstill ist einfach super zu fahren.
Vom Lausitz-Ring geht es parallel zu Autobahn direkt am Gelände von BASF Schwarzheide vorbei, bis wir bei Lauchhammer direkt an der Elster entlangfahren können. Die Elster ist mehr ein Kanal – auf langen Abschnitten gerade und auf beiden Seiten eingedeicht. Nur selten kann man das Wasser sehen. Meist verhindert das hoher Bewuchs
Mal geht es auf dem linken Ufer weiter, mal auf dem rechten. Die Strecke hat wenig zu bieten, Einfach nur fahren bei super Wetter – die Wege sind meist gut. Die Tour Brandenburg läuft abschnittsweise auf unserem Track, macht aber auch den einen oder anderen Schlenker von der Elster weg.
Unterwegs ist nur wenig Auffälliges, das zu einem Fotostop einölädt. Hier ist es die Mühle Plessa.
Viel Energie kann die Mühle aber nicht aus der Elster gewonnen haben, das Profil gibt kein großes Gefälle her. Knapp zwei Stunden sind wir nun unterwegs und das Thermometer nähert sich langsam der 25 °C Marke. Diesen Abschnitt an der Elster sind wir auch 2022 am Tag 12 der Sommertour gefahren.
Viel Aufregendes gibt es nicht weiter zu berichten.
Kurz hinter Herzberg trennen wir uns von der Tour Brandenburg, die weiter nach Norden führt, wir folgen weiter dem Elster-Radweg. Die Ausschilderung ist nicht mehr so gut, Bei Mönchehöfe müssen wir auf der vielbefahrenen B187 fahren. Und einen Radweg gibt es nicht. Ganz toll, wenn die 40-Tonner einen überholen. In Schweinitz sollen wir dann an der Elster entlang – Ausschilderung als Wanderweg.
Nach gut 5 km ist daraus dann nur noch ein Single-Trail geworden, der im Nirgendwo zu verschwinden droht. Wir drehen um, auch die schnell auf dem Navi herausgesuchte Alternative führt uns eher weiter vom Ziel weg und auf dem kleinen Navi können wir das auch nicht richtig erkennen, dass ein bischen Zick-Zack uns zum Ziel gebracht hätte. Also drehen wir erneut um, durchqueren Scheininitz und fahren auf dem Radweg entlang der B187 nach Jessen. Dabei geht das auch einmal über den Hügel.
Jessen selber ist ein kleiner Ort – rund 15.000 Einwohner – unser Hotel liegt direkt am alten Marktplatz. Fluch und Segen zugleich : Schön zentral aber heute bei mehr als 30 °C am Nachmittag auch abends ein gutbesuchtes Lokal – und die Gäste halten es bei den schönen Abendtemperaturen auch bis weit in die Nacht hinein dort aus.
Duschen – Stadtrundgang – Abendessen im Lokal des Hotels Stadt Berlin.
Tagesdaten :
| Distanz | 119.3 km |
| Geschwindigkeit | 20.0 km/h |
| Anstieg | 292 m |
| Relive | https://www.relive.cc/view/vNOPQyerB26 |
Herbsttour 2023 – Tag 13
Herbsttour 2023 – Tag 13
Von Jessen nach Rottstock
Auch heute ist es mehr eine Zwischenetappe auf dem Weg nach Norden. 108 km durch die brandenburgischen Wälder, vorbei an Jüterborg und dem alten Lager.
Und auch heute haben wir noch einmal strahlendes Wetter und sehr warme Temperaturen.
Die Nacht war warm, erst nach Mitternacht kehrte auch im Lokal Ruhe ein und unsere Nacht war entsprechend kurz. Das Frühstück war okay, und außer uns waren noch zwei Radreisende mit beim Frühstück. Mit Routine bepacken wir die Räder, auch heute kommen wir wieder gegen kurz vor Neun los. Temperatur schon 25°C.
Bei strahlendem Sonnenschein geht es für uns nun immer Richtung Norden – okay wir weichen auch mal ein wenig von der Richtung ab.
Auf Landstraßen geht es vorbei an der Glücksburger Heide Richtung Jüterbog.
Und dann zwischen Niedergörsdorf und Altes Lager, die Straße ist viel zu breit und viel zu gerade für eine Landstraße, nebenann ein alter Flugplatz, die Straßen auf denen wir fahren sind vermutlich alte Rollbahnen.
Am Straßenrand ein alter Hubschrauber aus Sowjet-Zeiten
Und einige km weiter wird es dann fast schon richtig ein bischen urig. Eine alte Kaserne, vermutlich schon 30 Jahre nicht mehr genutzt. Aber der ehemals rote Stern prankt noch am Turm über dem Hauptportal – ja, auch das ist ein Stück deutsche Geschichte
Und ab hier sind wir nun auch wieder auf der Tour Brandeburg, der wir aber nur bis Treuenbrietzen folgen und dann weiter auch kleinen Straßen nach Norden bis zum D11-Radweg zu gelangen, der die Ostsee mit Oberbayern verbindet. Wir folgen dem D11 Richtung Westen üner Brück bis Bad Belzig. Ein schöner Radweg in diesem Abschnitt, gut ausgebaut und nett zu fahren, führt er doch asphaltiert abseits der Straßen durch Wälder und leere Forts- und Waldwege.
Aber unterwegs gibt es auch merkwürde Baustellen – kein Hinweis und keine Möglichkeit auf die Straße zu gelangen, quetschen wir uns irgendwie dran vorbei
Mittagessen dann gegen 14:15 in Bad Belzig – der asiatische Imbis am Markt hat heute geschlossen – es bleibt ein Italiener, einkaufen im lokalen Supermarkt, und dann irren wir ein wenig durch Bad Belzig. Der Track führt uns auf sandige Waldwege, die nicht fahrbar sind und so kommen wir wieder ins Stadtzentrum von Bad Belzig. Manchmal sollte ich doch besser recherchieren, wie die Wegbeschaffenheit ist. Mehr als eine halbe Stunde verdaddeln wir leider.
Nun haben wir endlich die richtige Straße gefunden, noch rund 20 km bis zu unserem Ziel. Entlang der Landstraße, über den Hügel, höchter Punkt sind heute 156m ü.NN, eine schöne Strecke auf einem ehemaligen Bahndamm am Ende des Tages.
Übernachten werden wir um Slube
Eine Röhre knapp 3m Durchmesser, 2 Geschosse, unten Bad und “Wohnzimmer” oben Schlafzimmer. Alles sauber und recht neu. Außer uns ist nur ein Monteur anwesend und in der Nacht kommen gegen kurz vor Mitternacht noch ein paar weitere Gäste.
Ja, man kann hier gut schlafen, aber der Preis ist zu hoch, Frühstück gibt es morgens nicht, es ist auch niemand vom Betreiber vor Ort. Bei trockenem Wetter kann man gut draußen essen und sich aufhalten. Aber was macht man, wenn es mal länger regnet ?
Zum Abendbrot gibt es heute Müsli und Joghurt und auch noch ein Stück Kuchen – alles in Bad Belzig gekauft.
In der Nacht geht ein heftiges Gewitter nieder, das das Gelände auch ein wenig unter Wasser setzt.
Am kommenden Morgen ist dann mein Tacho ausgefallen – ob wegen des Regens oder nur, weil die Batterie leer ist – keine Ahnung, aber von nun an sind alle Daten nur noch auf dem Navi.
Tagesdaten :
| Distanz | 108.4 km |
| Geschwindigkeit | 17.0 km/h |
| Anstieg | 526 m |
| Relive | https://www.relive.cc/view/vZqNLzgnj3O |
Herbsttour 2023 – Tag 14
Herbsttour 2023 – Tag 14
Von Rottstock nach Havelberg
Ja, wir kommen wieder in den Norden – die letzten zwei bis drei Tage kommen wir wieder auf vertraute Strecken – Hier bleiben meist nur der Elbe-Radweg oder der Havelradweg.
Wie schon gestern geschrieben, hat es in der Nacht ein kräftiges Gewitter mit jeder Menge Blitz und Donner gegeben. Am Morgen ist das Meiste davon vorbeigezogen. Nur das Wasser steht noch als große Pfütze auf der Wiese.
Ein Frühstücksangebot gibt es in der Unterkunft nicht. Wir haben aber noch genug Obst, Müsli und Joghurt. Tee können wir uns mit einem Wasserkocher im Slube zum Glück kochen. Der Abschied fällt uns nicht schwer, denn das Gelände macht einen leicht vernachlässigten Eindruck und so ganz ohne Infrastuktur – sprich nettem Gemeinschaftsraum, in dem es auch warm ist und man einen Kaffee / Tee o.ä bekommen kann, so sind wir um kurz nach neun schon wieder unterwegs. Für einige km folgen wir noch dem Bahndamm bis nach Ziesar, danach müssen wir dann auf der Landstraße weiter.
Erst langsam werden die Straßen wieder trocken und die dicken Wolken ziehen ab – aber für den Nachmittag ist nochmal Regen angesagt. Mal sehen, wie weit wir trocken durchkommen.
Bei km 25 sind wir schon in Plaue – ja genau, dort haben wir 2022 übernachtet. Wir kommen wieder an dem Rewe-Markt vorbei, bei dem wir vor etwas mehr als einem Jahr unsere Abkühlung genossen haben. Heute ist es deutlich kühler und der Himmel hat sich schon wieder zugezogen und dicke graue Wolken verdecken die Sonne. Hier können wir auch die dringend benötigte Batterie kaufen, damit das Tacho wieder aktiviert werden kann. Batterie gewechselt, Radumfang eingestellt und dann geht es wieder.
Vorbei geht es am Schloss in Plaue, und über die Havel, von nun an folgen wir dem Havel-Radweg und der Tour Brandenburg. Stellenweise können wir sogar die Havel sehen. Bei bedeckten Himmel ohne Sonne müssen wir schon kräftig in die Pedale treten, damit uns warm wird und die Pause in Briest an der Havel fällt auch kurz aus, denn kaum treten wir nicht mehr, wird uns doch frisch – Es sind auch nur so knapp 20 °C.
An der Fähre in Pritzerbe ist grade Mittagspause – Auch ein Fährmann muss mal Mittag machen. Mit uns warten noch zwei weitere Fahrradfahrende. Für uns heißt das 20 Min Zwangspause – mit einem leichten Regenschauer und mitlerweile kräftigem Wind aus Nord – genau entgegen der Hauptrichtung.
Als wir dann gerade abgelegt haben, kommen zwei weitere Radfahrende an der Fähre an, die wir kurz nach unserer Pause in Briest überholt hatten. Für die heißt es nun auch warten, bis die Fähre wieder zurück ist.
Die Ortsdurchfahrt durch Rathenow ist ein Qual. Kaum Radwege, Kopfsteinpflaster und viel Verkehr.
Und das Wetter wird auch nicht besser, der Wind nimmt immer mehr zu, die Wolken dichter und in Rhinow bei km 85 kommt dann auch noch der Regen – wir finden Zuflucht unter dem Sonnenschutz eines ehemaligen Ladens und können den Regen abwarten. 15-20 Minuten, dann läßt der Regen wieder nach – der Wind bleibt.
Bis Havelberg sind es nun noch 15 bis 20 km – die haben es aber noch mal in sich : Wind und die Temperatur schwankt so bei 18-19 °C. Schon von Weiterm ist der Dom in Havelberg zu sehen.
Aber noch sind wir nicht da. In Havelberg dann geht es auf den letzten km noch mal ordentlich und zum Teil recht steil nach Oben.
Wir haben ein Zimmer in der Pension Dürkop. Das Zimmer ist okay, der Preis und das Frühstück am nächsten Morgen auch. Auch wenn die Pension an der B107 liegt – alle Gästezimmer gehen nach hinten raus – kein Straßenlärm.
Wir machen uns am Abend auf zum Dom, Essen gut bei einem Albaner am Dom, der Italienische Küche anbietet – uns ist das recht, und das Essen ist lecker, besuchen die Altstadt und fallen danach müde aber zufrieden ins Bett.
Tagesdaten :
| Distanz | 111.5 km |
| Geschwindigkeit | 19.2 km/h |
| Anstieg | 353 m |
| Relive | https://www.relive.com/de/view/vxOQQyeY1MO |
Herbsttour 2023 – Tag 15
Herbsttour 2023 – Tag 15
Von Havelberg bis nach Dömitz
Gefühlt sind wir fast schon wieder zu Hause. Na Ja, noch nicht ganz. Noch sind es etwa 180km, muss man ja nicht an einem Tag fahren und wenn der Wind aus West kommt, dann kann das auch schnell mal anstrengend werden.
Nach eine guten ruhigen Nacht und einem guten Frühstück in der Pension machen wir uns gegen kurz nach neun Uhr auf den Weg. Das schlechte Wetter ist vergangen, aber es wird auch nicht mehr so warm wie die Tage zuvor. Bei strahlendem Sonnenschein brechen wir auf.
Einmal über die Havel, dann zwischen Havel und Elbe durch Wiesen und Felder, nochmal über die Havel und dann am Gnevsdorfer Vorfluter entlang bis zur Mündung desVorfluters in die Elbe.
Und dann immer am Elbdeich entlang. Nach 36 km erreichen wir Wittenberge – kurz in die Stadt, hoffentlich hat die Bank noch ein wenig Geld, beim Bäcker ein wenig Gebäck für unterwegs und wieder raus aus der Stadt. Und dann ja, eigentlich brauchen wir nun eine Bank oder so was aber weit und breit keine zu finden. Wenn man mal eine braucht, dann isse nicht da.
Vorbei geht es am ehemaligen Wachturm im Cumlosen – auf der anderen Elbseite ist schon fast Niedersachsen.
Und immer am Elbdeich lang bis etwa nach Lenzen, wir verlassen den Elbdeich und fahren auf kleinen leeren Straßen parallel zur Löcknitz nach Dömitz. Am kleinen Hafen in Dömit bekommen wir was zu essen. Wird auch Zeit, knapp 90 km sind wir unterwegs und es ist 14:00 Uhr.
Nach dem Essen noch den örtlichen Supermarkt aufsuchen, denn sicher haben wir am Abend wieder hunger. Wir übernachten in der alten Gärtnerei außerhalb von Dömitz. Super dort, ein schönes Zimmer, die Räder können wir im Rad-Container einschließen.
Draußen auf der Wiese stehen Stühle und Liegen, wir genießen einen entspannten Nachmittag bei knapp 20°C. Im Schatten ist es fast schon zu kühl.
Nur das angebotene Frühstück mit seinem hohen Preis trübt den Gesamteindruck – aber das muß man ja nicht dazubuchen. Wir zumindest verzichten darauf. Morgen geht es dann für uns ohne Frühstück los.
Tagesdaten :
| Distanz | 93.8 km |
| Geschwindigkeit | 20.0 km/h |
| Anstieg | 210 m |
| Relive | https://www.relive.com/de/view/vXOnxppmKBq |
Herbsttour 2023 – Tag 16
Herbsttour 2023 – Tag 16
Von Dömitz nach Geesthacht
Der letzte Tag ist schnell erzählt: rund 90 km geht es an der Elbe entlang nach Hause.
Und wieder lacht uns die Sonne von einem strahlend blauem Himmel. Morgens, als wir gegen acht Uhr aufbrechen, ist es noch recht frisch. Nur 13 °C zeigt das Thermometer. Wir kommen so früh los, weil wir heute kein Frühstück bekommen. Dömitz liegt nicht auf dem Weg und so versuchen wir beim Bäcker in Vielank ein belegtes Brötchen zu bekommen. Aber in der Auslage liegen keine Brötchen. Die Verkäuferin erklärt sich bereit, uns Brötchen mit Käse zu schmieren – die wohl teuersten und lieblosesten der ganzen Tour. Und auch einen Kaffee oder Kakao können wir nicht bekommen. Okay für den ersten Hunger reichts – aber auch nur bis Neuhaus gut 20 km entfernt.
In Neuhaus gibt es einen ordentlichen Bäcker, bei dem man fast alles bekommt, und wenn man will auch seinen Geburtstag o.ä. feiern kann. Ausgestattet mit etwas Gebäck geht es weiter – die Strecke ist uns gut bekannt – wenig aufregendes
Bleckede erreichen wir bei km 45, dort setzen wir wie schon so oft mit der Fähre über auf die andere Elbseite.
Nun sind es noch etwas mehr als 40 km bis nach Hause. Die Sonne lacht vom blauen Himmel, es ist nur leichter Wind von vorne, wir kommen gut voran und schon vor halb zwei sind wir zurück in Geesthacht.
Tagesdaten :
| Distanz | 91.7 |
| Geschwindigkeit | 22.0 km/h |
| Anstieg | 220 m |
| Relive | https://www.relive.com/de/view/vwq1rJJ4yBv |
Zusammenfassung der Herbsttour 2023.
Insgesamt sind wir 1608 km gefahren, hatten dabei einen Platten und einen Tachoausfall aufgrund einer leeren Batterie. Highlights waren die Insel Usedom und die Lausitzer Seen. Beides könnten wir noch mal ansteuern, die Etappen dazwischen – na ja. Die Tour Brandenburg ist supergut ausgebaut – abschnittsweise aber langweilig weil es kilometerweit nur durch Wald geht. Große Steigungen und Abfahrten sind kaum vorhanden, die Tour Brandenburg eignet sich für alle, die ungern Berg fahren und die Ruhe genießen können.
Wir hatten wohl das beste Wetter auf der Tour, das am Mitte September haben kann. Temperaturen von über 30°C müssen zwar nicht unbedingt sein, aber besser als 13°C und Nieselregen.
Beste Übernachtungen :
- Neukalen – tolle Unterkunft
- Löcknitz – unschlagbarer Preis
- Groß Gastrose – super Preis und klasse Unterkunft
Längste Etappe : Schwerin – Neukalen 126km, kürzeste Etappe : Seenrundtour 50km
Hinterrad defekt
Hinterrad defekt
Schon auf der Herbsttour sagte meine Frau, dass mein Hinterrad so rumeiert. Irgendwann fing es auch an, am Ständer zu schleifen. Um die Tour zu Ende fahren zu können, habe ich das Rad leicht verkanntet eingesetzt, so dass links vorne wieder 1-2 mm Platz zum Ständer waren.
Kurz nachdem wir zu Hause sind, schaue ich mir die Acht mal genauer an. Okay, ein Seitenschlag. Nichts weltbewegendes. Das läßt sich sicher auch auszentrieren. Aber …
Aber das wurde nichts,
Der Seitenschlag ließ sich dann doch nicht mehr beseitigen. Als ich es endlich grade hatte, und Schlauch und Mantel montierte und Luft auffüllte gab es einen Knall – Das Ergebnis (siehe Bild) war schlimmer als die Acht, die zuvor vorhanden war.
Danke an Gabriel von Wolf und Wolf , innerhalb von einer Woche hatte ich ein neues Hinterrad hier in Norddeutschland und dass, obwohl Gabriel die Narbe erst noch bestellen mußte. Danke








































