Keine Wolke
Die Tage sind schon recht kurz, die Sonne kommt nur noch wenig über den Horizont, aber derzeit gibt es viel warme Luft aus dem Süden und so kommen wir mit den Temperaturen auf immerhin zweistellige Werte. Für Anfang November nicht schlecht. Die Sonne lacht vom Himmel und für 40 bis 50 km reicht es locker aus. Nachdem wir die vergangenen Fahrten auf alle Fälle im Dunkeln zurückgekommen sind, habe wir heute die Möglichkeit bei Tageslicht zu fahren.

Entlang am Elbdeich, der Ilmenau und durch Rottorf und Handorf geht es dann über Oldershausen zurück.

Auf der Rücktour von Handorf her haben wir sogar ein wenige Rückenwind, aber es wird doch zunehmend kühler. Als wir wieder über die Bücke zurückfahren, ist die Sonne schon dem Horizont sehr nahe.

Frühlingswetter mitten im November
Mitte November 2020
mehr als 15 °C lassen uns nicht drinnen verharren. Zum Glück fällt das warme Wetter und das Wochenende zusammen. Wieder einmal müssen wir einfach raus auf’s Rad.
Zufälligerweise schaue ich vor der Abfahrt noch mal aufs Tacho – nur mal so schaltet ich die verschiedenen Funktionen durch und erstaunt bleiben meine Augen bei einer runden Zahl stehen 24.000km.

Stehen da wirklich 24.000 km auf der Anzeige ? Ja. Auch wenn ich die 10.000km dieses Jahr sicher nicht schaffen werde, mein Ziel von 7500km habe ich nun schon um fast 1500km übertroffen.


Auf dem Marschenbahndamm wird es dann abschnittsweise richtig voll – gestern hatten wir ihn noch bei grauem Novemberwetter für uns ganz allein. Aber egal.

Zurück geht es immer auf dem Marschenbahndamm, bis er in Borghorst dann endet. Fotos vom stark befahrenen und bevölkerten Weg kann ich unterwegs leider keine machen, denn dann ist immer die volle Aufmerksamkeit beim Überholen gefordert. Insbesondere dort, wo der Weg nur aus 2 Fahrspuren mit Grünstreifen in der Mitte besteht, muss man sehr genau den Wechsel von links nach rechts oder umgekehrt planen und durchführen. Manchmal müssen wir auch regelrecht warten, bis der Gegenverkehr vorbei ist und sich dann die Möglichkeit zum Überholen ergibt.
Dani’s Mondfahrt
2020-11-18
Es wird immer früher Dunkel. Wir kommen gegen 15:45 los und fahren mal wieder die Runde über Lassrönne und den Ilmenau-Kanal. Als wir am Deich entlang fahren steht eine kleine schmale Mondsichel am Himmel, bereit kurz nach der Sonne unterzugehen. Die Sonne macht es gegen 16:20 Uhr vor, und verschwindet hinter dem Horizont. Der Himmel ist wolkenlos und so wechseln sich am Himmel die wundervollsten Farbenspiele ab, bis es ganz dunkel ist. Einige schöne Bilder sind dabei entstanden. Leider ist das Bild, dass Dani zeigt, wie sie direkt auf den Mond zufährt, nichts geworden.
Dezember-Schlammschlacht
Es ist Mitte Dezember geworden. Der zweite Coronal-Lockdown steht an, bzw. hat teilweise schon stattgefunden. Diese Jahr ist Weihnachten anders: Keine Weihnachtsmärkte, Adventsbasare – wir halten uns aus dem Trubel raus. Viele andere stürmen – so lange sie es noch dürfen – stattdessen die Innenstädte. Die Folge : Die Coronazahlen steigen weiter.
Für mich ist wieder 100% Home-Office angesagt, was zur Folge hat, dass ich auch mal im Hellen noch eine Runde drehen kann. Derzeit ist aber der Himmel tagelang wolkenverhanden bis nebelig. Temperaturen zwischen 1 und 6 °C, da kommt keine Freude auf, dennoch nutze ich die wenigen Möglichkeiten, um mit dem Rad unterwegs zu sein. Die Straßen sind größtenteils durch die vielen Fahrzeugen von dem herbstlichen Dreck und den Erdklumpen der landwirtschaftlichen Fahrzeuge meist schon wieder schön sauber, anders sieht es bei den kleine Wegen und Straßen aus. Der Marschenbahndamm zum Beispiel gleicht abschnittsweise mehr einer Pferdemist-Slamom-Stecke. Und so sammelt sich nach jeder Fahrt eine Menge Dreck und Schlamm an Rad. Wenn ich mir meinen Wolf nach all den Fahrten auf den noch verdreckten Wegen und Straßen ansehe, dann muss ich sagen: ganz schön verschlammt.

Das Schutzblech setzt sich mit dem ganzen Dreck zu, Schaltwerk und Seitenständer sind mit einer grauen Schicht aus Sand, Blattresten und was weiss ich denn alles überzogen. Mit einem kräftigen Wasserstrahl ist es aber auch schnell wieder abgespritzt, so dass sich der Dreck nicht in den kleinen Rizen und an den beweglichen Teilen festsetzen kann. Die Kette leidet dabei natürlich auch entsprechend und benötigt mehr Pflege.
Aber heute kam dann doch die Sonne raus, kein Regen in Sicht, es reicht für eine Runde über Tatenberg und noch vor dem Dunkelwerden bin ich wieder zu Hause. Ein paar Eindrücke in den angehängten Bilder. Unterwegs begegne ich noch einem weiteren Liege. Leider haben wir unsere Namen nicht ausgetauscht, sind aber einige km gemeinsam gefahren und haben uns über die Liegeräder und die technischen Einzelheiten der Räder ein wenig ausgetauscht.




