Liegerad und Pedelec fahren
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Sommertour 2026 – Tag 12

Sommertour 2026 – Tag 12

Von der Talsperre Pöhl nach Bayern

Nach einer guten Nacht in der kleinen Pension auf einem alten Bauernhof in der Nähe der Talsperre und einem guten Frühstück sind unsere Sachen schnell wieder gepackt und wir sind abfahrbereit.
 

Von der Talsperre aus geht es erstmal nach Plauen, dann ein Stück an der Weißen Elster entlang aber schon in Straßberg bei km 17 verlassen wir die Elster wieder und damit ist auch das gemütliche Fahren am Fluss wieder vorbei.

Nun geht es wieder Hügel hoch und Hügel runter durch das Vogtland. Ausgewiesene Fahrradrouten gibt es hier nicht, aber die Straßen, die wir nutzen sind klein und nur wenige Autos sind unterwegs. Erst bei Grobau treffen wir dann wieder auf den EV 13 und kurz danach passieren wir das erste mal die Grenze zwischen Sachsen und Bayern. Von nun wird uns der EV 13 immer wieder begegnen. Aber wir fahren unsere eigene Stecke. 

Unser nächstes Zwischenziel ist Hirschberg, das liegt zwar nicht in Bayern, aber an der Saale, die hier Bayern und Thüringen trennt.  Zwischen Isaar und Joditz geht es dann runter ins Saaletal.

Hin und wieder können wir auch einen Blick auf die Saale werfen, aber der Saale-Radweg verläuft hier weit ab vom Fluss. Wir machen eine Abstecher nach Hirschberg. Der Ort liegt schon wieder in Thüringen. Dort am Wasserrastplatz machen wir Rast.

Nachdem wir dort auch den hängenden Weg gegangen sind fahren wir zurück auf die bayrische Seite der Saale und folgen dem Saale-Radweg.

In Rudolfstein weichen wir von unserer geplanten Route ab und nehmen die Strecke über Rottinga. Erstmal ein schöner Weg, eine Brücke über die Saale und wir sind wieder in Thüringen. Und dann sind wir auf einmal auf dem alten Kolonnenweg. 

Diese Lochplatten sind kaum zu fahren. Wir werden mächtig durchgeschüttelt. Aber dafür erriechen wir in Pottiga eine Aussichtsplattform, von der aus wir einen herrlichen Blick über das Saale-Tal haben.

Für uns geht es nun weiter über Blankenberg hinunter nach Blankenstein an der Saale. Mitlerweile sind die Akkus schon ganz gut geleert und den Weg auf den Rennsteig hinauf würden wir nun ohne Nachladen nicht mehr schaffen. Aber in Blankenstein gibt es am Startpunkt des Rennsteiges eine E-Bike-Ladestation.

Doof nur, dass die nicht lädt, wenn die Tür nicht geschlossen ist. Also schließen wir unsere Akkus an. Zwei Steckdosen in dem Schrank sollten ja eigentlich auch zwei Akkus aufladen können. Also 2 Netzteile anschließen und zusammen mit den beiden Akkus in den Schrank, 1 EUR in den Munzeinwurf, Tür zu und dann sollte, wenn es denn lädt, die grüne Lampe angehen. Tut sie aber nicht. Also machen wir die Tür wieder auf, der Euro ist natürlich weg. Prüfen alles, können keinen Fehler feststellen und investieren einen weiteren Euro, um die Box zum Laden der Akkus zu bewegen. Nix. Ziemlich gefrustet rufen wir bei der angegebenen Nummer an und nach 5 Min ist kommt dann auch ein Mitarbeiter. Schaut, – wir investieren noch einen Euro in einer anderen Box, dort blitzt die grüne Lampe kurz aus, dann ist auch da duster. Es stellt sich dann heraus, dass der FI-Schalter auslöst, wenn 2 Netzteile angeschlossen sind. Also investieren wir 2 weitere Euro, die wir erstmal bei anderen Radfahrern eintauschen, um unsere Akkus auf 2 verschiedenen Schränken zu laden. Es ist das teuerste Laden auf der ganzen Tour.

Na gut. Nun haben wir ein wenig Zeit. Kaufen im nahen Supermarkt ein und machen Pause am Start-oder Endpunkt des Rennsteiges.

Irgendwann ist unser Geduld dann zu Ende. Immerhin haben wir so bald zwei Stunden verdattelt, aber nur knapp eine Stunde geladen. In der Hoffnung genug geladen zu haben, öffnen wir die Schränke, entnehmen die Akkus, die wieder in die Fahrräder eingesetzt werden und machen uns auf, den Rennsteig hinauf. Blankenstein liegt auf eine Höhe von 420 m NN. Der Rennsteig oben auf über 700 m NN. 

Es geht nun mit 8-9 % Steigung den Berg hinauf. Eigentlich gar nicht so viel, aber das eben so auf gut 10km. Wir können zusehen, wie die Akkus leerer werden. 

Hinter Grumbach folgen wir dann unserem Track und der Ausschilderung auf einen Weg, den vermutlich schon lange keiner mehr genutzt hat – wir hätten auch die Straße nutzen können, aber bekanntlich ist man ja hinterher immer schlauer.

Kurze Zeit später tauschen wir dann noch die Akkus, damit Dani im Auto-Modus fahren kann, ich fahre meist sowieso im Tour-Modus. Damit habe ich dann zwar nur noch 15% Restkapazität und Dani etwas über 20%. Damit sollten wir nun eigentlich nach Reichenbach in Bayern kommen.

Wir verlassen den Rennsteig – ein kleines Stück Kolonnenweg, einen geschotterten Waldweg auf bayrischer Seite und wir haben wieder Asphalt unter den Rädern und rollen hinunter nach Reichenbach.

Tourdaten (Tag) :

Distanz 90 km
Geschwindigkeit 17,3 km/h
Anstieg 1262 m
Höchster Punkt 739 m NN. (Rennsteig)
Temperatur 20°C